worüber ich in der vergangenen woche dankbar, glücklich oder einfach nur froh war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* nach dem schrecklichen flugzeugabsturz bin ich einfach nur froh, meine familie heil und gesund hier bei mir zu haben. wie leicht kann zb auch ein zug entgleisen, haben der mann und die jüngste doch grad eine zughin- und rückreise hinter sich gebracht.
* dankbar bin ich für schleifbänder mit der körnung 24. ja, das ist mega grob, ein dreitagebart ist samt dagegen *lach*. nur mit dieser extremen körnung war es möglich, die holzdielen im elternzimmer von lack, kleber und zT textilresten der ehemals aufgeklebten teppiche zu befreien. jetzt ist das zimmer wie verwandelt!
* wunderbar, dass die beiden geigenmädchen beginnen gemeinsam zu musizieren! die große bringt der mittleren den anfang von pachelbes kanon bei, und dann schweben für kurze zeit wunderbare klänge durch unsere räume. noch schief und ungelenk, aber so schön!
* so erschöpft ich bin von all der renoviererei, bin ich auch dankbar, daß ich das alles überhaupt kann. also einerseits technisch, aber auch und vor allem kräftemäßig. der mann hängt da grade eher in den seilen, drei wochen kur senken die schaffenskraft doch erstmal deutlich. und dann muß er auch noch nahezu jeden tag arbeiten gehen... irgendwie hatte ich mir seine rückkehr als erleichterung vorgestellt, hatte mir ausgemalt, wie wir abwechselnd oder gemeinsam im haus schaffen und damit berge versetzen. hm. naja, wird schon.
* und gerade jetzt in diesem moment bin ich dankbar für die möglichkeit einer warmen, reinigenden dusche. ich fühl mich so bääääh, holzstaub in allen poren, struppige haare, die neue frisur (ich war mittwoch bei der friseurin) ruiniert *kicher*.
nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)
Sonntag, 29. März 2015
Freitag, 27. März 2015
hilfe! dringende frage zum bodenabschleifen
tag 4 vom abschleifen der holzdielen im neuen haus.
nach einer gewöhnungszeit an die megamaschine (klick) klappte es dann gut, und die verwandlung der räume konnte beginnen. hach, wird das schön! es ist echt viel arbeit und wahnsinnig laut und anstrengend, aber egal.
ein kleiner vorgeschmack:
nun haben wir aber ein großes problem: die ränder. für heute hatten wir uns einen rand-und kantenschleifer ausgeliehen, mit dem wir aber überhaupt nicht zurechtkamen, alles paar sekunden ging ein neues schleifblatt kaputt. wir haben ihn schnell wieder zurückgebracht. ein versuch mit dem schwingschleifer war nicht so erfolgversprechend, da wären wir nächstes jahr noch dran. habt ihr einen guten tip? irgendwie muß das zeugs doch auch am rand abzukriegen sein. ich danke euch schonmal im voraus!
nach einer gewöhnungszeit an die megamaschine (klick) klappte es dann gut, und die verwandlung der räume konnte beginnen. hach, wird das schön! es ist echt viel arbeit und wahnsinnig laut und anstrengend, aber egal.
ein kleiner vorgeschmack:
![]() |
| das eine dachzimmer |
![]() |
| das andere dachzimmer mit flur |
![]() |
| elternzimmer. hier war nicht nur lack auf den dielen, sondern vollflächig kleber. |
Montag, 23. März 2015
5 besonderheiten der woche
worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* ich beobachte mit stiller freude und dankbarkeit, wie sich die mittlere tochter vorsichtig auf ihre therapie (wg. selektivem mutismus) einläßt. wie ein schneckchen, das endlich seine fühler aus dem häuschen streckt.
* ich freue mich über jeden kleinen renovierungsfortschritt, auch wenn es immer noch nach baustelle aussieht.
* die vorfreude auf die rückkehrer aus der kur. herrn siebensachen hat mir dann ja doch gefehlt, der alte halunke, und zwar nicht nur wegen seiner tatkräftigen mithilfe beim renovieren. und das kleinste siebensächelchen bringt wieder sprudel und wirbel und geräusche mit ins haus (nicht daß es hier je still wäre, aber leiser war es in den drei wochen schon).
* und dann ist er wieder da, und ist so ganz da wie schon lang nicht mehr und wir freuen uns auch nach 16 jahren noch aneinander *hach*. nur müde war ich samstag, weil ich nachts ständig wach geworden bin wegen all der verschlungenen arme und beine *räusper*
* und nochmal herr siebensachen: die kur hat ihm richtig gut getan, er hat sich auf einiges einlassen können und bringt neue impulse für sein leben mit (vor allem vollwerternähurng und yoga). eeeeendlich, möchte ich sagen, freu mich aber einfach darüber daß es jetzt so ist.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* ich beobachte mit stiller freude und dankbarkeit, wie sich die mittlere tochter vorsichtig auf ihre therapie (wg. selektivem mutismus) einläßt. wie ein schneckchen, das endlich seine fühler aus dem häuschen streckt.
* ich freue mich über jeden kleinen renovierungsfortschritt, auch wenn es immer noch nach baustelle aussieht.
* die vorfreude auf die rückkehrer aus der kur. herrn siebensachen hat mir dann ja doch gefehlt, der alte halunke, und zwar nicht nur wegen seiner tatkräftigen mithilfe beim renovieren. und das kleinste siebensächelchen bringt wieder sprudel und wirbel und geräusche mit ins haus (nicht daß es hier je still wäre, aber leiser war es in den drei wochen schon).
* und dann ist er wieder da, und ist so ganz da wie schon lang nicht mehr und wir freuen uns auch nach 16 jahren noch aneinander *hach*. nur müde war ich samstag, weil ich nachts ständig wach geworden bin wegen all der verschlungenen arme und beine *räusper*
* und nochmal herr siebensachen: die kur hat ihm richtig gut getan, er hat sich auf einiges einlassen können und bringt neue impulse für sein leben mit (vor allem vollwerternähurng und yoga). eeeeendlich, möchte ich sagen, freu mich aber einfach darüber daß es jetzt so ist.
Donnerstag, 19. März 2015
vom renovieren
in den letzten (fast) drei wochen war herr siebensachen nicht zuhause, sondern in vaterkindkur mit der jüngsten tochter. in der zeit habe ich mich - manchmal mit hilfe der beiden größeren töchter - um unser zukünftiges zuhause gekümmert. irgendwie war ich annähernd täglich dort, und jedesmal dachte ich: "wie jetzt, das sieht doch immer noch wie ne baustelle aus. was hast du hier denn eigentlich die ganze zeit getan?????"
um mir das zu verdeutlichen, will ich es hier aufschreiben.
angefangen hat es am montag vor zwei wochen (2. 3.), als die entrümpler dagewesen waren und sämtliche alte teppichböden rausgerissen und entsorgt hatten sowie die kiefernholzverkleidung im dachgeschoss von decke und wänden (die war nach kiefernart stark nachgedunkelt und war nicht wirklich hübsch. wir hätten sie auch anstreichen können, doch um zu sehen, in welchem zustand die wände darunter sind, wurde die verkleidung entfernt).
das haus sah dann so richtig schlimm nach baustelle aus. obendrein habe ich dann in küche und unterem flur und treppenhaus die tapeten von den wänden gekratzt. sie waren alt und zt kaputt und sowieso wollen wir dort einfach nur gestrichenen, lasierten putz an den wänden haben. immerhin zeigte sich unter den nun nicht mehr vorhandenen teppichen zwar gestrichener, aber intakter dielenfußboden. yeah!
mühsam nährt sich das eichhörnchen. das tapetenabkratzen dauert tagelang. morgens bereite ich den großen mädchen mittagessen vor, von 9 bis 15 uhr gehe ich arbeiten, danach gehe ich einzwei stunden ins haus. wasser auf wände und decken, einweichen lassen und dann kratzen. manchmal gehen große streifen ab, manchmal läßt sich jeder quadratzentimeter bitten.
am samstag helfen die mädchen, eine freundin der großen ist dabei und zu dritt rücken wir der kellertreppenwand zuleibe. die war mit abwischbarer ziegeloptiktapete beklebt. in einer stunde schaffen wir zu dritt die ganze wand. tschakka! am tag darauf töne ich einen rest wandfarbe leicht ab und streiche die wand. der kellerabgang ist nun hell und freundlich.
die trockenbauer kommen, stellen den flur voll und beginnen, im dachgeschoss die wände mit rigips zu verkleiden. das dauert ein paar tage, während derer ich dann und wann weiter an den küchen- und flurwänden arbeite. risse und löcher verputzen, kleister- und farbreste abwaschen. in der küche wird die zweite wand gefliest (dieser streifen über der arbeitsfläche). am wochenende pinsele ich in wohn- und schlafzimmer die fleckigen stellen mit weißer farbe über, tapeziere mit hilfe der großen tochter und ihrer freundin im großtochterzimmer ecke und einen streifen an der decke und beklebe schonmal eine ganze ladung verteilerdosendeckel mit tapete und male sie an.
ich fahre zum baumarkt und kaufe kleister und tapete sowie zwei lange bretter, um mit den vorhandenen böcken einen tapeziertisch zu haben. die normalen tapeziertische gehen so schnell kaputt, auf diese weise ist es billiger und langlebiger. außerdem fahre ich zum naturfarben-und bodenladen, lasse mich dort beraten und bestelle dort - nach einer zusätzlichen internetsession auf der homepage von kreidezeit - grundierung, isolierfarbe, leimfarbe und streichputz. ich schrubbe weiter an den wänden rum und liege nachts bis 2 uhr wach vor sorgen ob des zeitplanes. der schornsteinfeger kommt mittwoch sehr früh und begutachtet den kamin: juchu, wenn wir die kabel daraus entfernen, dürfen wir einen ofen anschließen! (das werden wir zwar vorm einzug nicht mehr schaffen, doch egal, im sommer brauchen wir keinen ofen.) am freitag kommen die trockenbauer ein letztes mal zum schleifen der wände. das erledigen sie leider ohne absaugung und mit geöffneten türen, so daß das gesamte dachgeschoss und die obere treppe voller gipsstaub liegt. beim versuch dies zu beseitigen, schrotte ich beinahe den nagelneuen staubsauger. als endlich alles fertig ist, ist schon wieder wochenende. ich spritze die ritzen zwischen den rigipsplatten mit acryl b und beginne - zwischen chorproben und aufführung - das erste dachzimmer zu tapezieren. aber zwischendurch sitze ich draussen und genieße das schneeglöckchenmeer im wilden gärtchen!
in der dritten woche tapeziere ich weiter, mal allein, mal mit hilfe einer freundin, die mit dem besen die tapete an der decke hält, während ich schiebe und klebe und schneide (danke, j.!). tapezieren mag ich gern: erst das geschnippel und gekleistere, dann das kleben und der großartige effekt: es sieht aus wie ein bewohnbares zimmer! zwar haben die dachzimmer viele kleine flächen wegen der schrägen und gauben, aber es ist ein sehr befriedigendes puzzelspiel. zum baumarkt: mehr kleister, mehr tapete. heute dann hatte ich die große tochter zum besenhalten gebeten, aber dazu kam es dann doch nicht infolge pubertärer unlust/maulanfall/türenknallen. bis auf 6 bahnen an einer zimmerdecke habe ich die dachzimmer jetzt fertig! am wochenende kann also endlich das streichen beginnen.
morgen abend kommen herr siebensachen und die jüngste wieder. für nächste woche habe ich eine bodenschleifmaschine reserviert, damit wir unsere freien zeiten abwechselnd mit schleifen verbringen können. ich bin sooo gespannt, wie das klappt und wie es dann aussieht! ich freu mich so auf die holzböden.
nach dem schleifen haben wir dann noch ein paar tage zeit zum ölen und dann fahren wir eine woche weg. eigentlich bräuchten wir die zeit hier vor ort, aber das haus in der normandie war gebucht, bevor wir vom neuen zuhause wußten. tja. nehmen wirs eben zum ausruhen vorm umzug. danach haben wir dann fast zwei wochen zeit, den ganzen verbliebenen rest (evtl zuende streichen und lasieren) inklusive kistenpacken zu erledigen. außerdem muß unsere küchenbank gekürzt werden, damit sie in die neue küche passt.
seit ich wieder den überblick habe und es realistisch ausschaut, kann ich auch wieder gut einschlafen. nur genug schlaf bekomme ich nicht, denn alles was tags keinen platz findet mach ich dann abends bis spät... so wie jetzt.
um mir das zu verdeutlichen, will ich es hier aufschreiben.
angefangen hat es am montag vor zwei wochen (2. 3.), als die entrümpler dagewesen waren und sämtliche alte teppichböden rausgerissen und entsorgt hatten sowie die kiefernholzverkleidung im dachgeschoss von decke und wänden (die war nach kiefernart stark nachgedunkelt und war nicht wirklich hübsch. wir hätten sie auch anstreichen können, doch um zu sehen, in welchem zustand die wände darunter sind, wurde die verkleidung entfernt).
mühsam nährt sich das eichhörnchen. das tapetenabkratzen dauert tagelang. morgens bereite ich den großen mädchen mittagessen vor, von 9 bis 15 uhr gehe ich arbeiten, danach gehe ich einzwei stunden ins haus. wasser auf wände und decken, einweichen lassen und dann kratzen. manchmal gehen große streifen ab, manchmal läßt sich jeder quadratzentimeter bitten.
| gräßliche alu-haustüre, nicht zu ändern... |
die trockenbauer kommen, stellen den flur voll und beginnen, im dachgeschoss die wände mit rigips zu verkleiden. das dauert ein paar tage, während derer ich dann und wann weiter an den küchen- und flurwänden arbeite. risse und löcher verputzen, kleister- und farbreste abwaschen. in der küche wird die zweite wand gefliest (dieser streifen über der arbeitsfläche). am wochenende pinsele ich in wohn- und schlafzimmer die fleckigen stellen mit weißer farbe über, tapeziere mit hilfe der großen tochter und ihrer freundin im großtochterzimmer ecke und einen streifen an der decke und beklebe schonmal eine ganze ladung verteilerdosendeckel mit tapete und male sie an.
ich fahre zum baumarkt und kaufe kleister und tapete sowie zwei lange bretter, um mit den vorhandenen böcken einen tapeziertisch zu haben. die normalen tapeziertische gehen so schnell kaputt, auf diese weise ist es billiger und langlebiger. außerdem fahre ich zum naturfarben-und bodenladen, lasse mich dort beraten und bestelle dort - nach einer zusätzlichen internetsession auf der homepage von kreidezeit - grundierung, isolierfarbe, leimfarbe und streichputz. ich schrubbe weiter an den wänden rum und liege nachts bis 2 uhr wach vor sorgen ob des zeitplanes. der schornsteinfeger kommt mittwoch sehr früh und begutachtet den kamin: juchu, wenn wir die kabel daraus entfernen, dürfen wir einen ofen anschließen! (das werden wir zwar vorm einzug nicht mehr schaffen, doch egal, im sommer brauchen wir keinen ofen.) am freitag kommen die trockenbauer ein letztes mal zum schleifen der wände. das erledigen sie leider ohne absaugung und mit geöffneten türen, so daß das gesamte dachgeschoss und die obere treppe voller gipsstaub liegt. beim versuch dies zu beseitigen, schrotte ich beinahe den nagelneuen staubsauger. als endlich alles fertig ist, ist schon wieder wochenende. ich spritze die ritzen zwischen den rigipsplatten mit acryl b und beginne - zwischen chorproben und aufführung - das erste dachzimmer zu tapezieren. aber zwischendurch sitze ich draussen und genieße das schneeglöckchenmeer im wilden gärtchen!
in der dritten woche tapeziere ich weiter, mal allein, mal mit hilfe einer freundin, die mit dem besen die tapete an der decke hält, während ich schiebe und klebe und schneide (danke, j.!). tapezieren mag ich gern: erst das geschnippel und gekleistere, dann das kleben und der großartige effekt: es sieht aus wie ein bewohnbares zimmer! zwar haben die dachzimmer viele kleine flächen wegen der schrägen und gauben, aber es ist ein sehr befriedigendes puzzelspiel. zum baumarkt: mehr kleister, mehr tapete. heute dann hatte ich die große tochter zum besenhalten gebeten, aber dazu kam es dann doch nicht infolge pubertärer unlust/maulanfall/türenknallen. bis auf 6 bahnen an einer zimmerdecke habe ich die dachzimmer jetzt fertig! am wochenende kann also endlich das streichen beginnen.
morgen abend kommen herr siebensachen und die jüngste wieder. für nächste woche habe ich eine bodenschleifmaschine reserviert, damit wir unsere freien zeiten abwechselnd mit schleifen verbringen können. ich bin sooo gespannt, wie das klappt und wie es dann aussieht! ich freu mich so auf die holzböden.
nach dem schleifen haben wir dann noch ein paar tage zeit zum ölen und dann fahren wir eine woche weg. eigentlich bräuchten wir die zeit hier vor ort, aber das haus in der normandie war gebucht, bevor wir vom neuen zuhause wußten. tja. nehmen wirs eben zum ausruhen vorm umzug. danach haben wir dann fast zwei wochen zeit, den ganzen verbliebenen rest (evtl zuende streichen und lasieren) inklusive kistenpacken zu erledigen. außerdem muß unsere küchenbank gekürzt werden, damit sie in die neue küche passt.
seit ich wieder den überblick habe und es realistisch ausschaut, kann ich auch wieder gut einschlafen. nur genug schlaf bekomme ich nicht, denn alles was tags keinen platz findet mach ich dann abends bis spät... so wie jetzt.
Samstag, 14. März 2015
5 besonderheiten der woche
worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* als der staubsauger vor lauter gipsstaub mit kaputtem beutel doch keinen motorschaden davontrug, fiel mir ein stein vom herzen.
* die aufführung 'meines' chores war wirklich gelungen, und auch wenn mich die anspruchsvolle miesepetrigkeit des chorleiters etwas nervt, hat mich sein zufriedenes, leises nicken nach jedem lied doch sehr gefreut.
* nette, liebevolle sms's vom an der nordsee kurenden herrn siebensachen nebst jüngster tochter freuen mich immer wieder. an einem abend haben wir eltern sogar eineinhalb stunden telefoniert, so viel reden wir sonst selten miteinander.
* tolle telefonberatung bei der firma kreidezeit (bauphysikalisch sinnvolle, volldeklarierte naturfarben und putze), per rückruf kurz vor freitags-feierabend.
* und immer wieder freue ich mich über die tollen großen töchter. über ihre selbständigkeit, ihre bereitschaft zusammenzuhalten und mir zu helfen, über ihre ideen, ihre witzigkeit, ihre zuneigung. diese drei wochen, in denen der mann und die jüngste nicht da sind, haben unser leben sehr entzerrt. ich bin erstaunt, wie einfach es so zu dritt ist und gespannt, wie es nach der rückkehr der anderen wird.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* als der staubsauger vor lauter gipsstaub mit kaputtem beutel doch keinen motorschaden davontrug, fiel mir ein stein vom herzen.
* die aufführung 'meines' chores war wirklich gelungen, und auch wenn mich die anspruchsvolle miesepetrigkeit des chorleiters etwas nervt, hat mich sein zufriedenes, leises nicken nach jedem lied doch sehr gefreut.
* nette, liebevolle sms's vom an der nordsee kurenden herrn siebensachen nebst jüngster tochter freuen mich immer wieder. an einem abend haben wir eltern sogar eineinhalb stunden telefoniert, so viel reden wir sonst selten miteinander.
* tolle telefonberatung bei der firma kreidezeit (bauphysikalisch sinnvolle, volldeklarierte naturfarben und putze), per rückruf kurz vor freitags-feierabend.
* und immer wieder freue ich mich über die tollen großen töchter. über ihre selbständigkeit, ihre bereitschaft zusammenzuhalten und mir zu helfen, über ihre ideen, ihre witzigkeit, ihre zuneigung. diese drei wochen, in denen der mann und die jüngste nicht da sind, haben unser leben sehr entzerrt. ich bin erstaunt, wie einfach es so zu dritt ist und gespannt, wie es nach der rückkehr der anderen wird.
Freitag, 13. März 2015
so ein tag
mein freier freitag.
am vormittag husche ich ins haus und beginne, die wände weiter zu bearbeiten. löcher und ritzen verspachteln, wände von kleister-und farbresten befreien (= abwaschen), damit die grundierung danach gut in die wand eindringen kann. der trockenbauer kommt und schleift im dachgeschoß die verspachtelten gipskartonplattenübergänge. leider hat er keine absaugung am gerät (und keinen atemschutz im gesicht) und macht auch nicht die türen zu, deshalb ist nachher das ganze dachgeschoss und der halbe 1.stock voller gipsstaub. er hat noch gefegt, also spuren in den gipsstaub gemacht. haha. ich könnte kreischen.
beim versuch, den gipsstaub aufzusaugen, schrotte ich beinahe den neuen staubsauger, weil die tüte kaputt ist und beinahe der staub bis in den motor dringt. glück gehabt, aber mangels neuer tüte weiter gipsstaub im dachgeschoss.
das wändeabwaschen ist zwar langwieriger als gedacht, das zeugs geht aber gut von der wand ab. ein paar qm schaffe ich, dann rufen mich die mittagsglocken nach hause.
bißchen einkaufen, essen zaubern, mit den beiden großen und einer freundin zu mittag essen. in ruhe einen caffè trinken, mit der 10jährigen plaudern, ihr beim geigeüben zuhören. aufräumen, fegen (wei die saugertüte fehlt), wäsche aufhängen. das telefon klingelt, eine freundin beordert die tochter nach draussen. ich nutze die gelegenheit und sause in den baumarkt, um neue staubsaugertüten und grundierung zu kaufen. danach geht die tochter zur geigenstunde, ich mache mich sauber und packe meine chorsachen ein, ebenso wie diverse übernachtungsdinge für die töchter. dann sammle ich die tochter bei der geigenlehrerin ein und bringe sie zur freundin, wo die große tochter schon zu fuß hingegangen ist (praktischerweise sind die beiden mit schwestern befreundet). von dort fahre ich direkt zur generalprobe. und im gegensatz zur letzten chorprobe am montag (die ein desaster war), klappt es in der klosterkirche ganz wunderbar. die akustik ist großartig, die schönsten momente sind die drei sekunden nach einem lied, wenn der klang im gewölbe nachhallt. hach, was würd ich uns morgen gerne zuhören! (ihr könnt das: um 17 uhr in der klosterkirche beyenburg.)
mit kalten füßen (ungeheizte kirche) fahre ich nach hause, wo mich kein mensch erwartet. das erste mal seit 15 jahren übernachte ich allein in meinem zuhause. a.llei.ne. im moment fühlt es sich normal an, denn spätabends ist es hier immer still und ich bin oft ohne gesellschaft, wenn der mann spätdienst hat. aber morgen früh wird es sehr seltsam sein. trotzdem werde ich es genießen, besonders das langsame aufwachen, ohne daß jemand was von mir will oder ich irgendwas muß. und danach gehts dem gipsstaub mit neuem mut und frischen staubsaugertüten an den kragen!
schlaft gut.
am vormittag husche ich ins haus und beginne, die wände weiter zu bearbeiten. löcher und ritzen verspachteln, wände von kleister-und farbresten befreien (= abwaschen), damit die grundierung danach gut in die wand eindringen kann. der trockenbauer kommt und schleift im dachgeschoß die verspachtelten gipskartonplattenübergänge. leider hat er keine absaugung am gerät (und keinen atemschutz im gesicht) und macht auch nicht die türen zu, deshalb ist nachher das ganze dachgeschoss und der halbe 1.stock voller gipsstaub. er hat noch gefegt, also spuren in den gipsstaub gemacht. haha. ich könnte kreischen.
beim versuch, den gipsstaub aufzusaugen, schrotte ich beinahe den neuen staubsauger, weil die tüte kaputt ist und beinahe der staub bis in den motor dringt. glück gehabt, aber mangels neuer tüte weiter gipsstaub im dachgeschoss.
das wändeabwaschen ist zwar langwieriger als gedacht, das zeugs geht aber gut von der wand ab. ein paar qm schaffe ich, dann rufen mich die mittagsglocken nach hause.
bißchen einkaufen, essen zaubern, mit den beiden großen und einer freundin zu mittag essen. in ruhe einen caffè trinken, mit der 10jährigen plaudern, ihr beim geigeüben zuhören. aufräumen, fegen (wei die saugertüte fehlt), wäsche aufhängen. das telefon klingelt, eine freundin beordert die tochter nach draussen. ich nutze die gelegenheit und sause in den baumarkt, um neue staubsaugertüten und grundierung zu kaufen. danach geht die tochter zur geigenstunde, ich mache mich sauber und packe meine chorsachen ein, ebenso wie diverse übernachtungsdinge für die töchter. dann sammle ich die tochter bei der geigenlehrerin ein und bringe sie zur freundin, wo die große tochter schon zu fuß hingegangen ist (praktischerweise sind die beiden mit schwestern befreundet). von dort fahre ich direkt zur generalprobe. und im gegensatz zur letzten chorprobe am montag (die ein desaster war), klappt es in der klosterkirche ganz wunderbar. die akustik ist großartig, die schönsten momente sind die drei sekunden nach einem lied, wenn der klang im gewölbe nachhallt. hach, was würd ich uns morgen gerne zuhören! (ihr könnt das: um 17 uhr in der klosterkirche beyenburg.)
mit kalten füßen (ungeheizte kirche) fahre ich nach hause, wo mich kein mensch erwartet. das erste mal seit 15 jahren übernachte ich allein in meinem zuhause. a.llei.ne. im moment fühlt es sich normal an, denn spätabends ist es hier immer still und ich bin oft ohne gesellschaft, wenn der mann spätdienst hat. aber morgen früh wird es sehr seltsam sein. trotzdem werde ich es genießen, besonders das langsame aufwachen, ohne daß jemand was von mir will oder ich irgendwas muß. und danach gehts dem gipsstaub mit neuem mut und frischen staubsaugertüten an den kragen!
schlaft gut.
Donnerstag, 12. März 2015
endlich
seit wochen spitze ich morgens und abends die ohren, heute war es endlich soweit: der erste amselgesang (klick) war zu hören. jetzt kommt der frühling!
Sonntag, 8. März 2015
sonntagsfreuden: pommestüte
auf der baustelle.
die beiden großen und 3 freundinnen haben mich begleitet, sitzen auf der terrasse, üben den text fürs klassenspiel, spielen kniffel, plündern die baustellenfuttervorräte und helfen mir, wenn ich bedarf habe (zb beim decke tapezieren, saugen und pinseln). als sie nach stunden keine lust mehr haben, ziehen sie los, machen sich bei uns zuhause backofenpommes, rollen sich dafür tüten aus zeitungspapier, ziehen wieder los, klettern auf die papiercontainer, mümmeln da die pommes und genießen den frühlingsbeginn.
lauter pippi langstrumpfs *hach*.
und ich so:
die beiden großen und 3 freundinnen haben mich begleitet, sitzen auf der terrasse, üben den text fürs klassenspiel, spielen kniffel, plündern die baustellenfuttervorräte und helfen mir, wenn ich bedarf habe (zb beim decke tapezieren, saugen und pinseln). als sie nach stunden keine lust mehr haben, ziehen sie los, machen sich bei uns zuhause backofenpommes, rollen sich dafür tüten aus zeitungspapier, ziehen wieder los, klettern auf die papiercontainer, mümmeln da die pommes und genießen den frühlingsbeginn.
lauter pippi langstrumpfs *hach*.
und ich so:
Samstag, 7. März 2015
5 besonderheiten der woche
worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* daß wir den umzug der eltern ins pflegeheim trotz starker widerstände bewerkstelligen konnten.
* für verständnis und kooperationsbereitschaft bei der arbeit bin ich unendlich dankbar. wenn ich nicht am mittwochmmorgen meinen freitagsdienst auf mittwoch hätte legen können, wäre die ganze umzugsaktion nicht möglich gewesen.
* mit den beiden großen töchtern und zwei übernachtungsfreundinnen bis nach 21.30 uhr am küchentisch zu sitzen, kniffel zu spielen und dabei lachen und albern, als wär ich eine von ihnen.
* für das vorwärtskommen im haus - auch wenn ich selbst grad nicht viel machen kann, die handwerker sind sehr fleissig. ende der nächsten woche werd ich überall streichen können!
* über das wiedererwachen der natur: das licht, die wärme und die ersten vorwitzigen blüten und blätter.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* daß wir den umzug der eltern ins pflegeheim trotz starker widerstände bewerkstelligen konnten.
* für verständnis und kooperationsbereitschaft bei der arbeit bin ich unendlich dankbar. wenn ich nicht am mittwochmmorgen meinen freitagsdienst auf mittwoch hätte legen können, wäre die ganze umzugsaktion nicht möglich gewesen.
* mit den beiden großen töchtern und zwei übernachtungsfreundinnen bis nach 21.30 uhr am küchentisch zu sitzen, kniffel zu spielen und dabei lachen und albern, als wär ich eine von ihnen.
* für das vorwärtskommen im haus - auch wenn ich selbst grad nicht viel machen kann, die handwerker sind sehr fleissig. ende der nächsten woche werd ich überall streichen können!
* über das wiedererwachen der natur: das licht, die wärme und die ersten vorwitzigen blüten und blätter.
Freitag, 6. März 2015
rabentochter?
ich habe heute meine mutter ins pflegeheim gezwungen.
das klingt schlimm und war auch so.
als wir am vormittag dort ankamen, sprachen wir erstmal mit ihrem einigermaßen dementen mann und erklärten ihm mindestens 7 mal , daß er jetzt endlich ins soundso-heim umzieht. dann kam sie - im rollstuhl - dazu und verweigerte den umzug. alles erklären, bitten und argumentieren half nicht, sie drehte und wand sich, wurde immer sturer und beschimpfte uns zT aufs wüsteste. zum glück ließen wir uns nicht beirren und blieben standhaft, bis sie nach stunden nachgab - wir mußten standhaft bleiben, denn es gibt aus verschiedenen gründen einfach keine alternative zu dieser unterbringung. wir sind ja schon seit über einem halben jahr zu sechst mit den beiden und ihrer wohnsituation befasst und haben uns wirklich intensiv bemüht. und das neue heim ist definitiv das beste am platz - ich empfand dort heute eine durchaus behagliche, gemütliche atmosphäre. aber es ist eben ein pflegeheim, und das behagt ihr nicht. endstation und so, denk ich mal. es ist aber die letzte chance auf ein halbwegs würdiges leben vor allem für ihren mann, der dort begleitet leben kann, statt in eine geschlossene demenzstation zu müssen.
auf der rückfahrt hab ich erst so richtig die anspannung gespürt - als sie von mir abfiel und ich erstmal weinte. all diese beleidigungen und schmähungen und auch bruchstückhafte erinnerungen an kinder- und jugendzeiten - das versuche ich jetzt loszuwerden. loszulassen.
und ich bin stolz auf uns geschwister (+ familien), daß wir das geschafft haben!
ja, rabentochter, rabenkinder.
kümmern sich, auch wenn sie sonst nix mehr mit den 'alten' zu tun haben.
(ergänzung zu meinem verständnis des begriffes 'rabentocher':
Wikipedia:
"Rabenmutter...
Der Ausdruck geht auf die Beobachtung zurück, dass junge Raben ähnlich wie junge Stare nach dem Verlassen des Nestes am Boden sehr unbeholfen erscheinen und als zu früh sich selbst überlassen beurteilt wurden. Junge Raben sind zwar Nesthocker, verlassen aber vor Erlangen der Flugfähigkeit aus eigenem Antrieb das Nest. Geläufig ist der Begriff seit Luther, der das Alte Testament (Buch Hiob, 38, 41) übersetzte und entsprechend interpretierte.[3] Auf diesen Hintergründen kam es zu den Begriffen „Rabeneltern“ und „Rabenmutter“; es ist aber ein Trugschluss, dass Raben keine fürsorglichen Eltern seien. Die Elternvögel füttern die bettelnden Jungvögel tatsächlich einige Wochen lang und warnen und schützen ihre Jungen vor Feinden..." )
das klingt schlimm und war auch so.
als wir am vormittag dort ankamen, sprachen wir erstmal mit ihrem einigermaßen dementen mann und erklärten ihm mindestens 7 mal , daß er jetzt endlich ins soundso-heim umzieht. dann kam sie - im rollstuhl - dazu und verweigerte den umzug. alles erklären, bitten und argumentieren half nicht, sie drehte und wand sich, wurde immer sturer und beschimpfte uns zT aufs wüsteste. zum glück ließen wir uns nicht beirren und blieben standhaft, bis sie nach stunden nachgab - wir mußten standhaft bleiben, denn es gibt aus verschiedenen gründen einfach keine alternative zu dieser unterbringung. wir sind ja schon seit über einem halben jahr zu sechst mit den beiden und ihrer wohnsituation befasst und haben uns wirklich intensiv bemüht. und das neue heim ist definitiv das beste am platz - ich empfand dort heute eine durchaus behagliche, gemütliche atmosphäre. aber es ist eben ein pflegeheim, und das behagt ihr nicht. endstation und so, denk ich mal. es ist aber die letzte chance auf ein halbwegs würdiges leben vor allem für ihren mann, der dort begleitet leben kann, statt in eine geschlossene demenzstation zu müssen.
auf der rückfahrt hab ich erst so richtig die anspannung gespürt - als sie von mir abfiel und ich erstmal weinte. all diese beleidigungen und schmähungen und auch bruchstückhafte erinnerungen an kinder- und jugendzeiten - das versuche ich jetzt loszuwerden. loszulassen.
und ich bin stolz auf uns geschwister (+ familien), daß wir das geschafft haben!
ja, rabentochter, rabenkinder.
kümmern sich, auch wenn sie sonst nix mehr mit den 'alten' zu tun haben.
(ergänzung zu meinem verständnis des begriffes 'rabentocher':
Wikipedia:
"Rabenmutter...
Der Ausdruck geht auf die Beobachtung zurück, dass junge Raben ähnlich wie junge Stare nach dem Verlassen des Nestes am Boden sehr unbeholfen erscheinen und als zu früh sich selbst überlassen beurteilt wurden. Junge Raben sind zwar Nesthocker, verlassen aber vor Erlangen der Flugfähigkeit aus eigenem Antrieb das Nest. Geläufig ist der Begriff seit Luther, der das Alte Testament (Buch Hiob, 38, 41) übersetzte und entsprechend interpretierte.[3] Auf diesen Hintergründen kam es zu den Begriffen „Rabeneltern“ und „Rabenmutter“; es ist aber ein Trugschluss, dass Raben keine fürsorglichen Eltern seien. Die Elternvögel füttern die bettelnden Jungvögel tatsächlich einige Wochen lang und warnen und schützen ihre Jungen vor Feinden..." )
Mittwoch, 4. März 2015
prallvolle tage
mein leben ist grad gut voll mit kindern, haushalt, arbeit, hausrenovierung und umzugsplanung. das ganze ohne mann und jüngstes kind, was bedeutet, daß logistik und versorgung allein in meiner hand liegen. die beiden verbliebenen kinder sind aber ganz toll und regeln an drei tagen in der woche mittags alles eigenständig zuhause, solange ich bei der arbeit bin: entweder sie wärmen sich vorbereitetes essen auf oder sie zaubern sich selber was, kümmern sich um ihre schuldinge und denken an ihre termine. ich sag ihnen jeden tag, wie toll sie sind und wie sehr sie mir damit grad helfen. zum tagesabschluß sitzen wir dann auf jeden fall gemeinsam in der küche, erzählen, kichern und kniffeln.
doch ich hätte nicht gedacht, daß es noch voller geht. geht aber.
gestern kam die nachricht, daß - endlich - zwei plätze im pflegeheim frei sind für meine mutter und ihren mann (ich schreibe das immer so getrennt, weil ich ihn nie als vater empfunden habe, obwohl wir 5 jahre unter einem dach gelebt haben. seine 3 kinder - wir waren eine frühe patchworkfamilie - hingegen habe ich immer als geschwister empfunden.). weil das dringend nötig ist und gerade noch zum rechten zeitpunkt kommt, bevor die situation komplett eskaliert, müssen wir die beiden also diese woche umziehen. wir: in hannover, osnabrück, köln, haan, wuppertal und eifel. zwei brüder sind arbeitstechnisch weit weg gebunden, eine schwester will nicht. bleiben drei. eine macht den hintergrundservice, viele telefonate und checkereien, der verbleibende bruder und ich haben uns den freitag freigeschaufelt und werden das nun durchziehen. (umzug heißt erstmal "nur", daß die beiden alten leute mit ihren persönlichen dingen und etwas kleinmöbeln an den neuen ort gebracht werden. was an größeren möbeln noch möglich ist, werden wir später in ruhe machen.)
so erledigte ich heute morgen zwischen 7.40 und 8.45 folgendes: frisches essen kochen (pilaw mit möhren und erbsen), mich waschen und anziehen (oh stimmt, muss ja auch sein ;-) ), mit dem pflegeheim ausführlich telefonieren, mit dem neuen vermieter telefonieren und eine erlaubnis einholen, zur baustelle im haus fahren und mit den handwerkern reden. äußerlich entspannt, innerlich hochdruck. als ich danach um 9.05 bei der arbeit ankam, hatte ich das gefühl, mich jetzt erstmal ausruhen zu können - dabei ist die arbeit sonst das anstrengendere vom tag.
auf dauer geht das nicht. zum glück ist mit dem wochenende auch ein ende dieses intensiveinsatzes in aussicht. ich schaffe das zwar alles gut, aber abends abzuschalten ist fast nicht möglich. gestern abend hab ich mir dann einen schlummertrunk weißwein genehmigt - ein großes glas in 5 minuten -, das entspannt großartig und schlagartig und ich habe tief und gut geschlafen, ohne heute morgen schwierigkeiten zu haben. sowas darf mensch ja eigentlich nicht schreiben, aber als notlösung funktioniert das ausnahmsweise gut. es besteht aber keine gefahr, daß das zum dauerzustand würde, gebranntes kind und so...
und nun schnapp ich mir schnell noch ein paar stunden schlaf!
doch ich hätte nicht gedacht, daß es noch voller geht. geht aber.
gestern kam die nachricht, daß - endlich - zwei plätze im pflegeheim frei sind für meine mutter und ihren mann (ich schreibe das immer so getrennt, weil ich ihn nie als vater empfunden habe, obwohl wir 5 jahre unter einem dach gelebt haben. seine 3 kinder - wir waren eine frühe patchworkfamilie - hingegen habe ich immer als geschwister empfunden.). weil das dringend nötig ist und gerade noch zum rechten zeitpunkt kommt, bevor die situation komplett eskaliert, müssen wir die beiden also diese woche umziehen. wir: in hannover, osnabrück, köln, haan, wuppertal und eifel. zwei brüder sind arbeitstechnisch weit weg gebunden, eine schwester will nicht. bleiben drei. eine macht den hintergrundservice, viele telefonate und checkereien, der verbleibende bruder und ich haben uns den freitag freigeschaufelt und werden das nun durchziehen. (umzug heißt erstmal "nur", daß die beiden alten leute mit ihren persönlichen dingen und etwas kleinmöbeln an den neuen ort gebracht werden. was an größeren möbeln noch möglich ist, werden wir später in ruhe machen.)
so erledigte ich heute morgen zwischen 7.40 und 8.45 folgendes: frisches essen kochen (pilaw mit möhren und erbsen), mich waschen und anziehen (oh stimmt, muss ja auch sein ;-) ), mit dem pflegeheim ausführlich telefonieren, mit dem neuen vermieter telefonieren und eine erlaubnis einholen, zur baustelle im haus fahren und mit den handwerkern reden. äußerlich entspannt, innerlich hochdruck. als ich danach um 9.05 bei der arbeit ankam, hatte ich das gefühl, mich jetzt erstmal ausruhen zu können - dabei ist die arbeit sonst das anstrengendere vom tag.
auf dauer geht das nicht. zum glück ist mit dem wochenende auch ein ende dieses intensiveinsatzes in aussicht. ich schaffe das zwar alles gut, aber abends abzuschalten ist fast nicht möglich. gestern abend hab ich mir dann einen schlummertrunk weißwein genehmigt - ein großes glas in 5 minuten -, das entspannt großartig und schlagartig und ich habe tief und gut geschlafen, ohne heute morgen schwierigkeiten zu haben. sowas darf mensch ja eigentlich nicht schreiben, aber als notlösung funktioniert das ausnahmsweise gut. es besteht aber keine gefahr, daß das zum dauerzustand würde, gebranntes kind und so...
und nun schnapp ich mir schnell noch ein paar stunden schlaf!
Sonntag, 1. März 2015
das geheimnis der tomatensauce
(das könnte jetzt auch der titel eines lukullischen krimis sein, denk ich grade so...)
seit ein paar monaten esse ich größtenteils vegan. ich hatte schon lange damit geliebäugelt, weil ich diese ernährungsweise nachhaltig und zukunftsweisend finde. weil aber meine familie gern auch mal fleisch und wurst isst, habe ich mich auf einige vegane mahlzeiten pro woche beschränkt (was ja immerhin auch schon mehr als nichts ist). käse und eine fleischmahlzeit pro woche hab ich aber immer noch gegessen. dann kam die arthrose-diagnose, und im zuge der suche nach handlungsmöglichkeiten stieß ich darauf, daß übersäuerung zum knochen- und knorpel-abbau führt. ein wichtiger faktor der übersäuerung ist tierisches eiweiß. da war der schritt zum (größtenteils) veganen essen ein leichter. nun koch ich also immer vegan, die anderen essen fröhlich mit, tun sich aber genauso gerne käse und wurst aufs brot, und wenn ich mittags nicht da bin, kocht herr siebensachen auch mal mit fleisch oder fisch. was aber inzwischen in der veganen variante alle lieben, das ist 'meine' vegane bolognese. ja, sogar der italiener im hause wünscht sie ausdrücklich!
nach einigen experimenten mit dem eiweißanteil der bolognese (tofu, sojaschnetzel, seitan, linsen) bin ich auf dem blog 'gourmandises végétariennes' auf die idee gestoßen, sonnenblumenkerne zu benutzen. das fand ich sehr genial, weil sonnenblumenkerne ja immerhin in europa wachsen, also einigermaßen regional angebaut werden. (die massenhafte sojabohnenproduktion in asien für den europäischen markt finde ich wirklich zum gruseln, wenn daneben den einheimischen menschen das lebensnotwendigste fehlt.)
sonnenblumenkerne also. ich nehme für eine familienportion (5-6 personen) bolognese 100g geschälte (bio)sonnenblumenkerne und häcksele sie einmal durch. das ergebnis sieht ziemlich fein aus, das ist aber ok so. dann gieße ich kochendes wasser drauf, bis ca. einen zentimeter über die kerne, und gebe einen esslöffel sojasauce dazu. das soll jetzt ungefähr eine stunde quellen. es darf auch länger sein, bringt meiner meinung nach aber nicht viel. danach gieße ich den übriggebliebenen sud ab (aber nicht weg!) und verwende das eingeweichte geschredderte wie hackfleisch. also: gehackte zwiebel anbraten, die kerne dazu und kräftig schmurgeln. sie bräunen nicht so recht, aber das macht nix. ich gebe gern ein bißchen getrockneten stangensellerie dazu, weil ich meist keine gemüsebrühe verwende ind er sellerie enthalten wäre. dann gehackten knoblauch dazu, je einen esslöffel oregano und basilikum, etwas weiterbraten. einen esslöffel sojasauce, etwas salz oder gemüsebrühenpulver dazu, und dann zwei esslöffel tomatenmark. braten und rühren. dann mit dem abgegossenen sud aufgießen und eine flasche tomatenpassata dazu. ein bißchen parikapulver darf durchaus auch sein, mild oder scharf je nach vergnügen. aufkochen, rühren, und auf kleiner flamme eine halbe stunde oder länger schmurgeln. immer wieder sachte umrühren. beim letzten abschmecken kommt der trick: probiert jetzt mal die sauce, fügt dann ein löffelchen milde süße hinzu (rohrohrzucker, akazienhonig oder agavendicksaft), rührt gut um und probiert nochmal. na? die süße dämpft die säure der tomaten ganz stark und macht die sauce fein und 'rund'. und das ist - mit der sojasauce - auch schon das geheimnis meiner bolognese (die wir zu pasta aller art verwenden, auch für lasagne).
vor ein paar tagen las ich in einem produktheftchen der firma lima etwas sehr interessantes über die geschmacksrichtungen und das würzen. ich zitiere das einfach mal:
diese information erklärt mir, warum ich zum würzen so gerne sojasauce (shoju - aus soja und weizen - oder tamari - nur aus soja) verwende, ohne daß ich den ihnen eigenen geschmack hinterher herausschmecken will. denn bolognse mit dem puren geschmack von sojasauce, das ginge gar nicht. es schmeckt aber tatsächlich überhaupt nicht heraus, sondern verbindet sich sehr harmonisch. und dann noch das löffelchen süße...
lasst euch gut schmecken, was ihr auch kocht!
seit ein paar monaten esse ich größtenteils vegan. ich hatte schon lange damit geliebäugelt, weil ich diese ernährungsweise nachhaltig und zukunftsweisend finde. weil aber meine familie gern auch mal fleisch und wurst isst, habe ich mich auf einige vegane mahlzeiten pro woche beschränkt (was ja immerhin auch schon mehr als nichts ist). käse und eine fleischmahlzeit pro woche hab ich aber immer noch gegessen. dann kam die arthrose-diagnose, und im zuge der suche nach handlungsmöglichkeiten stieß ich darauf, daß übersäuerung zum knochen- und knorpel-abbau führt. ein wichtiger faktor der übersäuerung ist tierisches eiweiß. da war der schritt zum (größtenteils) veganen essen ein leichter. nun koch ich also immer vegan, die anderen essen fröhlich mit, tun sich aber genauso gerne käse und wurst aufs brot, und wenn ich mittags nicht da bin, kocht herr siebensachen auch mal mit fleisch oder fisch. was aber inzwischen in der veganen variante alle lieben, das ist 'meine' vegane bolognese. ja, sogar der italiener im hause wünscht sie ausdrücklich!
nach einigen experimenten mit dem eiweißanteil der bolognese (tofu, sojaschnetzel, seitan, linsen) bin ich auf dem blog 'gourmandises végétariennes' auf die idee gestoßen, sonnenblumenkerne zu benutzen. das fand ich sehr genial, weil sonnenblumenkerne ja immerhin in europa wachsen, also einigermaßen regional angebaut werden. (die massenhafte sojabohnenproduktion in asien für den europäischen markt finde ich wirklich zum gruseln, wenn daneben den einheimischen menschen das lebensnotwendigste fehlt.)
sonnenblumenkerne also. ich nehme für eine familienportion (5-6 personen) bolognese 100g geschälte (bio)sonnenblumenkerne und häcksele sie einmal durch. das ergebnis sieht ziemlich fein aus, das ist aber ok so. dann gieße ich kochendes wasser drauf, bis ca. einen zentimeter über die kerne, und gebe einen esslöffel sojasauce dazu. das soll jetzt ungefähr eine stunde quellen. es darf auch länger sein, bringt meiner meinung nach aber nicht viel. danach gieße ich den übriggebliebenen sud ab (aber nicht weg!) und verwende das eingeweichte geschredderte wie hackfleisch. also: gehackte zwiebel anbraten, die kerne dazu und kräftig schmurgeln. sie bräunen nicht so recht, aber das macht nix. ich gebe gern ein bißchen getrockneten stangensellerie dazu, weil ich meist keine gemüsebrühe verwende ind er sellerie enthalten wäre. dann gehackten knoblauch dazu, je einen esslöffel oregano und basilikum, etwas weiterbraten. einen esslöffel sojasauce, etwas salz oder gemüsebrühenpulver dazu, und dann zwei esslöffel tomatenmark. braten und rühren. dann mit dem abgegossenen sud aufgießen und eine flasche tomatenpassata dazu. ein bißchen parikapulver darf durchaus auch sein, mild oder scharf je nach vergnügen. aufkochen, rühren, und auf kleiner flamme eine halbe stunde oder länger schmurgeln. immer wieder sachte umrühren. beim letzten abschmecken kommt der trick: probiert jetzt mal die sauce, fügt dann ein löffelchen milde süße hinzu (rohrohrzucker, akazienhonig oder agavendicksaft), rührt gut um und probiert nochmal. na? die süße dämpft die säure der tomaten ganz stark und macht die sauce fein und 'rund'. und das ist - mit der sojasauce - auch schon das geheimnis meiner bolognese (die wir zu pasta aller art verwenden, auch für lasagne).
vor ein paar tagen las ich in einem produktheftchen der firma lima etwas sehr interessantes über die geschmacksrichtungen und das würzen. ich zitiere das einfach mal:
"Die
primären Geschmacksrichtungen süß, salzig, bitter und sauer sind
allgemein bekannt. Neben diesen vieren gibt es noch eine fünfte primäre
Geschmacksrichtung, die Europäern weit weniger geläufig ist: umami.
Umami,
japanisch für angenehm, ist ein essentieller natürlicher Geschmack, der
alle natürlich vorhandenen Geschmacksrichtungen eines Gerichtes
verstärkt. Umami
verleiht einem Gericht das gewissen Etwas. Definiert wurde diese
Geschmacksrichtung bereits 1908 durch den Japaner Kikunae Ikeda. Umami
begegnet Ihnen zum Beispiel in Sojasauce und Miso..."
diese information erklärt mir, warum ich zum würzen so gerne sojasauce (shoju - aus soja und weizen - oder tamari - nur aus soja) verwende, ohne daß ich den ihnen eigenen geschmack hinterher herausschmecken will. denn bolognse mit dem puren geschmack von sojasauce, das ginge gar nicht. es schmeckt aber tatsächlich überhaupt nicht heraus, sondern verbindet sich sehr harmonisch. und dann noch das löffelchen süße...
lasst euch gut schmecken, was ihr auch kocht!
Freitag, 27. Februar 2015
5 besonderheiten der woche
worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* bei der arbeit: ich ging zum lieblingskollegen in die nachbargruppe, um einen meterstab auszuleihen, fragte wie es ihm geht, wir begannen zu reden, setzen uns und sprachen bestimmt 10 minuten über unsere trauerfälle (seine schwester und sein schwiegervater sind anfang februar unerwartet gestorben, genau wie meine schwiegermutter). das war so schön, ohne zögern oder berührungsängste ganz alltäglich und friedlich über unsere verluste und alles damit einhergehende sprechen zu können. und gemeinsam schweigen zu können.
* zoo-gefühl: an zwei nachmittagen kam die vermieterin mit potentiellen nachmietern hierher. das war zu beginn ein seltsames gefühl, wenn fremde so durch das eigene zuhause, meine höhle, gehen. aber es waren sehr nette begegnungen dabei, einige menschen haben sich bedankt fürs gucken dürfen oder gar entschuldigt, daß sie so durch unsere privatsphäre trapsen. zweimal wurde interessiert gefragt, ob unsere küche bleiben könnte, weil sie so schön sei *hachz*. drei familien kamen aus waldorfkreisen (kein wunder, dies ist eine begehrte wohnlage, waldorfschule und kindergärten sind 300m entfernt). und obwohl wir uns nicht kannten, war zweimal ein direkter draht da, das wir uns über manche bemerkungen der vermieterin zuzwinkerten *schmunzel*. obwohl es für mich 'geraubte' nachmittage waren (ich kann dann nix anderes tun, wenn fast zwei stunden hier die leute durchgehen), war es durchaus ein bereichendes erlebnis.
* zwischen erstaunen und erschrecken: die pubertät der mittleren tochter beginnt, dabei ist sie doch erst 10! grade war sie noch ein baby. ich erinnere mich genau an dieses wenige tage alte menschlein auf dem wickeltisch, das von der hormonell 'verseuchten' muttermilch brustschwellungen bekommen hatte. und nun sieht es genauso aus, kommt aber von ihren eigenen hormonen *schluck*. sie grenzt sich ganz stark von mir ab und das ist nicht leicht (wohl für uns beide), denn bis vor einem jahr war sie mir so nah. aber alle zwei tage landet sie doch wieder auf meinem schoß und mag kuscheln. leider kann sie darüber so garnicht reden, und auch mir fallen nur selten die richtigen worte ein. also schweige ich lieber, bevor ich was blödes sage.
* geschenk: der neue vermieter (eigentlich ist er nur verwalter, aber das macht es grade gut!) ist ein schatz. beim letzten ortstermin genehmigte er mal eben die professionelle renovierung von küchendecke und treppenhauswand (an beiden kommt der putz runter) und sagte zum schluß, wir würden doch so viel im haus selber machen, da sollten wir ihm dann bitte die rechnung vom korkboden fürs erdgeschoss schicken. wow!
* abschied: heute morgen um 6 herrn siebensachen und die jüngste zum bahnhof gebracht, sie fahren an die nordsee zur vaterkindkur. kloß im hals und tränen in den augen. mir fallen abschiede schwer, auch wenn ich mich über die drei wochen freue - für die beiden reisenden und für mich und die andern beiden. das wird schon speziell.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* bei der arbeit: ich ging zum lieblingskollegen in die nachbargruppe, um einen meterstab auszuleihen, fragte wie es ihm geht, wir begannen zu reden, setzen uns und sprachen bestimmt 10 minuten über unsere trauerfälle (seine schwester und sein schwiegervater sind anfang februar unerwartet gestorben, genau wie meine schwiegermutter). das war so schön, ohne zögern oder berührungsängste ganz alltäglich und friedlich über unsere verluste und alles damit einhergehende sprechen zu können. und gemeinsam schweigen zu können.
* zoo-gefühl: an zwei nachmittagen kam die vermieterin mit potentiellen nachmietern hierher. das war zu beginn ein seltsames gefühl, wenn fremde so durch das eigene zuhause, meine höhle, gehen. aber es waren sehr nette begegnungen dabei, einige menschen haben sich bedankt fürs gucken dürfen oder gar entschuldigt, daß sie so durch unsere privatsphäre trapsen. zweimal wurde interessiert gefragt, ob unsere küche bleiben könnte, weil sie so schön sei *hachz*. drei familien kamen aus waldorfkreisen (kein wunder, dies ist eine begehrte wohnlage, waldorfschule und kindergärten sind 300m entfernt). und obwohl wir uns nicht kannten, war zweimal ein direkter draht da, das wir uns über manche bemerkungen der vermieterin zuzwinkerten *schmunzel*. obwohl es für mich 'geraubte' nachmittage waren (ich kann dann nix anderes tun, wenn fast zwei stunden hier die leute durchgehen), war es durchaus ein bereichendes erlebnis.
* zwischen erstaunen und erschrecken: die pubertät der mittleren tochter beginnt, dabei ist sie doch erst 10! grade war sie noch ein baby. ich erinnere mich genau an dieses wenige tage alte menschlein auf dem wickeltisch, das von der hormonell 'verseuchten' muttermilch brustschwellungen bekommen hatte. und nun sieht es genauso aus, kommt aber von ihren eigenen hormonen *schluck*. sie grenzt sich ganz stark von mir ab und das ist nicht leicht (wohl für uns beide), denn bis vor einem jahr war sie mir so nah. aber alle zwei tage landet sie doch wieder auf meinem schoß und mag kuscheln. leider kann sie darüber so garnicht reden, und auch mir fallen nur selten die richtigen worte ein. also schweige ich lieber, bevor ich was blödes sage.
* geschenk: der neue vermieter (eigentlich ist er nur verwalter, aber das macht es grade gut!) ist ein schatz. beim letzten ortstermin genehmigte er mal eben die professionelle renovierung von küchendecke und treppenhauswand (an beiden kommt der putz runter) und sagte zum schluß, wir würden doch so viel im haus selber machen, da sollten wir ihm dann bitte die rechnung vom korkboden fürs erdgeschoss schicken. wow!
* abschied: heute morgen um 6 herrn siebensachen und die jüngste zum bahnhof gebracht, sie fahren an die nordsee zur vaterkindkur. kloß im hals und tränen in den augen. mir fallen abschiede schwer, auch wenn ich mich über die drei wochen freue - für die beiden reisenden und für mich und die andern beiden. das wird schon speziell.
Dienstag, 17. Februar 2015
sonntagsfreude
der erste caffè auf der zukünftigen terrasse im vorfrühlingssonnenschein
während einer renovierungspause.
Donnerstag, 12. Februar 2015
februarliebe
februar: zarttürkis, petrol, eiswasserblau. hellgrau und winterweiß. rauhrindenbraun.
im gegensatz zu vielen anderen menschen, die seit wochen auf den frühling warten, mag ich den februar sehr gerne. klar friere ich nicht gern, und grau und nass mag ich auch nicht. doch so ist der februar gar nicht! für mich ist er der kälteste monat, oft friert es bei uns erst ende januar/anfang februar so richtig. und das mag ich! nicht körperliches frieren, sondern klirrende kälte, frost, rauhreif und darüber blauen februarhimmel, gerne auch mit weißem schnee *hach*. ich finde das ein so sinnliches und wichtiges element auf dem weg durch die jahreszeiten. (vor ein paar jahren gabs hier wochenlangen dauerfrost, das war herrlich! ich war ganz oft mit den kindern draussen, an bach und fluss, um das eis zu erleben.) wenn es keinen frost gibt, fehlt mir was. und wenn mir kalt ist, muss ich mich ja nur warm genug anziehen ;-). nachts gibts eine wärmflasche (sowieso), dicke socken und eine extradecke obendrauf. und dann machen wir das fenster auf, auch bei -10°. natürlich geht das nur, weil wir den luxus einer heizung haben und morgens nur aus dem bett schlüpfen und am rädchen drehen müssen, um nicht mehr zu frieren. dessen bin ich mir sehr bewußt und kann die kälte deshalb nochmal mehr genießen.
seit gestern nun ist das licht anders, strahlender. ein ahnung von vorfrühling hat sich hineingeschlichen und macht den himmel porzellanen. ich bin hingerissen! und nun dauert es nicht mehr lang, bis der erste amselerich zu singen beginnt.
im gegensatz zu vielen anderen menschen, die seit wochen auf den frühling warten, mag ich den februar sehr gerne. klar friere ich nicht gern, und grau und nass mag ich auch nicht. doch so ist der februar gar nicht! für mich ist er der kälteste monat, oft friert es bei uns erst ende januar/anfang februar so richtig. und das mag ich! nicht körperliches frieren, sondern klirrende kälte, frost, rauhreif und darüber blauen februarhimmel, gerne auch mit weißem schnee *hach*. ich finde das ein so sinnliches und wichtiges element auf dem weg durch die jahreszeiten. (vor ein paar jahren gabs hier wochenlangen dauerfrost, das war herrlich! ich war ganz oft mit den kindern draussen, an bach und fluss, um das eis zu erleben.) wenn es keinen frost gibt, fehlt mir was. und wenn mir kalt ist, muss ich mich ja nur warm genug anziehen ;-). nachts gibts eine wärmflasche (sowieso), dicke socken und eine extradecke obendrauf. und dann machen wir das fenster auf, auch bei -10°. natürlich geht das nur, weil wir den luxus einer heizung haben und morgens nur aus dem bett schlüpfen und am rädchen drehen müssen, um nicht mehr zu frieren. dessen bin ich mir sehr bewußt und kann die kälte deshalb nochmal mehr genießen.
seit gestern nun ist das licht anders, strahlender. ein ahnung von vorfrühling hat sich hineingeschlichen und macht den himmel porzellanen. ich bin hingerissen! und nun dauert es nicht mehr lang, bis der erste amselerich zu singen beginnt.
Sonntag, 8. Februar 2015
sonntagsfreuden: ein traum
im frühmorgendlichen schlaf:
ich komme auf eine terrasse, die nonna sitzt lächelnd in ihrem rollstuhl,
ich komme auf eine terrasse, die nonna sitzt lächelnd in ihrem rollstuhl,
und ich nehme sie lange und liebevoll in den arm.
nach dem aufwachen bin ich erstmal traurig, bis mir auffällt,
daß ich mich da im traum von ihr verabschiedet habe.
meine sonntagsfreude.
Donnerstag, 5. Februar 2015
adieu
liebe liebe nonna. eigentlich bist du ja meine schwiegermutter, aber hier bei uns heißt du nur nonna (italienisch für oma), und so hat sich diese bezeichnung fast wie ein name in meine gedanken geschlichen.
seit ich dich kenne (und noch mindestens 15 jahre davor) warst du krank, unheilbar mit multipler sklerose. als ich das erste mal bei euch zu besuch kam, warst du noch mobil, im rollstuhl zwar, aber du bist rumgefahren, hast gekocht und gefegt und gemacht was halt ging. mein erstes kind, dein zweites enkelkind, konntest du noch auf dem schoß halten, bist mit ihr über die terrasse gefahren, hast ball gespielt, warst sogar mit uns am strand. im laufe der jahre wurdest du so schwach, daß du nicht mehr sitzen konntest, und so hast du die beiden jüngeren kinder nie auf dem arm halten können, sie lagen stattdessen neben dir im bett, in deinem arm. sie waren dir gegenüber leider immer zurückhaltend, weil du immerzu im bett lagst. auch wenn wir oft bei dir saßen, zum reden, zum erzählen von früher, zum kaffeetrinken oder auch mal zum fernsehen, so normal es eben ging. doch für sie blieb die situation immer befremdlich, denn wir konnten ja nur einmal im jahr die weite reise zu euch machen. schade und ein bißchen traurig fand ich das, aber du hattest dafür verständnis.
so viel hattest du zu erzählen. von deinem leben als kind auf dem land in sardinien, zu einer zeit, als es dort noch kaum autos gab, ihr 20 km zu fuß zu eurer nonna zu besuch gegangen seid. als die heutigen strassen noch einspurige feldwege waren. als noch alles von hand gemacht wurde, mit bäuerlichen holzgerätschaften und menschen- oder tierkraft. was du als kind mit deinem 5 schwestern alles erlebt hast, wie du als jugendliche nicht kochen lernen wolltest - und dann doch später viele köstlichkeiten für uns zaubertest. von deiner übersiedlung nach deutschland 1963, und wie unglaublich unfreundlich und garstig oft mit euch umgegangen wurde, obwohl ihr doch als 'gast'arbeiter hergebeten worden wart. ich bin ja froh, daß ihr gekommen seid und ausgehalten habt, und froh über den 'betriebsunfall' im ersten jahr eures hierseins, der 35 jahre später mein mann wurde ;-).
ich habe deinen erzählungen immer gern gelauscht, weil es dich mir näherbrachte und auch eure insel, eure kultur. alles kanntest du, jede pflanze die ich dir beschrieb, weil ich den namen nicht wußte, jedes tier, tricks zum einmachen, wie die speziellen backwaren bei euch gemacht wurden. trotz aller beschwernisse in deinem leben hast du vor allem vom schönen und fröhlichen erzählt. und alles hast du uns auf deutsch erzählt, deiner drittsprache, die du auch nach eurer rückkehr auf eure insel immer weitergepflegt hast. das hat mich immer davon abgehalten, flüssig italienisch zu lernen!
du (und dein mann) und eure insel, ihr seid mir sehr ans herz gewachsen. jedes jahr, wenn wir von euch wegfuhren, mußte ich weinen, weil mir der abschied so schwer fiel. "bis nächstes", sagtest du immer, aus deiner sprache wörtlich ins deutsche übersetzend. das blieb mir immer im ohr, "bis nächstes"!
nun gibt es kein nächstes, zumindest nicht auf erden, und ich weine hier vor mich hin und vermisse dich, obwohl ich gleichzeitig so froh bin, daß du endlich erlöst bist.
woran du letztendlich gestorben bist, weiß ich garnicht, und es ist auch egal. denn ich bin von herzen froh, daß du der geräte(intensiv)medizin zuvorgekommen bist. da wo du lebtest ist es nämlich nicht erlaubt, geräte abzuschalten, wenn der betreffende mensch das will. also wärst du, wenn zb deine lungen oder die schluckmuskulatur noch schwächer geworden wären, an das entsprechende gerät angeschlossen und am leben gehalten worden, ob du wolltest oder nicht. so aber ging es wohl recht schnell, gestern an deinem 75. geburtstag warst du noch munter und heute morgen ging es auf einmal bergab. ich hoffe, sie haben keine hektik um dich herum gemacht, sondern dich ruhig gehen lassen. deinen mann haben sie angerufen (er wohnt in einem seniorenwohnhaus, du in einem pflegeheim), daß er kommen soll, aber darauf konntest du dann nicht mehr warten. es war eben zeit.
seit ich dich kenne (und noch mindestens 15 jahre davor) warst du krank, unheilbar mit multipler sklerose. als ich das erste mal bei euch zu besuch kam, warst du noch mobil, im rollstuhl zwar, aber du bist rumgefahren, hast gekocht und gefegt und gemacht was halt ging. mein erstes kind, dein zweites enkelkind, konntest du noch auf dem schoß halten, bist mit ihr über die terrasse gefahren, hast ball gespielt, warst sogar mit uns am strand. im laufe der jahre wurdest du so schwach, daß du nicht mehr sitzen konntest, und so hast du die beiden jüngeren kinder nie auf dem arm halten können, sie lagen stattdessen neben dir im bett, in deinem arm. sie waren dir gegenüber leider immer zurückhaltend, weil du immerzu im bett lagst. auch wenn wir oft bei dir saßen, zum reden, zum erzählen von früher, zum kaffeetrinken oder auch mal zum fernsehen, so normal es eben ging. doch für sie blieb die situation immer befremdlich, denn wir konnten ja nur einmal im jahr die weite reise zu euch machen. schade und ein bißchen traurig fand ich das, aber du hattest dafür verständnis.
so viel hattest du zu erzählen. von deinem leben als kind auf dem land in sardinien, zu einer zeit, als es dort noch kaum autos gab, ihr 20 km zu fuß zu eurer nonna zu besuch gegangen seid. als die heutigen strassen noch einspurige feldwege waren. als noch alles von hand gemacht wurde, mit bäuerlichen holzgerätschaften und menschen- oder tierkraft. was du als kind mit deinem 5 schwestern alles erlebt hast, wie du als jugendliche nicht kochen lernen wolltest - und dann doch später viele köstlichkeiten für uns zaubertest. von deiner übersiedlung nach deutschland 1963, und wie unglaublich unfreundlich und garstig oft mit euch umgegangen wurde, obwohl ihr doch als 'gast'arbeiter hergebeten worden wart. ich bin ja froh, daß ihr gekommen seid und ausgehalten habt, und froh über den 'betriebsunfall' im ersten jahr eures hierseins, der 35 jahre später mein mann wurde ;-).
ich habe deinen erzählungen immer gern gelauscht, weil es dich mir näherbrachte und auch eure insel, eure kultur. alles kanntest du, jede pflanze die ich dir beschrieb, weil ich den namen nicht wußte, jedes tier, tricks zum einmachen, wie die speziellen backwaren bei euch gemacht wurden. trotz aller beschwernisse in deinem leben hast du vor allem vom schönen und fröhlichen erzählt. und alles hast du uns auf deutsch erzählt, deiner drittsprache, die du auch nach eurer rückkehr auf eure insel immer weitergepflegt hast. das hat mich immer davon abgehalten, flüssig italienisch zu lernen!
du (und dein mann) und eure insel, ihr seid mir sehr ans herz gewachsen. jedes jahr, wenn wir von euch wegfuhren, mußte ich weinen, weil mir der abschied so schwer fiel. "bis nächstes", sagtest du immer, aus deiner sprache wörtlich ins deutsche übersetzend. das blieb mir immer im ohr, "bis nächstes"!
nun gibt es kein nächstes, zumindest nicht auf erden, und ich weine hier vor mich hin und vermisse dich, obwohl ich gleichzeitig so froh bin, daß du endlich erlöst bist.
woran du letztendlich gestorben bist, weiß ich garnicht, und es ist auch egal. denn ich bin von herzen froh, daß du der geräte(intensiv)medizin zuvorgekommen bist. da wo du lebtest ist es nämlich nicht erlaubt, geräte abzuschalten, wenn der betreffende mensch das will. also wärst du, wenn zb deine lungen oder die schluckmuskulatur noch schwächer geworden wären, an das entsprechende gerät angeschlossen und am leben gehalten worden, ob du wolltest oder nicht. so aber ging es wohl recht schnell, gestern an deinem 75. geburtstag warst du noch munter und heute morgen ging es auf einmal bergab. ich hoffe, sie haben keine hektik um dich herum gemacht, sondern dich ruhig gehen lassen. deinen mann haben sie angerufen (er wohnt in einem seniorenwohnhaus, du in einem pflegeheim), daß er kommen soll, aber darauf konntest du dann nicht mehr warten. es war eben zeit.
adieu, nonna, du liebe.
gute reise, wohin sie dich auch führen mag.
flieg mit den vögeln, zieh mit dem wind.
nun darfst du endlich frei sein.
Sonntag, 1. Februar 2015
sonntagsfreude: zusammen was schaffen
heute war ich mit den mädels zum tapetenabkratzen im haus (herr siebensachen hatte spätdienst).
und alle waren im einsatz, jede nach eigenem können (und da geht schon eine menge, auch die 7jährige ist eifrig und effektiv dabei!).
schön ist das, zusammen was zu schaffen!
und alle waren im einsatz, jede nach eigenem können (und da geht schon eine menge, auch die 7jährige ist eifrig und effektiv dabei!).
schön ist das, zusammen was zu schaffen!
Donnerstag, 29. Januar 2015
unverhoffte wunscherfüllung
wir wohnen nun seit fast drei jahren in dieser wohnung. schlecht ist sie nicht, schön geräumig mit zwei bädern (ein segen!) und viel licht. nachteilig sind der bodenbelag (laminat! aarrrhg!), die schlecht isolierten aussenwände und der preis (obwohl der nur für unseren geldbeutel hoch ist, an sich ist er ok). daß die vermieterin um die ecke wohnt und ab+zureinschneit um zu behaupten, wir hätten ja nicht geputzt oder so zeugs, das übersehen wir mal großzügig. die lage ist für uns großartig: der waldrand ist 200m entfertn, die kinder könne zu fuß in ihre beiden waldorfschulen gehen, auch läden für den täglichen bedarf sind zu fuß zu erreichen, sogar ein bioladen. vor allem aber fühlen wir uns hier zuhause.
trotzdem wanderten meine augen immer mal wieder durch die wohnungsannoncen, gaben suchwörter wie 'altes haus miete' in immobilienbörsen ein. schweiften die blicke beim spazierengehen so nach hier und da uns ließen mich manchmal seufzen. ach, ein garten oder balkon wäre schön. oder ein feuerofen. aber naja...
im dezember letzten jahres bemerkte ich dann eine wende in meinem denken und fühlen. ich wurde immer zufriedener, ließ die träume von einem neuen zuhause ziehen und ertappte mich sogar bei dem gedanken, "na, wenn die wohnung jetzt zum kauf stünde, die könnten wir uns richtig schön machen." ich freute mich, daß ich diese leise unzufriedenheit hatte loslassen können.
am sylvesterabend gossen wir wachs (statt blei), und sowohl herr siebensachen als auch sein holdes weib hielten danach etwas in den händen, was von allen sofort als hutzeliges häuschen gedeutet wurde. hä???? die große tochter - deren freundin gerade die trennung der eltern erlebt - meinte trocken: "oder ihr trennt euch, jeder ein zuhause."
ich stellte mein häuschen zusammen mit meinem wunschstern auf mein bettkästchen und schmunzelte leise in mich hinein.
am nächsten tag machte ich mit der jüngsten einen neujahrsspaziergang, traf am ende eine bekannte und schwatzte ein bißchen mit ihr. zum schluß meinte ich noch, "wenn bei euch mal ein haus frei wird, darfst du uns mal bescheid sagen." sie guckte und meinte, "da sind häuser frei! und sogar eins zur miete." zuhause googelte ich eine kontaktmailadresse und schrieb. nach eineinhalb wochen kam eine vielversprechende antwort, wir machten einen besichtigungstermin aus, und waren keine zwei meter im haus, da warn wir schon begeistert. der vermieter (der immobilienmensch einer kirchlichen organisation) war sehr nett und anscheinend auch mit uns zufrieden (es stellte sich sogar heraus, daß auch er drei töchter hat *schmunzel*). und vorgestern haben wir den vertrag unterschrieben. seitdem schwanke ich zwischen euphorie und überforderung, denn es muss eine menge gemacht werden bzw wir wollen eine menge machen. dafür haben wir aber drei monate zeit!
es ist ein zwanzigerjahrereihenmittelhäuschen 300m entfernt von hier, von außen leiderpotthässlich nicht so hübsch, doch innen mit potenzial. drei etagen, holztreppenhaus, vollunterkellert, gasheizung, terrasse und 8oqm garten. parkett im wohnzimmer, oben dielenböden. und das ganze für 180euro weniger als hier (100 weniger miete, 80 weniger nebenkosten). da wohnen kinder im viertel, und die strasse ist so miniklein, daß die kinder rausgehen und auf der strasse vorm haus spielen können. wir kriegen noch die alten bodenbeläge rausgerissen und die paneele unterm dach entfernt, hier und da eine steckdose zusätzlich, einen neuen gasanschluss in der küche, eine kellerwand entfeuchtet. das abschleifen der dielenböden werden wir - wenn sie noch in ordnung sind - machen lassen. ansonsten gibt es viele qm wände zu machen (tapete ab, gipsen, streichen) und die treppen zu streichen. und danach kisten zu packen... aber dann...!
oh, ich freue mich so unglaublich! was dort alles möglich sein wird in haus und garten! zwischendurch hab ich immer wieder so ein leises gefühl von ankommen und hoffe sehr, daß wir dort dann lange bleiben werden (oh doch, das werden wir tun. so einen glückstreffer werden wir nicht wieder loslassen). und ich geh auch davon aus, daß wir trotz klassischer wohnsituation dann nicht 'verspießern' werden ;-)
(ein bißchen erinnert mich das prozedere an den klassischen ablauf zb bei unerfülltem kinderwunsch: wenn du endlich losgelassen hast und mit nichts mehr rechnest, dann geht dein wunsch in erfüllung!)
trotzdem wanderten meine augen immer mal wieder durch die wohnungsannoncen, gaben suchwörter wie 'altes haus miete' in immobilienbörsen ein. schweiften die blicke beim spazierengehen so nach hier und da uns ließen mich manchmal seufzen. ach, ein garten oder balkon wäre schön. oder ein feuerofen. aber naja...
im dezember letzten jahres bemerkte ich dann eine wende in meinem denken und fühlen. ich wurde immer zufriedener, ließ die träume von einem neuen zuhause ziehen und ertappte mich sogar bei dem gedanken, "na, wenn die wohnung jetzt zum kauf stünde, die könnten wir uns richtig schön machen." ich freute mich, daß ich diese leise unzufriedenheit hatte loslassen können.
am sylvesterabend gossen wir wachs (statt blei), und sowohl herr siebensachen als auch sein holdes weib hielten danach etwas in den händen, was von allen sofort als hutzeliges häuschen gedeutet wurde. hä???? die große tochter - deren freundin gerade die trennung der eltern erlebt - meinte trocken: "oder ihr trennt euch, jeder ein zuhause."
ich stellte mein häuschen zusammen mit meinem wunschstern auf mein bettkästchen und schmunzelte leise in mich hinein.
am nächsten tag machte ich mit der jüngsten einen neujahrsspaziergang, traf am ende eine bekannte und schwatzte ein bißchen mit ihr. zum schluß meinte ich noch, "wenn bei euch mal ein haus frei wird, darfst du uns mal bescheid sagen." sie guckte und meinte, "da sind häuser frei! und sogar eins zur miete." zuhause googelte ich eine kontaktmailadresse und schrieb. nach eineinhalb wochen kam eine vielversprechende antwort, wir machten einen besichtigungstermin aus, und waren keine zwei meter im haus, da warn wir schon begeistert. der vermieter (der immobilienmensch einer kirchlichen organisation) war sehr nett und anscheinend auch mit uns zufrieden (es stellte sich sogar heraus, daß auch er drei töchter hat *schmunzel*). und vorgestern haben wir den vertrag unterschrieben. seitdem schwanke ich zwischen euphorie und überforderung, denn es muss eine menge gemacht werden bzw wir wollen eine menge machen. dafür haben wir aber drei monate zeit!
es ist ein zwanzigerjahrereihenmittelhäuschen 300m entfernt von hier, von außen leider
oh, ich freue mich so unglaublich! was dort alles möglich sein wird in haus und garten! zwischendurch hab ich immer wieder so ein leises gefühl von ankommen und hoffe sehr, daß wir dort dann lange bleiben werden (oh doch, das werden wir tun. so einen glückstreffer werden wir nicht wieder loslassen). und ich geh auch davon aus, daß wir trotz klassischer wohnsituation dann nicht 'verspießern' werden ;-)
(ein bißchen erinnert mich das prozedere an den klassischen ablauf zb bei unerfülltem kinderwunsch: wenn du endlich losgelassen hast und mit nichts mehr rechnest, dann geht dein wunsch in erfüllung!)
Donnerstag, 22. Januar 2015
loslassen macht glücklich
die letzten zweieinhalb wochen sind wirklich die allerallerbesten in meinem leben seit sehr langer zeit. und das, obwohl hier der gewöhnliche trubel und noch was obendrauf läuft. mir geht es so gut, ich bin entspannt und glücklich trotz und geradeweil mit allem.
es begann, als ich mit einer lieben kollegin/freundin im café saß (was ja echt eine rarität ist, daß ich mal ausgehe...) und wir uns den aktuellen stand von familie+co berichteten. da erzählte ich auch von meinem aktuellen herkunftsfamilienchaos und was mir meine schwester so an vergangenheitsschatten (u.a. schläge, an die ich mich nicht erinnere) berichtete. meine kollegin/freundin kann das gut einordnen, weil sie auch aus einer alkoholgeschädigten familie stammt (und psychologin ist). und dann sagt sie da so einen satz, bei dem es mir im nachhinein wie einen vorhang vor den augen wegzieht: daß ich energetisch so schnell 'hochfahre' bei aufregung würd sie ja nicht wundern, das sei ein typisches muster der alarmbereitschaft aus kindertagen. zack.
den satz trug ich mit mir, wollte ihn nicht haben und spürte doch, wie richtig er war. und dann konnte ich ihn annehmen und sagen, ja, das stimmt - und alles war gut. es war, als ob eine klammer um mich herum abgesprungen wäre. und ich verstand einiges aus den letzten jahren ganz neu, sah meine welt mit anderen augen. wieviel von dem stress, der meiner meinung nach nicht von mir kam (weil ich doch gar keinen stress will!) eben doch von mir kam, einfach durch diese alarmbereitschaft, die sofort ansprang, wenn differenzen, streit etc aufkeimten.
seither kann ich so gut loslassen, zulassen was geschieht. ich krieg keinen stress mehr mit herrn siebensachen, komm nicht in streitlaune, kann einlenken, nachgeben, aushalten. ich hab keine ahnung, wieso das auf einmal geht, es funkioniert einfach. sobald ich merke, daß anspannung in mir aufsteigt, denk ich dran, daß ich keine alarmbereitschaft mehr brauche - und die spannung geht weg. wow! es ist unfassbar und ich bin total glücklich darüber.
in manchem moment fühlt es sich an, als würde ich vom glück geflutet (wenn es so mit gänsehaut im körper bis in den kopf hochsteigt und seufzen macht, vielleicht kennt ihr das gefühl). das hab ich soooo lange nicht gespürt, daß ich mich nun ganz besonders darüber freue und mir oft die tränen in die augen steigen. *hach*
... und dann passierte noch was anders unglaubliches, aber dazu gibts nen eigenen eintrag...
es begann, als ich mit einer lieben kollegin/freundin im café saß (was ja echt eine rarität ist, daß ich mal ausgehe...) und wir uns den aktuellen stand von familie+co berichteten. da erzählte ich auch von meinem aktuellen herkunftsfamilienchaos und was mir meine schwester so an vergangenheitsschatten (u.a. schläge, an die ich mich nicht erinnere) berichtete. meine kollegin/freundin kann das gut einordnen, weil sie auch aus einer alkoholgeschädigten familie stammt (und psychologin ist). und dann sagt sie da so einen satz, bei dem es mir im nachhinein wie einen vorhang vor den augen wegzieht: daß ich energetisch so schnell 'hochfahre' bei aufregung würd sie ja nicht wundern, das sei ein typisches muster der alarmbereitschaft aus kindertagen. zack.
den satz trug ich mit mir, wollte ihn nicht haben und spürte doch, wie richtig er war. und dann konnte ich ihn annehmen und sagen, ja, das stimmt - und alles war gut. es war, als ob eine klammer um mich herum abgesprungen wäre. und ich verstand einiges aus den letzten jahren ganz neu, sah meine welt mit anderen augen. wieviel von dem stress, der meiner meinung nach nicht von mir kam (weil ich doch gar keinen stress will!) eben doch von mir kam, einfach durch diese alarmbereitschaft, die sofort ansprang, wenn differenzen, streit etc aufkeimten.
seither kann ich so gut loslassen, zulassen was geschieht. ich krieg keinen stress mehr mit herrn siebensachen, komm nicht in streitlaune, kann einlenken, nachgeben, aushalten. ich hab keine ahnung, wieso das auf einmal geht, es funkioniert einfach. sobald ich merke, daß anspannung in mir aufsteigt, denk ich dran, daß ich keine alarmbereitschaft mehr brauche - und die spannung geht weg. wow! es ist unfassbar und ich bin total glücklich darüber.
in manchem moment fühlt es sich an, als würde ich vom glück geflutet (wenn es so mit gänsehaut im körper bis in den kopf hochsteigt und seufzen macht, vielleicht kennt ihr das gefühl). das hab ich soooo lange nicht gespürt, daß ich mich nun ganz besonders darüber freue und mir oft die tränen in die augen steigen. *hach*
... und dann passierte noch was anders unglaubliches, aber dazu gibts nen eigenen eintrag...
Donnerstag, 15. Januar 2015
turbulenzen
nicht nur beim wetter, auch hinter diesen kulissen geht es turbulent zu.
nach dem bewegten jahresstart geht es gleich weiter. traritrara mit den alten eltern. überforderung bei der einen schwester, die mir ungefragt alle brocken (unterlagen und abrechnugskram, oh graus) vor die füße wirft. schatten der vergangenheit, die klarheit bringen.
aber auch positiv aufregendes. in sachen wohnen haben wir morgen früh einen besichtigungstermin *hibbel*. herr siebensachen arbeitet ab februar mehr (volle stelle), das bringt zwar mehr organisationsgedöns für mich, aber auch mehr geld aufs konto *klimper*. mit der einen tochter haben wir bald wichtige termine, um ihr weiterzuhelfen. zur beruhigung arbeite ich meinen ufo-stapel ab und nähe mir obendrein ein kleid.
insgesamt schaffe ich es ganz gut, in dem trubel bei mir zu bleiben, geduldig und freundlich zu sein, mich vor überforderung zu schützen. damit die turbulenzen sich aber nicht zum sturm zusammenbrauen, ist es hier im blog so still. ich brauche die abendstunden einfach um runterzufahren. schade, denn ich hätte schon einiges zu schreiben. doch wenn es abends dann endlich still wird im haus, ist es beser, ich lenke mich ab um gut einschlafen zu können. es ist nämlich eine unangenehme nebenwirkung von turbulenzen (besonders herkunftsfamiliärer art), daß sie mir dann spätabends/nachts über die bettdecke laufen und mich wachhalten, obwohl ich ungeheuer müde bin. zur zeit gehts, ich darf mich eben nur nicht vorm einschlafen mit dieser familienaufregung befassen.
ich vermisse unseren weihnachtsbaum. dabei durfte er doch dieses jahr eine ganze woche länger stehenbleiben als sonst, weil die abholung erst gestern war. leer und schmucklos sieht es nun im wohnzimmer aus. in ein paar tagen dann wird sich dieses empfinden gewandelt haben und ich werde den schlichten raum genießen. aber noch fehlt er.
(eine nettigkeit am rande: auf dem weg zur arbeit kam ich gestern morgen auf dem gehweg an vielen ex-weihnachtsbäumen vorbei. und allen in unserer strasse fehlte die spitze! da hat sich wohl jemand arbeitsmaterial geholt... für astquirle oder körbchen. wie schön, daß die bäume nicht ganz verloren sind! (und ich hab auch eine ahnung, wer das gewesen sein könnte - der eine werklehrer unserer waldorfschule wohnt nämlich hier ums eck...;-) )
aus dem ofen duftet ein brot für eine freundin, die gestern in die nachbarschaft gezogen ist. das bringe ich ihr gleich - brot und salz als willkommensgeschenk.
ich wünsch mir winter, eis und schnee. das klärt, erdet und erhellt. vielleicht käm damit nochmal etwas ruhe ins leben...
bis bald, habt es gut.
nach dem bewegten jahresstart geht es gleich weiter. traritrara mit den alten eltern. überforderung bei der einen schwester, die mir ungefragt alle brocken (unterlagen und abrechnugskram, oh graus) vor die füße wirft. schatten der vergangenheit, die klarheit bringen.
aber auch positiv aufregendes. in sachen wohnen haben wir morgen früh einen besichtigungstermin *hibbel*. herr siebensachen arbeitet ab februar mehr (volle stelle), das bringt zwar mehr organisationsgedöns für mich, aber auch mehr geld aufs konto *klimper*. mit der einen tochter haben wir bald wichtige termine, um ihr weiterzuhelfen. zur beruhigung arbeite ich meinen ufo-stapel ab und nähe mir obendrein ein kleid.
insgesamt schaffe ich es ganz gut, in dem trubel bei mir zu bleiben, geduldig und freundlich zu sein, mich vor überforderung zu schützen. damit die turbulenzen sich aber nicht zum sturm zusammenbrauen, ist es hier im blog so still. ich brauche die abendstunden einfach um runterzufahren. schade, denn ich hätte schon einiges zu schreiben. doch wenn es abends dann endlich still wird im haus, ist es beser, ich lenke mich ab um gut einschlafen zu können. es ist nämlich eine unangenehme nebenwirkung von turbulenzen (besonders herkunftsfamiliärer art), daß sie mir dann spätabends/nachts über die bettdecke laufen und mich wachhalten, obwohl ich ungeheuer müde bin. zur zeit gehts, ich darf mich eben nur nicht vorm einschlafen mit dieser familienaufregung befassen.
ich vermisse unseren weihnachtsbaum. dabei durfte er doch dieses jahr eine ganze woche länger stehenbleiben als sonst, weil die abholung erst gestern war. leer und schmucklos sieht es nun im wohnzimmer aus. in ein paar tagen dann wird sich dieses empfinden gewandelt haben und ich werde den schlichten raum genießen. aber noch fehlt er.
(eine nettigkeit am rande: auf dem weg zur arbeit kam ich gestern morgen auf dem gehweg an vielen ex-weihnachtsbäumen vorbei. und allen in unserer strasse fehlte die spitze! da hat sich wohl jemand arbeitsmaterial geholt... für astquirle oder körbchen. wie schön, daß die bäume nicht ganz verloren sind! (und ich hab auch eine ahnung, wer das gewesen sein könnte - der eine werklehrer unserer waldorfschule wohnt nämlich hier ums eck...;-) )
aus dem ofen duftet ein brot für eine freundin, die gestern in die nachbarschaft gezogen ist. das bringe ich ihr gleich - brot und salz als willkommensgeschenk.
ich wünsch mir winter, eis und schnee. das klärt, erdet und erhellt. vielleicht käm damit nochmal etwas ruhe ins leben...
bis bald, habt es gut.
Sonntag, 11. Januar 2015
sonntagsfreuden: selber machen lassen
den töchtern (13/10/7) die küche überlassen.
2 stunden klapper-kicher-raschel-duft.
zum schokoapfelwalnusskuchen gebeten werden.
*freu*
Sonntag, 4. Januar 2015
bewegtes neues jahr
schon 4 tage alt ist das jahr... und bisher sehr bewegt.
die weih- und rauhnachtszeit habe ich sehr genossen, wenn ich auch dieses mal nicht so recht zur abendlichen besinnlichkeit und zum räuchern gekommen bin. doch innerlich habe ich viel bewegt, gedanken, wünsche, gefühle, zu verschiedenen tageszeiten, wie es grad kam.
dann bewegte sich auch noch bei meinen eltern - frisch umgezogen - wieder einiges, es kam zu sehr unschönen situationen, aufgrund derer wir geschwister mal wieder alle 6 in aktion treten mussten - hinfahren, telefonieren, tralitrala... auch deshalb fehlte mir geruhsame zeit. dafür habe ich lange sehr intensive telefonate mit meiner einen schwester geführt und dinge aus unserer kindheit erfahren, die ich nicht erinnere - sehr düsteres, doch erhellend im sinne von "ach jetzt verstehe ich!". da suche ich noch nach einem weg, strukturen/verhaltensmuster aufzulösen, die ich nicht haben will. doch nun weiß ich immerhin, woher sie stammen. (ach gäbs doch eine lösch-taste in hirn und seele wie am computer...)
am 3. januar bin ich bei einer frauenneujahrswanderung mitgegangen, trotz nieselregen. nach all der familiengeschichtenintensität hat es so gut getan, zu gehen, gehen, gehen. raus mit der energie (und bißchen weinen) statt wütend werden. wir gingen stundenlang am flüsschen entlang und haben pause gemacht in einer uralten kleinen kirche. eine frau stöpselte dort die lichterkette vom weihnachtsbaum ein, wir picknickten im trockenen und sangen zum schluß - so schön. und an einer seichten uferstelle des flüsschens haben wir ein kleines wunschritual gemacht: mit einem wunsch für die richtung diesen jahres ein teelicht angezündet und schwimmen lassen. ich hatte sogar ein bißchen räucherwerk dabei :-)
und mich selbst habe ich auch schon jeden tag bewegt: waldspaziergang, schwimmen, neujahrswanderung, schlittschuhlaufen.
nun geht mein urlaub leider zuende. ich könnte gut noch eine woche gebrauchen... da die kinder aber noch 2 tage ferien haben, werden meine ersten arbeitstage wenigstens geruhsam beginnen können. ich habe vor, die rauhnächte noch ein wenig lebendig werden zu lassen und zu geniessen, die nächsten abende sollen meine sein!
die weih- und rauhnachtszeit habe ich sehr genossen, wenn ich auch dieses mal nicht so recht zur abendlichen besinnlichkeit und zum räuchern gekommen bin. doch innerlich habe ich viel bewegt, gedanken, wünsche, gefühle, zu verschiedenen tageszeiten, wie es grad kam.
dann bewegte sich auch noch bei meinen eltern - frisch umgezogen - wieder einiges, es kam zu sehr unschönen situationen, aufgrund derer wir geschwister mal wieder alle 6 in aktion treten mussten - hinfahren, telefonieren, tralitrala... auch deshalb fehlte mir geruhsame zeit. dafür habe ich lange sehr intensive telefonate mit meiner einen schwester geführt und dinge aus unserer kindheit erfahren, die ich nicht erinnere - sehr düsteres, doch erhellend im sinne von "ach jetzt verstehe ich!". da suche ich noch nach einem weg, strukturen/verhaltensmuster aufzulösen, die ich nicht haben will. doch nun weiß ich immerhin, woher sie stammen. (ach gäbs doch eine lösch-taste in hirn und seele wie am computer...)
am 3. januar bin ich bei einer frauenneujahrswanderung mitgegangen, trotz nieselregen. nach all der familiengeschichtenintensität hat es so gut getan, zu gehen, gehen, gehen. raus mit der energie (und bißchen weinen) statt wütend werden. wir gingen stundenlang am flüsschen entlang und haben pause gemacht in einer uralten kleinen kirche. eine frau stöpselte dort die lichterkette vom weihnachtsbaum ein, wir picknickten im trockenen und sangen zum schluß - so schön. und an einer seichten uferstelle des flüsschens haben wir ein kleines wunschritual gemacht: mit einem wunsch für die richtung diesen jahres ein teelicht angezündet und schwimmen lassen. ich hatte sogar ein bißchen räucherwerk dabei :-)
und mich selbst habe ich auch schon jeden tag bewegt: waldspaziergang, schwimmen, neujahrswanderung, schlittschuhlaufen.
nun geht mein urlaub leider zuende. ich könnte gut noch eine woche gebrauchen... da die kinder aber noch 2 tage ferien haben, werden meine ersten arbeitstage wenigstens geruhsam beginnen können. ich habe vor, die rauhnächte noch ein wenig lebendig werden zu lassen und zu geniessen, die nächsten abende sollen meine sein!
Donnerstag, 1. Januar 2015
neujahr
da ist es nun, das neue jahr 2015. sei willkommen!
ich bin gespannt, was du mir bringst.
das alte jahr haben wir mit einem großaufräumen beendet. wenigstens in den kinderzimmern, in wohnzimmer und küche wollte ich aufgeräumt und frei das neue jahr beginnen können. die große tochter bekam endlich teppichboden für ihr zimmer (100% schurwolle für 9,95/qm von h*rnbach, ein megaschnapp!) und wir brachten das wirklich ganz zuende. vor allem sie räumte alles ein und um und befreite ihr reich gründlich von staub. schön ist es geworden!
am abend mussten wir armen müden eltern bis mitternacht und darüber hinaus aufbleiben, weil die kinder nun einfach silvester feiern mögen *gähn*. es war ein sehr harmonischer abend, für den sich das aufbleiben doch gelohnt hat. ich (herr siebensachen mußte arbeiten) hatte im vorfeld mit den kindern überlegt, was sie denn so machen wollen, um alle erwartungen klären zu können, und es waren alle wünsche erfüllbar: fondue essen (mit und ohne fleisch), spiele und knabberkram, tischfeuerwerk und knallbonbons, wachsgießen und wunschsterne, und natürlich feuerwerkgucken. es gab keinen streit und kein gemaule, obwohl alle rechtschaffen müde waren. und wie es so geht, der abend war dann doch zu kurz, um alles zu erledigen: die große tochter hatte extra kärtchen mit kindertauglichen begriffen angefertigt fürs gewünschte activity-spiel, doch wir haben nur memory und 10-fängt-an gespielt. war aber nicht schlimm.
zum jahreswechsel waren wir mit wunderkerzen und kleinknallzeugs draussen und haben das feuerwerk bewundert. obwohl eigentlich klares wetter war, war die sicht schon nach 20 minuten ziemlich mies durch den ganzen qualm. die knallerei der großen stadt war dieses jahr deutlich früher zuende als sonst, schon um viertel nach 1 konnten wir uns zur ruhe begeben.
heute morgen wurde unser bett gestürmt erwartete uns leuchtend blauer himmel mit rauhreif und feinster, klarer frostluft. das tat gut nach dem kleinen drink und dem gläschen sekt des vorabends (ich bin ja nix gewöhnt... und das ist auch gut so!). der rest der familie ließ sich nicht dazu bewegen, das haus zu erlassen, also lümmelten wir herum, bis herr siebensachen zur arbeit mußte. da ließ ich mich von ihm den berg hinauf mitnehmen, brachte zwei eimer kompost zum garten, richtete hier und da ein bißchen was und ging dann zu fuß nicht auf direktem weg, sondern die lange runde nach hause. so stramm durch den wald zu gehen, in dem ich so gern gelaufen bin, das war schön. dabei habe ich was nettes gemacht: ich habe allen menschen, die mir begegneten, ein frohes neues jahr gewünscht und damit alle zum lächeln gebracht. zum schluß hin kam es dann sogar so, daß andere mir zuerst ein frohes neues jahr wünschten - als ob der wald diese schwingung verbreitet haätte. schön war das, freundlichkeit zu verbreiten. am schluß meines weges hatte ich dann noch eine besonders nette begegnung mit einer bekannten, während der sich so eine kleine hoffnung auf eine veränderung ergab... mal sehen...
ansonsten verbringe ich meine zeit mit spielen, vorlesen, nachdenken, räuchern, schnittmuster durchpausen und ausschneiden, flickwerk zuende bringen, rumlümmeln. ich arbeite an einem jahresrückblick, aber der läßt sich nicht so aus dem ärmel schütteln, daß ich ihn tagsüber mal eben schreiben könnte. aber es wird :-)
Das alte Jahr vergangen ist,
das neue Jahr beginnt.
Wir danken Gott zu dieser Frist.
Wohl uns, dass wir noch sind!
Wir sehn aufs alte Jahr zurück
und haben neuen Mut:
Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Die Zeit ist immer gut.
Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Wir ziehen froh hinein.
Und: Vorwärts, vorwärts, nie zurück!
soll unsre Losung sein.
Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798-1874)
in diesem sinne wünsche ich euch ein gutes, frohes neues jahr,
das euch freude und erfüllung bringen möge!
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