nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Donnerstag, 15. Januar 2015

turbulenzen

nicht nur beim wetter, auch hinter diesen kulissen geht es turbulent zu.

nach dem bewegten jahresstart geht es gleich weiter. traritrara mit den alten eltern. überforderung bei der einen schwester, die mir ungefragt alle brocken (unterlagen und abrechnugskram, oh graus) vor die füße wirft. schatten der vergangenheit, die klarheit bringen.

aber auch positiv aufregendes. in sachen wohnen haben wir morgen früh einen besichtigungstermin *hibbel*. herr siebensachen arbeitet ab februar mehr (volle stelle), das bringt zwar mehr organisationsgedöns für mich, aber auch mehr geld aufs konto *klimper*. mit der einen tochter haben wir bald wichtige termine, um ihr weiterzuhelfen. zur beruhigung arbeite ich meinen ufo-stapel ab und nähe mir obendrein ein kleid.

insgesamt schaffe ich es ganz gut, in dem trubel bei mir zu bleiben, geduldig und freundlich zu sein, mich vor überforderung zu schützen. damit die turbulenzen sich aber nicht zum sturm zusammenbrauen, ist es hier im blog so still. ich brauche die abendstunden einfach um runterzufahren. schade, denn ich hätte schon einiges zu schreiben. doch wenn es abends dann endlich still wird im haus, ist es beser, ich lenke mich ab um gut einschlafen zu können. es ist nämlich eine unangenehme nebenwirkung von turbulenzen (besonders herkunftsfamiliärer art), daß sie mir dann spätabends/nachts über die bettdecke laufen und mich wachhalten, obwohl ich ungeheuer müde bin. zur zeit gehts, ich darf mich eben nur nicht vorm einschlafen mit dieser familienaufregung befassen.

ich vermisse unseren weihnachtsbaum. dabei durfte er doch dieses jahr eine ganze woche länger stehenbleiben als sonst, weil die abholung erst gestern war. leer und schmucklos sieht es nun im wohnzimmer aus. in ein paar tagen dann wird sich dieses empfinden gewandelt haben und ich werde den schlichten raum genießen. aber noch fehlt er.
(eine nettigkeit am rande: auf dem weg zur arbeit kam ich gestern morgen auf dem gehweg an vielen ex-weihnachtsbäumen vorbei. und allen in unserer strasse fehlte die spitze! da hat sich wohl jemand arbeitsmaterial geholt... für astquirle oder körbchen. wie schön, daß die bäume nicht ganz verloren sind! (und ich hab auch eine ahnung, wer das gewesen sein könnte - der eine werklehrer unserer waldorfschule wohnt nämlich hier ums eck...;-) )

aus dem ofen duftet ein brot für eine freundin, die gestern in die nachbarschaft gezogen ist. das bringe ich ihr gleich - brot und salz als willkommensgeschenk.

ich wünsch mir winter, eis und schnee. das klärt, erdet und erhellt. vielleicht käm damit nochmal etwas ruhe ins leben...

bis bald, habt es gut.

Kommentare:

  1. liebe Frau Siebensachen
    uiui, scheinem derartige Turbulenzen an unserem Alter zu liegen? Hier ist es ja sehr ähnlich mit meinen drei Schwestern und unseren Eltern. Absolute Funkstille zu zwei Schwestern, erheblich reduziert bei der anderen.
    Dein Mann stockt auf, hat sich also alles geklärt, alles "wieder gut"? Warum dann umziehen? Wenn ich zuviel frag, sag Bescheid, ja? liebe Grüße von Sanne

    AntwortenLöschen
  2. Ich war seit vor Weihnachten nicht mehr hier bei Dir auf dem Blog. Hab nun viel nachgelesen.
    Einfach hast du es nicht und doch bist Du immer- und immerwieder so positiv, so vorausschauend, suchend nach dem Schönen ....
    Warum umziehen? Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?
    Der Winter hier ärgert mich auch, ist wie im letzten Jahr. Kühl, nass ... wir hatten nur kurz Schnee und heute war den ganzen Tag Nebel .... einfach nicht schön :-( Ich hätte es auch so gerne richtig weiss und kalt. Nicht sehr lang aber ein bisserl schon.
    liebe Grüsse und weiterhin viel Kraft für den Alltag
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  3. Schade, das du gerade nicht zum schreiben kommst, denn ich schmökere so gerne bei dir. Aber schön, dass du nach dir selber schaust und weißt, was dir gerade gut tut.
    Ich wünsche dir ein baldiges glätten der rauen See!

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Frau Siebensachen, das geht mir grad auch so, dass das Wohnzimmer traurig und leer aussieht ohne den Weihnachtsbaum! Gestern habe ich ein Blogstöckchen beantwortet, und weil das an sieben liebe BloggerInnen weiterzugeben war, habe ich auch Dich dafür vorgeschlagen. Aber wenn Du - hatte vorher nicht gelesen, wie es Dir gerade geht und dass Du wenig Zeit zum Schreiben hast, weil die Müdigkeit und der Alltag mich auch etwas beuteln - das nicht magst oder dazu nicht kommst, darf man das wohl auch einfach ignorieren. Ansonsten: schau mal bei mir... Viele liebe Grüße und viel Kraft für alle Turbulenzen und Aufgaben! Greta

    AntwortenLöschen