nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Donnerstag, 10. November 2011

mützen - mit anleitung

ich stricke gerade total gerne mützen.
überschaubare kleine projekte mit großem erfolg.
passen in jede tasche, lassen sich auf den spielplatz, in den bus oder in die arbeitspause mitnehmen.
außerdem macht es den bemützten menschen in der regel freude.

im herbsturlaub habe ich 4 mützen gestrickt.
eine für die große tochter nach einer drops-anleitung (ich hab auch so eine, und sie mochte sie so gerne...)
die habe ich aber erweitert zu zwergenschalmützen, weil ich schalmützen für kinder so gut finde (und meine beiden jüngeren tragen sie noch gerne).

ich habe einfach mit zwei maschen mehr angefangen und rundgestrickt im 2re 2li muster einen 30riehigen schlauch gestrickt. dann habe ich die letzten beiden maschen der letzten runde vor dem abstricken 1. miteinander verkreuzt (dafür müssen sie mit einer hilfsnadel abgehoben werden) und 2. die erste dieser verkreuzten maschen mit der vorigen masche zusammengestrickt und die zweite der verkreuzten maschen mit der folgenden masche zusammengestrickt. (das verkeuzen soll verhindern, daß sich das gestrick an dieser stelle zu sehr dehnt und ein faden reißt)
ab dieser stelle habe ich die mütze gearbeitet wie in bora's anleitung, also hin und her gestrickt mit diesem tollen formgebenden rippenmuster.
 ähnlich statt gleich ist meine devise für zwillingsmützen ;-)
für zweijährige habe ich mit rowan felted tweed (sooo schöne farben und so weich, leicht und trotzdem warm) 92 maschen mit nadeln 3 angeschlagen, nach dem schalteil ging es mit 90 maschen weiter. und ich hab nur je ein knäuel gebraucht und tatsächlich ein restchen übergehabt, sodaß ich der jüngsten eine riesenfreude machen konnte und ihrer puppe noch schnell eine minimütze (mit 44 maschen zu beginn) gestrickt habe. :-))

und was darfs als nächstes sein?
ich mach wohl meine alte rote rippenmütze auf. die ist eh etwas großgeleiert, aber das pflanzengefärbte finkhofgarn ist so wunderbar leuchtend. das wird wohl eine schlauchmütze werden... ;-) (vielleicht wie bei jademond?)

Mittwoch, 9. November 2011

ein neuanfang

seit vielen jahren habe ich nicht mehr 'richtig' musiziert.
nachdem ich 'aus dem haus' war, viel es mir schwer, den langjährigen cellountericht beizubehalten, und auch die orchsterproben waren nicht recht kompatibel mit dem losen studentinnenleben, das ich pflegte. irgendwann dann war ich auch definitv aus dem jugendorchster rausgewachsen, und etwas neues zu suchen ging irgendwie nicht.
dann kam lange nichts.
dann kam das erste kind, und kaum war sie da, fing ich an zu trällern und zu singen. fürs kind, für meine nerven (falls sie mal schrie), für mich, einfach so. später mit ihr.
und ich merkte, daß mir das musizieren schon fehlte. doch die zeit... und die motivation... dann war das cello nicht spielbar, weil bogen kaputt (ist er immer noch)...
über allem aber immer dieses "eigentlich will ich mal wieder musizieren".

und heute abend fang ich wieder an.
zu singen wenigstens.
ein kleiner schulchor für begrenzte zeit, der für das adventsfest der schule probt.
da ist die einstiegshürde nicht so groß, und ich hoffe sehr, daß sich daraus mehr ergibt!

ich freu mich so!

Montag, 7. November 2011

verlängerung

wir machen dieses jahr längere herbstferien. zumindest die kinder.

die erstklässlerin brachte von ihrer banknachbarin keuchhusten mit nach hause, der zu ferienbeginn deutlich wurde. (nach ärztlicher abklärung wurde uns der urlaub an der nordsee erlaubt, sogar empfohlen. seeluft hilft. obwohl wir keinen unterschied bemerkten.)
die große zog eine woche später nach, die jüngste begann erst vor ein paar tagen überhaupt zu husten.
so langsam komm ich mit dem wochenzählen kaum nach und hoffe einfach, daß wir zum ersten advent hustenanfallsfrei sind.

seit die erste tochter im kindergarten war, kreuzte der keuchhusten jeden herbst/winter unseren weg, kam aber nie zu uns. da war ich auch froh drum, vor allem wegen der langen krankheitsdauer. nun ist er aber hier und darf dann auch bleiben. antibiotisch abblocken wollen wir ihn nicht, weil unserer meinung nach kinderkrankheiten ihren sinn haben und den organismus stärken. deshalb sind unsere kinder auch nicht gegen kinderkrankheiten geimpft. wir sind aufmerksam bei der sache, und die verordneten tropfen scheinen recht gut zu tun. der k. zeigt sich bisher recht milde, ohne nächtliches übergeben oä, die mädels machen die hustenattacken souverän durch und schlafen dann weiter. sie sind nur etwas schlapp und leiden vor allem unter der sozialen isolation, denn kaum in kind in unserem umfeld hatte bisher keuchhusten. und niemand will ihn freiwillig haben...

aber so eine notgemeinschaft schweißt auch zusammen, die streitereien haben tatsächlich abgenommen! wir sind oft im garten, die große telefoniert stundenlang mit ihren freundinnen (ein hoch auf die flatrates!), und seit heute werden natürlich hausaufgaben gemacht. privatlehrerin zu spielen ist aber nicht so toll, besonders bei störrischen kindern, die ausschließlich ihre lehrerinnen zur schulischen wissensvermittlung akzeptieren. heute mittag: bruchrechengeschrei. na denn...

und ist es nicht toll, am ersten schultag bis 8 schlafen zu können? ;-)

bleibt ihr schön gesund da draussen!

Samstag, 5. November 2011

fürs leben

die trauer um mein kind ist mir seit bald 8 jahren eine vertraute weggefährtin.
sie zerrt nicht, sie ist einfach da, meist still und mild, selten stürmisch.

und dann schreib ich so einen eintrag wie den letzten, weil ich so gerührt war und ermutigen wollte, und auf einmal gehe ich durch die erinnerungen und die tränen fliessen, daß meine nebenhöhlen heute mittag noch wund sind...
(gar nicht schlimm, ganz friedlich. es ist wie es ist.)

das bleibt mir wohl fürs leben.
(und das ist auch gut so.)

<3

grabbeigaben

frau tadellos gibt ihrem vater ein erinnerungsstück mit auf den letzten weg.

das mag für die einen sentimental, für andere auch befremdlich wirken.

wir haben genau das beim abschied von unserer zweiten tochter in den tagen der aufbahrung auch getan.
sie hatte ihre schönsten sachen an, sie bekam bilder, steine, spielsachen, ihren glücksbringer, schneckenhäuser, ein kuscheltier, blumen, briefe, karten, sogar (von der hebammenschülerin) ein stränchen echtes bärenfell in ihr weidenkörbchen gelegt.
ich hatte alle dazu eingeladen, dies zu tun, wenn sie es möchten.

es hat ungeheuer gut getan und uns allen den abschied erleichtert.
und ich bin so froh, daß wir instinktiv, ohne darüber nachzudenken, diesen doch unkonventionellen weg des abschieds gegangen sind. wir haben es einfach getan.

ich denke, seit jeher sind sämtliche bestattungsrituale vor allem dazu da, den weiterlebenden den abschied leichter zu machen. grabbeigaben wie nahrung, waffen, schmuck und andere reichtümer gaben in alten zeiten den menschen die gewissheit, noch ein letztes mal gut für ihre angehörigen gesorgt zu haben. die heutige variante 'blume ins grab - schaufel erde dazu' ist in meinen augen ein müdes relikt in einer gesellschaft, die sich völlig von dem urtümlichen und doch so zentralen vorgang des sterbens entfernt hat. doch hilft es den weiterlebenden nur vordergründig, nicht hinzugucken (hingucken zu dürfen), schnell weg, zackzack, drüberweg. der schmerz wird nur verdrängt und kommt dann zu andere zeit auf manchmal seltsame weise wieder zum vorschein. und sei es als seelische verhärtung.

deshalb möchte ich euch allen für den fall des falles mut machen, euch zu trauen, in ruhe abschied zu nehmen und euren lieben mitzugeben, was eurem bedürfnis entspricht.
während so einer aufbahrungszeit (die wir in der hiesigen christengemeinschaft erleben durften, die heute jedoch auch von vielen bestattungsunternehmen angeboten wird) kann mensch allein und gemeinsam singen, schweigen, erzählen, die gedanken schweifen lassen, den tod wahr-nehmen. und grabbeigaben verbinden euch noch einmal sehr schön auf ganz persönliche weise mit den verstorbenen, geben auch (zb in einem brief) die möglichkeit, im stillen nachzuholen, was  nicht mehr gesagt werden konnte. und auch für kinder kann so ein erlebnis sehrsehr wichtig und hilfreich sein, um den tod zu realisieren.

(schlimm fand ich den rat der freundin eines freundes an ihn, nicht hinzugehen mit den worten "tu dir das nicht an." wie schade für ihn, daß er NICHT da war.)

Dienstag, 1. November 2011

sonntagsfreuden: blättertanz

am mittag im garten, oben am berg über der stadt.
wir sitzen in milder sonne auf der terrasse und geniessen espresso und warmen schokoladenkuchen à la bora,
da geht ein wind durch das rotgold der bäume, und eine große blätterwolke geht über der wiese nieder,
flinkernd und sacht tanzend.

wunderzauberfein.

kein foto, dafür viel ohhh! und ahhh!
den ganzen restlichen nachmittag trug ich die knipse startbereit in der hosentasche,
aber keinmal wieder gab es solch einen blättertanz, nur in diesem einen moment.

7sachen am meer

eine woche waren wir in in den niederlanden am meer.
unser häuschen (ein 'bungalow' auf einem campingplatz) war zwar klein,
aber dank des meist trockenen wetters völlig ausreichend.
die kinder waren eh meist draußen, zum radeln und spielen und muschelnsuchen...
 
weite und licht
balsam für die seele

immer wieder (ich auch)

die jüngste nutzte unsere radtouren gern zum mitagsschlaf, obwohl das wahrlich nicht bequem war
(und ich guck nur so grimmig, weil ich mich so konzentrieren mußte, um beim radeln zu knipsen)
foucaultsches pendel in der kirche in veere
unglaublich faszinierend und auch meditativ, dort zu stehen und in der kirchenstille
eine viertelstunde dem schwingen des großen pendels (24 meter ist das seil lang, 35 kg das pendel schwer!) zuzuschauen, die drehung der erde zu sehen.
auch das war möglich: barfuß am strand und sogar mit den füßen im eisargkalten wasser

herr siebensachen wollte mich (mich!) in ein modegeschäft locken, doch mich zog es in den fahrradladen:
neue ausstattung für lastentransporte (vorn gepäck, hinten kind)

teures mitbringsel: ein neuer anlasser :-(((


ach es hat so gut getan!
nur eines habe ich vermißt: das rotgoldbraun der buchen.
die gibt es dort am meer nicht, ebensowenig ahorn. der herbst ist dort erst gelblich und dann schon kahl.
dafür schwelge ich nun in den wunderschön warmen farben der hiesigen buchenwälder.


habt einen schönen novemberbeginn!

Samstag, 29. Oktober 2011

dokumentation über autistische menschen

für die, die es interessiert:
morgen abend, 30.10. um 21.55 uhr, läuft auf 3sat eine dokumentation über autistische menschen.

dazu sei aber gesagt, daß nicht alle autistische menschen 'so' sind. es gibt sowohl schwer eingeschränkte und nicht sprechende menschen wie zb den im film gezeigten lars als auch menschen, die sehr intelligent und kommunikationsbegabt sind.
heute wird es auch nicht mehr autismus, sondern 'autismus spektrum störung' (kurz: ass) genannt.

Samstag, 22. Oktober 2011

auszeit

gerade recht, bevor der stress überhand nimmt, beginnen die herbstferien.
ich hab zwar nur eine woche urlaub, aber die verbringen wir an der nordsee.

ich bin dann mal frische luft schnappen...
bis demnächst, bleibt gesund!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

langzeitgedächtnis

heute nachmittag fuhr ich unter dunkel bewölktem himmel so vor mich hin, da blitzte es, und während ich noch überlegte, ob das wohl eine radarkontrolle gewesen sei, donnerte es auch schon. ich läuerte schräg nach oben aus dem autofenster, sah dicke tropfen platschen und sagte erstaunt-erfreut (ja ich rede manchmal mit mir selbst, wenn ich allein bin, besonders im auto): "herbstgewitter!" und eine sekunde später fing ich ohne nachzudenken an zu singen: "herbstgewitter über dächern" (im link nur eine coverversion, original reinhard mey gabs nicht)

vor 30 jahren, da haben die herzensfreundin und ich das rauf und runter gesungen (und andere reinhard-mey-lieder auch). seitdem hab ich es nicht mehr gesungen oder gehört. und heute, bei dem einen stichwort, ist alles wieder da.

ist doch immer wieder beeindruckend, dieses hirn!

Sonntag, 16. Oktober 2011

sonntagsfreuden

wenn die kinder meine aktivitätenvorschläge ablehnen mit den worten:
"och nöö, wir wollen wieder auf die wiese!"
(da waren wir gestern erst ...)
 
aberbittegerndoch! 

schwingen

spielen

seelebaumeln

Samstag, 15. Oktober 2011

feuer

das bedürfnis, abends ein feuer anzuzünden, wird immer größer
und ist (bzw wäre) auch nicht durch das anschalten der heizung zu stillen.
(ich wühle nahezu täglich immobilien, um feuer - und anderes - zu ermöglichen.)

feuer.
das knistern des holzes. die ständige bewegung der flammen. die wärme. das leuchten.
urelement, ohne das der mensch nicht bis hier gekommen wäre.
das magisch anzieht, große wie kleine.

sich erinnern, wie viel sonnenlicht und sonnenkraft im holz gespeichert sind, und daß beim verbrennen das ganze gespeicherte sonnenlicht und die ganze kraft wieder freigesetzt wird.
das holz schenkt uns im feuer die kraft der sonne zurück.

ich mach jetzt wenigstens kerzen an.

Freitag, 14. Oktober 2011

herbstkontraste

am morgen:
heute nacht ist der frost zum ersten mal in diesem herbst bis in die stadt gekommen, und es gab rauhreif. in der morgendlichen eile habe ich mich nur schnell mit walkjacke, halstuch und mütze eingemummelt, ohne dies wirklich zu realisieren. erst als ich unterwegs zur haltestelle war und im gehen ein wenig zur ruhe gekommen war (ja, das geht, im gehen zur ruhe kommen - nach all dem trubel, der hier morgens tobt), fiel mir auf: "hej, du hast die warmen muckelsachen an! mütze auf! wollsocken an!" ich hab es richtig genießen können, obwohl ich doch grade noch gemurrt hatte,
daß nun endgültig die nacktefüßezeit vorbei ist.

am nachmittag:
vom geldverdienen zurückgekehrt, habe ich meine verbliebene energie zusammengekratzt und mich mit den beiden jüngeren auf den weg gemacht. ich: ohne socken, in sandalen! wir haben uns ein bio-eis'chen gegönnt und sind in goldener wärme den berg hinauf zum garten getrödelt, um den mangold vor dem frost zu retten. es gab dann auch noch anderes zu retten: sonnenblumen, einen mini-spaghettikürbis, möhrchen und ein paar brombeeren.
die sonnenblumen strahlen mich nun schon den ganzen abend an.


 

 habt es gut und warm heut nacht!

Dienstag, 11. Oktober 2011

verschwendung

sperrgut bei regen.
alles durchweicht. *heul*

neben meiner vorliebe für flohmärkte und brockenhäuser bin ich begeisterte sperrmüllgutschatzsucherin. was da (neben tatsächlichem müll) alles zu finden ist!

in unserer stadt gibt es allerdings eine besondere hürde: du darfst dich nicht erwischen lassen!
denn wer hier etwas vom sperrmüll nimmt, kann dafür eine satte geldstrafe wegen diebstahls bekommen, weil das sperrgut mit dem herausstellen auf die strasse/den gehweg ins eigentum der stadt übergeht.
in echt. das ordnungsamt fährt auch patrouille.

sicher geht es nicht, daß die leute die sperrgutstapel bis auf den grund durchwühlen und alles zerfleddert liegenlassen. ein bißchen zivilisiert ;-) darf es ruhig zugehen.
aber menschen dafür zu bestrafen, daß sie die wohlstandsreste anderer weiterverwenden möchten, finde ich unfassbar. unfair und unsinnig. (abgesehen davon ist es ressourcenschonend, müllvermeidend und verringert die co2emissionen - denn der sperrmüll kommt hier in die verbrennung).

nun setz ich mich aufs sofa und stricke, statt einen abendspaziergang zu machen auf schatzsuche zu gehen.
(hernn siebensachen freut das, er teilt meine vorliebe nämlich so garnicht. "aber bring mir nichts olles ins haus!", warnt er immer. die kindelein aber sind schon angesteckt von meiner schatzsucheritis!)

Montag, 10. Oktober 2011

karussell

was für ein auf und ab:
von barfuß in sandalen zu wollsocken und dem ersten anheizen in vier tagen.
und zurück in zweien.
hallo herbst,  ist das dein neues kreislauftraining?

ansonsten ist es hier grad so angenehm und friedlich wie schon lange nicht mehr (bis auf das übliche schwesterngekreisch um nix und alles). einfach so. *hach* 

ich war als elternrätin grad bei der eltern- und mitgliedsversammlung im kindergarten und muß noch ein bißchen runter fahren, deshalb sitz ich noch an der tippelkiste...

gute nacht

Sonntag, 9. Oktober 2011

sonntagsfreuden

herbstsonne statt (vorhergesagtem) regen
flohmarkt mit der jüngsten
überraschungskäsekuchen beim nachhausekommen
drachensteigenlassen allezusammen
und statt des verbandes endlich ein pflaster am kürbisfinger

ein ge- und erfüllter tag

Freitag, 7. Oktober 2011

gemischtwaren

seit tagen war ich mit einem problem im hintergrund des blogs beschäftigt, was mir in den letzten wochen das bloggen vermiest hatte (die ansicht beim bearbeiten der seiten, egal ob beim eintragen oder einstellungen, war ungeheuer groß, so daß ich von satzanfang zu -ende scrollen mußte *nerv*). dann hab ich mich getraut, im blogger-hilfe-forum zu posten, und siehe da, nachdem ich mich endlich verständlich genug ausgedrückt hatte, war mein problem mit einer (einer!!!) tastenkombination gelöst! na prima, nun gehts wieder ganz einfach! und die größe vom titelbild krieg ich auch noch reguliert. kommt zeit, kommt rat. an diesem wochenende will ich meine zeit aber nicht damit verbringen.

es scheint ein verregnetes wochenende zu werden, und neben einem besuch eines spaßbades (haha - da freut sich die mutter...) wird es wohl reichlich drinnen-zeit geben. dafür hab ich eine so schöne herbstbastelei gefunden: schwimmkerzen in eichelkäppchen! und ich weiß auch schon, wo es große eichelkäppchen gibt!
die kerzchen brennen zwar nicht lang, aber sooo geduldig sind kinder ja auch nicht. außerdem ist es besimmt nicht sooo viel mehr aufwand, ob wir nun 10 oder 50 davon machen. ich kann sie mir auch gut als kleinefeine geschenke vorstellen!

habt ein schönes gemütliches wochenende!

nachtrag:
bei unserer planung haben wir völlig vergessen, daß ich ja noch eine offene wunde am finger habe. ich arme, ich darf nicht ins wasser... oooooh ;-)... fahren die anderen eben ohne mich.

Sonntag, 2. Oktober 2011

aus alt mach... anders!

spät aber doch - mein beitrag zu lucy's aktion 'neues leben für alte kleider' im september

diesmal durfte ich für die große tochter nähen: "mama, ich möcht einen braunen rock haben!"  wie gut, daß als oberstes auf dem stapel sowieso ein brauner bettbezug mit blümchen lag, für meinen eigenen neuen rock. nun hat das kind also auch einen rock alla mama (leicht ausgestellt mit häkelspitze unten, in schrägem fadenlauf für schönen fall und dehnbarkeit, oben mit tunnelgummizug).
 ("so einen will ich auch", krähte die mittlere.)
mein eigener ist noch nicht fertig, die tshirt-bundlösung nach frau morgenstern ist mir nicht gelungen. außerdem wird meiner viel länger und violett gefärbt.

die andere arbeit hatte ich seit langem schon vor. ein alter esprit-anorak, vor vielen jahren secondhand bei mir gelandet, sehr geliebt und oft getragen. nur so richtig klasse war er nie. besonders die unbequemen manschetten-armabschlüsse haben mich immer gestört. und etwas taillierter dürfte er auch ruhig sein... voilà:
wie gut, daß es auf dem letzten flohmarkt so dermaßen passendes gummiband gab!
 
der neue armabschluß - ein lockerer gummizug mit stehbund
(nicht daß ihr denkt, hier gäbs nur lila ;-) - im original ist der anorak weinrot.)
 (hm, der gummizug ist aber noch nicht ganz gleichmäßig. wird nachgebessert.)
zum schluß habe ich den ganzen anorak mit stoffimprägnierung auf pflanzlicher basis von tapir (über hess natur) behandelt und habe nun eine wasser- und schmutzabweisende übergangsjacke.
jetzt kannst du kommen, herbst!

sonntagsfreuden

heute
keine zeit zum computern
nur leben

Donnerstag, 29. September 2011

über sonderschulen

eben bei einem vortrag von johannes denger über inklusion in waldorfschulen und anderswo:

"alle schulen sind sonderschulen.
auch ein gymnasium ist eine sonderschule.
eine schule für besonders intelligente."

unser ganzes schulsystem, dreigliedrig und 'sonderschul'überfrachtet (deshalb eigentlich viergliedrig),
basiert auf aussonderung und klassifizierung und ist - mal salopp gesagt - asozial.
jede macke kriegt ihr kästchen, und die werden alle übereinandergestapelt.
die schule für geistigbehinerte ganz unten, das gymnasium ganz oben.
wie soll mensch denn da soziales miteinander lernen?
 
nirgendwo auf der welt werden so viele kinder aussortiert, isoliert und abgestempelt wie in deutschland: über 5%.
damit ist deutschland weltweit ein sonderfall, denn anderswo werden kinder mit einschränkungen so weit es eben geht in regelschulen unterrichtet. wer mag, lese dazu diesen artikel aus der zeit von 2009(!).

inklusion meint nun aber nicht den gemeinsamen untericht um jeden preis.
inklusion meint die wertschätzung der diversität und fordert die berücksichtigung der individuellen bedürfnisse.
wo möglich, an einer regelschule. und erst wenn es dort nicht möglich ist, an einer speziellen förderschule.
ein inklusiver untericht erfordert natürlich zusätzliches personal, am sinnvollsten mit 2-3 lehrerInnen pro klasse. davon wäre dann aber keineR nur für die eingeschränkten kinder da, sondern alle für alle. denn auch kinder ohne speziellen förderbedarf brauchen mal mehr zuwendung, können von heilpädagogischem wissen und können profitieren.

aber das ist noch längst nicht an der tagesordnung, sondern (wunderbare) zukunftsmusik.

ja, es gibt menschen mit einschränkungen.
(ich zb bin ein mensch mit einschränkungen im mathematischen und systhematischen denken.)
doch behindert ist mensch nicht, behindert wird mensch gemacht.
durch das errichten von barrieren im geistigen, im zwischenmenschlichen und im materiellen.

Mittwoch, 28. September 2011

kürbis

nee, kein rezept.
ich wollte aus gegebenem anlass nur mal eben daran erinnern, daß kürbis hart ist und daß beim schneiden desselben ein wenig vorsicht nicht schaden kann.

mich hatte heute im laden ein butternut-kürbis so freundlich angelacht, daß ich ihn mitnahm und zu mittag zubereiten wollte. mit einem kräftigen HUAR! wollte ich dann die letzten stücke teilen... und war ein stück meiner linken ringfingerkuppe los.
viel blut, viel AUA.
und natürlich passiert sowas am mittwoch, wo nachmittags kein arzt im dienst ist. für die krankenhausambulanz schien es mir dann doch aber zu läppisch. morgen früh vor der arbeit sitz ich beim doc, versprochen.

und so tapfer ich heute war (tapfer, haha! ihr hättet mich jodeln hören sollen...), ich hab aber schon ein bißchen sch*ß vorm entfernen des pflasters - wer weiß, ob das nicht schon fest mit mir verwachsen ist...

edit:
nicht festgewachsen, dicker verband, krankschreibung.
hurra. hat die sache wenigstens was positives.

Dienstag, 27. September 2011

anonymität oder "wer liest mit?"

da wollte ich grade bei frau vierachtel einen kommentar zum thema "wer liest mit" im blog speichern, da geht das nicht mehr. schnell den kommentar gesichert und nochmal nachgeschaut: nö, der beitrag ist weg. war ja angekündigt, der anonymität und überhaupt halber. war ich zu spät. tscha.
nun, dann füge ich meinen senf eben hier ein:

ich geb mir auch große mühe, anonym zu bloggen.
die kinder bleiben namentlich raus, bildlich sowieso (zumindest nicht erkennbar).
wer sich allerdings konsequent bei mir durchläse und informationen sammelte, könnte sich schon ein ungefähres bild machen, glaub ich. soweit ist das aber ok.

den mann habe ich nicht über meine bloggeritis informiert.
ob er allerdings über mein lesezeichen ins blog gefunden hat (wir haben nur das eine laptop), weiß ich nicht. glaub ich aber nicht, hätt er was zu gesagt.

lediglich zwei menschen aus meinem echten leben wissen ums blog, und bei einer davon bin ich richtig froh drum, weil sie so arg weit weg wohnt und übers blog wenigstens ein wenig von meinem allerlei mitbekommen kann *wink ganz doll!*.
ansonsten habe ich sehr schnell der versuchung widerstanden, die adresse kundzutun. ich habe schnell gemerkt, daß es mich hemmt, so ganz frei von mir zu schreiben.
 
daß ich seit einiger zeit immer mehr leserinnen habe, verdränge ich einfach, damit ich mich weiterhin wohl in meinem überschaubaren eckchen fühlen kann. wobei eine menge leserinnen ja schon schmeichelt, irgendwas muß wohl interessant genug sein, um bei mir zu lesen.

falls jedoch eine meint, mich herausbekommen zu haben, gebe sie mir doch bitte per mail bescheid, damit ich meine anonymität (und die der familie - denn die kann ja nix für meinen schreibkram) besser wahren kann. danke!

Sonntag, 25. September 2011

sonntagsfreuden: sonne tanken

der herbstanfang beschenkt uns mit einem wunderbaren sonnenwochenende
mit wirklich sommerlichen tagestemperaturen.
und deshalb sind wir fast die ganze zeit draussen.
(vitamin d bilden und den akku für den winter aufladen ;-) )
das war gestern!

euch allen einen herrlichen wohlfühlsonntag!

Samstag, 24. September 2011

?

irgendwie klappt das grad nicht mit dem anpassen des titelfotos.
ich wollte die stelle jaetzt aber auch nicht leer lassen, deshab bleibt es erstmal so groß.
gute nacht.

Mittwoch, 21. September 2011

mittagsschlaf

...und der rest des tages ist wie frisch gewaschen. *hach*

(eben, als ich während der hausaufgaben der schulkinder unterstützungsbereit auf dem sofa saß, mußte ich so oft und heftig gähnen, daß ich mich einfach mal eben auf die seite legte, mir die decke überzog und weg war ich.)

nun muß ich den kollegen nur verklickern, daß ich mal eben zwischendrin ein nickerchen machen will... mir steht bei der geldarbeit leider keine pause zu, da ich nur 6 stunden dort bin. pause gibts erst über 6 stunden.
tja mama, pech gehabt. was gehst du auch so wenig arbeiten...

Dienstag, 20. September 2011

wasserstandsmeldung

es ist nicht so, daß es mir schlecht ginge.
der akute sturm hat sich gelegt, und wir dümpeln in ruhigeren gewässern.

und ich kann mich über so schönes freuen:
blitzblank geputzte fenster. (ich gestehe: nur 2. morgen mehr.)
frischen zuckermais.
ein ruhiger geldarbeitstag.
eine unerwartete umarmung.
 
und immer wieder: die kinder.
wild. warm. herzlich. stürmisch. duftend.
herzliebchen.

Sonntag, 18. September 2011

zwiebelig

mit pochendem herzen balanciere ich tagsüber am abgrund entlang.
(tief ist es nicht, aber ich will nicht vor den kindern abrutschen.)
beim zwiebelschneiden fürs abendessen bahnen sich dann doch auch andere tränen ihren weg.

ach.

eine gratwanderung: weder mich hineinzusteigern noch zu verdrängen.
den ball flach halten.
fühlt sich wattig an.

mal sehn, ob wir das schiff mit fachlicher unterstützung gemeinsam repariert kriegen.
anders gehts wohl nicht.

(das abendessen war mega-lecker: selbstgemachtes kartoffelpü mit balsamicozwiebeln (nach anke gröner) mit rinderbratwurst und schlichtestem tomatensalat (sommertomaten, basilikum, salz, olivenöl) )

jetzt: kommissar beck und federweißer mit strickzeug auf dem sofa.

einen guten wochenstart euch da draußen!

Samstag, 17. September 2011

*träller*

das video gefällt mir nicht,
aber die musik! (click)
die musik!!!!
*hach*
(und das, wo mir das original so viel zu flach und poppig war...)

 musik, du seelentrösterin und lichtblick!


das kleinste siebensachenmädchen steht grad hüftwiegend neben mir... 
so süß

Freitag, 16. September 2011

na sowas

erstes na sowas

wenn es in den fugen kracht, daß du nicht weißt, ob das schiff nicht grad auseinanderbricht,
und dann steht zum abendessen unaufgefordert ein salat auf dem tisch
dann ist das schon so eine art friedensangebot.


zweites na sowas

in den abschiedskommentaren einer bloggerin (die übel gestalkt wurde und deshalb aufhört) lese ich sinngemäß: ...und vielleicht magst du ja später mal an anderer stelle weiterbloggen. das kommt immer mal wieder vor, und irgendwie findet man sich dann auch wieder, weil man die schreib- und ausdrucksweise erkennt...
und ich denke, so würd ich gern frau ami wiederfinden. aber ich find sie schon so lange nicht...
und am selben tag(!!!!) klicke ich mich in ein mir bis dahin unbekanntes blog und lese so... und stutze und denke, na, den ausdruck kennst du doch... und lese mehr und mehr und finde so vieles, was passen könnte... und dann ein foto!
jo, das isse!
so eine wiederlesensfreude!

und falls sie das hier lesen, ehemalige frau ami:
sie sind nämlich mit dran schuld, daß ich die bloggeritis bekommen habe!
alles liebe ihnen!

aber ich verlinke das natürlich hier nicht, denn das war ja nicht der sinn ihres blogwechsels

Donnerstag, 15. September 2011

übung

gemein und ungerechtfertigt verletzt werden
die verletzung nicht annehmen, sondern vor mir stehen lassen
dabei trotzdem nicht hart werden, sondern weich bleiben

nein, ich will da nicht einsteigen und zurückhauen, auch wenn es noch so 'lockt'

und trotzdem nagt die ganze zeit der kleine zweifel an mir, ob er nicht doch ein bißchen recht hat...
frauenkram. wir nehmen uns alles an. mist aber auch.

Mittwoch, 14. September 2011

vom loslassen 2

heute morgen beim zähneputzen fragte die große tochter das frische schulkind, ob sie gemeinsam zur schule gehen würden.
und dann zogen sie ruckzuck los, und ich stand da mit meiner einen leeren hand... *schnüff*
brauchte ich nur ein kind bringen, in den kindergarten (schule und kiga liegen nebeneinander).

beim abholen nach zwei stunden wurde ich dann von einem strahlenden kind begrüßt, das ganz mild und anschmiegsam und erfüllt von seinem neuen leben war, erzählend handinhand mit mir ging und die zweieinhalb stunden bis zum abholen des kindergartenkindes ganz in ruhe hier bei mir genoß.

es ist so wunderbar zu erleben, wie sie in der neuen rolle aufgeht, sehr zurückhaltend noch, aber ganz dabei.
so, als wenn sie einen neuen schuh anziehen würde und sich nach und nach hineinschmiegt.
es ist, als hätte die schule auf sie gewartet.

(ich bin beeindruckt.)

Freitag, 9. September 2011

vom loslassen

seit vorgestern hab ich nun ein zweites schulkind.
bei aller vorfreude fiel es ihr dann doch schwer, sie klammerte sich mit armen und beinen an mich, und so mußte ich sie schlußendlich bis in die klasse begleiten und eine viertelstunde dortbleiben. dann aber war ihre aufmerksamkeit so vom geschehen gefesselt, daß ich unbemerkt hinausschlüpfen konnte. beim hinauskommen dann war sie stolz und zufrieden, und heute (mit dem papa) ging es schon viel besser.

mir blieb bei der einschulungsfeier die tränenreiche rührung erspart, weil ich durchs gebraucht-werden abgelenkt und beschäftigt war. am abend vorher aber - da saß ich am bett des schlafenden kindes und ließ die jahre in gedanken vorüberziehen. ihre rasante geburt, die glückseligkeit der ganzen familie über ihr da-sein, wie sich schon mit wenigen monaten ihr ausgeprägter, lautstarker wille ankündigte, das erste jahr, ihre unbändige lebensfreude, die ersten worte und sätze - eine lange reihe intensiver bilder stiegen aus der erinnerung auf, und ich saß das und ließ meine tränen auf ihr kissen tropfen.

ach, mein kleines ist jetzt groß! (naja, ein bißchen ;-) )

und so erstaunlich es klingt, heute, nach dem zweiten schultag, wirkt sie größer und reifer als noch vor drei tagen!

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931
*************

ich sitze mit einem schluck rosé am offenen fenster.
es ist schon lang dunkel, und draußen zirpen grillen.
morgen wird es nochmal sonnig und warm,
und ich geh in den garten und auf den zöppkesmarkt!

einen frohes altweibersommerwochenende wünsche ich euch!

Dienstag, 6. September 2011

eine klamottenfrage

früher
gingen an den jeans als erstes die reißverschlüsse kaputt.
(ich weiß das genau, habe ich das nähen doch als jugendliche mit dem mühsamen ersetzen von reißverschlüssen begonnen.)

heute
ist eine im mai gekaufte mädchenjeans jetzt schon durchgescheuert und kaum noch zu retten.
(und das kind ist damit nicht wochenlang durch die gegend gerobbt, sondern hat sie nur für 'normal' angehabt. und vier sommerwochenlang garnicht!)

das paßt so recht zu den aktuellen (lang überfälligen) berichten über die produktionsbedingungen von h&m + co.
(auch wenn die hose nicht von dort war. andere label sind nicht besser.)

ich grüße von bügeleisen und nähmaschine *grmpf*

Montag, 5. September 2011

geht doch

es gelingt mir tatsächlich.
mein vorhaben, in sachen sofaspringen keinen stress mehr zu machen.
was freu ich mich!
wieder ein stück mehr duldsamkeit und gelassenheit errungen
(denn es fiel mir anfänglich schon schwer, so ist das nicht - hab ich das sofa doch jahrelang gemeint, verteidigen zu müssen).

heute beim ausflug ein netter moment.
ein dämchen wollte irgendwas machen, was aber in dem moment absolut nicht ging.
"mach das bitte nicht." "doch, ich mach das." "nein, tust du nicht." "wieso?" "weil ich es sag und ich die mama bin."
und ein uns gerade überholender junger mann warf mir ein schmunzeln über die schulter zu.

Sonntag, 4. September 2011

aus alt mach... anders!

mein beitrag zu lucy's refashion-aktion

ich nähe ja häufig sachen aus stoffen, die mal etwas anderes waren - frei nach dem motto: "es war einmal ein hosenbein".
im sommer waren das zb
ein taschenmessergürteltäschchen aus einem alten hosenbein ;-)


neue alltagsservietten aus einer nicht mehr benutzten tischdecke

und eine küchenlatzschürze aus einem waffelpikeehandtuch.
wirklich 'refashion' ist das aber ja noch nicht. ;-)

dem 'refashion' näher komme ich dann aber mit dem ändern vorhandener (oder second hand gekaufter) kleidungsstücke, die einen schöneren ausschnitt bekommen oder enger gemacht werden. oder ich repariere kinderkleidung mit reststoffen eines anderen (kinder)kleidungsstückes.
in dieser kategorie habe ich eine idee von mo.ni.kate aufgegriffen und eine altgeliebte, längst abgeschnittene jeans aufgepeppt.

selten allerdings wage ich mich an ein komplett neues kleidungsstück. ich hab da mal so einen supereinfachen rockschnitt abgepaust, der ist schon mehrfach zum einsatz gekommen...
jetzt habe ich aber ein tolles neues sommerkleid - aus dem futterstoff eines ikeavorhanges nach eigenem schnitt. den stoff hat mir mein vater mal vermacht, er hatte ihn von seinem vorhang abgetrennt und zu schade zum wegwerfen gefunden. ein naturfarbener leichter baumwollstoff, in lockerer leinwandbindung gewebt - kattun heißt das, glaub ich. ein ganz schlichtes weites flatterkleid wollte ich - doch dann war der ausschnitt so dermaßen zu groß, daß ich ihn mit fältchen gerafft habe. die fältchen hab ich dann bei der tasche wiederaufgegriffen, und auch am rücken wollte ich sie haben, aber da sahen sie nicht gut aus. für hinten gabs dann also bindebändchen. und zu guter letzt habe ich das fertige kleid gefärbt- lila!

leider ist das bild total unscharf geworden. mit blitz aber wären die farben murks.
 
nachdem ich das kleid im sommerurlaub gerne getragen habe, finde ich allerdings, daß es unten einen mindestens handlangen volant bekommen soll. nur leicht gerafft, nicht zu stark. zum glück hatte ich den rest des stoffes gleich mitgefärbt!

(ps: ich weiß, meine nähkünste sind eher bescheiden, zb was gerade nähte oder faltenlegen angeht. aber ich bin sehr zufrieden, daß ich überhaupt kleidung nähen kann! übung macht die meisterin, nicht wahr?)

Samstag, 3. September 2011

die erste

nun ist er da, der september.
nach zwei verregneten, kühlen augustwochen beschenkt er uns
mit wärme und mildem licht, das alles noch einmal erstrahlen läßt.
 weitoffene fenster.
röckchen und hemdchen an menschen.
rascheltrockene wäsche von der leine.
reife haselnüsse im gras.
buttermilch-eis-shake am nachmittag. (mit selbstgemachtem zitrussirup statt likör).

september, bist du mein lieblingsmonat?

vor lauter vergnügen hab ich am abend ein brot backen wollen. ein 'no-knead-bread' hab ich ja noch nie gemacht. also die anleitung rausgekramt und "hm, das gibt nichts" gedacht: "22 stunden bis zum anschneiden, nee". nehm ich doch mehr hefe, dann gehts schneller. ein ganzes päckchen trockenhefe für 700g mehl. aber nur zusammengerührt, nicht geknetet. drei stunden im warmen ofen gelassen.
 den ofen angeheizt, den weichen teig ohne weiters kneten in eine bemehlte form gefüllt, als der ofen heiß genug war, hinein damit. schluck wasser hinterhergekippt, für schöne kruste. nach einer halben stunde war es fertig und duftet so gut! kommt herr siebensachen vorbei und sagt:" ah, hast du ciabatta gemacht?!" ein blick ins brotbuch bestätigt: ja, so kann mensch es auch nennen. jaja, frau siebensachen und die rezepte/anleitungen... ;-)
ich freu mich auf morgen früh spät!
ein erholsames spätsommerwochenende für euch alle!

Mittwoch, 31. August 2011

der 31. september


eben bei der teamsitzung habe ich erfahren, daß wir dieses jahr einen 31. september haben werden.
ja echt.

und das kommt so:
eine autistische bewohnerin bekommt einmal im monat, am letzten samstag, besuch von ihrer mutter. das stattfinden dieses besuches ist ihr immens wichtig. nun hat die mutter aber im september schon alle samstage voll (wieso auch immer).
wenn jetzt die mutter im september nicht käme, sondern direkt am 1. oktober (dem nächstfolgenden samstag), wäre das ein riesenproblem für die bewohnerin. sie würde wochenlang in starker anspannung leben, und das bedeutet: den ganzen tag lang quasi ununterbrochen lautstark fragend über dieses thema reden ("wann kommt meine mutter?", "wieso kommt meine mutter nicht im september?"), schreien, sich in die hände beißen und durchaus auch gegenstände, die kaputt gehen können, mit voller wucht auf den boden schmettern (deshalb gibt es in der gesamten einrichtung zb schon seit jahren nur noch thermoskannen aus edelstahl). ihr autismus ließe sie diese abweichung von der regelmäßigkeit und vorhersehbarkeit nicht ertragen.

deshalb wurde entschieden, daß die mutter eben diesmal am samstag, dem 31.september (der eigentlich der 1. oktober ist) kommt .

so einfach läßt sich autistischen menschen das leben leichter machen ;-)

Dienstag, 30. August 2011

fundstück


das 
hat grad mein herz gerührt.
so richtig und doch täglich so schnell vergessen.

und ab morgen versuche ich, die springmaus auf dem altertümlichen sofa hüpfen zu lassen, wenn sie es doch so liebt.
eine reparatur können wir eh nicht bezahlen, auch nicht, wenn wir es erst in drei jahren durchgesessen haben.

Sonntag, 28. August 2011

sonntagsfreuden


kartoffelernte (von 4 qm :-)) )
und die ersten gleich am abend essen,
im ganzen in der pfanne gebraten

spätsommersonntagsfreuden

Samstag, 27. August 2011

heute


im halbstündlichen wechsel: sonne und sturzregen wie bei gabriela.
schokoladenkuchen à la bora.
das wohnzimmer voll mit holzeisenbahn.
einen wunderbaren artikel über das leben mit behinderten kindern in der neuen a tempo lesen (außerdem die neue landlust).
kleine nähereien.
regensommersamstag :-))

(und ich würde mich wirklich riesig freuen, wenn eine von euch blogger-simple-nutzerinnen mir verraten könnte, wie sie ihr titelfoto so schön groß hingekriegt hat. danke!)

Freitag, 26. August 2011

baustelle


nur mal rumprobieren wollte ich mit dem vorlagendesigner...
leider hab ich vergessen, mir vorher aufzuschreiben, wie meine ursprünglichen einstellungen waren.
und dann ist mir irgendwie die vorschau mißglückt und in ein speichern geraten.
nu hab ich den salat...

ich will das alte blogaussehen wieder! *schnüff*
wie krieg ich denn das bild in die mitte des titels? so weit seitlich gefällt es mir garnicht. und größer will ich es auch. also breiter.
ach je. fragen über fragen.
nun muß ich wieder stunden vor diesem kästchen basteln. schade um das regenwochenende.

(so. das nur zur erklärung, warum es hier so komisch aussieht.)