nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Montag, 29. November 2010

novemberfreuden 5

 
die wohl letzten novemberfreude...

* schnee
* das adventsgärtlein im kindergarten, eine liebgewonnene gewohnheit zur einstimmung in die adventszeit (morgen erst gehen die kinder, die eltern durften heute abend schon ;-) )
*schnee :-)
* eine neue lieblingshose (vom flohmarkt auf dem adventsfest): hellbraungrauer kord, wie geschaffen für den winter: weich, groß genug für mehr darunter, zurückhaltende farbe passend zur jahreszeit, gemütlich und muckelig
* schnee :-))
*ein gerettetes familienauto; es war tatsächlich nur eine zu alte entladene batterie, die uns in den letzten wochen das losfahren erschwerte - und der nette werkstattmann kam in der kälte sogar vorbei und baute sie mir ein, während die kleinen töchter im kofferraum spielten (für sowas mag ich den kombi!)
* schnee :-))))))

und die vorbereitungen für den geburtstag sind in vollem gange, zumindest im kopf ist alles organisiert, jetzt muß es nur noch gemacht werden.

ich wünsch euch eine gute woche!

Samstag, 27. November 2010

novemberfreuden 4

 
zwischen plätzchenteig und dem vorbereiten von vegetarischen frikadellen (für das morgige adventsfest in unserer schule) schreib ich euch eine neue novemberfreude.

neben dem wunderschönen anblick der kahlen wälder (ich liebe dieses warme graubraun der buchen, die es in unserer gegend häufig gibt) beinhaltet der november seit 6 jahren eine besondere freude für mich:
vorfreude, erwartung.

eigentlich gehört diese ja in den dezember, in die adventszeit als die erwartung der christgeburtsfeier.

ich hingegen schwelge im november in erinnerungen an eine ganz besondere erwartung:
vor 6 jahren ging meine letzte schwangerschaft ihrem ende entgegen, die uns mit ihrem mitbringsel so sehr beglückte.

unsere dritte tochter wurde anfang dezember geboren, ein strahlendes, (schon bei der geburt) energiegeladenes kindchen, das uns bereits nach wenigen stunden mit ihrem lächeln erfreute und unserer trauer um unsere zweite tochter, die nicht bei uns auf erden bleiben konnte, eine große liebe und unglaubliche lebensfreude entgegensetzte.

jeder weg, den ich hier im viertel gehe, erinnert mich zur zeit an diese letzten wochen, als ich den großen, umhegten bauch vor mir hertrug, trotz aller zipperlein glücklich und zufrieden, vorfreudig zum fastnichtaushaltenkönnen und trotzdem sooo gerne schwanger, mich bewohnt fühlend (selbst nachts, wenn ich mal wieder aufwachte und mich nicht einfach so umdrehen konnte, sondern den bauch mit beiden händen regelrecht auf die andere seite heben mußte).
das schmücken des kindergartens, sternefalten, kranzbinden, das adventsfest der schule, das adventsgärtlein im kindergarten, all dies, was ja sowieso schon eine ganz besondere stimmung mit sich trägt, ist für mich untrennbar mit dieser speziellen erwartung verbunden.

(und wenn am donnerstag abend dann die wilde kindergeburtstagshorde wieder aus dem haus ist, kann ich mich auch endlich in ruhe an die ersten zauberhaften stunden erinnern.)

ich wünsche euch ein frohes ruhiges adventswochenende!

Mittwoch, 24. November 2010

verloren


mit dem wechsel zum neuen telefonanbieter ist der zugang zum dortigen webmail verschlossen. *argh*
und weil auch der papierene ausdruck meines adressbuches verschollen ist (zerknüllt? bemalt? zerbastelt?), sind alle meine emailadressen verloren.

so ist das.

meine neue mailadresse ist
siebensachen(et)online.de
sie ist auch in der linken leiste hier im blog schon eingetragen.

wenn ihr, mit denen ich in mailkontakt stehe, also so lieb wärt, mir eine kleine kuckuck-mail an die neue adresse zu schicken, hätte ich die eurige wieder!

ich danke euch!

siebensachen anderswo


in den kommentaren zu 'novemberfreuden anderswo' meldete sich waltraut zu wort, die bei twoday seit 5 jahren ein blog mit dem namen siebensachen führt.

das hat mich sehr verwirrt, ich war ganz perplex und wußte erstmal garnichts dazu zu sagen.
"muß ich jetzt..., was denkt sie jetzt von mir..., will sie den namen für sich allein..., aber ich hab ihn doch nicht geklaut...,was mach ich denn jetzt........................................."
es sauste wild in meinem kopf!

zwar wäre es keine existenzielle bedrohung für mich, den namen aufgeben zu müssen, so sehr bloggerin bin ich wohl noch nicht nach einem knappen jahr ;-).
aber es täte mir schon sehr leid, nicht mehr frau siebensachen sein zu dürfen.
mit dem namen identifiziere ich mich nämlich schon sehr, aus der netten spielerei (die das bloggen ja irgendwie immer noch ist), ist etwas eigenes gewachsen.

und ich weiß noch genau, wie ich monatelang an einem namen gebrütet habe und dann, als ich garnicht daran dachte, war er plötzlich da. ich meine mich sogar noch daran zu erinnern, wohin ich in dem moment geschaut habe (eine völlig unbedeutende stelle an sich). und ich hab doch sogar siebensachenschildchen für meine näh- und stricksachen, also so namenseinnäherchen (in rosa, klar :-D) 
daß ich den namen im netz hätte recherchieren können, darauf bin ich garnicht gekommen.

schon seltsam, wenn eines meiner kinder den gleichen namen trüge wie ein anderes, das weit entfernt lebt, käme ich wohl kaum auf so seltsame gedanken. im gegenteil, ich würde mich wohl eher freuen über die namensverwandtschaft.

es liegt wohl einerseits an dem öffentlichen dasein im bloggerland, andererseits aber vor allem daran, daß waltraut sich bei einem eintrag zu wort meldete, in dem es ums abgucken geht. obwohl frau kreativberg (die ebenso wie ich eine reihe 'novemberfreuden' führt - oder ich ebenso wie sie) mir ganz offen und herzlich antwortete, war ich wohl durch die vorhergehende sorge, etwas falsch gemacht zu haben, angegriffen werden zu können, noch etwas weich in den knien, verwundbar.

zum glück aber ist waltraut siebensachen ganz freundlich und tolerant und garnicht krittelig und besteht nicht auf alleiniger namensinhaberinnenschaft.
darüber bin ich sooooo erleichtert!!!!
zum einen, keine gegen mich zu haben,
zum anderen aber vor allem, frau siebensachen bleiben zu dürfen!
juchhuu, zeitfresserchen, du darfst mich behalten!


((bööh, frauenkram, was?
kerls würden sich doch solche gedanken garnicht machen - von wegen "was denkt sie von mir..." und sich verwundbar fühlen. tssse... und *grins*))

Dienstag, 23. November 2010

novemberfreuden 3


wenn die nacht am tiefsten ist...


in nur 28 tagen,
noch vor weihnachten,
ist
wintersonnenwende
und damit werden
die tage wieder länger,
das licht kehrt zurück



(und ja, klar, das ist der ursprung aller mitt-winter-feste:
die freude darüber, daß der tiefste moment
der dunkelheit überschritten ist
und die natur sich wieder auf den weg ins leben macht)


Sonntag, 21. November 2010

novemberfreuden anderswo


 da les ich grad so durchs bloggerland und entdecke,
daß es auch anderswo 'novemberfreuden' gibt...

ja sicher, natürlich sowieso,
aber ich meine als titel bzw reihe wie auch hier.

ähäm, also,
ich hab echt nicht abgekuckt, liebe frau kreativberg!

das hätte ich sonst angemerkt oder auch vorher gefragt, ob ich die idee übernehmen darf.
ehrlich.

ein wenig peinlich ist mir das jetzt schon, aber dann sag ich mir, es ist doch überall november, der in diesen breiten schnell aufs gemüt schlägt, da liegt doch die idee, freuden im november zu finden nahe, oder?

es ist mir ein bedürfnis, dies zu erklären,
denn es gibt sooft unmut aufgrund von abkupfereien  im bloggerland.
das muß ja nicht sein.

in diesem sinne wünsche ich euch allen viele novemberfreuden!

mit spannung erwartet

der wechsel zum neuen anbieter.
morgen.
mal sehn, ob alles klappt.
falls ihr hier nix mehr lest, wißt ihr ja warum...

Samstag, 20. November 2010

novemberfreuden 2


der november
zeigte sich bei uns vom ersten tag an
wie aus dem bilderbuch:
kalt,
grau,
naß,
auchmal nebelig
und dann auch noch stürmisch.

und dann
waren alle blätter ab
und auf einmal kam wieder
licht 
bis runter auf den boden,
unter die bäume,
bis in unser zuhause!

(wir wohnen im erdgeschoß im altbaumehrfamilienhaus
am hang mit großen bäumen dahinter,
was uns eine wunderschöne grüne ausicht mit wenig licht beschert)

solches licht
gibt es den rest des jahres nicht


ich wünsch euch einen lichten sonntag!

Freitag, 19. November 2010

schichtdienst-familie


herr siebensachen arbeitet bei seiner neuen arbeitsstelle leider im schichtdienst. frühdienst bedeutet 6 bis 15 uhr, spätdienst 15 bis 22 uhr. zuzüglich fahrzeiten von 50 minuten (auto) bis zu eineinhalbstunden (öffentlich).

ich arbeite im tagdienst, dreimal die woche von 9 bis 15 uhr.
plus 15minutenruckzuckautofahrten.

wenn herr siebensachen dann donnerstag und freitag spätdienst ohne auto hat und ich nicht bis nachts aufbleiben will, kann es passieren, daß wir uns von mittwoch spätabends bis samstagmorgen nicht wirklich zu gesicht bekommen (denn es kann vorkommen, daß er mittags fährt, bevor ich zurück bin - die kinder leben mittags manchmal ein weilchen auf 'lücke').
aber meist bleib ich doch lang auf, um ihn wenigstens kurz zu sehen... *gähn*

(immerhin haben die kinder den papa an solchen tagen für die kindergarten-bring-und-hol-wege, zum mittagessen und für einen teil der mittagspause...)

gefallen tut mir das nicht.
aber es werden andere zeiten kommen.

Mittwoch, 17. November 2010

sieben sachen


gerade hab ich spaßeshalber siebensachen bei google eingegeben
und war erstaunt, was da alles zum vorschein kam.
sicher ist, ich hab den namen für mein blog einfach nur in meinem kopf gefunden.
nicht abgekupfert und nix.
ich dachte lediglich an die volkstümliche redewendung,
die mein kuddelmuddel liebevoll beschreibt ;-)

aus den fundstücken verlinke ich euch mal das lustigste.
nehmt euch zweieinhalb minuten zeit,
lehnt euch zurück und lauscht:

Montag, 15. November 2010

verweigerung


seit ein paar tagen klingelt immer wieder das telefon
und zeigt eine bestimmte nummer an.

und ich:
geh
nicht
dran.

ich fühle mich dabei zwar auch nicht so ganz wohl,
denn das tut man ja nicht,
und ich weiß ja genau ungefähr, was mich erwartet.
erwarten würde.
und genau deshalb geh ich ja nicht dran,
weil ich meine kräfte einfach für mich und meine familie brauche.

und doch:
puh.
ist nicht leicht, ohne schuldgefühle egoistisch zu sein,
und dabei nicht trotzig zu werden!

("sei doch nicht immer so egoistisch!" dieser vorwurf aus kinder- und jugendtagen klingt mir noch im ohr. dabei tut es so gut und ist so wichtig, auch für sich und bei sich zu sein!)

vielleicht
ruf ich ja morgen mal dort an...


Sonntag, 14. November 2010

novemberfreuden 1


eingekuschelt in decken
eine wärmflasche an den füßen
im dunkeln liegen
durchs gekippte fenster
dem sturm lauschen

behaglichkeit
                .
                .
                .
                .

früher, ja, da hatte ich novemberdepressionen en gros.
aber seit meine sonnenscheine mein leben bereichern, ist das keinen tag mehr vorgekommen.
ich komm bei soviel  strahlen und arbeit ;-) einfach nicht mehr dazu.

Freitag, 12. November 2010

nicht mehr allein


... bin ich seit gestern in meiner ruhe zuhaus.
das hühnchen begann am mittwoch abend zu fiebern,
und gestern abend reihte sich das häschen ein.
hmpf.
brauch ich nicht unbedingt.
aber sie sind recht umgänglich, spielen energie-reduziert miteinander, und es fehlt sogar die kraft zum streiten!
so bleibt mir also ein gewisses maß an ruhe
mit drinnenbleiben, handarbeiten, spielen.
(und hier helfen und da trösten und  drüben versorgen...
krankenschwester mama eben...)

am wochenende ist herr siebensachen zuhaus und will sich nicht wegbewegen, da kann mal ich alleine hierhin auf den martinsbasar und mich in ruhe umsehen.

ganz anders als herr siebensachen hält es ja dieser hier,
der mir gestern einfiel, als ich ob der kranken hasen + hühner nicht hinauskonnte:

H Hoffmann Struwwel 25.jpg

bild aus: wikisource 

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in ihren Stuben. -
Robert aber dachte: Nein!
Das muß draußen herrlich sein! -
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.
Hui, wie pfeift der Sturm und keucht,
Daß der Baum sich niederbeugt!
Seht! den Schirm erfaßt der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind
Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.
Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immerfort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
                     Ja! das weiß kein Mensch zu sagen.

von Heinrich Hoffmann 

ich wünsche euch ein schönes novemberwochenende,
drinnen und draußen!


Dienstag, 9. November 2010

warum nur neues?


in den kommentaren zu meiner werbung meinem eintrag zur aktion 'weihnachten im schuhkarton' tauchte die frage auf, warum nur neue dinge gefragt seien.

hier (klick) wird erklärt, warum.

(es ist echt haarsträubend, was manchen so einfällt!)

noch 6 tage,
am montag, 15. 11. ist abgabeschluß!
wir sind grad fleißig ;-) 

Montag, 8. November 2010

in ruhe


ich bin krankgeschrieben (wegen starkem, kraftraubendem husten).

und genieße es, heute morgen im kindergarten nicht wegzuhetzen, sondern entspannt hustend den besen zu schwingen und die wege vom klebrigen laub zu befreien,
den kranken hausmeister vertretend.

da wurd mir sehr deutlich, was ich vermisse seit ich wieder geldverdienen gehe:
mich in ruhe kümmern zu können,
egal ob um die kinder, unseren haushalt, um mich
oder eben um ein stückchen kindergarten.

normalerweise habe ich zwei tage die woche frei, aber deren kinderfreie vormittage sind immer so vollgestopft mit all dem, was liegenblieb und erledigt werden will, daß an wirkliche ruhe nicht zu denken ist. ich gebe mir zwar mühe, wenigstens nicht zu hetzen, aber der kopf ist immer schon eins weiter, also in UNruhe. ein ständiges inneres sausen in mir.

und wie schön, daß ich dies gleich am ersten tag bemerkte! ich werde mich täglich daran erinnern und diese geschenkte woche voll auskosten!

bleibt gesund, ihr da draußen!

Donnerstag, 4. November 2010

teilen

 
passend zur martinszeit läuft gerade wieder die aktion
weihnachten im schuhkarton (klick)

vielleicht habt ihr ja auch lust, (mit euren kindern) einen karton zu packen.

es sind zwar neue sachen gefragt, deshalb ist es nicht möglich, mit den kindern zu gucken, was sie von ihren sachen abgeben mögen. ich finde es aber trotzdem als symbolische aktion des teilens schön - symbolisch für uns, etwas von unserem wohlergehen abzugeben - sehr real für die kinder, die es bekommen!
(und große kinder können ja etwas von ihrem taschengeld dazutun, so werde ich es zumindest vorschlagen)
 

Mittwoch, 3. November 2010

laber-rhabarber


grad an der wohnungstür ein jungscher herr, angeblich von der telekom, der mich kaum zu wort kommen ließ und unbedingt einsicht in vertragsunterlagen nehmen wollte wegen eines bestimmten vermerkes, weil sie hier im haus die leitungskapazität für internet und digitales fernsehen aufstocken wollen würden (wenn ich das alles richtig verstanden habe).

neben und hinter mir turnten die neugierigen horden, teils im schlafanzug weil kranktag, teils halbnackich weil nach dem mittagsschlaf statt an- weiter ausgezogen. ich hatte mühe, sie drinnen zu halten. für so gespräche gehe ich nämlich immer VOR die tür, die kerls kommen mir nicht in die bude. er war mir schon irgendwie suspekt in seinem dauergerede (sein kollege stand still hinter ihm auf der treppe).

irgendwie gelang es mir dann mal zu wort zu kommen und ihm zu sagen, daß ich die rechnung die er sehen wolle wohl nur auf dem rechner hätte, den ich aber mit den kindern im hintergrund nicht anschmeißen würde. und papiererne vertragsunterlagen könne ich aus demselben grund nicht raussuchen. und überhaupt würde mich das nicht interessieren, weil wir unseren internetanschluß garnicht aufstocken wollen würden, uns würden 6.000 dingsda fürs i-net reichen.

"ja aber es geht ja ums digitale fernsehen, da brauchen sie die höhere kapazität, sonst können sie nicht fernsehen."

" das tun wir sowieso nicht."

offenstehender mund seinerseits.
"wie, sie sehen nicht fern?????????????????????????????????????"

"nein, mit drei kleinen kindern hab ich wirklich besseres zu tun als fernzusehen. und die kinder gucken erst recht nicht. ich weiß, das ist ungewöhnlich, aber es ist so."

"ja dann..."
ungläubiges staunen

"ja dann!"

-------------
drei minuten später klingelt es schon wieder und ich denk, nu kommt der kerl nochmal, da wars der paketbote und brachte ein päckchen mit saaleschen doppelbrötchen!!! riesenfreude allerseits!!! herzliebsten dank dir, liebe s.!!!!!!!!

Dienstag, 2. November 2010

abgetaucht


gestern und heute habe ich ein buch verschlungen, bin versunken, abgetaucht, habe mich mitreißen lassen.

gestern noch sporadisch, immer dem familienrhythmus angepasst, habe ich nur ab+zu ein bißchen gelesen und mich dann nachmittags einmal für eine halbe stunde aufs bett verzogen, nur ich und das buch.

heute ging das nicht mehr.
nachdem die nacht wegen lesens spät anfing (um halb zwei, neuer zeit!), konnte ich heute morgen das buch kaum aus den händen legen. immer wieder habe ich es gegriffen, und wenn es nur für eine halbe seite war und ich etwas verwirrt wieder auftauchte (ein seltsames gefühl, das dem auftauchen folgt.
hallo, welt? bist du das?).

als ich mit den kindern in den wald zog, habe ich das buch ausversehen sinnvollerweise im mützenkorb liegengelassen,
so konnte ich mit den kindern sein, mich dort draußen erden  und ganz handfest schnitzen.
aber kaum zuhause, einen teller brote geschmiert, einen espresso aufgesetzt und schwupps, war ich wieder weg :-)
die kinder waren zum glück mit einer großtochterfreundin in wunderbares spiel vertieft, so konnte ich meiner leidenschaft mehroderweniger ungehindert frönen.

und ach, was habe ich dieses abtauchen, wegdriften, eintauchen, gepackt werden genossen!
ein wunderbares gefühl, das ich schon als kind geliebt habe. was mußte meine mutter mich oft rufen, rufen, rufen, bis ich endlich das buch zurseite legen und ihrer aufforderung folgen konnte!

nur leider war ich heute wieder so gierig, daß ich mir nichts fürs zubettgehen aufheben konnte. auf einmal waren da nur noch ein paar seiten, die hab ich mir zwar aufgehoben bis die kinder schliefen - aber ach, diese leere, als es vorbei war.

so ein intensives lese-erleben habe ich nicht oft.
zum einen läßt der familiäre alltag so etwas nur selten zu,
aber ich finde auch nicht oft solche mich-hin-reißenden bücher.
doch heute war einfach der perfekte pausentag.

welches buch es war?
'der vierzehnte stein' von fred vargas
ein krimi mit dem komissar adamsberg
verfilmt und schon im tv gesehen,
aber die filme sind NICHTS gegen die bücher!

und zum glück gibts noch mehr bände...