nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Montag, 26. August 2013

sonntagsfreuden: im keller - die zweite

nun versuch ich es doch noch, solange ich noch eine frische erinnerung an manche formulierung habe...
auf ein neues.

unser langes wochenende begann. die wetteraussichten waren bescheiden, doch ein blick aus dem fenster verhieß nicht soo schlechtes. immerhin noch kein konkreter regen. die familie verweigerte jedoch meinen vorschlag einer fahrradtour. grmpf. vom frühstückstisch räumte ich nur die lebensmittel in sicherheit, alle anderen familienmitglieder hatten sich wie sebstverständlich verzogen. wieso soll denn immer ich das machen? mit einem caffè zog ich aufs sofa, ein paar runden jonglierbälle häkeln. rausgucken, gedanken fliegenlassen. dann tönte aus der küche geklapper. geht doch *grins*. ich beschloß, in der unerwartet vor mir liegenden zeit mein fahrrad zuende 'fein' zu machen (zb lang die nicht mehr benötigte kindersitzhalterung abzuschrauben). anziehen, in den keller gehen, erstmal platz zum schrauben schaffen. glühbirne festdrehen, räumen, und da, ein lang vermisster fahrradzubehörkarton! damit war der tag eigentlich schon gerettet :-)). während ich so werkelte und kein spielverderberwetter sah (keller eben), kamen nach und nach die kindelein und holten sich fahrzeuge in den kellergang. brrmm, tuut, klapperklong. die puppe im körbchen am rollerlenker, einen besen vor dem einrad herschiebend, schranken und schiffstuten betätigend, hatten sie ihren spaß in den engen gängen. als ich fertig war, das mit einem frontlastenträger aufgemotze rad angeschwärmt und mich wieder ans tageslicht begeben hatte, waren zwei stunden vergangen, ein frischer kuchen stand auf dem tisch und es regnete immernoch nur ein paar tropfen. geht doch *grins*. doch immernoch wollte keineR mit mir raus. fast fing ich wieder an zu schmollen, da beschloß ich, dann eben allein zu fahren. das rad probezufahren und eine bestimmte strecke probezufahren. und das war richtig gut! wegen des wetters waren nicht so viele leute unterwegs, so brauchte ich auf der alten bahntrasse nicht slalom zu fahren. noch auf irgend eins meiner kinder rücksicht zu nehmen. in die pedale getreten! mein eigenes tempo fahren! am ende der trasse machte ich eine kleine pause (und fahrradfotos, siehe unten). als ich mich dann richtung osten wandte, sah ich sie, die dunkelgrauen wolken. und schon fing es an zu regnen. schnell in den nächsten tunnel gesaust und an dessen ende mit einigen anderen leuten in die himmlischen sturzbäche geschaut. ich packte meine tasche in eine tüte (knipse! telefonino!) und mich die regenjacke, und als der regen nachließ, fuhr ich weiter. das hielt nicht lang, das nachlassen, und ich wurde sehr, sehr nass. aber das war ich dann ja schon, also fuhr ich einfach weiter bis nach hause. verschwitzt und mit klitschnasser hose und schuhen kam ich an, müde und zufrieden.

wie gut es doch tut, unerfüllbare vorstellungen loszulassen und offen zu werden für unerwartetes.
sonntagsfreude.

und jetzt fotos.
die ersten vor allem für frau ringelmiez. sie zeigen meinen aus dem hollandurlaub mitgebrachten klappkindersitz. er besteht aus einer lehne und fußrasten, beide bei bedarf ausklappbar und ansonsten nicht wirklich im weg. das grüne ist ein stück einer alten isomatte als sitzpolster.
die ganze konstruktion
befestigungsdetail
 lehne eingeklappt, fußrasten noch ausgeklappt 
das letzte bild zeigt den neuen frontlastenträger, heute nur mit körbchen minimal bestückt (er darf bis 25 kg tragen!)
 

Sonntag, 25. August 2013

(sonntagsfreude: im keller)

...
es ist zum heulen, hier stand ein langer, frischer eintrag, der dann einfach weg war.
tja, einmal muß mir das wohl auch passieren.
jetzt hab ich keinen nerv mehr, von vorn anzufangen.
ich geh lieber ins bett.
...

Mittwoch, 14. August 2013

ganz leise

...sag ich mal eben hallo.

zurück aus dem urlaub,
aus der großen hitze, die jeden gedanken an aktivität schon im schatten zerschmelzen ließ,
wo bewegung nur im meer angenehm war,
aus einer langsamen, geruhsamen zeit,
aus dem erleben von viel kultur,
mit wassermelonen zum frühstück,
licht und weite.

ich bin noch nicht ganz sortiert, habe mühe, mit der großen stadt schritt zuhalten (gestern fuhren mir auf dem weg zu arbeit zwei nahverkehrsmittel vor der nase weg, weil ich einfach noch langsam gehe). zum glück sind noch schulferien, da ist das leben um die arbeit herum leichter. heute habe ich mit großer freude den halben vormittag in der küche gestanden und endlich wieder selber gekocht und gebacken *hach*.

genießt den sommer, lasst euch wärmen, schwingt mit dem wind und den wolken.
bis bald.

Mittwoch, 17. Juli 2013

sommerloch

ins sommerloch, da mag ich mich bald hineinfallen lassen.
abhängen, nichtstun, durchatmen.
schlafen, dösen, lesen, stricken.
schwimmen, licht und wärme tanken.
natur und land erleben.
ohne lohnarbeit, ohne telefon, ohne internet.

seele baumeln lassen.

und damit es nicht zu stressig beginnt, fängt das sommerloch an dieser stelle hier jetzt schon an.
eine schöne erholsame sommerzeit wünsch ich euch.
habt es gut miteinander!

Dienstag, 9. Juli 2013

nachtschicht

ich hocke im flur, lasse mir musik vom rechner vorspielen, und hinter mir in der küche ploppt es in unregelmäßigen abständen. ein befriedigendes geräusch, zeigt es doch, daß meine eben gefüllten marmeladengläser vakuum ziehen. morgen früh wird dann schon das erste glas geöffnte werden: frische erdbeermarmelade (mit vanille)!

wir waren heute endlich auf dem feld und haben wieder in erdbeeren geschwelgt. 12 gläser stehen jetzt da, im kühlschrank eine große schüssel zum nachen für die nächsten tage (morgen?), und hier bei mir noch zwei weitere kilo, die ich putze, um sie im ganzen einzufrieren. für erdbeereis, kuchen, smoothie oder auch mal so zum lutschen. ach, und dieser duft! ich freu mich schon drauf, ihn morgen beim aufwachen zu riechen. dann brauch ich aber einen besonderen caffè dazu, denn ich werd wohl sehr müde sein von meiner nachtschicht ;-). aber für diesen genuß tu ich das gern!

Sonntag, 7. Juli 2013

sonntagsfreuden: sommer in der stadt

endlich ist es sommer! wir genießen es alle sehr, und nach einem tollen kindergartenfest gestern dachte ich mir so, daß heute ein prima tag wäre, um geruhsam im garten rumzulungern. das große kind war bei reiterspielen zum zugucken, der rest der familie begab sich also am späten vormittag in den garten. obwohl es dort noch schön schattig war und das gras taufeucht, himmel, sonne und wind derweil wunderbares verhießen, stritten die beiden verbliebenen kinder sich so, daß es kein vergnügen mehr war und wir einfach wieder nachhause zogen. schade eigentlich. nach einem mittagessen, einer kleinen pause und frischem, köstlichem schokoladen-cassis-eis war mir nach schatten und wasser. so sattelten  wir die drahtesel und gondelten ein bißchen ins tal, um uns ein passendes plätzchen zu suchen. es war nur eine stunde, aber die machte den tag zu einem friedlichen, runden.

 auf einer felseninsel sitzen, klettern, steine ins wasser werfen und bis übers knie
in ein wasserloch tauchen macht kinder (und mütter) glücklich

 zu meinen füßen

andere waren ganz mutig und badeten sogar, während im hinterhof
(hinter den großen rohren) ein mensch gitarre spielte und sang.

habt eine gute sommerzeit!

Donnerstag, 4. Juli 2013

einkaufshilfe

wir haben das glück, daß sich in unserem viertel ein kleiner, alteingesessener bioladen befindet. seit jahren kaufen wir dort den größten teil unserer lebensmittel und profitieren als stammkunden vom samstagmittäglichen "alles-was-das-wochenende-nicht-mehr-unbeschadet-übersteht-gibts-zum-halben-preis". der bioladner, seine familie und seine angestellten sind sehr nett, und es bietet sich immer gelegenheit zu einem plausch, bei dem auch das ein oder andere persönliche wort gewechselt wird. tja, und die aufmerksamen menschen dort sehen auch, wer was kauft. heute, als ich uns mit kaffee und brot versorgte (ja, in genau der reihenfolge, mir fehlte nämlich der morgentliche caffè...), sprach die frau hinter der theke im angesicht meiner bratölflasche:" oh, ich glaub, das hat ihr mann gestern schon gekauft. es war zumindest eine große flasche mit dem gleichen preis." ich brachte die flasche wieder ins regal, und siehe da, zuhause stand sie schon! danke, liebe frau k.!

(was brauch ich ein eifohn mit einer vernetzten einkaufsliste, wenn ich solche menschen um mich habe!)

Dienstag, 2. Juli 2013

auf der suche

sind so tage, da werd ich morgens als erstes angemault, nicht begrüßt, schon garnicht geküßt, hör keine lieben worte, hab hausarbeit noch und nöcher, oder komm von der lohnarbeit und es gibt trotzdem noch haushalt, in jede meiner äußerungen wird reingeredet, quergeschlagen, schlechtgemacht, was ich zu essen mache, schmeckt ihnen nicht, und am liebsten reden und quietschen alle durcheinander...

heute bin ich geflüchtet, auf den speicher, und hab da ganz in ruhe drei ladungen abgehängt und gefaltet und zwei frische aufgehängt. die stille genossen, die abengesänge der amseln durchs dachfenster gehört - ein lauschiges plätzchen dieser mietshausspeicher *lach*.

auf der suche bin ich nach einem ausweg dafür in mir, an mir. 
ich erleb es nicht so, wie die vorwürfe mir sagen, daß ICH der grund für all den murks bin. doch was wäre mir möglich, anders zu machen, daß so tage nicht so bleiben wie sie manchmal sind, oder daß sie garnicht erst so werden? einfach nur schweigen, wie ich es jetzt am abend tue, ist nicht die lösung, denn das geht tags en famille nicht.
loslassen, ausatmen, schlafen.
erstmal, für heute.
(und vorher nochmal auf den speicher ;-), wäsche aufhängen und abendhimmel gucken.)

Donnerstag, 27. Juni 2013

geschafft

heute morgen war übergabe der wohnung meines vaters an den vermieter (keine beanstandungen, kein stress). in den letzten tagen hatte ich einen endspurt eingelegt, die letzten kisten transportiert, noch ein paar sachen zum brockenhaus gebracht, nagellöcher in den wänden zugemacht (deckweiß ist mein mittel der wahl *kicher* ), saubergemacht. und wie bei jedem umzug fühlte es sich von mal zu mal fremder an, heute das letzte verlassen der wohnung dann war total neutral. hinterher war ich dann doch sehr erleichtert, daß dieser schritt nun auch geschafft ist, und ich freue mich auf nachmittage mit den kindern und anderen menschen, mit meinem strickzeug, dem garten und der nähmaschine. morgen ist erstmal ein fest im kindergarten und danach direkt eins in der schule. und ich freu mich auf das große kind, das morgen mittag von der klassenfahrt heimkehrt. war so still hier, kein pubertätsgedöns ;-)

habt einen schönen freitag!

Sonntag, 23. Juni 2013

sonntagsfreuden

kleine freuden zaubern
in küche und nähstübchen

und dabei feststellen, daß ich 1. einen reißverschlußfuß für die nähmaschine habe und es 2. höchst praktisch ist, ihn  zu benutzen. gewußt wie, hm? ;-)

... im moment allerdings bin ich grad erschöpft und traurig, weil das eine kind wieder mal einen totalmüdigkeitsschreianfall bekommen hat und ich nicht wie eine bilderbuchmutter reagiert habe...

Freitag, 21. Juni 2013

#waagnis

ich habe keine waage, die ich aussetzen könnte.

ich habe nie eine gehabt, weil ich mich dem kiloterror nie aussetzen wollte, nachdem ich mit einer um die waage kreisenden mutter großgeworden bin. trotzdem gab es zu jeder zeit eine unterschiedlich starke unzufriedenheit mit meinem körper. lediglich in den schwangerschaften war ich hochzufrieden, da ist rundlichsein ja erlaubt und sogar unabdingbar. eine wilde mischung aus freude an leckerem essen, mangelnder disziplin und feministischem nichtunterwerfungswillen hat mich vor jeglicher diät bewahrt.

die aktion allerdings finde ich großartig!
ich kann nur nichts neues dazu schreiben, das haben andere schon viel besser getan:
stella, meike, catherine und viele andere.

und na klar, auch ich finde mich zu dick.
aber - mit der gelassenheit von 47 jahren und 4 kindern - das ist mir egal :-))).
(nur wenn meine kniee so arg knirschen, denk ich oft, für die knie könnt ich ruhig 10 kg weniger haben...) 

ich setze keine waage aus, dafür aber, angeregt von frau...äh..mutti, die tolle weiche ökojeans in größe 29, die mir (seit 13 jahren) sowieso nie mehr passen wird (und das ein oder andere entprechende kleidungsstück dazu).
so.

Donnerstag, 20. Juni 2013

gewittertag, himmlisch und irdisch

gestern war es heiß und schwül. heute dann zwar kühler, aber immernoch schwül. der himmel hing schon am morgen voll verheißungsvoller wolken.

bei der frühbesprechung bei der arbeit krachte es zum ersten mal (weil ich mir eine gewisse umgangsweise von einem speziellen kollegen nun nicht mehr gefallen lasse...). um die mittagszeit herum brach draußen ein veritables gewitter los, mit krach und donner und doria. danach rauschte der erfrischende regen in sturzbächen. bei der autoübergabe am kindergarten dann krachte es dann zwischen herrn siebensachen und seinem holden weib. versuche der klärung per handy scheiterten komplett wegen 1. "ich fahre noch! (lassmichinruhe)" und 2. "ich bin grad auf der arbeit angekommen! (lassmichinruhe)". eine halbe stunde später saß ich da und schrieb ihm eine email samt "tut mir leid, wir machen das so wie du meinst!", da klingelt das telefon und er ruft an, um mir zu sagen, "wir machen das so wie du meinst". da lachten wir uns frei und konnten einen richtig guten plan machen. und weil es das noch nie gab, hatte ich hinterher feuchte augen vor erleichterung.

und jetzt freu ich mich, daß er gleich (naja, um 22.45) kommt.

Dienstag, 18. Juni 2013

anpassung ist alles

an solchen tagen, wenn die sonne, langersehnt, uns ihre kraft dann doch ungewohnt stark spüren lässt,
an solchen tagen, da hilft nur dies:
trinken, schatten, sonnenbrille und langsamkeit.

ich trinke soviel ich kann, die vorhänge werden zugezogen, damit es in der wohnung angenehm bleibt, auch draussen gehe ich von schatten zu schatten (ich sitze gern in der sonne, aber bewegung muß da nicht sein), und - so banal es klingt - mit sonnenbrille ist die langjährige ichvertragkeinesonnekriegimmerkopfschmerzen-zeit vorbei.
flatterkleidung erhöht den genuß jeden windhauches.
dann noch das tempo drosseln und mediterran-gemächlich durch den tag ziehen, und die hitze wird erträglich.

(und hey, 35° sind nix! es gibt gegenden, da ist das mild. im sommer auf der schwiegerelterninsel ist das tägliches brot, oft ist es wärmer (die schwiegermutter scherzt an besonders heißen tage: "da hat jemand den ofen aufgelassen"). und mein bruder, der demletzt arbeitsbedingt in jordanien war, berichtete von tagen über 50°. anpassung ist alles.)

Sonntag, 16. Juni 2013

sonntagsfreuden: tausendduft

nach tausendgrün (klick) kommt tausendduft.

alle paar schritte schlängelt sich etwas neues in meine nase, weht über die mauer, um die ecke. oft unverhofft, aus nicht bemerkten blüten, so daß ich mich umschaue, woher er denn diesmal kommt. und jedesmal muss ich lächeln.

holunderduft, rosenduft, kräuterduft, fliederduft, blätterduft, gemähtes-gras-duft, heuduft, robinienduft, lindenblütenduft (beinahe), nelkenduft, frauenmantelduft, taglilienduft, und auch brennesseljauchenduft (wunderbarer gratisdünger!).

so schön.

Montag, 10. Juni 2013

in auflösung

seit zweieinhalb monaten bin ich - zT mit meinen geschwistern - mit der auflösung der wohnung unseres vaters beschäftigt. das klingt geschrieben etwas lang, doch war ich ja auch drei wochen nicht hier. zum glück können wir die kündigungsfrist voll ausnutzen, das geld war da, bis ende juni die miete zu zahlen. so kann diese auflösung in aller ruhe stattfinden.

am anfang war mir das ein riesengroßer angang. zwar habe ich nie in dieser seiner letzten wohnung gelebt, doch gab es noch unglaublich viele dinge, die ich seit meiner frühesten kindheit kenne, zwischen denen ich groß geworden bin. ich sehe mich noch zweijährig vor dieser bücherwand sitzen und in den dicken kunstbänden blättern. himmel, ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, mich von all dem zu lösen.

dann fingen wir langsam an, jedeR nahm schonmal mit, was ihr/ihm als erinnerung wichtig war, wir geschwister ebenso wie freunde und bekannte, die wir dazu eingeladen hatten. es entstanden lücken im 'gesamtkunstwerk' der wohnung (vater hatte es sich sehr schön gemacht, vieleviele bilder an den wänden, wurzeln, steine, treibholz zu verschiedenen dekorationen arrangiert, etliche schöne und 'kitschige' porzellan- und glasdinge in den regalen zwischen den büchern - frau kirschkernzeit hätte ihre freude!).

der auflösungsprozess begann. ich merkte mit jedem mal, das ich zwischen meinem alltag in seiner wohnung war - hier eine stunde, da eineinhalb -, daß es mir leichter fiel, mich von den dingen zu trennen. je größer die lücken in den regalen wurden, je unpersönlicher die wohnung wurde, desto leichter wurde es mir. wohnungsauflösung als trauerarbeit.

dabei war und bin ich total erstaunt, wieviele erinnerungen durch einzelne gegenstände geweckt wurden, an die ich jahrzehnte nicht gedacht hatte, die trotzdem irgendwo in meinen hirnwinkeln schlummerten. auch wenn es mit tränen verbunden war, war es so schön, diese erinnerungen zu haben und nochmal zu erleben. ich bin gespannt, ob sie irgendwann nocheinmal geweckt werden, und wenn ja, wovon. ob ich sie selber wecken kann, ob sie von allein aufwachen? denn die dinge, die sie weckten, sind nun zumeist fort.

ich habe das meiste weggegeben, nicht weggeworfen. es war mir ein bedürfnis, daß die dinge einen platz bekommen, wo ein mensch sie mag oder gebrauchen kann. die meisten kunstbände hat ein kunstgeschichtslehrer unserer schule für die schulbibliothek abgeholt - fast kopfschüttelnd, daß ich sie nicht behalten mag. die kleidung und vieleviele bücher sowie der meiste hausrat kam zur tafel bzw ähnlichen einrichtungen. mehrere kisten literatur hat die gefängnisbibliothek bekommen. eine junge frau holte die waschmaschine für ihre erste eigene wohnung. was wir gebrauchen können, haben wir hier (auf die weise hab ich zb ein neues bügeleisen, ohne knoten in der schnur *lach*).

die ganz persönlichen dinge, unterlagen, fotos, eine strickjacke, habe ich hier bei uns in einen alten schrank von ihm gelegt, einen opa-erinnerungs-schrank. ein bißchen wie ein museum *zwinker*: die tür geht auf, und ich schaue in sein leben. wie wenig - so rein materiell betrachtet - doch von einem leben bleibt! innerlich bleibt natürlich unglaublich viel, und ich freue mich immer wieder daran, was er mir mitgegeben hat im leben.

er fehlt mir trotzdem. ihn nicht mehr 'irgendwodadraußenaufdieserwelt' zu wissen, ist schon seltsam. er war doch bisher immer da... mich mit dieser neuen ebene anzufreunden, ist nicht immer einfach, aber gut!

...irgendwie fehlt mir ein schlußsatz, aber es kommt keiner... dann also so.

Donnerstag, 6. Juni 2013

das gefühl von freiheit

endlich ist es über 20 grad warm.
der himmel blau mit weißen wolken, die sonne warm.
die fenster aufgerissen, überall warmer wind. 
adieu treuer begleiter unterhemd, her mit dem langen flatterrock, laufen auf nackten füßen.
genießen mit allen sinnen.

mitten im alltag das gefühl von freiheit und abenteuer.
wie gut mir das tut! 

Sonntag, 2. Juni 2013

sonntagsfreuden: feier-tage

an diesem langen wochenende (den arbeitsfreitag unterschlagen wir einfach mal...) gab es für uns vor allem eins zu feiern:
den geburtstag des jüngsten siebensächelchens.

sechs ist sie jetzt schon.
unglaublich, wie die zeit vergeht.
dabei ist es doch noch garnicht so lange her, daß es an der tür klingelte...

nun radelt sie durch die welt, fragt uns löcher in bauch und ohren, singt so gern, liebt ihre puppen und geht nach den sommerferien zur schule. *hach*

neben zwei anderen wünschen haben wir ihr dann heute einen großen wunsch erfüllt und sind in den zoo gegangen. (war auch keine andere familie auf diese idee gekommen, nö. die zufahrtsstraße glich einer völkerwanderungsstrecke. drinnen verlief es sich dann zum glück genug.)



naja, zoo. eigentlich mag ich das einsperren von tieren nicht unterstützen. meine kinder gehen aber gerne hin, und so einmal im jahr mach ichs dann eben. immerhin haben sich die bedingungen für die tiere dort immens verbessert (ich kann mich aus kindertagen an zustände erinnern - grauslig!), und manche tierart kann immerhin in nicht allzusehr beengten verhältnissen leben, ihrer bewegungsfreude nachgehen oder sich eben zurückziehen, wie die löwen, die wir im halbhohen gras kaum ausmachen konnten. die elefanten halten ihre pfleger ordentlich auf trab und bekommen eine reichhaltiges beschäftigungsprogramm - wir kamen gerade recht zur täglichen dusche mit dem hochdruckreiniger, was die elefanten sichtlich genossen. das kleine ist übrigens gradmal zwei wochen alt und keinen meter hoch - allerliebst! ein aufmerksames kind kommt übrigens schnell von allein auf die idee, daß es den tieren dort eigentlich zu eng ist und sie besser in freiheit lebten. so erfüllt der zoobesuch zwei zwecke: die kinder lernen die tiere kennen und gleichzeitig deren haltung hinter gittern infrage zu stellen. ist doch gut so *zwinker* (und mit dem für uns saftigen eintrittspreis unterstützen wir immerhin die verbesserte tierhaltung)

Montag, 20. Mai 2013

sonntagsfreuden (am montag)

pfingsten - sonne - draussen sein
in unserem 'paradieschen'
 
ackern

kräuterbutter und kartoffelsalat im und aus dem garten
(sogar die kartoffeln - die letzten vom vorjahr)

orangenschale in sprudelwasser - soooo lecker!

zum ersten mal dieses jahr haben wir im gartenhaus übernachtet.
abends am feuerschalenfeuer sitzen, das tageslicht schwinden sehen, die stille aufsteigen hören.
auf 12 qm zu fünft schlafen, nestwarm und geborgen.
frühmorgens, vor 5, waren die vögel wieder so fröhlich, daß ich wach wurde.
dann begann es zu regnen, sie wurden wieder still, und ich schlief noch ein paar stündchen. 
und am morgen war die welt mit millionen glitzertropfen verziert.
wie gut, daß wir unser häuschen haben und im trockenen frühstücken konnten!

nasse welt - hoffentlich haben die schnecken nicht auch gut gefrühstückt ;-)


ich bin so froh und dankbar für unsere oase, für meine familie, unsere gesundheit und sicherheit.

ich wünsch euch eine frohe woche
mit muße für die kleinen feinen dinge.

Mittwoch, 15. Mai 2013

eisheilige 2013

warme socken und strickjacke.
winterbettdecke und wärmflasche.
dauernieselregen statt gartenwühlen.
dramatische sonnenlichtspiele vor tiefgrauem wolkengetürm.

brennesselpizzoccheri (spätzleartig) und rhabarberkompott.
blütenduft im vorübergehen.
und überall grün: buchengrün, grasgrün, löwenzahngrün, eichengrün, eschengrün, birkengrün, heckengrün, fichtengrün, tannengrün, ulmengrün, kastaniengrün, robiniennochnichtgrün, lärchengrün, tulpenblattgrün, ilexgrün, rhododrendrongrünknallbunt, salatgrün, kräutergrün -
tausendgrün!

jetzt reichts aber mit der kälte ;-)

Sonntag, 12. Mai 2013

sonntagsfreuden: nimmersatt

ich kann mich gar nicht satt sehen an all dem wunderbaren tausendgrün.

ich mag alle jahreszeiten, jede mit ihren besonderen eigenunarten.
doch der frühling
mit seinem wachsen und sprießen und quellen und schwellen und grünen und blühen,
so kraftstrotzend und lebensvoll und beglückend nach der langen kargen jahreszeit,
er ist einfach unübertrefflich.
.
.
.
.
(und ja, ich bin wieder da. die mutterkindkur war wunderbar, haus, personal und essen feinst, das wetter abwechslungsreich *kicher*, die müttergruppe größtenteils herzerwärmend lieb und nett, und wir hatten es drei wochen lang richtig gut. vielleicht schreib ich ein andermal mehr dazu.)