nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Montag, 23. März 2015

5 besonderheiten der woche

worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.

* ich beobachte mit stiller freude und dankbarkeit, wie sich die mittlere tochter vorsichtig auf ihre therapie (wg. selektivem mutismus) einläßt. wie ein schneckchen, das endlich seine fühler aus dem häuschen streckt.

* ich freue mich über jeden kleinen renovierungsfortschritt, auch wenn es immer noch nach baustelle aussieht.

* die vorfreude auf die rückkehrer aus der kur. herrn siebensachen hat mir dann ja doch gefehlt, der alte halunke, und zwar nicht nur wegen seiner tatkräftigen mithilfe beim renovieren. und das kleinste siebensächelchen bringt wieder sprudel und wirbel und geräusche mit ins haus (nicht daß es hier je still wäre, aber leiser war es in den drei wochen schon).

*  und dann ist er wieder da, und ist so ganz da wie schon lang nicht mehr und wir freuen uns auch nach 16 jahren noch aneinander *hach*. nur müde war ich samstag, weil ich nachts ständig wach geworden bin wegen all der verschlungenen arme und beine *räusper*

* und nochmal herr siebensachen: die kur hat ihm richtig gut getan, er hat sich auf einiges einlassen können und bringt neue impulse für sein leben mit (vor allem vollwerternähurng und yoga). eeeeendlich, möchte ich sagen, freu mich aber einfach darüber daß es jetzt so ist.

Donnerstag, 19. März 2015

vom renovieren

in den letzten (fast) drei wochen war herr siebensachen nicht zuhause, sondern in vaterkindkur mit der jüngsten tochter. in der zeit habe ich mich - manchmal mit hilfe der beiden größeren töchter - um unser zukünftiges zuhause gekümmert. irgendwie war ich annähernd täglich dort, und jedesmal dachte ich: "wie jetzt, das sieht doch immer noch wie ne baustelle aus. was hast du hier denn eigentlich die ganze zeit getan?????"

um mir das zu verdeutlichen, will ich es hier aufschreiben.

angefangen hat es am montag vor zwei wochen (2. 3.), als die entrümpler dagewesen waren und sämtliche alte teppichböden rausgerissen und entsorgt hatten sowie die kiefernholzverkleidung im dachgeschoss von decke und wänden (die war nach kiefernart stark nachgedunkelt und war nicht wirklich hübsch. wir hätten sie auch anstreichen können, doch um zu sehen, in welchem zustand die wände darunter sind, wurde die verkleidung entfernt).

das haus sah dann so richtig schlimm nach baustelle aus. obendrein habe ich dann in küche und unterem flur und treppenhaus die tapeten von den wänden gekratzt. sie waren alt und zt kaputt und sowieso wollen wir dort einfach nur gestrichenen, lasierten putz an den wänden haben. immerhin zeigte sich unter den nun nicht mehr vorhandenen teppichen zwar gestrichener, aber intakter dielenfußboden. yeah!

mühsam nährt sich das eichhörnchen. das tapetenabkratzen dauert tagelang. morgens bereite ich den großen mädchen mittagessen vor, von 9 bis 15 uhr gehe ich arbeiten, danach gehe ich einzwei stunden ins haus. wasser auf wände und decken, einweichen lassen und dann kratzen. manchmal gehen große streifen ab, manchmal läßt sich jeder quadratzentimeter bitten.
gräßliche alu-haustüre, nicht zu ändern...
am samstag helfen die mädchen, eine freundin der großen ist dabei und zu dritt rücken wir der kellertreppenwand zuleibe. die war mit abwischbarer ziegeloptiktapete beklebt. in einer stunde schaffen wir zu dritt die ganze wand. tschakka! am tag darauf töne ich einen rest wandfarbe leicht ab und streiche die wand. der kellerabgang ist nun hell und freundlich.

die trockenbauer kommen, stellen den flur voll und beginnen, im dachgeschoss die wände mit rigips zu verkleiden. das dauert ein paar tage, während derer ich dann und wann weiter an den küchen- und flurwänden arbeite. risse und löcher verputzen, kleister- und farbreste abwaschen. in der küche wird die zweite wand gefliest (dieser streifen über der arbeitsfläche). am wochenende pinsele ich in wohn- und schlafzimmer die fleckigen stellen mit weißer farbe über, tapeziere mit hilfe der großen tochter und ihrer freundin im großtochterzimmer ecke und einen streifen an der decke und beklebe schonmal eine ganze ladung verteilerdosendeckel mit tapete und male sie an.

ich fahre zum baumarkt und kaufe kleister und tapete sowie zwei lange bretter, um mit den vorhandenen böcken einen tapeziertisch zu haben. die normalen tapeziertische gehen so schnell kaputt, auf diese weise ist es billiger und langlebiger. außerdem fahre ich zum naturfarben-und bodenladen, lasse mich dort beraten und bestelle dort - nach einer zusätzlichen internetsession auf der homepage von kreidezeit  - grundierung, isolierfarbe, leimfarbe und streichputz. ich schrubbe weiter an den wänden rum und liege nachts bis 2 uhr wach vor sorgen ob des zeitplanes. der schornsteinfeger kommt mittwoch sehr früh und begutachtet den kamin: juchu, wenn wir die kabel daraus entfernen, dürfen wir einen ofen anschließen! (das werden wir zwar vorm einzug nicht mehr schaffen, doch egal, im sommer brauchen wir keinen ofen.) am freitag kommen die trockenbauer ein letztes mal zum schleifen der wände. das erledigen sie leider ohne absaugung und mit geöffneten türen, so daß das gesamte dachgeschoss und die obere treppe voller gipsstaub liegt. beim versuch dies zu beseitigen, schrotte ich beinahe den nagelneuen staubsauger. als endlich alles fertig ist, ist schon wieder wochenende. ich spritze die ritzen zwischen den rigipsplatten mit acryl b und beginne - zwischen chorproben und aufführung - das erste dachzimmer zu tapezieren. aber zwischendurch sitze ich draussen und genieße das schneeglöckchenmeer im wilden gärtchen!

in der dritten woche tapeziere ich weiter, mal allein, mal mit hilfe einer freundin, die mit dem besen die tapete an der decke hält, während ich schiebe und klebe und schneide (danke, j.!). tapezieren mag ich gern: erst das geschnippel und gekleistere, dann das kleben und der großartige effekt: es sieht aus wie ein bewohnbares zimmer! zwar haben die dachzimmer viele kleine flächen wegen der schrägen und gauben, aber es ist ein sehr befriedigendes puzzelspiel. zum baumarkt: mehr kleister, mehr tapete. heute dann hatte ich die große tochter zum besenhalten gebeten, aber dazu kam es dann doch nicht infolge pubertärer unlust/maulanfall/türenknallen. bis auf 6 bahnen an einer zimmerdecke habe ich die dachzimmer jetzt fertig! am wochenende kann also endlich das streichen beginnen.

morgen abend kommen herr siebensachen und die jüngste wieder. für nächste woche habe ich eine bodenschleifmaschine reserviert, damit wir unsere freien zeiten abwechselnd mit schleifen verbringen können. ich bin sooo gespannt, wie das klappt und wie es dann aussieht! ich freu mich so auf die holzböden.

nach dem schleifen haben wir dann noch ein paar tage zeit zum ölen und dann fahren wir eine woche weg. eigentlich bräuchten wir die zeit hier vor ort, aber das haus in der normandie war gebucht, bevor wir vom neuen zuhause wußten. tja. nehmen wirs eben zum ausruhen vorm umzug. danach haben wir dann fast zwei wochen zeit, den ganzen verbliebenen rest (evtl zuende streichen und lasieren) inklusive kistenpacken zu erledigen. außerdem muß unsere küchenbank gekürzt werden, damit sie in die neue küche passt.

seit ich wieder den überblick habe und es realistisch ausschaut, kann ich auch wieder gut einschlafen. nur genug schlaf bekomme ich nicht, denn alles was tags keinen platz findet mach ich dann abends bis spät... so wie jetzt.

Samstag, 14. März 2015

5 besonderheiten der woche

worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.

* als der staubsauger vor lauter gipsstaub mit kaputtem beutel doch keinen motorschaden davontrug, fiel mir ein stein vom herzen.

* die aufführung 'meines' chores war wirklich gelungen, und auch wenn mich die anspruchsvolle miesepetrigkeit des chorleiters etwas nervt, hat mich sein zufriedenes, leises nicken nach jedem lied doch sehr gefreut.

* nette, liebevolle sms's vom an der nordsee kurenden herrn siebensachen nebst jüngster tochter freuen mich immer wieder. an einem abend haben wir eltern sogar eineinhalb stunden telefoniert, so viel reden wir sonst selten miteinander.

* tolle telefonberatung bei der firma kreidezeit (bauphysikalisch sinnvolle, volldeklarierte naturfarben und putze), per rückruf kurz vor freitags-feierabend.

* und immer wieder freue ich mich über die tollen großen töchter. über ihre selbständigkeit, ihre bereitschaft zusammenzuhalten und mir zu helfen, über ihre ideen, ihre witzigkeit, ihre zuneigung. diese drei wochen, in denen der mann und die jüngste nicht da sind, haben unser leben sehr entzerrt. ich bin erstaunt, wie einfach es so zu dritt ist und gespannt, wie es nach der rückkehr der anderen wird.

Freitag, 13. März 2015

so ein tag

mein freier freitag.

am vormittag husche ich ins haus und beginne, die wände weiter zu bearbeiten. löcher und ritzen verspachteln, wände von kleister-und farbresten befreien (= abwaschen), damit die grundierung danach gut in die wand eindringen kann. der trockenbauer kommt und schleift im dachgeschoß die verspachtelten gipskartonplattenübergänge. leider hat er keine absaugung am gerät (und keinen atemschutz im gesicht) und macht auch nicht die türen zu, deshalb ist nachher das ganze dachgeschoss und der halbe 1.stock voller gipsstaub. er hat noch gefegt, also spuren in den gipsstaub gemacht. haha. ich könnte kreischen.

beim versuch, den gipsstaub aufzusaugen, schrotte ich beinahe den neuen staubsauger, weil die tüte kaputt ist und beinahe der staub bis in den motor dringt. glück gehabt, aber mangels neuer tüte weiter gipsstaub im dachgeschoss.
das wändeabwaschen ist zwar langwieriger als gedacht, das zeugs geht aber gut von der wand ab. ein paar qm schaffe ich, dann rufen mich die mittagsglocken nach hause.

bißchen einkaufen, essen zaubern, mit den beiden großen und einer freundin zu mittag essen. in ruhe einen caffè trinken, mit der 10jährigen plaudern, ihr beim geigeüben zuhören. aufräumen, fegen (wei die saugertüte fehlt), wäsche aufhängen. das telefon klingelt, eine freundin beordert die tochter nach draussen. ich nutze die gelegenheit und sause in den baumarkt, um neue staubsaugertüten und grundierung zu kaufen. danach geht die tochter zur geigenstunde, ich mache mich sauber und packe meine chorsachen ein, ebenso wie diverse übernachtungsdinge für die töchter. dann sammle ich die tochter bei der geigenlehrerin ein und bringe sie zur freundin, wo die große tochter schon zu fuß hingegangen ist (praktischerweise sind die beiden mit schwestern befreundet). von dort fahre ich direkt zur generalprobe. und im gegensatz zur letzten chorprobe am montag (die ein desaster war), klappt es in der klosterkirche ganz wunderbar. die akustik ist großartig, die schönsten momente sind die drei sekunden nach einem lied, wenn der klang im gewölbe nachhallt. hach, was würd ich uns morgen gerne zuhören! (ihr könnt das: um 17 uhr in der klosterkirche beyenburg.)

mit kalten füßen (ungeheizte kirche) fahre ich nach hause, wo mich kein mensch erwartet. das erste mal seit 15 jahren übernachte ich allein in meinem zuhause. a.llei.ne. im moment fühlt es sich normal an, denn spätabends ist es hier immer still und ich bin oft ohne gesellschaft, wenn der mann spätdienst hat. aber morgen früh wird es sehr seltsam sein. trotzdem werde ich es genießen, besonders das langsame aufwachen, ohne daß jemand was von mir will oder ich irgendwas muß. und danach gehts dem gipsstaub mit neuem mut und frischen staubsaugertüten an den kragen!

schlaft gut.


Donnerstag, 12. März 2015

endlich

seit wochen spitze ich morgens und abends die ohren, heute war es endlich soweit: der erste amselgesang (klick) war zu hören. jetzt kommt der frühling!


Sonntag, 8. März 2015

sonntagsfreuden: pommestüte

auf der baustelle.
die beiden großen und 3 freundinnen haben mich begleitet, sitzen auf der terrasse, üben den text fürs klassenspiel, spielen kniffel, plündern die baustellenfuttervorräte und helfen mir, wenn ich bedarf habe (zb beim decke tapezieren, saugen und pinseln). als sie nach stunden keine lust mehr haben, ziehen sie los, machen sich bei uns zuhause backofenpommes, rollen sich dafür tüten aus zeitungspapier, ziehen wieder los, klettern auf die papiercontainer, mümmeln da die pommes und genießen den frühlingsbeginn.

lauter pippi langstrumpfs *hach*.

und ich so:

Samstag, 7. März 2015

5 besonderheiten der woche

worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.

* daß wir den umzug der eltern ins pflegeheim trotz starker widerstände bewerkstelligen konnten.

 * für verständnis und kooperationsbereitschaft bei der arbeit bin ich unendlich dankbar. wenn ich nicht am mittwochmmorgen meinen freitagsdienst auf mittwoch hätte legen können, wäre die ganze umzugsaktion nicht möglich gewesen.
 
* mit den beiden großen töchtern und zwei übernachtungsfreundinnen bis nach 21.30 uhr am küchentisch zu sitzen, kniffel zu spielen und dabei lachen und albern, als wär ich eine von ihnen.

* für das vorwärtskommen im haus - auch wenn ich selbst grad nicht viel machen kann, die handwerker sind sehr fleissig. ende der nächsten woche werd ich überall streichen können!
 
* über das wiedererwachen der natur: das licht, die wärme und die ersten vorwitzigen blüten und blätter.