nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Sonntag, 29. Mai 2011

was ich nicht brauche


diese delle
(vom mann beim ausparken am hinterfahrzeug produziert)
(erkennt ihr sie überhaupt?)

kostet uns 969,21 euro.
neunhundertneunundsechzigeinundzwanzig!!!!!!!!!
(nein, über die versicherung lohnts nicht.)

ich ärger mich überhaupt nicht,
 es gibt schlimmeres...
und jetzt kommt sofort ein tennisball auf die anhängerkupplung!
 

Freitag, 27. Mai 2011

neue kartoffelsorte


heute im biosupermarkt.
(da wo ich die sachen kaufe, die ich im kleinen bioladen ums eck nicht bekomme)
zwei freundinnen an den kartoffeln.
"kuck mal, da steht 'ägyptische nicola' drauf.
kommen die aus ägypten?"
"nee, die kommen nicht aus ägypten.
das ist die sorte: 'ägyptische nicola'."

ich konnt nicht anders und mußte ihnen ihre illusion nehmen,
daß diese kartoffeln sehr wohl aus ägypten kommen.
dann fragten sie noch. "aber warum denn?" und waren total erstaunt zu erfahren, daß es im mai noch keine neuen biokartoffeln aus deutschland gibt.

und nudeln wachsen auf bäumen...


Mittwoch, 25. Mai 2011

ehec oder was?

 
eher als mir sorge um ehec zu machen
(das garnichts besonderes ist, das gibts nämlich immer),
frage ich mich gerade,
von was mit diesem aufgebauschten keim
eigentlich abgelenkt werden soll...

zb davon, daß die atomlobby gewaltig aufkreischt
ob des abschaltungswillens des volkes?

nachtigall, ick hör dir trappsen!

Montag, 23. Mai 2011

7sachen im mai


diese frühlingsfülle!
ich kann mich garnicht sattsehen
an all dem grün+blüh+tirili da draußen.
am liebsten wär ich garnichtmehr drinnen,
nur im garten und unterwegs im wald
und - wenns denn sein muß - bei der geld-arbeit draußen.

wollt ihr mal läuern?
dieses beet hab ich vor ostern mal im titel gezeigt.
 

nun sieht es so aus

der gemüsegarten ist nun voll bestückt,
die saaten kommen (fast) alle und sogar die kartoffeln sind in der erde!

diese wollen hoch hinaus

kinderarbeit

meine aussicht beim neuanlegen eines kartoffelfeld(chen)s

ein liebling, der fast überall wachsen darf, wo er hinwill

habt es gut da draußen!

Mittwoch, 18. Mai 2011

bilderrahmen aus ästen

ich möchte euch noch etwas aus unserem leider schon beendeten projekt 'NaturKunst' zeigen.

zwei wochen lang haben wir bei meiner arbeit mit autistischen erwachsenen die normalen werkgruppen aufgelöst und uns in neuer konstellation zu bestimmten themen zusammengefunden. daß ich bei irgendwas mit natur und/oder selbermachen gelandet bin, erstaunt wohl keine ;-)

zum abschluss der projektwochen haben alle gruppen ihr projekt in bildern dargestellt, um anderen interessierten bewohnern, eltern und sonstwie nicht dabeigewesenen einen kleinen einblick zu ermöglichen. mir war sofort klar, daß ich nicht einfach nur fotos aufhängen wollte. ich fand es passender, unsere fotos in ein objekt zu integrieren. und schnell war mir auch klar, was und wie. meinen beiden kollegInnen gefiel die idee, so konnte ich sie langsam über die zwei wochen hinweg vorbereiten, um dann am letzten tag zur vollendung zu schreiten. (alles natürlich nicht nur ich allein, sondern mit den teilnehmerInnen der projektgruppe.)

und das ist unser werk:
 
(die lampe oben im bild mußte als aufhängung herhalten, da der ganze rahmen für die vorhandene aufhängevorrichtung an der wand zu schwer ist)
 
hier ist zu sehen, wie zwei äste an den ecken miteinander verbunden wurden (drunter mit fester kordel, drüber mit hübscherem bast)

und hier ist zu sehen (oder mehr zu ahnen), daß ich beide äste vor dem zusammenwickeln mit einem ausschnitt versehen habe, damit sie gut ineinandergreifen


die fotos haben wir ganz simpel auf dezente kordeln gefädelt. diese wurden zuerst am oberen ast festgeknotet und dann die an den ecken gelochten fotos aufgefädelt. die enden haben wir bewußt lose gelassen, das paßt zur rustikalen optik ;-)

und so sieht es im detail von vorne aus: die kordeln fallen kaum auf, und die fotos scheinen im rahmen zu schweben.


ja, mit sowas beschäftige ich mich am liebsten bei der arbeit!

(nachmachen erlaubt, deshalb zeig ich euch ja wie's geht!
es sieht bestimmt auch toll für weniger oder sogar nur einzelne bilder aus.)

Montag, 16. Mai 2011

vorgeschmack


heute beim frühstük ließ sich die zehnjährige schon durch schwesterliche seitenblicke reizen, wut-tiraden anzustimmen,
um dann unvermittelt in tränen auszubrechen.

das kann ja heiter werden...

Samstag, 14. Mai 2011

für gabriela


donnerstag am späten vormittag.
letzter ausflug unserer projektgruppe 'NaturKunst'.
wir laufen und schieben (rollis) durch die rheinauen,
dann zum fluß hinüber,
um dort mit den steinen zu arbeiten.
kurz vor ende des weges schaut mir dieser stein entgegen
am ufer entstehen dann unter anderen folgende werke,
bei denen ich noch mehr an dich denke
zu diesem letzten fallen mir später dann diese zeilen ein,
die auch noch von deinem lieblingsdichter stammen
und so trefflich zu dir passen


Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
...
(R.M.Rilke)


liebe gabriela,
ich danke dir,
daß du deine ringe und versuche mit uns teilst!
 herzliche grüße den rhein hinauf!


Sonntag, 8. Mai 2011

kommunion


in der kirche sitze ich zwei reihen hinter meiner großen schwester
und stelle auf einmal fest, daß ich mit tränen in den augen
völlig gerührt ihre falten und grau werdenden haare betrachte.

wo ist die zeit nur hin?
gerade noch saßen wir doch noch im garten und spielten mit unseren puppen!

(sie ist ein jahr älter als ich.)

ansonsten war das kleine familientreffen sehr schön und entspannt,
nur die fahrten - wie meist - auf dem rücksitz krawallgefüllt! 

Samstag, 7. Mai 2011

das märchen vom eischnee


gemütlicher samstagmorgen.
herr siebensachen ist schon bei der arbeit, die kinder sausen nach dem frühstück zum pferdespiel, zum malen, zu ihren puppen. ich nutze die gelegenheit, um in relativer ruhe und noch im schlafanzug einen kuchen für den geburtstagsopa zu backen.

als mich eines der kinder gerade beim eiaufschlagen anspricht, gerät mir ein bißchen eigelb ins eiklar. mist! es heißt doch, das eiklar würde dann nicht richtig fest.
hm. keine lust, neue eier aufzuschlagen (wäre ja verschwendung).
ok, entweder gibt es eischnee in den kuchen, oder es muß halt ohne gehen.
und siehe da, obwohl sich mehr als ein halber espressolöffel eigelb im eiklar befand, wird der schnee ganz normal fest. und die quark-schmand-masse vom rhabarberkuchen schön fluffig.

wieder was gelernt.
ob das immer klappt?
ists eine mär?
woher sie wohl stammt?
vielleicht ein relikt alter hygienevorschriften?

ich bin jedenfalls zufrieden mit dem gelungenen kuchen!
(und mein vater wird sich über seinen lieblingskuchen aus kindertagen freuen können)

Mittwoch, 4. Mai 2011

zweierlei maß


nichts hinzuzufügen habe ich

(außer, daß es eigentlich garnicht lustig ist)

Montag, 2. Mai 2011

und manchmal...


... sind es dann doch eher siebenundsiebzigsachen...

leben:
bewegtes, tobendes, pralles

Samstag, 30. April 2011

aus alt mach... anders! 4


diesen monat war ich viel mehr im garten als an der nähmaschine...

mein aprilbeitrag zur aktion 'aus alt mach...anders' von lucy besteht deshalb aus einem link zu einen eintrag von letztem jahr, als ich in einem bettbezug einen rock entdeckte.

das paßt ganz gut, denn dieser rock ist nach wie vor ein lieblingskleidungsstück für die wärmere jahreszeit. den schnitt habe ich einem einfachen h&m-rock abgemalt und noch einige weitere male verwendet, das nächste modell (aus einem kopfkissenbezug, rosageblümt) liegt schon hier, aber ich komm einfach nicht dazu...

Dienstag, 26. April 2011

über die erde


Über die Erde
(Martin Auer *1951)

Über die Erde  sollst du barfuß gehen.
Zieh die Schuhe aus,
Schuhe machen dich blind.
Du kannst doch den Weg
mit deinen Zehen sehen.
Auch das Wasser
und den Wind.

Sollst mit deinen Sohlen
die Steine berühren,
mit ganz nackter Haut.
Dann wirst du bald spüren,
dass dir die Erde vertraut.

Spür das nasse Gras
unter deinen Füßen
und den trockenen Staub.
Lass dir vom Moos
die Sohlen streicheln und küssen
und fühl
das Knistern im Laub.

Steig hinein,
steig hinein in den Bach
und lauf aufwärts
dem Wasser entgegen.
Halt dein Gesicht
unter den Wasserfall.
Und dann sollst du dich
in die Sonne legen.

Leg deine Wange an die Erde,
riech ihren Duft und spür,
wie aufsteigt aus ihr
eine ganz große Ruh’.
Und dann ist die Erde ganz nah bei dir,
und du weißt:
Du bist ein Teil von Allem
und gehörst dazu. 


******

wie schön es doch ist, wieder barfuß zu laufen!

Montag, 25. April 2011

7sachen um ostern


ich habe malwieder 7sachen für euch gesammelt,
quasi als fotobericht meiner ferien
(die leider morgen früh zuende sind :-((( )

 
draussen spielen

 
kinder-kochexperimente am feuer
(ob ein klebriger mehl-wasser-honig-teig sich backen lässt?????)

 
abhängen

 
frischeste kräuterbutter

 
erbsen auspflanzen
(wir ziehen erbsen und bohnen immer zuhause vor, weil uns sonst die frechen amseln all die dicken kerne aus dem boden wegnaschen. sie sitzen quasi am waldrand und lachen sich schlapp, wenn wir mal wieder direkt ins freiland säen...)

 
frühling im (gemüse)garten
(bis zu der kleinen buchshecke links geht unser garten, rechts noch 3m widhecke, hinter mir das häuschen und dann nochmal soweit den berg hinauf - und irgendwo da unten die stadt, im abendlicht kaum zu sehen...)

24. april 2003
der überstürzte geburtstag unserer zweiten tochter
(zum ersten mal an ostern)

 ********
ich wünsche euch noch wunderbare osterferien
oder doch wenigstens herrliche frühlingstage
 (falls ihr keine ferien mehr habt)
habt es gut!

Sonntag, 17. April 2011

prallvolle stille


der frühling ist da.
das leben ist voll.
deshalb ist es hier so still.
nix schlimmes, alles ist gut.

ich wünsch euch einen schönen frühling!

Montag, 11. April 2011

frühjahrskost

vorher

zwischendurch

nachher

der italiener im haus hat sich ausgetobt:
ravioli mit ricotta-brennessel-füllung
köstliches sontagsessen

Freitag, 8. April 2011

fensterblick (manchmal mit bild)

 (der podruga nachgemacht)

aus dem kinderzimmerfenster geschaut, sieht es heute so aus:

 die pflanzen im vordergrund wachsen im fensterkasten, die wäsche hängt seit einer stunde draußen und kann schon fast wieder rein. das große grüne ist eine kastanie, rechts und links daneben gibt es ein paar nicht minder große ahörner, und alle treiben gerade aus, was das zeug hält. frühling mit karacho.

nächste woche dann müssen wir tagsüber licht anmachen, denn das blattwerk der bäume nimmt uns hier im hochparterre den löwenanteil des lichtes weg. schon heute, nachdem die kastanienblätter sich deutlicher zeigen, ist es dunkler als gestern. dafür ist dann von den anderen häusern vor lauter blättern fast nichts mehr zu sehen :-)).

vorneraus gibts nur asphalt, beton und (immerhin: back-)stein, und am küchenfenster steht ein kasten mit grünzeug, denn ganz ohne grün hält diese frau siebensachen es einfach nicht aus :-)).

frohes sprießen euch allen!

nachtrag:
also irgendwas stimmt mit diesem bild nicht bzw mit dem hochladen. klickt aber mal auf das leere kästchen, dann gibt es eine verbindungsfehlermeldung, dann geht zurück per pfeiltaste links oben (weißnichtwiedieheißt), und dann - zauberzauberfidibus - ist das bild da!

Montag, 4. April 2011

erleichterung


sowohl das (vierteljährliche) hautscreening als auch
der (jährliche) sonographische befund der lymphknoten sind negativ,
eineinhalb jahre nach einem melanom am bein.

*uff*
wieder ein stück weiter von der schüppe weggesprungen...


cremt euch gut ein,
jetzt, da die sonne wieder kräftig wird!

Samstag, 2. April 2011

aus alt mach... anders! teil 3


mein beitrag zu lucy's aktion 'aus alt mach anders' war im märz 'voll öko' (mal abgesehen davon, daß recycling ja eh öko ist...).

zuersteinmal mußte nach dem 11.3. ein stück eines alten bettlakens herhalten, denn ich bekam keine aufkleber zu kaufen - alle ausverkauft! deshalb schnappte ich mir den stoff in der passenden farbe, einen pinsel, meine alten stoffmalfarben und malte selber (nach einer aus dem netz heruntergeladenen vorlage).

rund ausgeschnitten und umgesäumt, nähte ich diese unübersehbare sonne auf meine tasche und trage sie seither fleißig durch die welt.

mein zweites projekt war ein lang geplantes.
(*achtung frauenkram*)
ich benutze seit jahren recht gern stoffbinden, bin aber mit dem komfort (*knubbel*) nie so ganz zufrieden gewesen. außerdem vermisste ich schon lange einen 'nässeschutz', um mich sicherer damit zu fühlen. ich hätte nun die binden an ihrer unterseite mit wasserfestem stoff/pul benähen können, wollte aber kein 'plastik'. ein tip im naturwindelseiten- forum brachte mich schließlich auf die idee, einen bindenträger aus wolle zu fabrizieren - immerhin habe ich meine stoff-gewickelten kinder auch erfolgreich mit wollhosen 'abgedichtet'.
ich schnappte mir also einen teil einer alten verfilzten wolljacke und schnibbelte und nähte drauflos. herausgekommen ist dies:
hocheffizient und superbequem. kuschelwollweich und dicht.
das flügeldings (bildmitte) wird mit minikunststoffdruckknöpfen an den seitlichen flügelenden um den schlüpfer befestigt, ebenso wie die binden vorne und hinten am flügeldings.
und das flügeldings hält nicht nur dicht, es hält die binde auch längs in form. die zeiten des knubbelns und rutschens der binde sind also vorbei. (und die 'körperform'binde ist die bequemste, ich werde die anderen wohl noch umarbeiten.)

in den letzten jahren hatte ich die stoffbinden immermalwieder mit wegwerfbinden ergänzt. als ich dann aber bei amala krähenfeder über die auswirkungen von terpenen an/in wegwerfbinden las (die nämlich stärkere krämpfe und dadurch stärkere schmerzen sowie eine stärkere blutung hervorrufen), habe ich beschlossen, nunmehr ausschließlich stoffbinden zu verwenden. und es klappt gut!
(und falls eine binde mal durchweicht und das wollflauschige flügeldings flecken bekommt, macht das garnix, denn es kommt einfach mit den binden in die helle wäsche. es ist ja aus gefilztem wollstoff, der wird nicht mehr kleiner ;-) )

(was das waschen der binden angeht: ich mache sie nach benutzung einfach mit kaltem wasser nass, damit das blut nicht eintrocknen kann (denn trocknes blut geht schlechter raus). so kommen sie in unsere helle-wäsche-tonne (die ehemalige windeltonne), und wenn diese voll ist, wandert alles bei 50° (ohne bleichmittel!) durch die waschmaschine und wird fein sauber. leichte schatten sind nach mehrjährigem (!) gebrauch durchaus vorhanden, das stört mich aber nicht, denn ich will sie ja nicht als oberbekleidung tragen ;-) )