innehalten und danken.
inspiriert von nadine im buntraum.
es tut so gut, auf die schönen, besonderen momente zu blicken und dankbar dafür zu sein. grade in turbulenten zeiten, trüben gedanken, großen anstrengungen. das hält mich oben und gibt kraft.
* die abendlichen viertelstunden am bett der mittleren tochter sind ein festes ritual geworden, das wir beide sehr genießen. dann ist sie so sanft und zugänglich wie tags nie, mein rauhbeinchen. ich genieße das sehr und wünsche mir, daß diese nähe - so oder ähnlich - die pubertät überdauern kann.
* auf dem weg zur arbeit, beim kindergarten. ein ca. dreijähriges geht unterm birkenbaum entlang, zögert und reckt nach oben schauend die offenen handflächen nach oben zu den goldnen blättern. die mutter und ich strahlen uns an über diesen zauber.
*
"du bist wirklich ein goldstück", sagt mir die kollegin. ich bin so
gerührt, daß mir tränen in die augen steigen, und ich wende mich ab,
stapele stühle aufeinender, weil ichs kaum aushalten kann.
* meine stimme ist endlich wieder ok. vor 4 wochen hatte ich so einen kleinen husten, der mich vor allem heiser machte, und diese heiserkeit und belegtheit im hals, die machte, daß ich mich oft räuspern wollte, blieb ganz hartnäckig. was vor allem für die chorproben miserabel war (wir sind im endspurt zur auführung von magnificat und weihnachtsoratorium von bach, da ist heiser echt im weg).
* bei der monatsfeier in der förderschule der jüngsten tochter stehen zum schluß 4 klassen auf der bühne, alles pubertierlinge, und performen - elektrisch unterstützt - laut und herzlich das lied "lieblingsmensch". dabei wandern blicke untereinander hin+her, strahlende augen, händchen haltende freundinnen in der ersten reihe auf der bühne, sich anstupsende sonst ach so raue jungs. das hat mich wirklich zu tränen berührt *hach*.
und als nr.6
* die letzten goldblättertage des herbstes. mitte der woche begann es sacht zu regnen, und schon war die welt verwandelt: nicht mehr üppig leuchtend, dafür nassglänzend ;-). immerhin ist es nicht nur grau, und die wolken hängen noch sehr hoch.
nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)
Samstag, 7. November 2015
Sonntag, 1. November 2015
herbstgold
die letzte oktoberwoche ist um. die zeit rast, scheint mir. bald ist schon weihnachten...
kupfer-gold-blau war meine woche.
wir hatten ungeheuer gutes wetter und dadurch blieb das herbstlaub schön leuchtend, selbst wenn es schon am boden lag. manche strasse war wirklich goldgesäumt. auf der "schlittenwiese" neben dem spielplatz rollte eine horde kinder durch das laub den hang hinunter, immer und immer wieder, jauchzend vor freude. und sogar unsere katzenkinder tobten begeistert mit den blättern, die wir zum basteln mit ins haus brachten. den heutigen ersten november verbrachten wir mit einem langen spaziergang in der sonne, die so sehr wärmte, daß ich ins schwitzen kam. dieser hellblaue herbsthimmel und das licht!
ich bin jedes jahr so froh, daß wir hier vor allem buchenwälder haben und vieleviele ahornbäume. das zaubert diese besondere farbenvielfalt.
ob die neuen mitbürger, aus syrien, afghanistan und anderswo, diese schönheit wahrnehmen können? oder ob für sie das andere, fremde noch im vordergrund steht? oder ob vielleicht solche äußerlichkeiten (noch) total nebensächlich sind? ich wünsche ihnen sehr, daß sich ein kleiner zauber in ihr herz schleicht und sie wärmen kann.
ich machs wie frederik und sammle licht und farben. nicht nur im inneren, auch außen: mit blättergirlande, blätterblumen und in wachs getauchten blättern (caro hat beschrieben, wie das geht). ganz besonders stark gefiederte ahornblätter liegen gepresst in einem buch, um später immer zu dritt zu einem fensterstern zusammengeklebt zu werden. so bleibt verwandelte sonnenkraft noch lange sichtbar.
kupfer-gold-blau war meine woche.
wir hatten ungeheuer gutes wetter und dadurch blieb das herbstlaub schön leuchtend, selbst wenn es schon am boden lag. manche strasse war wirklich goldgesäumt. auf der "schlittenwiese" neben dem spielplatz rollte eine horde kinder durch das laub den hang hinunter, immer und immer wieder, jauchzend vor freude. und sogar unsere katzenkinder tobten begeistert mit den blättern, die wir zum basteln mit ins haus brachten. den heutigen ersten november verbrachten wir mit einem langen spaziergang in der sonne, die so sehr wärmte, daß ich ins schwitzen kam. dieser hellblaue herbsthimmel und das licht!
ich bin jedes jahr so froh, daß wir hier vor allem buchenwälder haben und vieleviele ahornbäume. das zaubert diese besondere farbenvielfalt.
ob die neuen mitbürger, aus syrien, afghanistan und anderswo, diese schönheit wahrnehmen können? oder ob für sie das andere, fremde noch im vordergrund steht? oder ob vielleicht solche äußerlichkeiten (noch) total nebensächlich sind? ich wünsche ihnen sehr, daß sich ein kleiner zauber in ihr herz schleicht und sie wärmen kann.
ich machs wie frederik und sammle licht und farben. nicht nur im inneren, auch außen: mit blättergirlande, blätterblumen und in wachs getauchten blättern (caro hat beschrieben, wie das geht). ganz besonders stark gefiederte ahornblätter liegen gepresst in einem buch, um später immer zu dritt zu einem fensterstern zusammengeklebt zu werden. so bleibt verwandelte sonnenkraft noch lange sichtbar.
Donnerstag, 29. Oktober 2015
auch eine antwort
letztens schrieb ich an einem eintrag übers kommentieren hier.
ob und ja wie wenn, wieviel und oder ob mich das überhaupt jucken sollten täte.
mir war selbst noch nicht klar, worauf der eintrag hinauslaufen sollte und ob ich ihn veröffentlichen würde. einfach mal schreiben, dabei klärt sich ja oft einiges.
und dann... war der text kurz vor fertigstellung plötzlich weg. obwohl ich keine der üblichen verdächtigen tasten gedrückt hatte. und gespeichert war er auch nicht, obwohl hier das blog-system quasi alle paar sekunden automatisch speichert.
ja, dachte ich mir, das ist auch eine antwort auf meine frage.
schreib ich halt nix übers kommentieren.
(ein paar tage später las ich anderswo über die schwierigkeiten, die die verschiedenen blogsysteme untereinander beim kommentieren haben. ich lass das blog trozdem hier bei blogger, auch wenn ich gern mehr resonanz hätte.)
ob und ja wie wenn, wieviel und oder ob mich das überhaupt jucken sollten täte.
mir war selbst noch nicht klar, worauf der eintrag hinauslaufen sollte und ob ich ihn veröffentlichen würde. einfach mal schreiben, dabei klärt sich ja oft einiges.
und dann... war der text kurz vor fertigstellung plötzlich weg. obwohl ich keine der üblichen verdächtigen tasten gedrückt hatte. und gespeichert war er auch nicht, obwohl hier das blog-system quasi alle paar sekunden automatisch speichert.
ja, dachte ich mir, das ist auch eine antwort auf meine frage.
schreib ich halt nix übers kommentieren.
(ein paar tage später las ich anderswo über die schwierigkeiten, die die verschiedenen blogsysteme untereinander beim kommentieren haben. ich lass das blog trozdem hier bei blogger, auch wenn ich gern mehr resonanz hätte.)
Dienstag, 27. Oktober 2015
jahreszeitenliebe
mir geht grad so sehr das herz auf, sobald ich hinaussehe in die wunderbar bunte herbstwelt. diese farben!!! flammende bäume, bunte wiesen, goldgesäumte strassen.
es ist, als würden die bäume zu guterletzt all ihre energie hinauf in den himmel werfen, ein aufflammen und leuchten und glühen. *hach*
im angesicht dieses letzten ernte-geschenkes werde ich froh und dankbar für all die gaben der natur.
(und es ist so spannend, wie unterschiedlich menschen diese zeit empfinden, zb sie.)
die jetzigen beiden wochen sind mir mit den wochen des blattaustriebes im frühjahr die allerallerliebsten des jahres.
Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus,
Und geht dann wie am Bettelstabe,
Ein armer Mann, nach Haus.
Voll sind die Speicher nun und Gaden,
Dass nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht.
es ist, als würden die bäume zu guterletzt all ihre energie hinauf in den himmel werfen, ein aufflammen und leuchten und glühen. *hach*
im angesicht dieses letzten ernte-geschenkes werde ich froh und dankbar für all die gaben der natur.
(und es ist so spannend, wie unterschiedlich menschen diese zeit empfinden, zb sie.)
die jetzigen beiden wochen sind mir mit den wochen des blattaustriebes im frühjahr die allerallerliebsten des jahres.
Herbstlied
Der
Frühling hat es
angefangen,
Der Sommer hat's vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht!
Der Sommer hat's vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht!
Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus,
Und geht dann wie am Bettelstabe,
Ein armer Mann, nach Haus.
Voll sind die Speicher nun und Gaden,
Dass nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht.
Er will uns ohne
Dank
erfreuen,
Kommt immer wieder her:
Lasst uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.
Kommt immer wieder her:
Lasst uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.
(Hoffmann von Fallersleben)
Freitag, 23. Oktober 2015
versprechen
tropfenfunkeln, spinnwebglitzer, nebelwabern, und darüber ein zartblauer dämmerhimmel versprechen einen wunderbaren herbsttag. ein aufatmen nach regennebelkalten tagen.
endlich können die farben wieder leuchten. so bunt wie jetzt ist diewelt natur nie.
ich gehe gleich raus und mache meine erledigungen zu fuß, will mich bewegen, die luft genießen und bunte blätter sammeln.
endlich können die farben wieder leuchten. so bunt wie jetzt ist die
ich gehe gleich raus und mache meine erledigungen zu fuß, will mich bewegen, die luft genießen und bunte blätter sammeln.
Sonntag, 18. Oktober 2015
den faden wieder aufnehmen
so lange war es hier still, nun will ich versuchen, wieder etwas mehr regelmäßiger zu schreiben. ich habe vor, wieder mit besonderheiten der woche zu beginnen, um mich zu disziplinieren (willensübung und so...) und wenigstens wöchentlich ein bißchen zu schreiben.
in den letzten wochen habe ich neben all dem alltag bewußter versucht, auf mich zu achten (schlaf, pause, bewegung), was in dem ganzen lebens-gewusel und den (an)forderungen von 4 familienmitmenschen oft nicht möglich nicht immer einfach ist.
zb wegen sonntäglichem katzenmädchen-alarm: sie war in den wohnzimmerschrank hineingeklettert, die kleine neugiersnase, hatte alles erkundet und wollte dann durch das vielleicht 8cm-loch in der rückwand (für kabel) hinauskriechen. mit drücken und drängeln passte ihr kopf durch, und dann saß sie fest. großes zappeln und geschrei, auch bei den menschenkindern, der mann hilflos. alle riefen nach mir und einer säge. wir haben es dann geschafft, erstmal das panische tier festhaltend zu beruhigen, und nach abwägung diverser möglichkeiten hat der mann von innen im schrank sacht die katzenschultern nach hinten gezogen und ich hab von draussen ohren und halsfalten (was halt so im weg war) langsam in den schrank hineingefriemelt. ach war das aufregend, hinterher hab ich geweint vor erleichterung. das katzi zeigte sich insgesamt unbeeindruckt, kaum war sie frei, kam das katerchen und hat sie eine runde getröstet (schleckschleck), dann war alles wieder gut.
zb wegen kindergeschrei: heute war es extrem laut und kreischig zwischen den beiden jüngeren, was ich ganz schlecht aushalten kann. nicht wegen des streites, sondern ganz banal akustisch. mein gehör macht das nicht mehr mit, hohe schrille töne sind mir ein graus. ich wollte dann mit ihnen zu einem bestimmten spielplatz mit einer seilbahn, wo sie sich auslüften könnten und ich eine runde durch den wald gehen und dann auf der bank stricken könnte. kurz vorm losgehen brach der nächste streit los, den der mann dann zwar auffing, die beiden dabei aber gleichzeitig so an sich band, daß sie nicht mehr mit mir wegwollten. wutentbrannt (ich hasse es, so torpediert zu werden!) bin ich dann alleine losgefahren und eine große runde um ein naturschutzgebiet gestapft. es hat recht lang gedauert, bis ich mir wirklich die wut aus dem leib gelaufen hatte und die traurigkeit aufsteigen durfte. danach dauerte es dann nochmal eine weile, bis das elende gedankenkreisen sich beruhigte und ich einfach nur ging und ging und ging, den weg, die weite und die bewegung genießend.
aber auch schönes gab es, reichlich sogar: ich hatte 11 tage frei, war zweimal einen halben tag am meer und hab mich dort ordentlich gelüftet (einmal mit der ganzen familie in den niederlanden, einmal hab ich mit der jüngsten die beiden großen zu freundinnen nach ostfriesland gebracht). morgens nicht früh raus zu müssen habe ich unendlich genossen. ich hatte unerwartet gute gespräche, war zum frauenvideoabend bei einer lieben nachbarin eingeladen, habe mit zauberhafter wolle eine neue mütze gestrickt. ich habe eine beeindruckende regenbogenpflegefamilie kennengelernt. die katzen sind mir eine tägliche freude. ich habe viel zeug gedacht, mich von manchem gedanken abgegrenzt, andere nicht weiterdenken mögen (stichwort lebensalter, dazu ist ein eintrag in arbeit). ich habe unseren keller aufgeräumt, eine gebrauchte werkbank erstanden und damit eine art werkstatt eingerichtet (tschakka!). wir hatten sehr netten besuch und haben es vorher geschafft soweit aufzuräumen, daß das wohnzimmer jetzt von fast allem nicht dorthingehörigen kram befreit ist. wie groß es auf einmalwirkt ist! (nun fehlt nur noch ein ofen...).
leider beginnt morgen der alltag wieder mit schule und geldarbeit und vor allem frühem ausstehen. ich bin gespannt, wie dunkel es morgen früh um 6.30 sein wird. deshalb entschwinde ich nun in mein warmes nest...
gehabt euch wohl und startet gut in die neue woche!
bis bald.
in den letzten wochen habe ich neben all dem alltag bewußter versucht, auf mich zu achten (schlaf, pause, bewegung), was in dem ganzen lebens-gewusel und den (an)forderungen von 4 familienmitmenschen
zb wegen sonntäglichem katzenmädchen-alarm: sie war in den wohnzimmerschrank hineingeklettert, die kleine neugiersnase, hatte alles erkundet und wollte dann durch das vielleicht 8cm-loch in der rückwand (für kabel) hinauskriechen. mit drücken und drängeln passte ihr kopf durch, und dann saß sie fest. großes zappeln und geschrei, auch bei den menschenkindern, der mann hilflos. alle riefen nach mir und einer säge. wir haben es dann geschafft, erstmal das panische tier festhaltend zu beruhigen, und nach abwägung diverser möglichkeiten hat der mann von innen im schrank sacht die katzenschultern nach hinten gezogen und ich hab von draussen ohren und halsfalten (was halt so im weg war) langsam in den schrank hineingefriemelt. ach war das aufregend, hinterher hab ich geweint vor erleichterung. das katzi zeigte sich insgesamt unbeeindruckt, kaum war sie frei, kam das katerchen und hat sie eine runde getröstet (schleckschleck), dann war alles wieder gut.
zb wegen kindergeschrei: heute war es extrem laut und kreischig zwischen den beiden jüngeren, was ich ganz schlecht aushalten kann. nicht wegen des streites, sondern ganz banal akustisch. mein gehör macht das nicht mehr mit, hohe schrille töne sind mir ein graus. ich wollte dann mit ihnen zu einem bestimmten spielplatz mit einer seilbahn, wo sie sich auslüften könnten und ich eine runde durch den wald gehen und dann auf der bank stricken könnte. kurz vorm losgehen brach der nächste streit los, den der mann dann zwar auffing, die beiden dabei aber gleichzeitig so an sich band, daß sie nicht mehr mit mir wegwollten. wutentbrannt (ich hasse es, so torpediert zu werden!) bin ich dann alleine losgefahren und eine große runde um ein naturschutzgebiet gestapft. es hat recht lang gedauert, bis ich mir wirklich die wut aus dem leib gelaufen hatte und die traurigkeit aufsteigen durfte. danach dauerte es dann nochmal eine weile, bis das elende gedankenkreisen sich beruhigte und ich einfach nur ging und ging und ging, den weg, die weite und die bewegung genießend.
aber auch schönes gab es, reichlich sogar: ich hatte 11 tage frei, war zweimal einen halben tag am meer und hab mich dort ordentlich gelüftet (einmal mit der ganzen familie in den niederlanden, einmal hab ich mit der jüngsten die beiden großen zu freundinnen nach ostfriesland gebracht). morgens nicht früh raus zu müssen habe ich unendlich genossen. ich hatte unerwartet gute gespräche, war zum frauenvideoabend bei einer lieben nachbarin eingeladen, habe mit zauberhafter wolle eine neue mütze gestrickt. ich habe eine beeindruckende regenbogenpflegefamilie kennengelernt. die katzen sind mir eine tägliche freude. ich habe viel zeug gedacht, mich von manchem gedanken abgegrenzt, andere nicht weiterdenken mögen (stichwort lebensalter, dazu ist ein eintrag in arbeit). ich habe unseren keller aufgeräumt, eine gebrauchte werkbank erstanden und damit eine art werkstatt eingerichtet (tschakka!). wir hatten sehr netten besuch und haben es vorher geschafft soweit aufzuräumen, daß das wohnzimmer jetzt von fast allem nicht dorthingehörigen kram befreit ist. wie groß es auf einmal
leider beginnt morgen der alltag wieder mit schule und geldarbeit und vor allem frühem ausstehen. ich bin gespannt, wie dunkel es morgen früh um 6.30 sein wird. deshalb entschwinde ich nun in mein warmes nest...
gehabt euch wohl und startet gut in die neue woche!
bis bald.
Montag, 28. September 2015
bewegend
am letzten freitag war das muslimische opferfest, der höchste feiertag der muslime. in anbetracht der vor zwei wochen in der stadt angekommenen über 500 geflüchteten menschen fragte eine in der flüchtlingsinitiative engagierte frau bei der örtlichen taxizentrale an, ob diese eine idee hätten. und dann standen am freitagmorgen die taxen vor den provisorischen unterkünften schlange und fuhren solange, bis alle, die beim von der muslimischen gemeinde in einem park organisierten gemeinsamen gebet teilnehemn wollten, dort waren. und fuhren sie hinterher zurück. einfach so und gratis.
(lesen? hier. bißchen runterrollen.)
das ist so großartig, daß ich gänsehaut bekam, als ich davon hörte.
es ist total klasse, was hier grad möglich gemacht wird von vielen freiwilligen und engagierten, aber auch von vielen, die dann einfach so mitmachen und helfen.
(lesen? hier. bißchen runterrollen.)
das ist so großartig, daß ich gänsehaut bekam, als ich davon hörte.
es ist total klasse, was hier grad möglich gemacht wird von vielen freiwilligen und engagierten, aber auch von vielen, die dann einfach so mitmachen und helfen.
Samstag, 26. September 2015
momentbilder 3
nach der arbeit:
kurze pause,
so oft wie möglich draussen,
fast immer mit katzentier.
kurze pause,
so oft wie möglich draussen,
fast immer mit katzentier.
im moment gönne ich mir außerodentlich viel pausen und ruhe, jedenfalls im vergleich zu den vergangenen 12 jahren (seit das zweite kind geboren ist). das tut mir sehr gut nach all dem aktivitätsgedöne der letzten monate. ich kann daraus tatsächlich einiges an kraft und entspannung schöpfen, da die kinder durchaus mal einen halben oder auch ganzen nachmittag alleine in der siedlung unterwegs sind und ich wirklich ruhe habe, nicht ständig angesprochen werde (die große tochter mit ihren 14 jahren ist da eh pflegeleicht).
ich genieße das ausruhen und überhaupt unsere lebenssituation zur zeit sehr bewußt.
zur besonderern notwendigkeit von selbstfürsorge in bezug auf die aktivitäten rund um die derzeitige quasi völkerwanderung hat die liebe frau rebis sehr richtig geschrieben: "... sich um sich selbst kümmern, scheinen die Befindlichkeiten noch so nichtig zu sein. Wenn ich selbst nicht hell bleibe, kann ich nicht nach außen strahlen. Niemandem würde das nützen."
Freitag, 25. September 2015
zurück aus der zwangspause
es geht weiter.
nach langem warten hat uns endlich ein neues modem erreicht. und der/die postlerIn war so nett, das päckchen in der bereitgelegten tüte vor der haustür zu deponieren, damit es nicht verregnet. unkompliziert, unbürokratisch. danke!
nach langem warten hat uns endlich ein neues modem erreicht. und der/die postlerIn war so nett, das päckchen in der bereitgelegten tüte vor der haustür zu deponieren, damit es nicht verregnet. unkompliziert, unbürokratisch. danke!
Mittwoch, 9. September 2015
momentbilder 2
angeregt von frau kirschkernzeit gibt es in der folgenden zeit versuchsweise
ein paar kurze posts, momentbilder à la instagramm.
und es gab applaus nicht nur für die ankommenden, sondern auch für alle hilfskräfte: feuerwehr, thw, malteser, johanniter und - einen extra - für den busfahrer, der sich bescheiden in seinen bus verzog.
meine töchter hielten selbstgemalte pappblumen hoch mit der aufschrift "welcome", hängten sie später zu den anderen willkommensgrüßen an den zaun. für sie war es sehr beeindruckend, zu den nachrichten der letzten wochen konkrete menschen zu sehen statt nur darüber zu reden. "mama, warum heißen die menschen flüchtlinge?", fragte die kleine. kurzes stutzen, dann wurde mir klar:"nein du, die heißen nicht flüchtlinge. sie werden nur so genannt, weil sie aus ihrem land geflüchtet sind. sie haben ganz normale namen."
Sonntag, 6. September 2015
momentbilder 1
angeregt von frau kirschkernzeit gibt es in der folgenden zeit versuchsweise
ein paar kurze posts, momentbilder à la instagramm.
ofensonntag, regentag.
am morgen brötchenbacken, zum nachmittag zimtkringelkuchen, abends kartoffelzwiebelkürbis. (und den kuchen konnten wir dann sogar in einem trockenen viertelstündchen draussen schnabbeln.)
er hat ja auch was für sich, der spätsommer/frühherbst (wenn ich mich erstmal damit abgefunden habe...).
Sonntag, 30. August 2015
sommer und wasser
heute war ich endlich mal wieder im wasser. das kommt diesen sommer leider viel zu kurz, sind wir doch nicht wie sonst drei wochen auf der schwiegerelterninsel und dort täglich im meer.
sommer und wasser gehört für mich zusammen. hallenbadschwimmen im rest des jahres zählt irgendwie nicht, es ist für mich ein ganz anderes gefühl, im freien in der natur zu schwimmen. und niemals sonst gibt es dieses unvergleichliche körpergefühl von sonne, wind und wasser auf der haut als im sommer.
heute also passten endlich autoverfügbarkeit und wetter zusammen, und so fuhr ich nach dem frühstück mit zwei kindern ins bergische an eine talsperre und genoß dort sonne und wasser auf der haut. es ist so wunderbar, langsam in das stille, grünliche süßwasser einzutauchen und dann umherzuschwimmen. daß wir nur eineinhalb stunden bleiben konnten, weil herr siebensachen das auto zum spätdienst brauchte, tat der freude keinen abbruch. nun läuere ich schon nach der nächsten gelegenheit, diese freude zu wiederholen. ob das wetter das nochmal zulässt?
sommer und wasser gehört für mich zusammen. hallenbadschwimmen im rest des jahres zählt irgendwie nicht, es ist für mich ein ganz anderes gefühl, im freien in der natur zu schwimmen. und niemals sonst gibt es dieses unvergleichliche körpergefühl von sonne, wind und wasser auf der haut als im sommer.
heute also passten endlich autoverfügbarkeit und wetter zusammen, und so fuhr ich nach dem frühstück mit zwei kindern ins bergische an eine talsperre und genoß dort sonne und wasser auf der haut. es ist so wunderbar, langsam in das stille, grünliche süßwasser einzutauchen und dann umherzuschwimmen. daß wir nur eineinhalb stunden bleiben konnten, weil herr siebensachen das auto zum spätdienst brauchte, tat der freude keinen abbruch. nun läuere ich schon nach der nächsten gelegenheit, diese freude zu wiederholen. ob das wetter das nochmal zulässt?
Mittwoch, 26. August 2015
sommerglück
grillenzirpen bis spät abends.
über zwei stühle verteilt auf der terrasse liegen und in den nachthimmel gucken.
brombeeren, zucchini und tomaten aus dem minigarten.
regen, wind und dann doch wieder sonnentage.
üppige gemüsemahlzeiten auf der terrasse.
katzenkinderspiele.
katzenkinderspiele.
und immer ohne socken.
Montag, 24. August 2015
fellvolk
ein rate-bild:
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eines abends kam herr siebensachen dann noch mit einem katzenmädchen an..."damit toni nicht so allein ist, wenn wir nicht da sind."
wir anderen waren etwas überumpelt, kater inclusive. doch nach 5 tagen mit immer weniger fauchen, beläuern und beschnuppern sind die beiden nun ein vertrautes, eingespieltes team.
mira. mirabella, miripiri, schwarzfuß, kleine.
quirlig, neugierig, mutig, unverdrossen.
noch nicht ganz gesund, aber auf dem besten weg dahin.
*hach*
Sonntag, 16. August 2015
dieser sommer (teil 1)
((grad gestern dachte ich, daß ich mir garnicht vorstellen kann, jemals wieder lange hosen und ärmel anzuziehen - da kühlt es ab, und ich mache die spätabendliche gartenrunde dann doch lieber mit jäckchen. na gut...))
dieser sommer ist so schön. und das, obwohl wir nicht - wie gewohnt - für drei wochen auf die schwiegerelterninsel gefahren sind, sondern beschaulicher und günstiger in deutschland blieben (renovierung und umzug hatten ein bißchenzuviel geld verschlungen, als daß wir die fähre zur insel hätten zahlen können). die kinder waren im vorfeld etwas skeptisch, sie kannten sommerferien ja nicht anders. und auch wir eltern haben die insel vermisst. nun sind wir aber alle mit dieser art sommerferien auch sehr zufrieden, denn wir hatten sonne, meer und erholung und viel draussensein.
direkt zu beginn der nrw-ferien sind wir nach nordwestmecklenburg an die ostsee gefahren und haben eine woche in einem camping-fass verbracht. 4 betten, stauraum, ein dach über dem kopf und für regenwetter ein ausziehtisch - mehr braucht ein sommerhäuschen doch nicht :-). für den 5. schlafplatz hatten wir ein zelt daneben aufgebaut, das in wechselnder besetzung genutzt wurde. wir haben aber auch in einer argen regennacht zu fünft im fass geschlafen, das doppelbett ist dafür groß genug.
wir waren täglich am und im meer. es gibt verschiedenste strände, von klassisch bis wild, das wasser ist sauber und die erfrischung immer groß.
als mir die bande mal zu blöd war mit ihrer streiterei (incl. mann), hab ich mich losgemacht und bin eine stunde allein am meer entlang gewandert. das tat so gut und war so schön. an einem wogenden, reifen gerstenfeld bin ich auf der klippe entlang zurückgegangen, pures gold (für die augen und die seele).
wir haben uns räder geliehen und sind herumgefahren, zu wunderschönen backsteinkirchen (hohenhagem ein magischer ort!), durch hohlwege, alleen und an der küste entlang, mit einer pause auf dem erdbeerfeld und am strand. ich mag die landschaft so gern: hügel, heckenwege, alleen, das meer quasi in sichtweite. vielleichtmag ich es so, weil es mich an jugendferien in schleswigholstein erinnert. aber hier, in nordwestmecklenburg, ist es noch schöner, uriger, weil der westliche bauboom der 70er und 80er jahre nicht stattgefunden hat und so die ursprüngliche architektur und die kleinen strassen erhalten blieben und inzwischen meist liebevoll instandgesetzt wurden. besonders haben es mir die alten alleen angetan, kleine landstrassen ohne mittelstreifen, die unbegradigt dem landschaftsverlauf folgen dürfen und von zt jahrhundertealten bäumen gesäumt werden (zb die nwm12 kilometerlang vor brook mit uralten eichen).
und nicht zuletzt habe ich nach 12 jahren meinen lieblingsort an der (mir bekannten) ostsee wiedergefunden:brook im "klützer winkel". ein parkplatz voller wohnmobile, steilküste, meer, ausser einem toilettenhäuschen keine touristische infrastruktur. wunderschön. stundenlang könnt ich da sitzen und schwimmen und am ufer langwandern und steine, federn und treibholzsammeln gucken.
diese eine ferienwoche war so abwechslungsreich und hat mich sehr erholt nach hause zurückkehren lassen, wahrscheinlich gerade weil sie so reich an eindrücken war.
danach haben wir den sommer zuhause genossen. wir eltern haben uns in die gartenarbeit gestürzt, denn wir geben unseren kleingarten nun endgültig ab und es war einiges zu tun, was wir über die jahre so haben liegenlassen... die kinder waren drinnen und draussen beschäftigt, mit und ohne nachbarskinder, fuhren ins zeltlager des cvjm (die große tochter) und zur zirkusfreizeit des schulzirkus (die mittlere tochter). noch nie war dieses kind länger als zwei nächte von zuhause weg, und nun direkt eine ganze woche! sie haben es richtig schön gehabt und sind daran ordentlich gewachsen.
zwischendurch machte ich noch eine radtour mit den beiden größeren töchtern, doch davon berichte ich ein andermal.
dieser sommer ist so schön. und das, obwohl wir nicht - wie gewohnt - für drei wochen auf die schwiegerelterninsel gefahren sind, sondern beschaulicher und günstiger in deutschland blieben (renovierung und umzug hatten ein bißchen
direkt zu beginn der nrw-ferien sind wir nach nordwestmecklenburg an die ostsee gefahren und haben eine woche in einem camping-fass verbracht. 4 betten, stauraum, ein dach über dem kopf und für regenwetter ein ausziehtisch - mehr braucht ein sommerhäuschen doch nicht :-). für den 5. schlafplatz hatten wir ein zelt daneben aufgebaut, das in wechselnder besetzung genutzt wurde. wir haben aber auch in einer argen regennacht zu fünft im fass geschlafen, das doppelbett ist dafür groß genug.
| campingplatz niendorf |
| so gefunden |
| im hintergrund das westliche ende von boltenhagen |
und nicht zuletzt habe ich nach 12 jahren meinen lieblingsort an der (mir bekannten) ostsee wiedergefunden:brook im "klützer winkel". ein parkplatz voller wohnmobile, steilküste, meer, ausser einem toilettenhäuschen keine touristische infrastruktur. wunderschön. stundenlang könnt ich da sitzen und schwimmen und am ufer langwandern und steine, federn und treibholz
| eine wunderschöne, schlichte zeichnung dieser stelle gibt es im reisebericht von jademond. |
danach haben wir den sommer zuhause genossen. wir eltern haben uns in die gartenarbeit gestürzt, denn wir geben unseren kleingarten nun endgültig ab und es war einiges zu tun, was wir über die jahre so haben liegenlassen... die kinder waren drinnen und draussen beschäftigt, mit und ohne nachbarskinder, fuhren ins zeltlager des cvjm (die große tochter) und zur zirkusfreizeit des schulzirkus (die mittlere tochter). noch nie war dieses kind länger als zwei nächte von zuhause weg, und nun direkt eine ganze woche! sie haben es richtig schön gehabt und sind daran ordentlich gewachsen.
zwischendurch machte ich noch eine radtour mit den beiden größeren töchtern, doch davon berichte ich ein andermal.
Montag, 27. Juli 2015
meldung aus der sommerpause
völlig überraschend sind wir seit einer woche zu sechst. nein, kein weiteres kind, auch kein großelternteil, ein katerchen zog bei uns ein.
seit jahren ist ein katzentier ein großer wunsch von uns allen, dem jedoch stand immer das allergische asthma von herrn siebensachen im weg. im osterurlaub in der normandie holten sich dann die katzen der vermieter ihre zusätzlichen streicheleinheiten bei uns ab und wir alle waren damit völlig beglückt. seither ließ der gedanke an ein katzentier den mann nicht mehr los und er recherchierte eifrig über antiallergische katzen (igitt - wobei die tiere da ja nichts für können), desensibilisierung usw. er zog sogar in erwägung, eine alte katze aufzunehmen (zb eine, deren alte dame ins pflegeheim mußte), damit eine eventuelle allergische reaktion dann nur ein paar jahre belasten würde. ich hab das aber nie konkret, sondern immer nur als großen, unerfüllbaren wunsch empfunden.
und kaum war in den sommerferien mal ruhe im haus, zog er los und holte vom bauernhof ein katzenkind. was waren wir anderen überascht, als wir davon erfuhren!
da ist er nun: toni. inzwischen 13 wochen alt, putzmunter, quietschvergnügt, von seiner mama wohlerzogen (= stubenrein und jagdlustig). nach wenigen scheuen tagen fühlt er sich völlig heimisch, erkundet alle etagen, ecken und winkel, tobt und jagt und schläft inzwischen sogar bei uns in den betten. und das tollste: der mann hat bisher keinerlei atembeschwerden!
toni, tonino, antonio, antonello, trappeltoni, kratzelkatzel, mutzelchen, mauzel, kleiner wicht. wie schön, daß du zu uns gefunden hast!
(und ich staune, wie vertraut nach über 30 jahren katzenabstinenz all das typisch katzige - seine bewegungen, geräusche und blicke - ist.)
seit jahren ist ein katzentier ein großer wunsch von uns allen, dem jedoch stand immer das allergische asthma von herrn siebensachen im weg. im osterurlaub in der normandie holten sich dann die katzen der vermieter ihre zusätzlichen streicheleinheiten bei uns ab und wir alle waren damit völlig beglückt. seither ließ der gedanke an ein katzentier den mann nicht mehr los und er recherchierte eifrig über antiallergische katzen (igitt - wobei die tiere da ja nichts für können), desensibilisierung usw. er zog sogar in erwägung, eine alte katze aufzunehmen (zb eine, deren alte dame ins pflegeheim mußte), damit eine eventuelle allergische reaktion dann nur ein paar jahre belasten würde. ich hab das aber nie konkret, sondern immer nur als großen, unerfüllbaren wunsch empfunden.
und kaum war in den sommerferien mal ruhe im haus, zog er los und holte vom bauernhof ein katzenkind. was waren wir anderen überascht, als wir davon erfuhren!
| und er |
toni, tonino, antonio, antonello, trappeltoni, kratzelkatzel, mutzelchen, mauzel, kleiner wicht. wie schön, daß du zu uns gefunden hast!
(und ich staune, wie vertraut nach über 30 jahren katzenabstinenz all das typisch katzige - seine bewegungen, geräusche und blicke - ist.)
Dienstag, 23. Juni 2015
besonderheiten der woche (kw 26)
schwalben.
mir ist noch nie aufgefallen, daß wir hier in der großstadt (mit viel innerstädtischem wald) schwalben haben. dieses jahr aber seh ich sie seit wochen überall herumsegeln und freu mich so sehr. heute sah ich aus dem öpnv heraus eine schwalbe überm fluss segeln, kurven, hinauf und hinab, und immer auf gleicher höhe mit uns. wunderschön.
abschied.
8 jahre mit der wunderbaren klassenlehrerin gehen zuende. schnüff. es gab ein berührendes kleines fest mit vielen lieben und bewegenden worten, einer fotoshow, liedern, geschenken und buffet. ich bin so froh, daß meine große tochter diese klassenleherein hatte. mag sein, daß sie nicht so gut mathe erklären kann (so sagt die tochter), aber menschlich und sozial hat sie den kindern unglaublich viel mitgegeben. jedes thema, das von den kindern kam, hat sie aufgegriffen, stunden mit ihnen geredet und dikutiert über aktuelle themen (zb flugzeugabsturz, natascha kampusch, geflüchtete).
zuhause.
das leben im neuen zuhause fühlt sich so gut und richtig an. obwohl ich in allen meinen bisherigen wohnungen gerne gelebt habe, ist es hier so, als ob wir angekommen wären. zwar muss sich räumlich alles noch zurechtruckeln, weil wir jetzt 40qm weniger wohnraum haben als vorher (dafür aber immerhin reichlich keller), doch das ist nicht entscheidend. wir fühlen uns alle rundum wohl.
konzert.
unser chorkonzert am samstagabend war dann - nach mißlungener generalprobe - sehr schön. (ich persönlich habe ja nicht daran gezweifelt, generalproben dürfen schief gehen, dafür klappt die aufführung dann umso besser. was wiedermal bewiesen wurde :-) .) sogar der chorleiter war voll des lobes. wie gern hätte ich uns zugehört!
wildtiere.
vor ein paar tagen stand ich abends zähneputzend am fenster und schaute hinaus in die späte dämmerung. da bewegte sich ein graubrauner kleiner hügel über unsere wiese: ein igel mümmelte sich dort von kirsche zu kirsche (fallobst aus nachbars garten), ganz gemächlich, schlüpfte dann durch den lattenzaun nach nebenan und fraß dort weiter. (kurz nach unserem einzug fand ich schon einen erdkröterich am unteren ende der kellertreppe, da, wo es schön feucht ist.) wie wunderfein! nur ein kleiner reihenhausgarten in der stadt, und doch mehr als nur grünzeug im garten.
inspiration.
endlich, endlich ist mir die richtige idee für die einrichtung unseres schlafzimmers gekommen. die "schlafen"-seite war ja schon lange klar, doch weil der raum so groß ist, müssen auf die andere seite regale und ein schreibtisch hin. irgendwie hat es sich so ergeben, daß hier dann eher meine sachen sein werden, also näh- und 'bastel'sachen und mein schreibtisch. in den letzten zwei wochen hatte ich da echt einen durchhänger und kam nicht vorwärts, obwohl ich mich in dem chaotischen kistenraum nicht wohl fühlte (geschweige denn mehr als ein paar tshirts, unterwäsche, rock und kurze hose gefunden habe). nun weiß ich endlich, wie der raum werden soll und habe schon eifrig angefangen, bin im blaugelben möbelhaus gewesen und habe ein benötigtes regalseitenteil gekauft, kartons geräumt und gesichtet. kaum kann ichs erwarten, daß die nacht vorbei ist und ich weitermachen kann! spannend, wie die richtige idee auch wieder energie freisetzt.
mir ist noch nie aufgefallen, daß wir hier in der großstadt (mit viel innerstädtischem wald) schwalben haben. dieses jahr aber seh ich sie seit wochen überall herumsegeln und freu mich so sehr. heute sah ich aus dem öpnv heraus eine schwalbe überm fluss segeln, kurven, hinauf und hinab, und immer auf gleicher höhe mit uns. wunderschön.
abschied.
8 jahre mit der wunderbaren klassenlehrerin gehen zuende. schnüff. es gab ein berührendes kleines fest mit vielen lieben und bewegenden worten, einer fotoshow, liedern, geschenken und buffet. ich bin so froh, daß meine große tochter diese klassenleherein hatte. mag sein, daß sie nicht so gut mathe erklären kann (so sagt die tochter), aber menschlich und sozial hat sie den kindern unglaublich viel mitgegeben. jedes thema, das von den kindern kam, hat sie aufgegriffen, stunden mit ihnen geredet und dikutiert über aktuelle themen (zb flugzeugabsturz, natascha kampusch, geflüchtete).
zuhause.
das leben im neuen zuhause fühlt sich so gut und richtig an. obwohl ich in allen meinen bisherigen wohnungen gerne gelebt habe, ist es hier so, als ob wir angekommen wären. zwar muss sich räumlich alles noch zurechtruckeln, weil wir jetzt 40qm weniger wohnraum haben als vorher (dafür aber immerhin reichlich keller), doch das ist nicht entscheidend. wir fühlen uns alle rundum wohl.
konzert.
unser chorkonzert am samstagabend war dann - nach mißlungener generalprobe - sehr schön. (ich persönlich habe ja nicht daran gezweifelt, generalproben dürfen schief gehen, dafür klappt die aufführung dann umso besser. was wiedermal bewiesen wurde :-) .) sogar der chorleiter war voll des lobes. wie gern hätte ich uns zugehört!
wildtiere.
vor ein paar tagen stand ich abends zähneputzend am fenster und schaute hinaus in die späte dämmerung. da bewegte sich ein graubrauner kleiner hügel über unsere wiese: ein igel mümmelte sich dort von kirsche zu kirsche (fallobst aus nachbars garten), ganz gemächlich, schlüpfte dann durch den lattenzaun nach nebenan und fraß dort weiter. (kurz nach unserem einzug fand ich schon einen erdkröterich am unteren ende der kellertreppe, da, wo es schön feucht ist.) wie wunderfein! nur ein kleiner reihenhausgarten in der stadt, und doch mehr als nur grünzeug im garten.
inspiration.
endlich, endlich ist mir die richtige idee für die einrichtung unseres schlafzimmers gekommen. die "schlafen"-seite war ja schon lange klar, doch weil der raum so groß ist, müssen auf die andere seite regale und ein schreibtisch hin. irgendwie hat es sich so ergeben, daß hier dann eher meine sachen sein werden, also näh- und 'bastel'sachen und mein schreibtisch. in den letzten zwei wochen hatte ich da echt einen durchhänger und kam nicht vorwärts, obwohl ich mich in dem chaotischen kistenraum nicht wohl fühlte (geschweige denn mehr als ein paar tshirts, unterwäsche, rock und kurze hose gefunden habe). nun weiß ich endlich, wie der raum werden soll und habe schon eifrig angefangen, bin im blaugelben möbelhaus gewesen und habe ein benötigtes regalseitenteil gekauft, kartons geräumt und gesichtet. kaum kann ichs erwarten, daß die nacht vorbei ist und ich weitermachen kann! spannend, wie die richtige idee auch wieder energie freisetzt.
Dienstag, 16. Juni 2015
wie verwandelt
bei gesprächen mit der mittleren tochter über ihr, ääh, fehlverhalten, dauerte es erstmal eine weile, die sie zögerte, rumdruckste, bis dann der knoten platzte und sie nach und nach zu erzählen begann, wie es kam, daß sie (und andere mitschülerinnen) sich aus dem klassenschrank bedienten und hefte und anderes mitnahmen. immer mehr sprudelte aus ihr heraus, sie kam auf wiedergutmachungsideen, schrieb der klassenleherein einen brief und möchte sich gar bei allen entschuldigen. und zum schluß jubilierte sie:" ich bin so frohfrohfroh, mama!"
seither istdie ganze ein großteil der anspannung, die ich in letzter zeit an ihr gespürt habe, von ihr abgefallen und sie ist einfach wieder ein liebenswerter, vorpubertärer wildling. ach was bin ich froh!
(leider ist die lehrerin seither krank, so daß die endgültige auflösung des dilemmas noch auf sich warten läßt. ein gespräch mit allen beteiligten steht noch an... ich wünsch ihr so sehr, daß die lehrerin morgen wieder da ist!)
seither ist
(leider ist die lehrerin seither krank, so daß die endgültige auflösung des dilemmas noch auf sich warten läßt. ein gespräch mit allen beteiligten steht noch an... ich wünsch ihr so sehr, daß die lehrerin morgen wieder da ist!)
Freitag, 12. Juni 2015
turbulenzen
das leben hält doch immer wieder neues für uns bereit. nachdem die umzugsstrapazen nun eine weile hinter uns liegen, sind derzeit alle drei töchter in turbulenzen.
bei der großen haben sich auf der klassenfahrt ein paar jugendliche sehr "daneben" benommen, was zu vielen tränen und gesprächen führte, letztendlich sind aber fast alle daran gewachsen. wie schön es war, als mein großes kind aus dem bus stieg, mir entgegen lief und mir schluchzend vor freude und erleichterung um den hals fiel! *hach* das hab ich jahre nicht erleben dürfen.
und ein hoch auf die beste aller klassenlehrerinnen! sie mag zwar nicht so gut mathe erklären können (sagt die tochter), doch menschlich ist sie großartig. das hab ich ihr auch mit einem strauss blumen gesagt.
die kleine ist in einer starken nachahmungsphase von schlechtem verhalten ihrer mitschülerInnen. da wird genuschelt, geschimpft und vor allem mit harten worten rumgebrüllt. kaum guckst du das kind mal an, brüllt es dir entgegen:"guck nicht so, sonst hau ich dich!" (und schlimmeres). wegen nix. zum ersten mal finde ich es nicht so toll, daß sie auf der förderschule ist, denn die schülerschaft ist dort sozial sehr gemischt und der umgangston auf dem schulhof - wie man hört - durchaus rau. das ist für mich grad schwer auszuhalten.
und die mittlere testet sich und ihre mitmenschen aus mit gezieltem fehlverhalten: sie mißachtet eigentum (sprich: nimmt sachen weg, zuhause und auch aus dem klassenschrank) und ist mehr als frech, nahezu unverschämt zu eltern und der klassenlehrerin. das mag unter "sich und die welt erproben" fallen, geht aber einfach eine spur zu weit. sie ist da etwas im kielwasser einer mitschülerin, mit der sie sich neuerdings zusammengetan hat. heute hatte ich daher ein langes telefonat mit der klassenlehrerin. das war zwar sehr gut, ohne vorwürfe und konstruktiv, aber sowas war in meiner vorstellung von muttersein nicht vorgesehen (oder vielleicht doch: zu meinem kind stehen und es auf seinem weg unterstützen - das steht sogar ganz oben.)
was war es noch einfach, als ich mir um hautausschlag und trockenwerden gedanken machte... ich seufze dann mal eine runde.
bei der großen haben sich auf der klassenfahrt ein paar jugendliche sehr "daneben" benommen, was zu vielen tränen und gesprächen führte, letztendlich sind aber fast alle daran gewachsen. wie schön es war, als mein großes kind aus dem bus stieg, mir entgegen lief und mir schluchzend vor freude und erleichterung um den hals fiel! *hach* das hab ich jahre nicht erleben dürfen.
und ein hoch auf die beste aller klassenlehrerinnen! sie mag zwar nicht so gut mathe erklären können (sagt die tochter), doch menschlich ist sie großartig. das hab ich ihr auch mit einem strauss blumen gesagt.
die kleine ist in einer starken nachahmungsphase von schlechtem verhalten ihrer mitschülerInnen. da wird genuschelt, geschimpft und vor allem mit harten worten rumgebrüllt. kaum guckst du das kind mal an, brüllt es dir entgegen:"guck nicht so, sonst hau ich dich!" (und schlimmeres). wegen nix. zum ersten mal finde ich es nicht so toll, daß sie auf der förderschule ist, denn die schülerschaft ist dort sozial sehr gemischt und der umgangston auf dem schulhof - wie man hört - durchaus rau. das ist für mich grad schwer auszuhalten.
und die mittlere testet sich und ihre mitmenschen aus mit gezieltem fehlverhalten: sie mißachtet eigentum (sprich: nimmt sachen weg, zuhause und auch aus dem klassenschrank) und ist mehr als frech, nahezu unverschämt zu eltern und der klassenlehrerin. das mag unter "sich und die welt erproben" fallen, geht aber einfach eine spur zu weit. sie ist da etwas im kielwasser einer mitschülerin, mit der sie sich neuerdings zusammengetan hat. heute hatte ich daher ein langes telefonat mit der klassenlehrerin. das war zwar sehr gut, ohne vorwürfe und konstruktiv, aber sowas war in meiner vorstellung von muttersein nicht vorgesehen (oder vielleicht doch: zu meinem kind stehen und es auf seinem weg unterstützen - das steht sogar ganz oben.)
was war es noch einfach, als ich mir um hautausschlag und trockenwerden gedanken machte... ich seufze dann mal eine runde.
Montag, 8. Juni 2015
berührt: post aus kindertagen
vor einiger zeit haben wir die wohnung unserer eltern endgültig leergeräumt. dabei tauchten in kisten uralte fotos und briefe auf. zu tränen und gänsehaut rührten mich postkarten meiner lang verstorbenen oma an mich, damals noch nicht zweijährig, auf denen sie mir von ihren reisen erzählte. bei ihr habe ich als kleinkind die vormittage verbracht, wenn meine eltern arbeiteten. ich weiß, daß dies eine gute, wunderbar behütete zeit für mich war, kann mich aber kaum erinnern. beim lesen der karten habe ich es aber deutlich gespürt, es ging mir direkt ins herz.
danke für diese zeit, ami! du hast mir so viel fürs leben mitgegeben.
(45 jahre später vermisse ich sie. ich war noch kein schulkind, da starb sie. an die zeit um ihren tod und damit zusammenhängende gefühle kann ich mich nicht erinnern. da ist ein leeres blatt in meinem gedächtnis. doch für gefühle ist es nie zu spät. wie gut, daß ich diese bilder und karten gefunden habe!)
danke für diese zeit, ami! du hast mir so viel fürs leben mitgegeben.
(45 jahre später vermisse ich sie. ich war noch kein schulkind, da starb sie. an die zeit um ihren tod und damit zusammenhängende gefühle kann ich mich nicht erinnern. da ist ein leeres blatt in meinem gedächtnis. doch für gefühle ist es nie zu spät. wie gut, daß ich diese bilder und karten gefunden habe!)
Sonntag, 17. Mai 2015
grünzeug
(von caro inspiriert)
im großen garten gewesen und mit wehmut mit den aufräumarbeiten zum abgeben begonnen. es hat aber auch freude gemacht, mal wieder so richtig lang am stück (3 std) allein vor mich hin zu garteln. die beiden jüngeren töchter waren dabei und spielten und arbeiteten friedlich und ausdauernd.
pflanzen ausgegraben, um sie in den neuen kleinen hausgarten umzusiedeln: nachtviole, japananemone, fingerhut.
wildes grünzeug geerntet und in salat und brotaufstrich gegessen.
im großen garten gewesen und mit wehmut mit den aufräumarbeiten zum abgeben begonnen. es hat aber auch freude gemacht, mal wieder so richtig lang am stück (3 std) allein vor mich hin zu garteln. die beiden jüngeren töchter waren dabei und spielten und arbeiteten friedlich und ausdauernd.
pflanzen ausgegraben, um sie in den neuen kleinen hausgarten umzusiedeln: nachtviole, japananemone, fingerhut.
wildes grünzeug geerntet und in salat und brotaufstrich gegessen.
Samstag, 16. Mai 2015
besonderheiten der woche
worüber ich in der vergangenen woche dankbar, glücklich oder einfach nur froh war. angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* "nein, das ist nix." mit diesen worten der hautärztin fiel mir ein kleiner fels vom herzen, denn da war auf einmal eine helle stelle auf meinem decolleté, wo vorher keine war. und da ich hautkrebspatientin bin (gsd seit über 5 jahren ohne befund), mußte ich das flugs kontrollieren lassen. (die arzthelferin am telefon wollte mir einen termin für ende juni geben. ob das nicht ein bißchen lang wäre bis dahin, falls die stelle bösartig sei, fragte ich. daraufhin hielt sie rücksprache mit der ärztin und ich durfte am nächsten morgen kommen. geht doch.) es sei eine pigmentstörung, ich wäre jetzt in dem alter... ja tatsächlich, altersflecken mit unter fünfzig. (eigentlich bin ich - sommersprossig seit jeher, ja eine wandelnde pigmentstörung *hihi*)
* dankbar bin ich für sonne, licht und wärme. und heute dann auch für regen, den der boden dringend brauchte. wir hoffen, daß sich dank des regens die wiese hinterm haus erholt und nicht mehr so nach heu aussieht :-)
* dankbar für wunderbar nahe momente zum mittelkind. sie grenzt sich seit längerem sehr stark ab, ist ruppig, wirft mit garstigkeiten um sich - die pubertät naht mir großen schritten. dann aber kommt sie nach dem abendessen auf meinen schoß, schmiegt sich an, will auch unbedingt eine eigene gutenachtgeschichte vorgelesen kriegen. das verlängert mein abendprogramm mit den kindern deutlich und mir fehlt eine halbe stunde zeit für mich und meinen kram. mir ist die zeit nur mit ihr allein aber wichtiger und ich genieße es. (ohne sie werd ich schon noch lang genug sein.)
* das haus wird immer wohnlicher (zwischen den kistenstapeln), und auch herr siebensachen gestaltet jetzt kräftig mit. eben erst hab ich die kühlschranktür ummontiert, sie öffnete falschherum, weil der kühlschrank in der alten wohnung links stand, jetzt steht er rechts. juchei, nun kommen wir besser an die sachen dran!
habt einen schönen sonntag!
Sonntag, 10. Mai 2015
besonderheiten der woche
das kistenchaos lichtet sich, räume werden sicht- und nutzbar.
herr siebensachen kommt nachhause, hintenrum durchs gartentor, und sagt: "das ist wie im ferienhaus!"
und genau das gefühl habe ich auch immer wieder und genieße es so sehr: barfuß auf den schönen holzböden zu gehen, einfach auf die terrasse raus oder in den garten, die kinder ständig draussen, treppauftreppab - wie im urlaub. *hach*
herr siebensachen kommt nachhause, hintenrum durchs gartentor, und sagt: "das ist wie im ferienhaus!"
und genau das gefühl habe ich auch immer wieder und genieße es so sehr: barfuß auf den schönen holzböden zu gehen, einfach auf die terrasse raus oder in den garten, die kinder ständig draussen, treppauftreppab - wie im urlaub. *hach*
Donnerstag, 7. Mai 2015
stück für stück
es ist wunderbar im neuen zuhause.
das kistenchaos ist zwar gross, und abends überkommt mich manchmal große überforderung und sehnsucht nach klarheit und übersichtlichkeit. aber insgesamt ist es total schön. jeden tag wird es ein stück besser, strukturierter, überschaubarer. ich kann mich an den kleinen fortschritten total freuen: wenn die uhr ihren platz im flur gefunden hat, die spülmaschine wieder läuft, wenn handtuchhalter und schränkchen in den bädern aufgehängt sind, die küchenbank aus dem flur endlich in die küche wandern konnte. seit heute morgen funktionieren nun auch telefon und internet.
meine kraftreserven sind allerdings ziemlich aufgebraucht. oft fühle ich mich wie kurz vorm krankwerden, bin sehr müde und schlapp. das gipfelte an einem abend (nach der gelungen übergabe der alten wohnung) darin, daß ich - völlig kraftlos und matt - mit den knatschenden und bockenden müdekindern ziemlich sehr arg rumgeschrieen habe - und mich dann einige tage sehr mit schuldgefühlen geplagt habe. zum glück ist alles wieder gut, aber ich gebe nun mehr auf mich acht. keine mega-anstrengungen mehr, egal wie es hier aussieht. wir sind gelandet und gehen nicht mehr weg, da kommt es auf einen tag (oder woche oder monat...) früher fertig eingerichtet zu sein ja nicht an. auf zufriedenes und entspanntes leben aber schon. also mach ich (zb) einfach früh abendessen, damit es später keine hetze gibt, und setz mich zwischendurch auf die terrasse unter nachbars blühende glyzinie, die über die terrassenwand hinüberwächst. gehe nicht so spät ins bett und häng nicht so lang im internet rum ;-).
bis demnächst!
das kistenchaos ist zwar gross, und abends überkommt mich manchmal große überforderung und sehnsucht nach klarheit und übersichtlichkeit. aber insgesamt ist es total schön. jeden tag wird es ein stück besser, strukturierter, überschaubarer. ich kann mich an den kleinen fortschritten total freuen: wenn die uhr ihren platz im flur gefunden hat, die spülmaschine wieder läuft, wenn handtuchhalter und schränkchen in den bädern aufgehängt sind, die küchenbank aus dem flur endlich in die küche wandern konnte. seit heute morgen funktionieren nun auch telefon und internet.
meine kraftreserven sind allerdings ziemlich aufgebraucht. oft fühle ich mich wie kurz vorm krankwerden, bin sehr müde und schlapp. das gipfelte an einem abend (nach der gelungen übergabe der alten wohnung) darin, daß ich - völlig kraftlos und matt - mit den knatschenden und bockenden müdekindern ziemlich sehr arg rumgeschrieen habe - und mich dann einige tage sehr mit schuldgefühlen geplagt habe. zum glück ist alles wieder gut, aber ich gebe nun mehr auf mich acht. keine mega-anstrengungen mehr, egal wie es hier aussieht. wir sind gelandet und gehen nicht mehr weg, da kommt es auf einen tag (oder woche oder monat...) früher fertig eingerichtet zu sein ja nicht an. auf zufriedenes und entspanntes leben aber schon. also mach ich (zb) einfach früh abendessen, damit es später keine hetze gibt, und setz mich zwischendurch auf die terrasse unter nachbars blühende glyzinie, die über die terrassenwand hinüberwächst. gehe nicht so spät ins bett und häng nicht so lang im internet rum ;-).
bis demnächst!
Dienstag, 28. April 2015
kurzmeldung
vielen dank für eure guten wünsche, gedanken und grüße! sie haben bestimmt geholfen.
der umzug war stressig (weil noch nicht alles eingepackt war), aber gut. die bezahlten kerle haben gut angepackt und waren nach 7 stunden fertig. im haus stand dann alles kreuz und quer, total durcheinander, doch nach zwei tagen möbeltetris (über 4 etagen, keller mitgerechnet) funktioniert das neue zuhause (kleiderkisten, geschirr, zahnbürsten etc wiedergefunden). es ist so schön, jetzt endlich da zu wohnen.
die neue nachbarschaft hat uns herzlich willkommen geheißen mit blumen, pralinen, sekt, schokolade, und brot & salz. nachbarskinder kommen und klingeln unsere zum spielen heraus (so heißt das hier: sich rausklingeln).
im moment bereiten wir die alte wohnung für die übergabe am donnerstag vor, deshalb kann ich am alten anschluss mal eben was schreiben. und wir ärgern uns mit der vermieterin rum, die der meinung ist, daß wir die wohnung noch komplett weiß streichen sollen, obwohl wir sie unrenoviert und mit farbigen wänden übernommen haben. ich würde mich also über gedrückte daumen für donnerstag mittag freuen, wenn die übergabe stattfindet.
bis demnächst, habt es gut!
der umzug war stressig (weil noch nicht alles eingepackt war), aber gut. die bezahlten kerle haben gut angepackt und waren nach 7 stunden fertig. im haus stand dann alles kreuz und quer, total durcheinander, doch nach zwei tagen möbeltetris (über 4 etagen, keller mitgerechnet) funktioniert das neue zuhause (kleiderkisten, geschirr, zahnbürsten etc wiedergefunden). es ist so schön, jetzt endlich da zu wohnen.
die neue nachbarschaft hat uns herzlich willkommen geheißen mit blumen, pralinen, sekt, schokolade, und brot & salz. nachbarskinder kommen und klingeln unsere zum spielen heraus (so heißt das hier: sich rausklingeln).
im moment bereiten wir die alte wohnung für die übergabe am donnerstag vor, deshalb kann ich am alten anschluss mal eben was schreiben. und wir ärgern uns mit der vermieterin rum, die der meinung ist, daß wir die wohnung noch komplett weiß streichen sollen, obwohl wir sie unrenoviert und mit farbigen wänden übernommen haben. ich würde mich also über gedrückte daumen für donnerstag mittag freuen, wenn die übergabe stattfindet.
bis demnächst, habt es gut!
Donnerstag, 23. April 2015
unnötiges
stolpersteine vorm umzug:
* ein halteverbot direkt vorm haus, da, wo morgen der umzugswagen parken soll
* eine kranke 14jährige, die seit tagen mal mit kopfweh, mal mit gliederschmerzen im bett liegt - im längst nicht fertig verpackten zimmer - und sich aber nicht 'behandeln' läßt
* ein telefonanbieter, der die umzugmeldung ende febreur (extra früh, damit es klappt) nicht bekommen (?) hat. nun werden wir dreivier wochen ohne telefon und internet sein.
* ein mann, der beim abschleifen der fußleisten das ganze treppenhaus mit rotem schleifstaub überzieht - inclusive der frischgestrichenen wand.
..... ommmmm......
ich übe mich in gelassenheit, hilft ja sonst nichts.
morgen abend aber sind wir dort und picknicken zwischen kisten (oder auf der terrasse!), suchen ständig sachen und freuen uns am neuen zuhause.
* ein halteverbot direkt vorm haus, da, wo morgen der umzugswagen parken soll
* eine kranke 14jährige, die seit tagen mal mit kopfweh, mal mit gliederschmerzen im bett liegt - im längst nicht fertig verpackten zimmer - und sich aber nicht 'behandeln' läßt
* ein telefonanbieter, der die umzugmeldung ende febreur (extra früh, damit es klappt) nicht bekommen (?) hat. nun werden wir dreivier wochen ohne telefon und internet sein.
* ein mann, der beim abschleifen der fußleisten das ganze treppenhaus mit rotem schleifstaub überzieht - inclusive der frischgestrichenen wand.
..... ommmmm......
ich übe mich in gelassenheit, hilft ja sonst nichts.
morgen abend aber sind wir dort und picknicken zwischen kisten (oder auf der terrasse!), suchen ständig sachen und freuen uns am neuen zuhause.
Sonntag, 19. April 2015
5 besonderheiten der woche
worüber ich in der vergangenen woche dankbar, glücklich oder einfach nur froh war. angelehnt an die friday fives von frau buntraum.
* ich bin so dankbar für all meine fähigkeiten, im moment besonders über die im handwerklichen bereich. neben verputzen, streichen, bodenschleifen habe ich diese woche korkboden verklebt. nie zuvor habe ich das gemacht, aber mit der richtigen anleitung und einer extraportion mut hat es super geklappt. und während ich da so auf knien lag (auau, die taten dann schon arg weh) dachte ich so, wer als kind anständig gepuzzelt und gebastelt hat und als erwachseneR schonmal teig gerührt und kuchen mit guß überzogen hat, schafft auch bodenkleben. das mal zum mutmachen für euch.
* dankbar bin ich in dem zusammenhang meinen eltern, die die grundlagen für meine handwerkerei gelegt haben, indem sie selber renoviert haben, künstlerisch tätig waren und uns viele möglichkeiten des selbermachens boten.
* ich bin sehr froh, daß die mutismus-therapie der mittleren tochter anscheinend gut tut, denn sie traut sich ganz von allein immer mehr, dinge in der öffentlichkeit zu erledigen. im urlaub hat sie sogar drauf bestanden, alleine postkarten zu kaufen, obwohl sie kein wort französisch spricht.
* dankbar bin ich dem mann, daß er fast die ganze schlepperei ohne mich macht. meine kniee schaffen es nicht, schwere umzugskarton über unsere neuen treppen zu schleppen - es reicht ihnen, daß ich mich treppauftreppab bewege. ich mach halt die dinge, die ich kann (s.o.), er macht den schlepper. (ergänzung: wir haben zwar schlepper für den eigentlichen umzug bestellt, doch seit einer woche fahren wir täglich ein bis zwei autos voller kartons und kram ins haus. vielleicht brauchen wir die starken kerls dann nur für die möbel :-) ).
* und dann bin ich einfach so froh und glücklich über dieses neue zuhause. schon das renovieren dort macht solche freude, zwischendurch einfach mal auf die terrasse gehen, fünf minuten durchatmen und weiter. oder durch das gärtchen zu schlendern und schauen, was dort so alles aus dem boden kommt. das ist so ein genuss *hach*
Sonntag, 12. April 2015
normandie-impressionen
wir sind wieder zurück aus einer wunderbaren urlaubswoche in der normandie.
über airbnb hatten wir anfang des jahres - noch vor der entdeckung des neuen zuhauses - ein tolles ferienhaus zu einem super preis gefunden und sind nun quasi zum luftholen vorm umzug eine woche dort gewesen. wir haben die tolle beste freundin der ältesten tochter mitgenommen, was sehr zur erholung beigetragen hat - mit vier kindern geht es echt harmonischer zu als mit dreien. manchmal waren die großen lange für sich, manchmal haben alle vier zusammengespielt. ich hab am liebsten drausen vorm haus mit den katzen in der sonne gesessen oder abends am holzofen. zwischendurch haben wir kleine ausflüge gemacht, meist verbunden mit einem marktbesuch, die entfernteren ziele haben wir uns für einen nächsten, längeren aufenthalt dort aufgespart (mont saint michel, halbinsel cotentin etc). der französische landlebensstil und die landschaft gefallen mir so gut. und erholsam war es allemal - sehr sogar! stille und natur ums haus, viel geruhsamkeit, kein stress, leckeres essen. lediglich die lange anreise ist ein kleiner wermutstropfen, die 700km ziehen sich mächtig. auf der rückreise sind wir lange an der küste entlanggefahren und haben ebenso einen blick auf die mondänen badeorte wie deauville geworfen wie auf fischerstädtchen wie fécamp. und immer wieder das meer und die steilküste *hach*!
die folgenden impressionen hab ich leider nur mit dem telefonino gemacht.
am beeindruckensten waren zwei orte. das eine waren die kreidefelsen der côte d'albâtre, bei deren anblick mich eine große ergriffenheit und ehrfurcht vor den naturwundern überkam. wir gehen so ein hübschen kleines tal entlang mit der absicht, uns die kreidefelsen anzuschauen, kommen um die letze ecke und ...wah, da sind sie. unglaublich, unbeschreiblich. ich hab mich erstmal hingesetzt und nur gestaunt.
derandere ort war die pointe du hoc. ich hatte diese felsspitze auf der (nicht allzu genauen) landkarte gesehen und in einen kleinen ausflug integriert, an einen marktbesuch angehängt sozusagen. klippen am meer sind ja immer gut. und dann kommen wir dahin und sind völlig unerwartet mitten in einer gedenkstätte zur landung der alliierten am 6.juli 1944. bunkerreste überall. äääh... *kopfkratz*. nachdem ich eine weile versucht habe, über die bunker hinweg nur die landschaft zu sehen, erfasste mich dann doch die geschichte des ortes und beeindruckte mich gerade durch die direkte anschauung sehr ( es gibt bildtafeln, berichte von zeitzeugen, in die bunker gehen können, z.t. hörten wir etwas von führungen mit). was dort (und natürlich auch anderswo) geschehen ist, ist von heute und hier aus unvorstellbar. "und wenn die bösen gewonnen hätten?" fragte die jüngste tochter. ja, was wäre dann aus europa geworden? ich bin ja keine heldenverehrerin, aber ohne die aliierten wäre es hier noch viel, viel schrecklicher geworden. an den folgenden tagen fand ich es oft befremdlich, daß wir da urlaub genießen, wo damals so unfassbar viele menschen ihr leben liessen... (da gibt es natürlich viele orte, an denen das so ist.)
was mich sehr überraschte, war mein schulfranzösisch. ich bin jetzt seit mindestens 16 jahren nicht mehr in frankreich gewesen und hab nur ab+zu französische musik gehört, und doch - *plopp* - kommen all die wörter aus meinem hinterkopf und formen sich ganz von allein zu sätzen, mit denen ich mich sogar mit dem vermieter unterhalten und mit seinem sohn plaudern konnte. einmal so richtig gelernt, nie mehr vergessen. beindruckend, so ein hirn.
wir sind fest entschlossen, wieder einmal dorthin zu fahren!
über airbnb hatten wir anfang des jahres - noch vor der entdeckung des neuen zuhauses - ein tolles ferienhaus zu einem super preis gefunden und sind nun quasi zum luftholen vorm umzug eine woche dort gewesen. wir haben die tolle beste freundin der ältesten tochter mitgenommen, was sehr zur erholung beigetragen hat - mit vier kindern geht es echt harmonischer zu als mit dreien. manchmal waren die großen lange für sich, manchmal haben alle vier zusammengespielt. ich hab am liebsten drausen vorm haus mit den katzen in der sonne gesessen oder abends am holzofen. zwischendurch haben wir kleine ausflüge gemacht, meist verbunden mit einem marktbesuch, die entfernteren ziele haben wir uns für einen nächsten, längeren aufenthalt dort aufgespart (mont saint michel, halbinsel cotentin etc). der französische landlebensstil und die landschaft gefallen mir so gut. und erholsam war es allemal - sehr sogar! stille und natur ums haus, viel geruhsamkeit, kein stress, leckeres essen. lediglich die lange anreise ist ein kleiner wermutstropfen, die 700km ziehen sich mächtig. auf der rückreise sind wir lange an der küste entlanggefahren und haben ebenso einen blick auf die mondänen badeorte wie deauville geworfen wie auf fischerstädtchen wie fécamp. und immer wieder das meer und die steilküste *hach*!
die folgenden impressionen hab ich leider nur mit dem telefonino gemacht.
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| "omaha beach" |
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| gasse in der altstadt von bayeux |
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| pointe du hoc |
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| chillen in der sonne |
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| das haus |
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| beeindruckende brücke: pont du normandie |
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| kreidefelsen von kap d'antifer |
was mich sehr überraschte, war mein schulfranzösisch. ich bin jetzt seit mindestens 16 jahren nicht mehr in frankreich gewesen und hab nur ab+zu französische musik gehört, und doch - *plopp* - kommen all die wörter aus meinem hinterkopf und formen sich ganz von allein zu sätzen, mit denen ich mich sogar mit dem vermieter unterhalten und mit seinem sohn plaudern konnte. einmal so richtig gelernt, nie mehr vergessen. beindruckend, so ein hirn.
wir sind fest entschlossen, wieder einmal dorthin zu fahren!
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