nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Dienstag, 24. Mai 2016

da!

4 minikleine katzenkinder sind heute zur mittagsstunde geboren. alle grau getigert, aber jedes so verschieden in der musterung. wir alle staunen, sind entzückt und beglückt.
die mutterkatze schnurrt in einem fort. obwohl das ein ganz neues erleben für sie ist, ist sie voll in ihrem element. (wie einfach das leben doch sein kann, wenn kein denken dazwischenfunkt.)


(und ich bin gespannt, wann ich die menschenkinder heute ins bett bekomme...) 

Mittwoch, 18. Mai 2016

in erwartung

wir warten und warten.

und die kleine katze wird von tag zu tag runder. ich nenn sie schon kugelkatze ;-)

wir alle sind fasziniert von diesem geschehen, für die kinder - außer für die große tochter - ist es ja das erste mal, das sie eine schwangeschaft erleben. sie sitzen staunend vor dem dicken bauch, fühlen mit meist zarter hand und berichten über das, was sie fühlen. es sind schon drei köpfe gleichzeitig ertastet worden!

mirakatze liegt viel, ist aber noch interessiert am sie umgebenden leben, nur eben nicht mehr so sehr leichtfüßig, hat einen schaukelnden gang bekommen und frißt inzwischen 4 mal am tag. gestern nacht kam sie seit langem mal wieder zu uns ins bett und ließ sich ausgiebig schnurrend kraulen. ob sie wohl ahnt, daß in ihrem leben bald alles anders ist?

ach, das sind so gedanken aus meinem muttererleben. manchmal werd ich gar ein bißchen sentimental im rückblick auf meine schwangerschaften. so geht das leben weiter und der neubeginn wiederholt sich wieder und wieder. schön, das erleben zu dürfen!

wir warten weiter, neugierig und gespannt.

Samstag, 14. Mai 2016

im fluss

das jahr fließt so dahin.

kaum hat eine woche angefangen, schwupp, ist sie auch schon wieder um. manchmal geht mir das etwas zu schnell, komme ich mit dem fühlen garnicht hinterher. aber im grunde ist es ok, denn ein bißchen kommt das schnelle zeitvergehen wohl auch daher, daß ich mir wirklich geruhsamkeit gönne - so, wie ich es mir für dieses jahr vorgenommen hatte.

zb nach der arbeit erstmal in ruhe - wenn das wetter es zuläßt auf der terrasse - einen caffè zu trinken und dann nach möglichkeit auch ein winziges nickerchen zu machen, ist mir schon zur lieben gewohnheit geworden. auch ansonsten gelingt es mir zunehmend besser, dinge, von denen ich eigentlich meine, daß sie getan werden müssten, liegen zu lassen. zum glück bin ich nicht krümelphob ;-) und habe mir angeöhnt, ein gewisses maß an chaos auszuhalten. oder ich delegiere an herrn siebensachen oder gar an die kinder. sie sind zwar keine begeisterten haushaltshilfen, aber ihre zimmer halten sie selbst in ordnung (oder was sie dafür halten...) und ihre wäschestapel räumen sie auch selbst hoch in ihre zimmer. zudem finden sie zunehmend freude an der essenszubereitung, was mir zum abendessen sehr gelegen kommt. ist schon ok, wenns nicht so perfekt aussieht oder schmeckt, hauptsache, sie haben freude und wir werden satt (zb hat gestern die mittlere tochter mit ihrer freundin gemüsemuffins zum abendessen gemacht, incl. einkauf. sie waren etwas klebrig, aber den beiden fiel dann auch ein, woran das liegen könnte, denn sie hatten einige löffel wasser extra reingetan...).

auch die gartenarbeit tut mir gut. es ist ganz wunderbar, hier direkt am haus den garten zu haben und bei bedarf auch in der abenddämmerung nochmal eben etwas einzupflanzen (weil die sterne grade günstig stehen), aufzuräumen oder zu graben. die vergangenen sommerwarmen tage haben mich oft schon morgens mal eben und spätabends als letztes draussen gesehen - wie ich das liebe! und das sonnenlicht trägt das seine zur guten laune bei.

wie in jedem fluss gibt es natürlich auch ab+zu dicke steine, die im wasser liegen, aber im moment habe ich die innere ruhe, damit gelassen umzugehen und es auszuhalten. und ich bin sogar so gelassen, daß ich mir für die nächsten tage einen geburtstagbesuch mit der ganzen familie bei meiner mutter im pflegeheim vorgenommen habe. ohne großen anspruch, nur mal vorbeischauen und gratulieren, soviel sie aushält. damit die 3 stunden  fahrt nicht den tag dominieren, werden wir nach dem besuch dort noch was anders nettes in der gegend machen - mal sehn.

es fühlt sich jedenfalls grad alles rund und gut an, und ich genieße das leben sehr.

Donnerstag, 5. Mai 2016

feiertagsfreuden

heute war ein wunderbar warmer seelenstreichelnder sonnentag.

draussenleben.
kinder und katzen lümmelten auf terrasse und im stofftipi auf der miniwiese. die erste zierapfelbaumblüte am zaun öffnete sich (siehe titelbild), ebenso die ersten fliederblüten (zwei ! dolden hat das büschchen) und auch nachbars glyzinie, die zu uns rüberrankt. der garten nähert sich dem gewünschten zustand: heute habe ich rasensaat ausgebracht, diese mit unterstützung zweier kinder festgetrampelt und beregnet und hinterher noch die ersten pflanzen ins gemüsebeet gesetzt. zwischendurch habe ich - aus lauter sonnenfreude barfuß und im rock unterwegs - dreimal meine verdreckten beine und füße gewaschen, nur um ein paar minuten später festzustellen, daß das keinen sinn macht vorm abend. wir haben obst und eis gegessen und am abend eine vegane lauch-"hack"-suppe mit salat.

flügel.
die jüngste verabschiedete sich am nachmittag, um zum ersten mal bei einer freundin (in der nachbarschaft) zu übernachten. völlig selbstverständlich und gelassen zog sie los, und bisher gab es noch keinen anruf. wie groß sie schon ist! 
die mittlere tochter war ein paar tage im zirkuscamp (die schule der beiden großen hat eine ferienwoche aus beweglichen ferientagen) und kam auch größer geworden zurück. heute wollte sie dann im großen bett einschlafen, und wir hatten eine sehr kuschelige nahe stunde miteinander. 
das wegsein tut den kindern immer so gut, sie wachsen an jedem außer-haus-aufenthalt, lernen andere familien kennen, andere umgehensweisen, andere gewohnheiten. das gefällt mir sehr, auch wenn ich sie sehr gern hier im haus habe mit all ihren freundinnen.

entspannung.
ich hab zwar "haushalt" gemacht (zählt wäsche draussen trocknen lassen noch zum haushalt? mir ist es ein großes vergnügen), aber zwischendrin immer wieder ganz geruhsam die seele baumeln lassen: auf der fensterbank sitzen und die augen schweifen lassen, solange sie wollen; im korbstuhl in der sonne flezen und vor lauter nichtstun seufzen; in die luft gucken ohne mahnende du-mußt-noch-hintergedanken. das hat so gut getan!

Donnerstag, 28. April 2016

na sowas...

(eine neue folge aus unserem leben mit katzen)

vor 4 wochen überraschte uns der kleine jugendliche kater mit einem ganz neuen "duft"... nun war es also zeit, ihn kastrieren zu lassen. ein paar tage mussten wir noch naserümpfend aushalten, bis der termin bei der tierärztin erreicht war. während dieser tage versuchten wir, den armen toni von manchem seiner lieblingsplätze fernzuhalten, damit der geruch wenigstens nicht in unsere wohnräume einzug hielt. er beklagte sich schon ein wenig darüber, gab sich aber mit reichlich streicheleinheiten zufrieden. die op selber war unkompliziert, herr mauser war schon mittags wieder zuhause und wollte sofort raus, was er noch nicht durfte (um unfälle durch narkosenachwirkungen zu vermeiden). er schlief dann halt, pflegte sich und genoß die zuwendung. und schon am tag danach war er wieder topfit, die wunde unauffällig und alles prima. wir staunten schon sehr, daß er das so gut wegsteckte (ich habs auch homöopathisch begleitet, um die wundheilung zu unterstützen). alles gut soweit.

seit anfang letzter woche kam uns dann die kleine jugendliche katze etwas dicklich vor... erst dachte ich, madame würde sich noch anderswo durchfuttern, doch mit jedem tag wurde es offensichtlicher: sie ist trächtig. eine teenieschwangerschaft sozusagen, ist sie doch jetzt erst 11 monate alt. wir zählten schnell die wochen... und sahen unsere sommerurlaub auf der schwiegerelterninsel seufzend platzen. denn eine junge mutterkatze mit großen babys wilden kinderchen lassen wir nicht allein! tja...

nun sind wir gespannt und bereiten uns vor, lesen zeug und fühlen vorsichtig am katzenbauch. eine passende höhle war schnell gebaut und wurde auch schon angenommen. wann es soweit ist, wissen wir nicht, vermuten aber, daß es noch maximal 3 wochen dauert, eher weniger. sie wird uns in ihrer typischen art schon bescheid geben (sie benimmt sich durchaus wie "lassie", kommt zu uns und maunzt uns auf eine bestimmte art an und lotst uns so dahin. wo sie uns braucht. zb vor verschlossenen türen, die wir bittedanke öffnen sollen).

ja, nun wird unser sommer ganz anders als geplant. wir werden hauptsächlich zuhause bleiben, den garten genießen, an die talsperre fahren und vor allem glückselig mit den kätzchen spielen. herr siebensachen wird eine woche allein zu seinem vater fliegen, und unser familienurlaub auf der insel wird voraussichtlich, auf zwei wochen geschrumpft, im herbst stattfinden. die töchter sind sehr verständig, zwar waren sie erst etwas enttäuscht, aber es ist ihnen völlig klar, daß es nun so sein muss. sie sind nun schon dabei, sich für ein paar tage bei freundinnen einzuquartieren, um auch ein bißchen aus dem haus zu kommen. es freut mich sehr, daß sie da so selbständig sind, und auch, daß es kein großes genörgel über den geplatzten strandurlaub gab. (und zum glück können wir die im februar gekauften fährtickets mit nur 20%igem verlust stornieren.)

der zukünftigen mutter geht es gut, sie gibt sich dem für sie völlig neuen geschehen gelassen hin, ruht mehr als sonst und streckt den bauch gern von sich. ich erinnere mich an meine eigenen schwangerschaften und wie wunderbar ich die kindsbewegungen fand. ob sie wohl irgendeine ahnung hat, was da mit ihr geschieht? zum glück machen katzen ja instinktiv alles richtig in sachen geburt.

ja, so kanns kommen. es war ja klar, daß das leben weiterhin überraschungen für uns bereithält. und nur traurig bin ich über den geplatzten strandurlaub nicht, denn es ist im juli doch schon arg heiß dort. hier zuhause ist es auch schön!

Sonntag, 24. April 2016

es ist wie es ist

heute wäre selma (klick) 13 jahre alt geworden.


seit über 12 jahren schon lebt sie nicht mehr auf erden.
die zeit hat die trauer mild geschliffen, sacht und warm. was bleibt, ist ein gelegentliches wehmütiges seufzen, manchmal auch ein paar tränen. aber nichts mehr, was am herzen reißt.

es ist wie es ist.
(und ohne dies wäre alles weitere nicht. nicht so wie es ist.)


(hier (klick) gibts noch ein paar mehr gedanken aus früheren einträgen zu lesen.)

Freitag, 8. April 2016

5 minuten

meine tage sind voll, wie die fast aller mütter, besonders von denen, die auch noch geld verdienen gehen. beim lesen von wasmachstdueigentlichdenganzentag-einträgen schlacker ich oft mit den ohren, was alles in so manchen frauentag hineinpasst, doch wenn ich dann überlege, sind meine tage oft auch nicht leerer.

voll sind meine tage vor allem mit geräuschen: die töchter mit ihren vielen worten, ihrem durcheinanderreden, ihrem streit und auch ihrer musik; die zu betreuenden menschen bei der arbeit, die entweder immerwiederkehrend gleiche worte oder sätze an mich oder niemanden richten oder auch mangels anderer ausdrucksmöglichkeiten oft lautieren (brummen, tuten, kreischen, brüllen, knurpsen - was es halt so an geräuschmöglichkeiten im menschlichen mund gibt); die besprechungen und gespräche mit kolleg_innen; nicht zuletzt die geräusche des stadtverkehrs (auch wenn wir zum glück ziemlich ruhig wohnen).

diese geräuschfülle belastet mich oft am meisten, grad wenn mehrere geräusche gleichzeitig ertönen und dabei anforderungen an mich gestellt sind. gerade nach der arbeit (einer hauptbelastungszeit - s.o.) steigt mein stresspegel oft rasant, wenn die töchter dann durcheinanderreden, zetern und wasauchimmer von mir wollen. eine pause zwischen arbeit und zuhause ist oft nicht machbar, die viertelstunde autofahrt bringt mir zwar ruhe, aber keine entspannung. ich versuche aber, am nachmittag wenigstens mal 5 minuten ruhe zu bekommen, weil das meine belastbarkeit für das abendprogramm deutlich erhört. also bitte ich entweder das jüngste siebensächelchen um 5 minuten redepause (sie berichtet gerne ausdauernd, live und in farbe von ihrem tun und denken) oder aber (am besten gleichzeitig) lege mich irgendwie mal kurz hin. gerne mache ich das auf der terrasse, einen sojacappucino neben mir, das vogelgezwitscher als hauptgeräusch. und gestern bin ich dabei sogar kurz weggenickt. 5 minuten reichen mir da durchaus, powernapping für die ohren quasi.

(für die arbeit will ich mir endlich mal ordentliche ohrstöpsel anschaffen, denn einen leichten hörschaden  im hochfrequenten bereich habe ich schon. vielleicht ist es auch nur das alter...)