nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Donnerstag, 23. April 2015

unnötiges

stolpersteine vorm umzug:

* ein halteverbot direkt vorm haus, da, wo morgen der umzugswagen parken soll
* eine kranke 14jährige, die seit tagen mal mit kopfweh, mal mit gliederschmerzen im bett liegt - im längst nicht fertig verpackten zimmer - und sich aber nicht 'behandeln' läßt
* ein telefonanbieter, der die umzugmeldung ende febreur (extra früh, damit es klappt) nicht bekommen (?) hat. nun werden wir dreivier wochen ohne telefon und internet sein.
* ein mann, der beim abschleifen der fußleisten das ganze treppenhaus mit rotem schleifstaub überzieht - inclusive der frischgestrichenen wand.

..... ommmmm......

ich übe mich in gelassenheit, hilft ja sonst nichts.

morgen abend aber sind wir dort und picknicken zwischen kisten (oder auf der terrasse!), suchen ständig sachen und freuen uns am neuen zuhause.

Sonntag, 19. April 2015

5 besonderheiten der woche

worüber ich in der vergangenen woche dankbar, glücklich oder einfach nur froh war. angelehnt an die friday fives von frau buntraum.

* ich bin so dankbar für all meine fähigkeiten, im moment besonders über die im handwerklichen bereich. neben verputzen, streichen, bodenschleifen habe ich diese woche korkboden verklebt. nie zuvor habe ich das gemacht, aber mit der richtigen anleitung und einer extraportion mut hat es super geklappt. und während ich da so auf knien lag (auau, die taten dann schon arg weh) dachte ich so, wer als kind anständig gepuzzelt und gebastelt hat und als erwachseneR schonmal teig gerührt und kuchen mit guß überzogen hat, schafft auch bodenkleben. das mal zum mutmachen für euch.

* dankbar bin ich in dem zusammenhang meinen eltern, die die grundlagen für meine handwerkerei gelegt haben, indem sie selber renoviert haben, künstlerisch tätig waren und uns viele möglichkeiten des selbermachens boten.

 * ich bin sehr froh, daß die mutismus-therapie der mittleren tochter anscheinend gut tut, denn sie traut sich ganz von allein immer mehr, dinge in der öffentlichkeit zu erledigen. im urlaub hat sie sogar drauf bestanden, alleine postkarten zu kaufen, obwohl sie kein wort französisch spricht.

* dankbar bin ich dem mann, daß er fast die ganze schlepperei ohne mich macht. meine kniee schaffen es nicht, schwere umzugskarton über unsere neuen treppen zu schleppen - es reicht ihnen, daß ich mich treppauftreppab bewege. ich mach halt die dinge, die ich kann (s.o.), er macht den schlepper. (ergänzung: wir haben zwar schlepper für den eigentlichen umzug bestellt, doch seit einer woche fahren wir täglich ein bis zwei autos voller kartons und kram ins haus. vielleicht brauchen wir die starken kerls dann nur für die möbel :-) ).

* und dann bin ich einfach so froh und glücklich über dieses neue zuhause. schon das renovieren dort macht solche freude, zwischendurch einfach mal auf die terrasse gehen, fünf minuten durchatmen und weiter. oder durch das gärtchen zu schlendern und schauen, was dort so alles aus dem boden kommt. das ist so ein genuss *hach*

Sonntag, 12. April 2015

normandie-impressionen

wir sind wieder zurück aus einer wunderbaren urlaubswoche in der normandie.
über airbnb hatten wir anfang des jahres - noch vor der entdeckung des neuen zuhauses - ein tolles ferienhaus zu einem super preis gefunden und sind nun quasi zum luftholen vorm umzug eine woche dort gewesen. wir haben die tolle beste freundin der ältesten tochter mitgenommen, was sehr zur erholung beigetragen hat - mit vier kindern geht es echt harmonischer zu als mit dreien. manchmal waren die großen lange für sich, manchmal haben alle vier zusammengespielt. ich hab am liebsten drausen vorm haus mit den katzen in der sonne gesessen oder abends am holzofen. zwischendurch haben wir kleine ausflüge gemacht, meist verbunden mit einem marktbesuch, die entfernteren ziele haben wir uns für einen nächsten, längeren aufenthalt dort aufgespart (mont saint michel, halbinsel cotentin etc). der französische landlebensstil und die landschaft gefallen mir so gut. und erholsam war es allemal - sehr sogar! stille und natur ums haus, viel geruhsamkeit, kein stress, leckeres essen. lediglich die lange anreise ist ein kleiner wermutstropfen, die 700km ziehen sich mächtig. auf der rückreise sind wir lange an der küste entlanggefahren und haben ebenso einen blick auf die mondänen badeorte wie deauville geworfen wie auf fischerstädtchen wie fécamp. und immer wieder das meer und die steilküste *hach*!

die folgenden impressionen hab ich leider nur mit dem telefonino gemacht.
"omaha beach"
gasse in der altstadt von bayeux
pointe du hoc
chillen in der sonne
das haus
beeindruckende brücke: pont du normandie
am beeindruckensten waren zwei orte. das eine waren die kreidefelsen der côte d'albâtre, bei deren anblick mich eine große ergriffenheit und ehrfurcht vor den naturwundern überkam. wir gehen so ein hübschen kleines tal entlang mit der absicht, uns die kreidefelsen anzuschauen, kommen um die letze ecke und ...wah, da sind sie. unglaublich, unbeschreiblich. ich hab mich erstmal hingesetzt und nur gestaunt.
kreidefelsen von kap d'antifer
derandere ort war die pointe du hoc. ich hatte diese felsspitze auf der (nicht allzu genauen) landkarte gesehen und in einen kleinen ausflug integriert, an einen marktbesuch angehängt sozusagen. klippen am meer sind ja immer gut. und dann kommen wir dahin und sind völlig unerwartet mitten in einer gedenkstätte zur landung der alliierten am 6.juli 1944. bunkerreste überall. äääh... *kopfkratz*. nachdem ich eine weile versucht habe, über die bunker hinweg nur die landschaft zu sehen, erfasste mich dann doch die geschichte des ortes und beeindruckte mich gerade durch die direkte anschauung sehr ( es gibt bildtafeln, berichte von zeitzeugen, in die bunker gehen können, z.t. hörten wir etwas von führungen mit). was dort (und natürlich auch anderswo) geschehen ist, ist von heute und hier aus unvorstellbar. "und wenn die bösen gewonnen hätten?" fragte die jüngste tochter. ja, was wäre dann aus europa geworden? ich bin ja keine heldenverehrerin, aber ohne die aliierten wäre es hier noch viel, viel schrecklicher geworden. an den folgenden tagen fand ich es oft befremdlich, daß wir da urlaub genießen, wo damals so unfassbar viele menschen ihr leben liessen... (da gibt es natürlich viele orte, an denen das so ist.)

was mich sehr überraschte, war mein schulfranzösisch. ich bin jetzt seit mindestens 16 jahren nicht mehr in frankreich gewesen und hab nur ab+zu französische musik gehört, und doch - *plopp* - kommen all die wörter aus meinem hinterkopf und formen sich ganz von allein zu sätzen, mit denen ich mich sogar mit dem vermieter unterhalten und mit seinem sohn plaudern konnte. einmal so richtig gelernt, nie mehr vergessen. beindruckend, so ein hirn.

wir sind fest entschlossen, wieder einmal dorthin zu fahren!

Montag, 30. März 2015

urlaubsreif

ich bin so beansprucht von lauter "was ich noch alles tun muss", sowohl was die hausrenovierung angeht als auch die bevorstehende woche urlaub und zusätzlich zwei frühlingsprojektwochen ende april bei der arbeit, daß ich heute zur arbeit gefahren bin, obwohl ich schon urlaub gehabt hätte. ich war wirklich felsenfest davon überzeugt, erst ab donnerstag urlaub zu haben. ich bin dann heute da geblieben, habe kolleginnen unterstützen und dinge regeln können fürs projekt. der urlaubstag wird mir natürlich gutgeschrieben. das war ein doppeltes geschenk: meine arbeitskraft heute als geschenk für die kollegInnen und mein nun unerwartet morgen beginnender urlaub als geschenk für mich.

und am sonntag haben wir die zeitumstellung verschlafen. das wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn nicht herr siebensachen zum frühdienst um 7.00 hätte erscheinen sollen... so war er dann um 8 da.

den morgigen tag werden wir nun mit vereinten kräften dem haus widmen und am mittwoch dann unsere siebnesachen packen, um für eine woch nach frankreich zu fahren. frankreich! da war ich früher jedes jahr, nun aber aus familiären gründen (aka italiener geheiratet) seit bestimmt 17 jahren nicht mehr. wir nehmen noch die "abf" der großen tochter mit. ich freu mich sehr!

Sonntag, 29. März 2015

5 besonderheiten der woche

worüber ich in der vergangenen woche dankbar, glücklich oder einfach nur froh war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.

* nach dem schrecklichen flugzeugabsturz bin ich einfach nur froh, meine familie heil und gesund hier bei mir zu haben. wie leicht kann zb auch ein zug entgleisen, haben der mann und die jüngste doch grad eine zughin- und rückreise hinter sich gebracht.

* dankbar bin ich für schleifbänder mit der körnung 24. ja, das ist mega grob, ein dreitagebart ist samt dagegen *lach*. nur mit dieser extremen körnung war es möglich, die holzdielen im elternzimmer von lack, kleber und zT textilresten der ehemals aufgeklebten teppiche zu befreien. jetzt ist das zimmer wie verwandelt!

* wunderbar, dass die beiden geigenmädchen beginnen gemeinsam zu musizieren! die große bringt der mittleren den anfang von pachelbes kanon bei, und dann schweben für kurze zeit wunderbare klänge durch unsere räume. noch schief und ungelenk, aber so schön!

* so erschöpft ich bin von all der renoviererei, bin ich auch dankbar, daß ich das alles überhaupt kann. also einerseits technisch, aber auch und vor allem kräftemäßig. der mann hängt da grade eher in den seilen, drei wochen kur senken die schaffenskraft doch erstmal deutlich. und dann muß er auch noch nahezu jeden tag arbeiten gehen... irgendwie hatte ich mir seine rückkehr als erleichterung vorgestellt, hatte mir ausgemalt, wie wir abwechselnd oder gemeinsam im haus schaffen und damit berge versetzen. hm. naja, wird schon.

* und gerade jetzt in diesem moment bin ich dankbar für die möglichkeit einer warmen, reinigenden dusche. ich fühl mich so bääääh, holzstaub in allen poren, struppige haare, die neue frisur (ich war mittwoch bei der friseurin) ruiniert *kicher*.

Freitag, 27. März 2015

hilfe! dringende frage zum bodenabschleifen

tag 4 vom abschleifen der holzdielen im neuen haus.
nach einer gewöhnungszeit an die megamaschine (klick) klappte es dann gut, und die verwandlung der räume konnte beginnen. hach, wird das schön! es ist echt viel arbeit und wahnsinnig laut und anstrengend, aber egal.


 ein kleiner vorgeschmack:
das eine dachzimmer
das andere dachzimmer mit flur
elternzimmer. hier war nicht nur lack auf den dielen, sondern vollflächig kleber.
nun haben wir aber ein großes problem: die ränder. für heute hatten wir uns einen rand-und kantenschleifer ausgeliehen, mit dem wir aber überhaupt nicht zurechtkamen, alles paar sekunden ging ein neues schleifblatt kaputt. wir haben ihn schnell wieder zurückgebracht. ein versuch mit dem schwingschleifer war nicht so erfolgversprechend, da wären wir nächstes jahr noch dran. habt ihr einen guten tip? irgendwie muß das zeugs doch auch am rand abzukriegen sein. ich danke euch schonmal im voraus!

Montag, 23. März 2015

5 besonderheiten der woche

worüber ich in der vergangenen woche froh, dankbar oder einfach nur glücklich war.
angelehnt an die friday fives von frau buntraum.

* ich beobachte mit stiller freude und dankbarkeit, wie sich die mittlere tochter vorsichtig auf ihre therapie (wg. selektivem mutismus) einläßt. wie ein schneckchen, das endlich seine fühler aus dem häuschen streckt.

* ich freue mich über jeden kleinen renovierungsfortschritt, auch wenn es immer noch nach baustelle aussieht.

* die vorfreude auf die rückkehrer aus der kur. herrn siebensachen hat mir dann ja doch gefehlt, der alte halunke, und zwar nicht nur wegen seiner tatkräftigen mithilfe beim renovieren. und das kleinste siebensächelchen bringt wieder sprudel und wirbel und geräusche mit ins haus (nicht daß es hier je still wäre, aber leiser war es in den drei wochen schon).

*  und dann ist er wieder da, und ist so ganz da wie schon lang nicht mehr und wir freuen uns auch nach 16 jahren noch aneinander *hach*. nur müde war ich samstag, weil ich nachts ständig wach geworden bin wegen all der verschlungenen arme und beine *räusper*

* und nochmal herr siebensachen: die kur hat ihm richtig gut getan, er hat sich auf einiges einlassen können und bringt neue impulse für sein leben mit (vor allem vollwerternähurng und yoga). eeeeendlich, möchte ich sagen, freu mich aber einfach darüber daß es jetzt so ist.