nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Mittwoch, 12. April 2017

was schön war: ende märz/anfang april

* flügel: die große tochter, grad 16 geworden, wollte unbedingt ihre liebste freundin im auslandsjahr bei paris besuchen. und so fuhr sie letzte woche für 4 tage mit dem schnellen zug allein (ALLEIN!!! mein baby!) in die großeweitewelt. die beiden hatten eine gute zeit miteinander und stöberten viel durch die schönen ecken von paris. unsere elternherzen waren etwas zappelig (besonders das von herrn siebensachen, dem italienerpapa), aber wir haben es gut geschafft, die leinen los zu lassen und sie ihre reise selbständig machen zu lassen. und wie gut, dass sie wieder da ist!

* erde: mein grabeland wächst und gedeiht. also noch nicht wirklich, denn ich bin immernoch dabei, die wiese in acker umzuwandeln. das bedeutet vor allem, graswurzeln rauszuholen und vom recyclinghof geholte komposterde einzuarbeiten. langsam sieht das stück nach garten aus. zu ostern schenke ich mir ein set biologisch-dynamischer präparate, um den boden zu beleben und zu stärken. best of demeter!

 * wandern: erstmals war ich zwei tage mit den wanderfrauen unterwegs. wir sind mit dem zug in den hunsrück gefahren und dort durch das wunderbare baybachtal an die mosel gewandert, haben in einer vorher gebuchten pension übernachtet und sind am nächsten tag durchs ehrbachtal zurück zum ausgangspunkt gewandert. so schön! teppiche von buschwindröschen und violettem und weißem lerchensporn säumten unsere wege im lichten wald, die sonne wärmte nicht zu sehr und alle kamen tapfer und größtenteils heil nach hause (ein paar blasen gabs und wehe schultern, aber das gehört irgendwie dazu). *hach*


* positives denken: ich habe bockmist gebaut, nämlich unser ferienhäuschen für die falsche ferienwoche gebucht. tatsächlich habe ich noch garnicht frei, sondern erst ab kommenden donnerstag*grmpf*. was mir in den ersten stunden heiß und kalt durchs herz fuhr, habe ich dann einfach losgelassen und umgedacht: während die familie am meer weilt, arbeite ich drei tage und habe es so ruhig wie sonst nie zuhause. dann fahre ich der familie hinterher und wir haben noch zwei tage gemeinsam dort.
ich kann also irgendein fastfood bestellen, die füße auf den tisch legen und rülpsen, fernsehen am hellichten tag und die ganze nacht hindurch und brauche mich um nichts und niemanden zu kümmern. tja, das wäre nicht ich. ich habe viel im garten geschafft, die katzen versorgt, mir feine gemischte teller gemacht (blattsalat, gebratenes gemüse, avocado, tomaten, gebratener tofu; mangold mit knoblauch, kichererbsen und rosinen mit sesammisosauce und apfelmöhrensalat; zucchininudeln mit knoblauchsrauke und bärlauch mit tomatenolivensauce und blattsalat). es ist total ungewohnt allein im stillen haus,  doch ich genieße es sehr, mal nicht in dauerbereitschaft zu sein, nicht reden zu müssen und mich einfach auf die dinge konzentrieren zu können die ich gerade tue. so großartig! lediglich die katzen wollen gekümmert werden, aber sie sind genügsam und wollen vor allem fressen und schmusen. bitte gerne!


Donnerstag, 30. März 2017

staunen

nach dem einkauf wollte die tochter tragen helfen und ich sagte ihr, lass mal, das netz ist sehr schwer, guck, da sind 4 liter drin und noch eine menge kram, bestimmt 6 kilo...

...und auf einmal geht mir auf, daß ich das doppelte davon nicht mehr mit mir am leib herumtrage. was für eine schwere! (und welche erleichterung für meine kniee!)

(nach 17 jahren wieder auf vor-schwangerschafts-gewicht.)

Montag, 27. März 2017

kleines glück

mit schmutzigen füßen und knien kam ich heute abend aus dem garten, den herben duft von schlehdornblüten und erde in der nase, die amseln tirilierten, und auf einmal war ich einfach  nur glücklich über dieses immer wiederkehrende wunder der wiedererwachenden natur. kleingeschrumpft der kummer der letzten tage, das gedankenkarussell stand still, und in mir nichts als große dankbarkeit.

Samstag, 25. März 2017

grünzeug: pflanzenbunte knete

caro naturmama sammelt freitags "grüne" ideen.
heute hab ich auch mal eine beizusteuern:

pflanzenbunte knete,
 plastikfrei und kompostierbar

als es letzte woche so sehr regnete und die kinder trotz guten willens und mehreren versuchen draussen zu spielen immer schon nach kürzester zeit wieder rein kamen, sich drinnen dann aber in nörgeleien ergingen, hab ich ein rezept zum selbermachen von knete rausgesucht. dazu kam ein päckchen übriggebliebene ostereierfarben von letztem jahr und schwupps - bunte knete, die kompostierbar ist!

das farbpulver haben wir dem trockenen anteil des herstellungsprozessen (mehl, salz, zitronensäure) beigegeben, so verteilt es sich besser. und nachdem das rot doch nur sehr (erdbeer)rosa geworden war, haben wir für orange und gelb nur die halbe menge mehl genommen, das wurde dann schön intensiv.
welches rezept aus dem weltnetz es nun genau war, weiß ich nimmer. aufgeschrieben habe ich dies:

400g mehl
350g salz
4 el zitronensäure
(ostereierpflanzenfarben)
7 el öl
400ml kochendes wasser

trockene zutaten miteinander vermengen, wasser und öl miteinander vermengen. dann das wasser/öl-gemisch mit dem mixer in die mehlmischung einarbeiten, bis es einen guten homogenen klumpen er gibt.
das wars schon.

mit dem wasseranteil war ich vorsichtig, damit es nicht zu weich gerät. lieber erstmal nur 350 ml dazugeben und dann bei bedarf noch etwas mehr.

aufbewahren läßt sich die knete am besten einigermaßen luftdicht, wir haben eine ehemalige eispackung genommen.

Sonntag, 12. März 2017

was schön war: anfang märz

 * seit der boden wieder frostfrei ist, kann ich weiter umgraben auf meinem "acker". das ist ein lange nicht genutztes stückchen wiese ganz hier in der nähe, das ich als grabeland zum symbolischen preis beackern darf. ein großes hochbeet steht auch daneben. die wiese muss nun erstmal umgegraben werden und die großen steine rausgeklaubt werden, bevor irgendetwas weiteres geschehen kann. die hälfte hab ich seit vorgestern geschafft!

* der 16. geburtstag der großen tochter war ein irgendwie unspektakulärer und doch ganz besonderer tag. ein normaler schultag, die geschenke erfüllten wünsche waren groß und bekannt (ein schrank, ein paar schuhe), aber doch mit ganz viel *hach*. mittags haben wir uns etwas besonderes erlaubt und sind allesamt essen gegangen  bei "hans im glück", um dort burger der verschiedensten art zu speisen.  und abends, als die freundinnen da waren und die torte verputzt, kam die große plötzlich an und verkündete:" ich will jetzt bier trinken!" okeeeeeee, wir hatten eine einsame flasche im keller. zu dritt haben sie sich über diese hergemacht, nach einer halben stunde war sie immer noch nicht leer war, und hinterher meinten sie, es hätt nicht geschmeckt. na gut. (wir haben das konzept, möglichst viel zu erlauben im kontrollierten rahmen, damit sie nicht irgendwo heimlich was ausprobiert und dabei übertreibt.)

* ich habe nicht nur eine neue mütze gestrickt, sondern es auch geschafft, von der idee zur umsetzung eines nähwerkes mal nicht ewige monate zu brauchen, sondern zwei tage (ok, im details ists noch nicht fertig). und trage nun zufrieden ständig meine neue graue walkjacke, leicht und kuschelig, fahrradtauglich und trotzdem schick.

  * das frühlingserwachen in der zweiten märzwoche. irgendwie hatte ich mich noch auf längeres warten eingerichtet, und nun gehts schon los. so wunderbar, wie die knospen von tag zu tag dicker werden, erste blüten sich zeigen im februarlichen schneeglöckchenmeer des kleinen gartens, wie die sonne immer höher steigt und die tage täglich ein bißchen länger werden. mein herz beginnt zu flattern vor glück.

* das leben verlagert sich nach draussen, die terrasse ist entwintert (dh die möbel sind aus ihrem winterkleid aka schutzfolie befreit sowie alles laub und gestrüpps weggefegt) und wir haben nicht nur erst caffès draussen getrunkn, sondern sogar schon dreimal draussen gegessen. die töchter möchten morgen früh draussen milchreis essen *bibber*.

* ich hatte einen nachmittag mit einer gfk-übegruppe. es tat gut, mal wieder was nur für mich zu tun, und ich habe tatsächlich zwei wichtige erkenntnisse mitgenommen. das eine muss noch in mir arbeiten, das andere harrt der umsetzung mit der jüngsten tochter. insgesamt habe ich bestätigt gefunden, dass ich auf einem guten weg bin.

* und das fahrradfahren geht jetzt wieder richtig los. zwar muss ich mich nachwievor überwinden, aber sobald der anfang gemacht ist, läuft es prima und tut mir so gut. was freu ich mich auf das angekündigte schöne wetter der kommenden woche!

Donnerstag, 9. März 2017

zum 37. mal

torte zaubern, leintuch bügeln, geschenke einpacken, blumen hinstellen... geburtstag vorbereiten.
morgen wird die älteste 16 jahre alt. meine erstgeborene - so groß schon, fast erwachsen. manchmal noch schwer pubertär, aber meist schon eine tolle junge frau, die sich da herausschält. kreativ, liebevoll, still und auch energisch, selbständig, mutig, lustig, freundlich. und noch viel mehr.
liebe m., ich freu mich jeden tag, daß ich deine mama sein darf!

Freitag, 3. März 2017

hyacinth

nach der arbeitsfahrradrückfahrt frisch der dusche entsprungen, zog ich eine mütze übers nasse haar. das mag ich lieber statt zu föhnen, wenns zu kalt fürs lufttrocknen ist. heute war das meine frischfertigetze, gestrickt nach der anleitung "kraut und rüben" von mme ulma. und dann im schwindenden tageslicht schnell noch fotos gemacht...

ich habs gern, wenn meine kleidungsfarbe zur jahreszeit passt, das hat sich im laufe der jahre irgendwie ergeben. zb geht rot oder grün grad gar nicht, dafür braun und grau in allen schattierungen (und ringeln), auch mal eisblau oder petrol. nun nähert sich das frühjahr und mit ihm eine leise farbensehnsucht. da kam mir die hyacinthenlila wolle grade recht, und die krautundrübenmütze wollte ich schon längst mal stricken.

ich mag schlichte designs, grade linien, klare formen. die mütze sieht so einfach aus, gerippt halt, aber haha!, die raffinesse erschließt sich erst dem genauen blick. sie ist quergestrickt und bekommt ihre form durch verkürzte reihen im oberen teil. guck:
ich habe dicke wolle (nepal von drops) mit nadeln 6 verstrickt, die bundmaschen mit nadeln 4, damit der kontrast stärker rauskommt und sie strammer sitzt. zudem habe ich ein paar maschen mehr als in der anleitung angeschlagen und einen rapport zusätzlich gestrickt, wodurch die mütze mehr volumen bekommt, das steht mir besser.

das ist meine hyacinth: schlicht und raffiniert, farbe und struktur wie perlhyacinthen, weich und warm gegen den kalten frühmärzwind und ein farbtupfer für die seele.

mme ulma, das haben sie sich großartig ausgedacht! vielen dank.

Dienstag, 7. Februar 2017

ein früher vogel

heute früh um kurz vor 7 habe ich den ersten amselgesang gehört. und den zugehörigen vogel auch auf dem gegenüberliegenden schornstein gesehen.

na der wird sich noch wundern... der winter kommt heute nacht nochmal her.

schön, wunderschön wars trotzdem.

Sonntag, 29. Januar 2017

was schön war: ende januar

es ist vielleicht ein bißchen langweilig, daß ich hier grad nur "was schön war`s" schreibe. für mehr fehlt mir leider die inspiration. ist aber ja gut, wenns schönes gab. ich brauche den bewußten blick auf das gute, um das unschöne im leben und den wahnsinn der weltnachrichten aushalten zu können.

* wir hatten ein nettes, leckeres teamessens im indischen restaurant. danach saß ich noch mit ein paar kolleg_innen zusammen, und hätte ich nicht am tag danach volles programm gehabt, wär ich noch mit ihnen gegangen, um die häuser ziehen. ich bin so froh über die gute stimmung und zusammenarbeit gerade mit den beiden "jungen" frauen (anfang/mitte 30 sind sie). *hach*

* am mittwoch mußte ich mir familienlogistisch eine auszeit von der arbeit nehmen, da kam die erkältung gerade recht. es tat gut, diese insel zu haben. (nur den fiesen schnupfen bin ich immernoch nicht los...)

* bei der nachfeier unseres konzertes lernte ich ein paar mitsängerinnen ein bißchen kennen, und wir kamen darauf, welche instrumente wir mal gelernt haben. und schwupps hatte ich eine einladung zum triospiel. erstmal nur eine spinnerte idee, aber ich habe in den tagen danach gemerkt, daß ich da wirklich lust zu hätte. nicht wöchentlich, das bring ich nicht unter, aber ab und zu wäre es schön.

* am tag vor dem tauwetter war ich sehr traurig, daß die eisige zeit (erstmal) vorbei ist. doch als es dann taute, zog es mich raus, mit der freudin in den wald, und wir genossen den lichten himmel, die laue (haha, 2 grad plus) luft, das tropfen und das meisengeläut. wie gut, daß ich mich so einfach umstellen kann und an fast jedem wetter was schönes finde.

* da es wieder über null grad ist, fahre ich wieder mehr als nur kurzstrecken mit dem rad. heute bin ich nur so zum spaß gefahren, im versuch die erkältung zu vertreiben. gut hat es getan (22 km), und ich habe in den quasi fahrradlosen wochen gar nicht so abgebaut wie ich dachte. ein recht steiles stück hab ich geschafft, indem ich nur aufs vorderrad geschaut habe und tritt für tritt immer weitergemacht habe. schwupps war ich oben. *winkt zu frau rebis*

* ich habe das gefühl, daß das jahr nun an fahrt aufnimmt und ein volles, reiches werden kann (musik, garten, freundschaft, kreativität). eigentlich mag ichs gern noch eine weile ruhig haben, darauf will ich acht geben.

Sonntag, 22. Januar 2017

was schön war: drittes januarwochenende

* von den kindern zum 16. hochzeitstag überraschungs-bekocht zu werden (japanische ramen-suppe und sommerrollen).
* die zunehmende tageshelligkeit und das wunderbar kalte und lichte winterwetter genießen.
* mit der jüngsten und ihrer freundin den berg hochfahren zum schlitteln und selber eifrig mit über die eisige piste rumpeln.
* mit dem chor ein wunderbares konzert hinlegen. " das wird der höhepunkt in ihrem chorleben sein", sagte der chorleiter. hach, jetzt ists vorbei...

Mittwoch, 18. Januar 2017

was schön war: erste januarhälfte

* die neujahrswanderung mit den wanderfrauen.
* überhaupt: winter! reifglitzer, eisflächen, schneefunkeln, knisterkälte. ich liebe das so sehr.
* und eines morgens barfuss durch den verschneiten garten zum komposthaufen zu gehen (weil ich zu faul war, mir socken zu holen und damit in die bereitstehenden gartenschlappen zu schlüpfen...). wunderbares fußprickel-gefühl.
* als ich am dienstag nach dreikönig von der arbeit kam, stand der weihnachtsbaum ausgemustert vorm haus. boah, was war ich empört, hatte ich doch extra den wunsch geäußert, ihn am abend noch einmal im kerzenlicht genießen zu dürfen, abgeschmückt aber leuchtend. nachdem ich meiner empörung luft gemacht hatte und nichtmal ein "tut mir leid" zu hören bekam, kamen mir echt die tränen ob dieses abrupten abschieds. und das fand ich dann im nachhinein sogar schön, daß ich so an dem baum und der ganzen weihnachtlich- und feierlichkeit hing.
* unser chorkonzert großflächig in der stadt plakatiert zu sehen. das war schon ein etwas seltsames gefühl, so "huch, das bin ja ich!" zwischen all den anderen plakaten.

* die zunehmende dichte der chorproben. es ist trotz aller anstrengung schön, so intensiv zu proben. 4 proben diese woche, heute das zweite mal mit orchester, freitag generalprobe. sonntag dann das konzert (h-moll messe von bach).
* das strohwitwenwochenende bot mal ein ganz anderes erleben der abwesenheit des mannes als die üblichen dienstwochenenden. das hat auch mal was, um sich wieder aufeinander zu freuen .
* und währenddessen der lange abend mit der nachbarsfreundin auf dem sofa, jede in einer ecke mit handarbeit auf dem schoß und lange gespräche, die uns einander näher gebracht haben.
* am vergangenen genüßlichen winterfaulwochenende zuhause mit blick in die winterhelle fühl ich mich wie schwebend. vollkommen ungewohnt, total entspannt.
* und um 5 ist es noch hell!

Montag, 9. Januar 2017

13

schon wieder ein jahr mehr 
ohne dich...

Sonntag, 8. Januar 2017

momentbilder 4

angeregt von frau kirschkernzeit gibt es auch mal
kurze posts, momentbilder à la instagramm.
frauenneujahrswanderung
trotz kälte, schnee und eis wandern wir 17 km über höhen und täler
rasten in der klosterkirche
lassen am wasser ein nusskerzenschiffchen mit wünschen fürs neue jahr schwimmen
eiern über vereistes kopfsteinpflaster
schlürfen caffè und tee
schweigen und unterhalten uns aufs beste
bis dann am schluß in der s-bahn der abschied wie immer ein plötzlicher ist...

Freitag, 6. Januar 2017

wmdedgt: 5. januar

was mach ich eigentlich den ganzen tag? von gestern, donnerstag

leider habe ich keinen urlaub mehr, war schon zwei tage arbeiten, doch heute ist mein freier tag der woche. die kinder haben noch ferien, deshalb muß ich niemanden "scheuchen". trotzdem stehe ich "früh" auf (halb 8), versorge die katzen und genieße mit sojacino auf dem sofa die morgendämmerung (das ist jetzt in den winterferien eine schöne gewohnheit geworden). währenddesssen kommt mir die idee, die gelegenheit zu nutzen und mit den töchtern und der übernachtungsfreundin zum schlittschuhlaufen zu fahren. das paßt sonst während der woche nie, weil vormittags schule und arbeit undnachmittags termine oder kein auto da sind. heute könnten wir am vormittag weg, während das auto noch da ist (herr siebensachen hat spätdienst). die jüngeren kinder sind begeistert, die große mag im warmen bleiben. also werfe ich alle anderen pläne über den haufen und freue mich.

um halb 11 fahren wir los, noch eben beim geldautomaten vorbei, und um kurz nach 11 sind wir bei der eisbahn. es ist eine freilufteisbahn, im sommer ist dort ein freibad, und ich mag nur im freien schlittschuhlaufen. wir quetschen uns in unsere schlittschuhe, und bis ich der jüngsten fertig geholfen habe, sind meine füße schon sehr kalt. aber dann klappts doch und auch ich kann aufs eis. so drehen wir unsere runden, es ist nicht sehr voll und deshalb sehr angenehm.

 mein rechter fuß wird aber nicht warm, und so finde ich es garnicht schlimm, daß unsere zeit zuende geht (wir können nur eine stunde bleiben, weil die übernachtungsfreundin noch einen termin hat). im auto dann tauen meine rechten zehen auf, und das tut SO weh. also nicht ein bißchen zwicken oder wehweh, sondern richtig fiese schmerzen, daß ich lauthals jammere.

zuhause erwartet uns ein fast fertiges mittagessen - die große tochter steht am herd! süßkartoffel-spinat-curry mit kichererbsen und kokos zu reis. mnjamm!!! der reis ist zwar etwas salzig, aber das passt schon. sie ist 15 und übt noch, ich hab in dem alter grad mal spiegelei, kartoffelmöhren und nudeln zustande gebracht.

danach gibts einen mittagscaffè mit dem mann (der dann zum spätdienst fährt), bißchen internetlesen, katzenkraulen und wäscheaufundabhängen und -falten. die kinder verschwinden nach draussen und suchen sich spielkameradinnen. ich mache mich über die letzten kartons im schlafzimmer her, sortiere aus und ein und dann ist das chaos beseitigt. unglaublich! zwar sieht meine arbeitsecke noch etwas schlimm aus, weil manches dorthin übersiedelte, aber das werd ich morgen in den nächsten tagen schaffen. ein bißchen staubsaugerreparatur paßt auch noch in den nachmittag (der schlauch ist abgegangen im stutzen, den kleb ich mit superkleber wieder ein, mal sehen wie lange das hält). dann ziehe ich mich warm an und radele in der dämmerung in die stadt zum tee-, zum kopier- und auf dem rückweg zum bioladen. scheinbar bin ich warm genug angezogen, denn kalt ist nichtmal meine nase *schalbisobenhin*. als ich zuhause ankomme begrüßt mich der duft von pancakes, aber dafür ist es mir zu spät, die spare ich mir heute.

dann ist es auch dunkel, die kinder kommen rein und verlangen JETZT! SOFORT! nach abendessen. ich schnappe die reste vom mittag, mache einen frischen salat (fenchel-orange mit ingwer)  und ein paar brote und alle sind zufrieden. die kinder verschwinden in die oberen etagen und sind nicht mehr zu hören, sodaß ich in ruhe die küche aufräume und ein bißchen in einer zeitschrift lese (die neue schrot&korn). der kleber vom staubsauger ist ausgehärtet, da kann ich auch gleich mal das erdgeschoss saugen. und dann noch ein bißchen das internet leer lesen und ein rezept suchen ("eischnee" aus kichererbsenwasser wollen wir ausprobieren).

gegen 9 schau ich mal in den kinderzimmern vorbei. die beiden jüngeren spielen einträchtig mit playmos, da stör ich lieber nicht lange. es sind ja ferien... wie hab ich es als kind geliebt, gerade in den winterferien lange wach zu sein und zu spielen! die große tochter will sich ein kissen nähen und bittet um assistenz, kann dann aber doch keine korrektur vertragen und knallt ihre tür zu. ich wurschtel auf dem großen tisch in der küche kopien von einem schnittmuster zusammen. um viertel vor 10 höre ich ein stimmchen von oben "mama, komm jetzt mal!", da liegen sie in ihren betten und schlafen schon fast. <3 .="" bereite="" dann="" dreik="" einen="" es="" f="" font="" fr="" geben="" h="" hefeteig="" ich="" morgen="" nigskuchen="" r="" size="2" soll="" vor="">liebchen. dann bereite ich einen hefeteig für morgen früh vor, es soll dreikönigskuchen geben (danke für die schöne gewohnheit, gabriela!). versuchsweise füge ich ein bißchen spekulatiusgewürz hinzu, das duftet großartig. und während ich dann in der küche weiter schnittmusterteile zusammenpuzzele und heißes wasser schlürfe, kommt der mann nachhause. uups, so spät ist es schon (22.40)! ich wollte doch noch stricken... wir tauschen uns ein bißchen aus, dann kümmern wir uns um unsere abendroutinen und gehen schlafen.

tschüß tag, war schön mit dir!

Mittwoch, 4. Januar 2017

sternenkuchen

als wir in den weihnachtstagen zu besuch fuhren, mochte ich einen kuchen mitbringen. nichts großes, vor allem nicht schwer, weil ja eh alle so vollgegessen sind, trotzdem weihnacht/winterlich und vor allem fein sollte es sein. ich ließ mich inspirieren von frau golds weihnachtskuchen  und der dekoration ihres käsekuchens..., verwendete keine eier und statt haselnüssen und zimt mandeln und lebkuchengewürz.


herausgekommen ist etwas sehr feines (veganes), von dem die besuchten meinten, das könne ich zuhauf auf einem weihnachtsmarkt verkaufen. nein meine lieben, das ess ich lieber mit euch am ofen!

 für eine kleine springform:

200ml sojadrink
2 el sojamehl
prise salz 
2 tl lebkuchengewürzmischung (oder mehr, das lasst eure nasen entscheiden)
4 tl backpulver
140g zucker
250g mandeln gemahlen

sojadrink mit salz und sojamehl verrühren, lebkuchengewürz hinzufügen. backpulver,  zucker und mandeln nacheinander unterrühren. die masse in einer mit backpapier ausgelegten springform bei 175° ca 1 stunde backen, ggf nach einer halben stunde oder so abdecken (mein ofen macht heiß!). kopfüber auf einem gitter vollständig abkühlen lassen und quer halbieren.

den saft von 5 bio-orangen mit den fein abgeschälten schalen einer dieser orangen mit ca 100g zucker, einer kräftigen prise echter vanille und einem beutel konfigel erhitzen und 3 minuten kochen, dann abkühlen lassen.

die orangenfüllung auf einem boden verteilen, den zweiten boden daraufsetzen (meine kuchen werden immer uneben, deshalb hab ich das ganze mal andersherum gemacht, um eine ebene oberfläche mit kanten zu bekommen: den oberen boden mit der oberseite nach unten als boden, den unteren mit der ganz flachen seite obenauf.)
 2 el orangensaft mit reichlich puderzucker glattrühren, auf dem kuchen verteilen, über den rand tropfen lassen.
mit sternen (scheiben von karambola), goldkugeln (physalis) und zweigspitzen von
currykraut, rosmarin oder lavendel verzieren.

staunen.
und genießen.

vielen dank frau gold,
für deinen sinn für schlichtes, feines und stete inspiration.

Montag, 2. Januar 2017

was schön war: weihnachtszeit

- begonnen am 28.12. -

seit über einer stunde bin ich auf, geweckt vom geraschel des hungrigen katzentiers, aufgeblieben weils so schön ist. die anderen schlafen noch (eine rarität!). ich habe meinen sojacino in stille auf dem sofa mit blick in den heller werdenden winterhimmel genossen. zeit zum in die luft gucken, gedanken schweifen lassen, zurückblicken und pläne schmieden (und stricken).

der frost hat den garten mit zucker überzogen, die sterne besonders funkeln lassen, das licht ist so fein und klar. viel zu selten, so kostbar sind mir diese momente. in mir ist eine große dankbarkeit, für diesen moment, dieses jahr, mein leben.

* um einen weihnachtsbaum zu holen, haben wir mit den nachbarsfeunden einen ausflug gemacht und haben in der schonung eines hofgutes den zu uns passenden baum ausgescuht und selbst gesägt. ich hatte da nicht mehr viel mitureden, die kinder haben sich auf einen baum geeinigt und ich durfte nur noch die zweige beiseitehalten und ansägen, damit die jüngste sägen konnte. yeah!

* mein letzter arbeitstag vor den ferien war anstrengend wie sonst drei tage, das hat mich total geschafft und ich bin immernochnicht so recht davon erholt. körperlich zwar schon, seelisch aber nicht. die massiven fremdaggressionen mancher uns anvertrauten menschen machen mir grad sehr zu schaffen. so sehr, daß ich - auch noch aus einem anderen grund - mal wieder an einen arbeitsplatzwechsel denke. wenn nur die tollen kollegen nicht wären, wäre es einfacher zu entscheiden.
 
* zum geburtstag bekam ich einen langersehnten wunsch erfüllt: ein wintersonnenwendfeuer! die nachbarsfreundin hat eins ausfindig gemacht, und so fuhren wir mit zwei familien im großen bus dorthin. mir fehlte ein bißchen die feierlichkeit, das lag aber an mir und meiner geteilten aufmerksamkeit, weil ich mir gedanken macht, obs meiner familie gefällt etc.. aber es hat mir so gut gefallen, daß ich dort jetzt jedes jahr hin möchte.

* während der weihnachtstage gab es kaum streit und zank unter den töchtern, und auch herr siebensachen war sehr entspannt (ich ja sowieso, höhö). das hab ich sehr genossen. 

* am 27. haben wir meine bruderfamilie in der eifel besucht, das war auch wieder so schön und gemütlich mit kinderhorde und großem tisch und vielen gesprächen auf einer wellenlänge. *hach*

* die mitteltochter ist grad ganz entspannt, weit weg von schulstress und anderem sie bedrängenden. da kann sie es wieder zulassen zu kuscheln, es sogar wollen und einfordern, und das genieße ich so sehr!

* mit dem kauf eines gebrauchten vitrinenschrankes habe ich eine große räumaktion im schlafzimmer gestartet und bisher schon 8  bananenkisten ausgeräumt und einsortiert. dabei ist es mir gelungen, unterlagen wegzuwerfen, etliches auszusortieren und dem brockenhaus zu vermachen. die letzten zwei kisten erledige ich heute! eine gute wintertags- und jahresbeginnbeschäftigung: aufräumen, klarmachen, übersicht gewinnen. (wenn das erledigt ist, widme ich mich meinem kalender.)

* bis auf den neujahrsmorgen, an dem ich aufgrund des sylvestrigen sektgenusses die augen nicht so recht aufbekam, war ich jeden morgen zur dämmerzeit auf und habe - wie oben schon beschrieben - eine stille zeit für mich genossen. das schaffe ich sonst leider nicht, dafür piepst der wecker zur schulzeit zu früh...