nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Montag, 23. Dezember 2013

sonnenwende und weihnacht

wintersonnenwende.
zeit der kürzesten tage, der längsten nächte des jahres. 
wie schon unsere ahninnen seit ewigen zeiten feiern wir mit dem weihnachtsfest die wiederkehr des lebensspendenden lichtes, sei es naturreligiös als lichterfest, sei es christlich überformt als fest des lichtbringers.
die dunkelheit weicht der hoffnung angesichts der jungen sonne. denn mit ihrer wiederkehr erneuert sich einmal mehr das leben.
  
licht muß wieder werden nach diesen dunklen tagen.
laßt uns nicht fragen, ob wir es sehen.
auferstehn wird ein neues licht.

auch als kanon zu drei stimmen)

ich wünsche euch ein frohes fest der geweihten nächte
und lichtvolle tage im kreis eurer lieben.
habt es gut miteinander!


bei uns pfeifft der wind um die hausecken, die wilde jagd von frau percht, frau holle, der weisen alten, hat schon begonnen...

Sonntag, 22. Dezember 2013

sonntagsfreuden: riesenrad

an diesem anstrengenden wochenende (herr siebensachen hat dienst und die kindern sind grätzig) war ich in der abenddämmerung mit den beiden jüngeren auf einem mittelalterlichen weihnachtsmarkt, und da gab es etwas, wovon ich nicht wußte, daß es sowas überhaupt gibt: ein riesenrad aus holz von manneskraft betrieben (angeblich nach einem modell von 1645). ohne strom und ohne remmidemmidudelmusik, ganz still drehte es sich im kreis. das jüngste siebensächelchen ist sogar mitgefahren und fand es ganz prima, da oben in ca.4 metern höhe überm platz zu schweben. (nebenan gabs dann noch eine feuerschau, die fanden die kinder auch sehr beeindruckend.)

Freitag, 20. Dezember 2013

die verwandlung der schüttelprinzessin

bei jademond sah ich vor kurzem eine sehr schöne, schlichte bastelei: weihnachtssternblüten aus filz (klick).
das mochte ich gern nachmachen, und nachdem die erste große blüte unseren türkranz schmückte (ich hab dünnen golddraht zum auffädeln der blütenblätter genommen, damit lassen sich die fertigen blüten schön an ihrem neuen platz festmachen), hatte ich immer noch nicht genug (kleine häwelfrau ich).


die richtige idee kam mir beim gedanken an den hierzulande üblichen standort der weihnachtsstern-pflanzen: die fensterbank. flugs mußte eine unserer wenigen zimmerpflanzen herhalten und wurde mit blüten bestückt. weil mir das ein bißchen wenig schien, schnitt ich noch blätter aus dunkelgrünem filz aus, fädelte auch dies auf golddraht und beblätterte die pflanze damit.  schön. ganz verwandelt sah die pflanze und unser wohnzimmer danach aus.



und wieso heißt dieser eintrag "die verwandlung der schüttelprinzessin"?
die verwandelte zimmerpflanze ist eine duftgeranie, die von einer bekannten nach ihrer eigenart zu duften, wenn sie berührt oder gar geschüttelt wird, schüttelprinzessin genannt wird. (und ein bißchen ähnelt sie der weihnachtssternpflanze sogar darin, daß ihre stängel zum verkahlen neigen.)


(die pflanze, die hierzulande weihnachtsstern genannt wird, stammt ursprünglich aus den tropischen laubwäldern mexikos, mittel- und südamerikas. sie wurde als zierpflanze in andere tropische und subtropische regionen gebracht  (u.a. in den mittelmeerraum) und ist dort vielfach verwildert. die natürliche art ist ein immergrüner strauch mit verholztem stamm und spärlicher verzweigung und kann bis zu 4 meter groß werden.
 
weihnachtsstern auf teneriffa, bild aus wikipedia
daneben nehmen sich die hierzulande üblichen zuchtpflanzen eher mickrig aus. zudem ist der anbau der pflanze hierzulande äußerst energie- und chemieintensiv. dafür sind die pflanzen dann recht bald durch ihren ungeeigneten standort auf fensterbänken in trockener heizungsluft verblüht und verkahlt.)

Sonntag, 15. Dezember 2013

bewegend kw 50

was mich bewegt hat im verlauf der vergangenen woche:

* neben vielen kleinigkeiten hat mich vor allem eine familienfeierlichkeit bewegt: der 78. geburtstag meines stiefvaters.
 im vorfeld war es gedanken-bewegend, wie es wohl wird, ob er es schafft, ob meine mutter es durchhält, wer von uns hinfährt, welche geschwister kommen, ob es spannungen geben wird undsoweiter.
dann dort war es bewegend schön, den größeren teil meiner geschwister mit ihren familien zu treffen und zudem überraschend alte freunde meiner mutter, die ich schon seit kindertagen kenne (oder eher sie mich?). sehr schön war auch, daß die stimmung die ganze zeit gut blieb, ruhig und wohlwollend (das ist nicht selbstverständlich bei unserer großen patchworkfamilie).
sehr gemischt bewegend war es, diese alten menschen zu sehen. einerseits rührend, wie sie sich verändern und doch sie selbst bleiben. andererseits erschreckend, was alter und krankheit, alkohol und medikamente so anrichten. ich kann das kaum an mich ranlassen. (da kommen bewegende zeiten auf uns zu - räumliche veränderung steht dringend an *seufz*.)

sonntagsfreuden: gänsehaut

bei jademond hab ich den link gefunden zu einem sehr bewegenden video:
 (bißchen runterrollen)


(danke fürs mitteilen, jademond!)

Mittwoch, 11. Dezember 2013

elf zwölf dreizehn

einmaliges datum.


nachtrag:
erst nachdem ich gabrielas eintrag (klick) gelesen hatte, war mir klar, wie einmalig dieses datum wirklich ist. zahlenspiel-daten schienen mir nichts besonderes zu sein, denn am anfang eines jahrhunderts gibt es sie einigermaßen häufig. doch damit ist nun schluß: das nächste datum dieser art gibt es erst im nächsten jahrhundert, am 1.2.(21)03 um (4.56uhr).

(und ich hab genau diesen moment, 11.12.13 um 14.15 Uhr, einfach verschlafen. das erste mittagsschläfchen seit langem.)

Montag, 9. Dezember 2013

sonntagsfreuden: richtigrum

sonntagsfreude, als das förderschulmädchen beim eröffnungkonzert des adventbasars den heruntergefallenen programmzettel aufhob, verkehrtherum hielt, kurz schaute und dann richtigherumdrehte.

(sie kennt erst wenige buchstaben, grad etwas mehr als eine hand voll, und hat trotz des zettels voller buchstaben erkannt, wie herum er richtig zu lesen ist. über jeden ihrer schritte in richtung lesen und schreiben freuen wir uns besonders, wird es ihr doch das selbständige leben später sehr erleichtern.)

Sonntag, 8. Dezember 2013

bewegend kw49

was mich im lauf der vergangenen woche bewegt hat:

* der geburtstag der mittleren tochter. 9 jahre! unglaublich schnell vergangen, intensiv und voller liebe. *herzliebchen, du* (und eine tolle geburtstagsfeier mit den freundinnen hatte sie auch: 5 pippi langstrumpfs sausten durch den dezemberwald auf der suche nach einem koffer voll gold unterm limonadenbaum :-)) .)

* wir haben dem sturm vom sicheren, warmen zuhause aus beim stürmen zusehen können und ab und zu das fenster aufgemacht, um das sausen spüren und hören zu können. wie gut wir es doch haben, einen sicheren platz zu haben!

* gern unerwähnt bleiben nicht so schöne dinge. hier ist eins: stress mit dem mann. nein,   nicht stress mit ihm, er war stressig und negativ und verbiestert. keine ahnung warum, es waren jedenfalls ein paar unangenehme tage. ich mags nicht, wenn ich mich drauf freue, daß er zur arbeit fährt, wenn ich froh bin, daß er weg ist. das entspricht nicht meiner vorstellung von familie, partnerschaft, zuwendung.

* der erste schnee, am nikolausmorgen, sorgte bei den kindern für großen jubel. die welt war einen vormittag lang wunderschön licht und hell, die kahlen bäume wie verzaubert. leider war am nachmittag nur noch matsch übrig.

* nelson mandelas tod. irgendwie war er immer da, seit ich mich erinnern kann. hat (nicht nur) meine generation geprägt, beeindruckt, ermutigt. ruhe in frieden, mandela.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

winteressen

ich ess ja beinahe alles gern. und seit ich stärker darauf achte, saisonale und möglichst regionale produkte zu verarbeiten, gibt es zum ende einer jeden jahreszeit immer auch vorfreude auf die kulinarischen freuden der kommenden jahreszeit (nur tomaten, so richtig tomatige feste, die vermisse ich außerhalb der wenigen sommermonate und kann im laden oft nicht an mich halten...).

im moment freu ich mich, daß es spätherbst ist und es wieder jede menge (regionale) herbst- und wintergemüse gibt! heute hab ich aus den resten im gemüsekorb etwas kreiert, das soooo lecker war (sogar dem besuchskind hats richtig gut geschmeckt), daß ich es mit euch teilen mag:

zwiebel-grünkohl-kuchen
einen hefeteig kneten aus 250g frisch gemahlenem dinkelmehl, 200g weizenmehl, 150 roggenmehl (donnerstag ist schließlich roggentag ;-) ), drei prisen salz, einem päckchen trockenhefe und ca.350ml warmem wasser. die schüssel mit einem feuchten tuch bedecken und den teig im warmen ofen gemütlich gehen lassen (ca. 2 stunden).
wenn der teig fertig gegangen ist, 600g zwiebeln in spalten schneiden und im schweren topf zugedeckt gemächlich anschmoren. derweil 10 stängel grünkohl von den stielen strippen und abgetropft kleinschneiden. wenn die zwiebeln glasig werden, das grünkohlgeschnibbel dzugeben, unterheben und zugedeckt weiterschmoren (ca.15 minuten). ggf etqwas wasser hinzugeben. mit pfeffer und rauchsalz kräftig würzen, auch eine prise rohrzucker tut gut.
den schön gegangenen teig durchkneten und auf bemehlter arbeitsfläche auf blechgröße ausrollen, dann auf ein bemehltes blech legen. mit der etwas abgekühlten gemüsemischeung belegen und dann eine packung feta darüberkrümeln.
im heißen ofen (um die 200°) ca. eine viertelstunde backen.

mmmmnjammm!!!
(kein foto, weil nix mehr übrig ist, sogar die krümel wurden vom blech gesammelt!)

(dazu gab es fenchel-möhren-salat mit orangenstückchen und einer sauce aus orangensaft, senf und olivenöl.)

buon apetito!

Sonntag, 1. Dezember 2013

bewegend kw 48

was mich im lauf der vergangenen woche bewegt hat:

* ein bettkantengespräch mit der fast neunjährigen. über liebe lehrerinnen und garstige, über schutzengel und wie sie sich sonst so hilft/helfen kann. "mama, wenn da eine doofe stunde war, dann muß danach noch eine gute kommen, damit es wieder gut wird." - "wenn man dann fast weinen muß, dann kann man ja an seinen engel denken, der hilft mir dann." ich war so gerührt über dieses gespräch, denn sonst will sie über dieses thema nichtmal reden, so sehr bedrückt es sie. herzliebchen du, tapferes.
(sie tut sich schwer, im untericht mitzumachen, also zu antworten, wenn sie angesprochen wird. und da gibt es eine lehrerin, die auch nach einem freundlichen und erklärenden elterngespräch nur nach ihrer nase handelt und das kind immer wieder in bedrängnis bringt. als ob eine schnecke wieder aus ihrem haus heraus käme, wenn man sie noch mehr anstupst *kopfschüttel*.)

* das adventsfest in unserer schule - zauberhaft wie jedes jahr. und daß ich wieder im kleinen adventschor mitsingen konnte, hat mich so gefreut! wunderbare lieder waren es dieses jahr, besonders die alten mag ich so gern. zb dies:alta trintia beata (klick)

und dann hat mich ein  fernsehfilm sehr beeindruckt: bessere zeiten von pernilla august (gestern abend auf 1festival und heute nacht um 1 noch einmal). ein spielfilm über das leben in einer alkoholikerfamilie. keine leichte kost, doch unverstellt, gnadenlos, gut.

Mittwoch, 27. November 2013

kontrast und ergänzung

am montag las ich bei gabriela ein so schönes novembergedicht (klick).
am dienstagmorgen begrüßte mich klarer himmel, und auf der fahrt zur arbeit dann goldene sonne über eisblau-rosa im rauhreifgeglitzer. die welt war wie verzaubert.

so ein kontrast, so eine ergänzung.

den strahlenden tag habe ich besonderes genossen (ja, genossen, trotz scheibenkratzen, wehen fingerspitzen und kalten popo auf dem autositz vom arbeitsauto), weil die tage vorher trüb waren.
was wäre das eine ohne das andere, licht ohne schatten.

naja, es wäre eben so, könnte auch ausgehalten werden, doch der wechsel zwischen licht und schatten, gold und grau, hoch und tief macht das leben so viel reicher.

danke, himmel, für den goldenen tag!

Dienstag, 26. November 2013

von der arbeit

anfang des jahres schrieb ich auf meinen jahres-vorhaben-zettel (aka wunschzettel ans universum):
"eine neue arbeit".

die kurz darauf entdeckte stelle in einem meiner lieblingsbetriebe wurde dann nicht meine, weil ich nur teilzeit arbeiten kann und will - sie suchten vollzeit. ich hab sehr deswegen geseufzt, war ich doch soo unzufrieden bei der 'alten' arbeit. ich harrte aus, auch mit der aussicht auf ferien und kur, sehr engagiert war ich nicht mehr. dann erfuhr ich kurz vor der kur, daß eine sehr liebe kollegin ihren vertrag nicht verlängern würde, da sie eine neue herausforderung gefunden hatte. und ohne lang zu zögern sprach ich mit meinem vorgesetzten, daß ich gerne ihre stelle in der anderen werkgruppe übernehmen würde, um eeeendlich aus der elendigen wäschegruppe rauszukommen. nach der kur hatten wir dann einen neuen gruppenleiter, dem ich - mit in der kur neugewonnener kraft - meinen wunsch auch sofort unterbreitete, und was soll ich sagen, er hat mich sehr unterstützt, und so arbeite ich seit mehreren monaten vorwiegend in dieser anderen werkgruppe, der sogenannten kreativgruppe. und bin soooo viel zufriedener! jetzt habe ich zwar sechs zu betreuende menschen statt drei, aber: der gruppenraum hat große fenster ins grüne, es gibt keinen waschmaschinen- und wäschetrocknerlärm und auch keine extrem trockene luft, ich arbeite oft mit einer sehr tollen (fachlich top, kommunikativ, ruhig und wohlwollend - und 20 jahre jünger als ich alte frau) kollegin zusammen. und ich mach keine wäsche mehr, sondern sachen, die ich wirklich gern tue, vorwiegend mit papier, farben, wolle und stoffen. einfache dinge, die wir auf die fähigkeiten der uns anvertrauten menschen abstimmen: wir weben mit stoffstreifen (aus ausrangierter bettwäsche) sitzkissen und teppiche, malen, rollen und stempeln auf papier und verarbeiten dieses papier weiter zu karten, taschen und geschenkpapier. nix großartiges also, aber so viel zufriedenstellender!
und seit anfang november arbeite ich auch noch zu anderen zeiten als vorher, so daß die engpässe zuhause von zwei, manchmal drei tagen die woche auf einen zusammengeschrumpft sind.

wie gut es doch ist, den mut und die kraft aufzubringen, sich für sich selber einzusetzen.
und was meinen wunsch- bzw vorhabenzettel angeht: ich hätt schon deutlicher schreiben müssen:"eine neue arbeitsstelle". "das universum liebt präzise angaben", sagte mal eine freundin. ich hab ja genau bekommen, was ich mir aufschrieb: eine neue arbeit - in der alten arbeit ;-)

Samstag, 23. November 2013

bewegend kw 47

was mich bewegt hat im verlauf der vergangenen woche:

* das letzte wochenende, mein wochenende, das ich weit weg verbrachte, um dort mit 12 anderen frauen und einem mann an einem eurythmiekurs teilzunehmen. eine frau aus der mutterkindkur vom frühjahr hat die dortige, wunderbare eurythmistin zu einem wochenendkurs nach lüneburg geholt. beides war ein so schönes erlebnis: die eurythmie bei dieser einmaligen frau und das wiedersehen mit 6 anderen kurmüttern. es war, als hätten wir uns kurz zuvor erst gesehen, das halbe jahr abstand war nicht zu spüren. so schön.

* dort: die elbe, still und weit, und überhaupt dieses niedersachsen *hach*. meine mutter kommt dorther, und als kind war ich oft in ihrer heimat. das hab ich deutlich gespürt, eine seltsame mischung aus heimatgefühl und wehmut war das.
elbfähre bleckede

 * das unwetter auf der schwiegerelterninsel habe ich verspätet mitbekommen. so ein schreck! den schwiegereltern geht es gut, ihr dorf ist nicht betroffen, es regnet halt sehr. doch an etlichen stellen ist die insel arg verwüstet, strassen weggeschwemmt, brücken eingestürzt, viele schafe sind ertrunken. puh. hoffentlich greift das hilfspaket der italienischen regierung, versickert das geld nicht irgendwo. die insel allein kann das nicht stemmen, kaum geld, hohe arbeitslosenquote. die menschen leben dort vor allem vom tourismus. also muss dringend alles repariert werden, damit die kommenden saison nicht ausfällt.

* ein buch hat mich beeindruckt: "aus liebe zum wahnsinn" von georg cadeggianini. er schreibt von seiner familie mit 6 (inzwischen 7) kindern, und das tut so gut! was ist mein 3-kinder-chaos hier schon gegen den alltag mit 6 kindern (und baby). ich habe beim ihm  abgeguckt und mir mehr gelassenheit auf die fahne geschrieben: es klappt sowieso nicht recht, alles in ein schema, geregelte abläufe etc zu pressen. also bleib locker, lass die kinder quatsch machen und lach einfach mit! klappt bisher ganz gut :-)). und lachen macht spaß und gibt kraft.

Donnerstag, 21. November 2013

pubertät

...ist, wenn die zwölfeinhalbjährige bei den geräuschen einer badenden schwester von spieltrieb und badelust gepackt wird und dann im bikini in die wanne dazusteigt.

hab ich gestaunt heute, über beides: über die große mit der kleineren in der wanne, und über den bikini.

naja, wenns hilft *schmunzel*.

Sonntag, 17. November 2013

sonntagsfreuden: heimkommen

nachhausekommen,
nach einem reichen wochenende außerhalb, weit weg (ich, allein!),
umlagert von freudigen kindern,
gedrückt und geherzt werden,
und soooo viele worte in rasanter geschwindigkeit und lautstärke gesagt bekommen.
zum dahinschmelzen!

Mittwoch, 13. November 2013

unverkennbar

nun ist es wirklich november.
nicht daß ich daran zweifel gehabt hätte. auch ohne blick auf den kalender schreitet der herbst in großen schritten daher. doch vorgestern, da klang es auch nach november, grad als ich von der arbeit kommend aus dem auto stieg:
 (sehr spannend finde ich, daß ich es seit jahren schaffe, immer im rechten moment draußen zu sein, um diesen riesigen schwarm zu sehen, der über einem kleinen tal hier kreisend wieder zusammenfindet. ich bin sicher, es ist immer derselbe schwarm. auf dem bild ist nur ein kleiner teil, insgesamt sind es 4 bis 5mal soviele tiere.)

und drinnen hängen schon seit 2 wochen diese filigranen gesellen über der kommode,
geschaffen in einer sonnigen mittagspause auf dem sofa.



Dienstag, 12. November 2013

ärger

grad bin ich ein wenig frustriert, genervt, verärgert, weil ich festgestellt habe, daß ich bei einigen anderen blogs nicht mehr kommentieren kann. mindestens bei wordpress, evtl auch anderswo. wie blöd ist das denn, blogs miteinander nicht mehr kommunizieren können lassen, klein-bloggersdorf zu zerteilen???? *grmpf*

also ihr lieben, frau kirschkernzeit, frau vierachtel, frau quadrat im kreis, frau lotterleben, ihr andern, es liegt nicht an mir, daß ich euch nichts mehr schreibe, die systeme scheinen unkompatibel zu sein. das hab ich umgekehrt auch schon gehört, deshalb bekomme ich wohl kaum noch kommentare.

so ein mist.
soll ich hier rüber zu wordpress gezwungen werden oder was?

Sonntag, 10. November 2013

sonntagsfreuden

heute weiß ich nicht, was mich mehr gefreut hat:

mit den kindern am nachmittag vor der glotze zu sitzen und  das erste mal (für sie, nicht für mich ;-) ) pippi langstrumpf auf dvd zu gucken - in der originalfassung, mit genau den stimmen und bildern, wie sie seit über 40 jahren in mein hirn eingebrannt sind.

oder daß die beiden jüngeren beim mätensingen klick mit zunehmend kräftigerer stimme mitsangen und sich schließlich so sicher fühlten, daß ich schon nach hause gehen konnte, während sie mit der mädchenbande aus dem viertel noch weitergingen und einiges einheimsten.
(eben beim insbettbringen erzählten sie dann noch, daß eine frau sich im wohnzimmer ans klavier gesetzt und gespielt habe, während die kinder draussen sangen. so schön!)

Samstag, 9. November 2013

bewegend kw 45

was mich im lauf der vergangenen woche bewegt hat:

* herrn siebensachen fiel bei der küchenräumerei mein altes getreidekochbuch *klick* in die finger - und er begann danach zu kochen.  ich hab das dann an 'meinen' kochtagen fortgesetzt, und es war (und ist) richtig gut: montag rote-bohnen-reistopf, di enstag wurzelsuppe mit gerste, mittwoch (s.u.) hirsepudding, do rotkohl-roggen-rouladen, freitag hafer-gemüse-pfanne, samstag polenta. sonntag wirds dinkelfladen à la gyros pita geben. besonders freu ich mich, daß er ohne mein zutun eine neue anregung für sein repertoire hat, abseits von fleisch und wurst.

* ein rasant anstregender mittwoch: beide eltern arbeitend, die kinder über mittag (haha, von 12 bis 16 uhr) allein zu haus, haben sich fertigpizza gebacken und rohkost gemacht und nicht gestritten! am abend sagte dann eins der tapferen kinder beim - endlich! - gemeinsamen abendessen, sich auf meinen schoß schmiegend:" das war ein richtig doofer tag ohne euch!" - dabei hat sie es so souverän gemacht. schön, daß sie dies erleben können: wie es ohne uns ist, und daß es mit uns irgendwie doch schöner ist. :-))


* ein frisches baby, das vierte kind in seiner so lieben familie *hach*. (wir sind zwar nur entfernt, doch herzlich bekannt über den unseren ehemaligen kindergarten.)

* und dann - alle jahre wieder - der laternenzug durch wald und gartenanlage in zunehmender dunkelheit. ich weiß noch, wie wir vor 11 jahren das erste mal mit dem größten kind zu einem martinszug gegangen sind und ich vor lauter rührung nur mit gebrochener stimme mitsingen konnte. so lang her schon...

Freitag, 8. November 2013

zurück, im alltag und im netz

guten tag, da bin ich wieder :-))

die herbstferien waren soo erholsam, wie ein einziges, riesenlanges wochenende *hach*.
da passte es gut, daß der laptop über eine woche aushäusig war und ich keine zeit im weltnetz verbringen konnte.

in der ersten woche haben wir vor allem rumgelümmelt, ich hab schön viel gelesen, den haushalt hat gemacht, wer lust dazu hatte, und an einem tag waren wir sogar am meer (ich schrieb davon). ich habe gestrickt und meinen sockenflickstapel  ganz unkonventionell abgearbeitet: nachdem einige socken schon sehr lange warteten (genauergesagt über ein jahr *räusper*), war ich mir sicher, daß ich sie eben nicht mehr flicken würde. so habe ich den löchrigen fußteil abgetrennt, das noch verwendbare garn aufgewickelt und damit den schaft verlängert: voilà stulpen für groß und klein. mehrere paare *kicher*

in der zweiten woche war die große tochter mit ihrer freundin weg, und ich hab gestaunt, daß dieses menschenkind, das sich inzwischen doch gern zurückzieht und oft nicht zu sehen ist, daß es doch deutlich gefehlt hat - nicht nur den kleineren schwestern zum streiten ;-). wir haben in der zeit ein paar 'baustellen', dh unfertigkeiten in der wohnung beseitigt (vernünftige lampen anbringen, flur lasieren, vorhang aufhängen, küchenschränke holen und aufhängen). das ist richtig gut, denn - wie es eben so ist - das eine zieht das andere nach sich: jetzt, da wir die neuen hängeschränke in der küche haben, kann der 'alte' geschirrschrank (der nicht in die küche passte und deshalb im flur stand) aus dem flur weg und als materialschrank ins arbeitszimmer (hübsch wird das!). der flur wird freier, das telefon kann einen vernünftigen standplatz bekommen undsoweiterundsorattenschwanz. ich liebe es, so richtig was sichtbares zu schaffen, was mich noch tagelang zufrieden macht.

schade, daß die ferien nicht noch länger sein konnten!
mir macht es nichts, daß die kinder dann zuhause sind, auch wenn ihr gezanke manchmal nervtötend ist. ich lebe gern mit ihnen alltag zuhause, sie beschäftigen sich gut und gerne selbst, wir kaufen gemeinsam ein oder sie besorgen auch mal was allein, wir kochen zusammen je nach möglichkeit und wunsch, und auch auf andere ideen kann spielend eingegangen werden. nur das schwimmen gehen mußten wir wegen diversem erkältunggedönse sein lassen (was ich aber garnicht schade finde *räusper*).

jetzt hat der alltag uns wieder, mit schule, lohnarbeit und haushaltsdingen.
so ein strukturierter alltag hat ja auch was für sich, und an meinen arbeitsfreien tagen vormittags ohne kinder zu sein, ist auch mal schön - aber es ist anstrengend, an den übrigen tagen gelassen zu bleiben und nicht ins 'gerase' zu verfallen. da hat mich ein artikel, den ich gestern gelesen habe, sehr angesprochen: "ich bleibe lieber zuhause". (unsere mittlere ist übrigens eine von nur drei kindern aus ihrer klasse, die nicht bis nachmittags im offenen ganztag sind. das ist anstrengend für uns, aber machbar, weil es uns wichtig ist, daß die kinder ausgiebig und in ruhe zuhause sein können und sich auch mal langweilen dürfen.)

nun fehlt mir ein vernünftiger schluß... ich mag aber jetzt nicht noch länger an der kiste sitzten und lass das deshalb einfach so stehen. vielleicht fällt mir später noch was ein, dann ergänze ich es.

habt es gut miteinander in diesen trüben, nassen tagen!

Montag, 28. Oktober 2013

sonntagsfreuden

waldraschelblätterregenwindpilzsuchspaziergang.

(oder auch: herr siebensachen wollte raus zum pilzesuchen, und diese rare gelegenheit, mit ihm spazieren zu gehen, habe ich mir trotz meiner momentanen trägheit nicht entgehen lassen. wir haben keine pilze gesammlet, nein, dafür kennen wir uns so gar zu wenig aus. aber gefunde haben wir welchen und versucht, sie zu bestimmen. das war das ziel des ganzen, und naja, was soll ich sagen, den einzigen, den wir per buch mit absoluter sicherheit bestimmt haben (neben dem allseits bekannten fliegenpilz), das war der tödlich giftige orangfuchsige rauhkopf .)

Samstag, 26. Oktober 2013

bewegend (kw 43)

was mich bewegt hat im verlauf der vergangenen woche:

* unser verrückter tag am meer.

* dort: ein vater-sohn-tandem: hinten am lenkrad, aufrecht sitzend, der vater, knapp 60jährig. vorne, in halbliegender position, daß der vater gut über ihn rübergucken konnte, der sohn, ca 25jährig, mit downsyndrom. und wie gekonnt die beiden da in langsamem tempo durch die fußgängerzone fuhren, ohne auch nur eine sekunde die balance zu verlieren!

* nochmal milde tage, so mild, daß die fenster stundenlang weit offen stehen konnten.

* schnippschnapp. knapp 20 cm haare sind bei der friseurin geblieben. im sommer gefielen mir die längeren haare noch gut, nun war ich das ewige hochstecken ebenso leid wie das flusige gefummel, das mir ansonsten ins gesicht hing. fühl sich wieder sehr gut an, so nackenfrei.

* abschied von der großen tochter: sie darf für 8 tage ihre freundin und deren familie an die nordsee begleiten. so lang war sie noch nie alleine weg! großes kind, du!

* der herbst ist dabei, seinen zenit zu überschreiten. das grün wird weniger, das bunt nimmt überhand, und die ersten baumwipfel sind schon kahl. besonders mag ich (neben den kanadischen ahörnern) die buchen: die blätter an den unteren ästen sind noch grün, während sie nach oben hin immer orangener und schließlich rostrot werden.


eine bewegende woche wünsche ich euch!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

ein verrückter tag

herbstzeit ist bei uns ein bißchen hollandzeit. aus diversen gründen reicht es dieses jahr aber nicht für ferientage in holland, obwohl die kinder es sooo gern wollten. da heckten wir eltern was aus, belauerten die wetterfrösche, und am dienstagmorgen wurde die familienkutsche gesattelt, mit picknickkiste, wechselwäsche und gummistiefeln bestückt. kurz nach 8 fuhren wir los, halb 12 waren wir da:





ein tag am meer mit allem:
sonne, wolken, ebbe und flut, fritjes, nassen füßen mit und ohne gummistiefel, wind und wellen.
hach tat das gut!

und spät nachts, nacht stundenlanger fahrt durch starkregen, gewitter und stau, waren wir wieder zuhause im eigenen warmen bett...

Montag, 21. Oktober 2013

sonntagsfreude: ferien

die kinder haben herbstferien. und wir eltern auch. zwei wochen lang. juchhei!

ich hab mir am samstag den hausputz das spiel mit den staubmäusen gespart, denn dafür hab ich jetzt ja täglich zeit *hihi*. der sonntag zeigte sich unerwartet herbstmild, wir haben spontan die drachen ausgeführt, und immer wenn ich lust dazu hatte, saß ich einfach auf dem sofa und hab neben der ein oder anderen flickarbeit ein mützchen für das baby einer kollegin gestrickt.
hach, das tut gut. einfach mal zuhause zu sein, ohne irgendeinen zeitdruck in reichweite, allen ichmußnochs die tür zu versperren und nur die ichmöchte's drin lassen!

(und die geldsorgen haben sich immerhin in geldärger verwandelt. ist doch sowieso ärgerlich, dieses geldzeugs.)

Samstag, 19. Oktober 2013

farben und licht

frau mäusedoktor hat die gelbtherapie erfunden, was mir ganz großartig gefällt. es ist aber auch zu schön da draussen, in dieser bunten, raschelnden herbstwelt. und es tut so gut, das licht und die farben bei jeder gelegenheit aufzusaugen als vorrat für die graue, dunkle jahreszeit.

hier in der nähe ist eine wiese nicht gemäht, das gras steht handhoch, und die ahornblätter stehen zum teil aufrecht zwischen den halmen wie postkarten in einem ständer und präsentieren sich in ihrer ganzen farbenpracht.





und auch das neue titelbild stammt von dort, von einem sonnigen stündchen mit den kindern auf dem kletterspielplatz.

Freitag, 18. Oktober 2013

bewegend (kw 42)

was mich im verlauf der vergangenen woche bewegt hat:

* vor allem geldsorgen.
wir krebsen immer so um null herum, und irgendwie kommt immer grad dann, wenn es etwas entspannter werden würde, was neues dazu. am dienstag wars mal wieder ein blechschaden (unser auto hat nix abbekommen, immerhin, nur das andere). als ich das erfuhr, bin ich erstmal auf den speicher gegangen zum wäscheaufhängen (jaja, der speicher...), um nicht loszuwüten, und erst heute hab ich mich einigermaßen eingekriegt. ich finde es so wahnsinnig frustrierend, daß wir einfach auf keinen grünen zweig kommen. und ich sehe da parallelen zu unseren jeweiligen herkunftsfamilien, was mich doch erschüttert. und wenn ich schon keinen lottogewinn bekomme, so nähm ich doch gern einen goldesel in pflege, nur für einen tag *seufz*.

* es gab bestimmt mehr bewegendes, doch dieses eine hat für mich alles überlagert.

Samstag, 12. Oktober 2013

sonntagsfreuden: es ist soweit

in der nacht auf samstag gab es hier erstmals leichten frost. kalt war mir beim aufstehen sowieso (wir schlafen mit offenem fenster), vom frost erfuhr ich, als ich aus dem kinderzimmerfenster blickend einen nachbarn sein auto freikratzen sah. diese feststellung unterstützte das vorhaben, das ich am vorabend schon beschlossen hatte, und so machte ich mich nach einem schnellen frühstück noch im nachthemd an die vorbereitungen und fuhrwerkte mit dem staubsauger durch die gesamte wohnung, bis alle heizkörper von staub der letzten wochen befreit waren. und dann: wärme marsch! und schon eine halbe stunde später zog wohlige wärme durch die räume. *hach* (nur ein feuerofen wär noch schöner...)

ich find es ja jedes jahr eine zumutung, daß von 12 monaten des jahres mehr als die hälfte die heizung eingeschaltet sein muß. aber trotz hartnäckiger anfangsweigerung, wolljacken und wärmflaschen hilft dann doch irgendwann nichts. nicht daß ich gern friere, neinnein. ich find es halt so... unausgewogen. hätt gern länger natürliche wärme. wenn die heizung dann aber an ist, bin ich auch vollständig vom sommer losgekommen. muß nur noch seufzend die dünnen sommerröckchen und hemdchen aus meinem schrank verbannen.

Freitag, 11. Oktober 2013

durch die woche

in den vergangenen fünf tagen war an der schule der jüngsten die einführungswoche für uns neue eltern. täglich von 8.30 bis 18.00 gab es 'kurse' zu verschiedenen themen, um theoretisch und vor allem praktisch die waldorfpädagogik an dieser förderschule kennenzulernen. eine ganz tolle sache - wenn mensch mal davon absieht, daß es echt schwierig ist, sich so viel zeit freizuschaufeln, was auch nur sehr wenige menschen geschafft haben. wir waren abwechselnd und häppchenweise dort - ein tagesablauf sah dann zb so aus: 5.00 weckerpiepen für herrn siebensachen, 6.30 weckerpiepen für mich, 7.30 kinder verscheuchen, 8.30 in der schule auftauchen, 12.30 mit dem kind nach hause gehen, mittagessen aus dem ärmel schütteln, essen, dabei schul- und nachmittagsdinge klären, 14.30 den mann begrüßen, 14.45 zur arbeit losfahren, 15.15 teamsitzung, 18.15 nach hause fahren, irgendwo neue nahrungsmittel kaufen, abendessen, kinder ins bett scheuchen, küche und wäsche notdürftig versorgen, 22.30 kinder nochmal zur toilette bringen, 23.00 ins bett fallen. oder umgekehrt: von 9.00 bis 15.00 arbeit, während herr siebensachen in der schule ist, den mittagspart zuhause macht, dann zum spätdienst fährt, während ich den nachmittag in der schule verbringe. uff.

die kinder sinds schlußendlich leid gewesen, so viel 'allein' zu sein (die jüngste war dort in der schule in der kinderbetreuung), zuviel freiheit tut eben auch nicht gut, ein bißchen elterlicher halt darf schon sein :-)). und mir reichts nun auch, heute hätt ich beinahe vor erschöpfung kurz  mal geheult, noch ein tag mehr und ich wäre krank geworden.

doch es war eine unglaublich reiche, erfüllende woche. auch wenn ich schon einiges über waldorfpädagogik und anthroposophie weiß durch die kindergarten- und schulzeit der beiden größeren, durch studium und diplomarbeit, ist es doch wunderbar, eine schule so ganz persönlich nahegebracht zu bekommen und - wenigstens in ansätzen - in ihren eigenheiten kennenlernen zu dürfen. was für ein geschenk!

Montag, 7. Oktober 2013

sonntagsfreude: tränen lachen

auf einer autofahrt in ein möbelhaus (neiiin, nicht ins blaugelbe) entspann sich auf den rücksitzen mal kein streit, sondern eine spaßige sprachspielerei. analog zum lied "drei chinesen mit dem kontrabass" haben die mädchen selbstgedichtete verse in verschiedene 'sprachen' übersetzt.
zb. ALASA AND SABASTAAN FAHRAN MAT DAR SCHWABABAHN.

hm, so geschrieben kommt das nicht sehr lustig rüber. nachdem ich jedoch der entstehung gelauscht hatte und minutenlange a-sprache hörte, war es so lustig, daß ich tränen gelacht habe und mir die augen wischen mußte, um nicht aus der spur zu fahren.

Sonntag, 6. Oktober 2013

bewegend (kw 40)

was mich im verlauf der vergangenen woche bewegt hat:

* das letzte mal sonnenlicht in unserer (nach westen blickenden) küche. naja, noch nicht ganz, doch die tage sind grad so wolkig, daß wir den wirklich letzten sonnenstrahl in der küche nicht sehen werden. nun dauert es fast bis ostern, bis unsere grüne wand wieder vergoldet werden wird *seufz*. (wenn ich mal ruhe hab, zähle ich das ganz genau aus und weiß dann, wann es wieder soweit sein wird...)

* gedankenspiele. auf dem flohmarkt das große, schwerbehinderte kind im spezialkinderwagen, das an seinem schnuffeltuch fingert und es mit mühe zum mund bugsiert - und sofort der gedanke, was wäre ich froh gewesen, wenn selma (klick) das jemals gekonnt hätte. ein bißchen wehmut, ein tiefes seufzen. und dann wars aber auch wieder gut.
es ist, wie es ist.

* sie segeln, wirbeln,schaukeln, rascheln und flinkern manchmal sogar im sonnenlicht: langsam beginnen die blätter zu fallen. und jeden tag werden die bäume etwas bunter. wunderschön.

Montag, 30. September 2013

bewegend (kw 39)

was mich im verlauf der vergangenen woche bewegt hat:

 * 14 jahre mit herrn siebensachen. mein lieber mann, das ist ne ganze menge! und doch so schnell vorbeigegangen, irgendwie. auch wenn ich manchmal zetere (innerlich, aber auch äußerlich): schön daß du da bist! und danke für die gute zeit bis hierhin.

* wie die drittklässlerin am küchentisch sitzt und mit der zungenspitze zwischen den lippen schreibschrift übt - so süß! und abends finde ich sie genauso hingebungsvoll und konzentriert häkelnd im bett liegen. ist doch irgendwie dasselbe: aus langen fäden und strichen zusammenhängende sachen machen ;-).

* nochmal so ganz intensiv die sonne zu spüren an einem windgeschützen waldrand. so warm, daß ich trotz nackten füßen und trägerhemd nach einer weile den schatten suchte (bis ich wieder abgekühlt war).

Mittwoch, 25. September 2013

herbst

hallo herbst, da bist du ja!

es tut mir leid, daß ich in den letzten zweidrei wochen über kälte und regen gejammert habe. das war doch nicht gegen dich gerichtet. dein bruder sommer war bloß ein bißchen voreilig im hintersten wetter-eck verschwunden und hatte dieses nasskalte grau an seiner statt zurückgelassen. das passte so gar nicht, und als ankündigung für dich fand ich das auch höchst unpassend.

aber nun bist du ja da, hast morgendunst mitgebracht und die sonne, die ihn vertreibt. die ersten bunten blätter gibt es (viele kanadische ahörner vor dem orangenen baumarkt - ob das absicht ist, farbkonzept der kette?), blüten, mildes licht, spinnwebfäden und reife äpfel. birken und linden legen gelbe teppiche auf die wege, die wiesen beginnen zu welken und werden matter, und das ist genau eine meiner lieblingsfarben: septembergrün nenne ich sie, denn nur im späten september gibt es dieses grün (das mag auch an diesem besonderen licht liegen). die nachbarn machen abends ein feuer an im ofen, und dann zieht der duft von holzfeuer durch die luft *hach*. das mag ich so gern, dafür mach ich das schlafzimmerfenster extra weit auf, um mit diesem geruch zu schlafen. tags kann ich wieder barfuß in meine schuhe schlüpfen, werfe die strickjacke von mir und krempel die ärmel hoch, und für die nacht sträube ich mich nun nicht mehr gegen eine wärmflasche im bett.

jetzt passt wieder alles zueinander, da du endlich da bist, herbst.
willkommen, und bleib doch eine weile!

Montag, 23. September 2013

bewegend (kw 38)

was mich im verlauf der vergangenen woche bewegt hat:

* eine spielplatzbegegnung: eine frau mit ihren drei jungs, der jüngste übte grad krabbeln und durfte überall hin, alles erkunden, was nicht wirklich gefährlich war, wurde einfach so gestillt auf der bank. die anderen beiden turnten am seilpark und sammelten dinge für ihre sammlung. schön war zum einen der umgang der mutter mit ihren dreien, so friedlich, freundlich und ermutigend. zum anderen lief die gesamte unterhaltung auf englisch und deutsch - sie wechselten fließend von einer in die andere sprache, flochten wörter von hier dort ein. das klang sehr kreativ und beflügelnd. (kindergartenkinder in fremdsprachen begeistern  ich immer wieder - obwohl es für die ja total normal ist.)

* ein tag arbeit mit dem neuen gruppenleiter - so angenehm und auf einer wellenlänge, daß ich mich beinahe frage, wo der haken ist. aber nein, ich frags mich nicht, sondern sehe vertrauensvoll sehr positiven veränderungen bei der arbeit entgegen.

* mir ist bewußt geworden, wie viel besser ich in letzter zeit schlafe. vor allem einschlafe.
vor einem jahr und länger, da bin ich über monate nach kurzem schlaf mit klopfenden herzen wieder aufgeschreckt und habe dann lang wachgelegen, während sich das gedankenkarussel drehte (sorgen um meinen vater, viel vermeintliche pflichten, viel unerledigtes, unser umzug...). homöopathische kügelchen ("avena sativa comp.") haben mir zwar gut geholfen, doch da muß ich ja dran denken, sie rechtzeitig zu nehmen... früher ins bett zu gehen hat  überhaupt nicht geholfen, da ich dann von herrn siebensachens geräuschen gestört wurde oder gar wachgeworden bin - und nicht wieder einschlafen konnte. oft bin ich dann nach halb zwei völlig erschöpft eingeschlafen und war dankbar für die 4 oder 5 stunden schlaf, die ich abbekommen habe. mein nervenkostüm aber war aus entsprechend dünnen fäden gewebt :-((. 
ach, und inzwischen, so seit den sommerferien, geh ich einfach ins bett, wenn ich müde bin, les noch eine halbe oder auch 10 seiten, und dann schlaf ich einfach ein und wach auch nicht mehr auf, wenn herr siebensachen vom spätdienst (oder -film) kommt. ich genieße es sehr. sehrsehr!

(und jetzt geh ich schnell noch ein paar runden stricken und dann genüßlich ins bett...)

Sonntag, 22. September 2013

sonntagsfreuden

in der küche sitzen, wolle wickeln und maschen zählen,
und nebenher (fast) nur mit worten das 8jährige kind beim apfelkuchenbacken unterstützen.

Samstag, 21. September 2013

hubschrauber über der stadt

den ganzen  nachmittag war der lärm kreisender hubschrauber zu hören.
70 nazis bildeten eine demonstration , die trotz intensiver wünsche von bevölkerung und lokalpolitik nicht verboten worden war (klick).
2000 polizisten waren im einsatz, kesselten nazis und gegendemonstranten voneinander getrennt ein.

eine hubschrauberstunde kostet 4000 euro (informierte uns eben eine nachbarin, die im polizeisportverein schwimmt). was der gesamte polizeieinsatz kostet, mag ich mir garnicht ausrechnen. bezahlt wird mit unserem geld, unseren steuern. doch unsere meinung interessiert nicht genug, als daß diese demo einfach verboten worden wäre. demokratie hin oder her, menschenverachtung darf keinen platz haben.

(und wenn ihr in deutschland wohnt, denkt dran, am sonntag wählen zu gehen. kein platz für nazis!)

Donnerstag, 19. September 2013

fremd

mütze und halstuch im september, das hatte ich noch nie.
fühlt sich sehr fremd an, doch ja, auch wohlig.

mit september verbinde ich eigentlich intensive, milde sonne, nicht mehr stechend wie im sommer oft. wärmend, akku aufladend. daß das jetzt so plötzlich zuende ging, will mir nicht so recht in meine innere uhr passen. es sträubt sich noch fast jede faser meines körpers dagegen, wärmend eingepackt zu werden, wo die wärme doch eigentlich noch von außen kommen sollte. doch nagut, sträuben nützt nix.

(das war jetzt das einzige wetterjammern hier für sehr lange, versprochen.)

Dienstag, 17. September 2013

waldorf - dadaismus

1. epoche in der 3. klasse: die schöpfungsgeschichte.
um der rechtschreibung auf die sprünge zu helfen, schreibt die drittklässlerin alle fehlerhaften worte nochmal richtig und möglichst schön. vor ein paar tagen nutzte sie dafür unsere küchentafel. seither steht dort folgendes zu lesen:
das ist nun schon zum festen spruch hier geworden:

sonne wie vogel flog.
wasser heiss dieser welt.

Sonntag, 15. September 2013

bewegend (kw 37)

was mich bewegt hat im verlauf der vergangenen woche:

* das abrupte ende des sommers nimmt mich mit. ich hadere damit, socken anzuziehen, die warmen strickjacken sind auch noch in ihren sommernestern, dafür zwiebelt es so ein bißchen in rachen und nase *hatschi*. dabei ist die sonne doch noch so kraftvoll - wenn sie denn mal aus den ollen (regen)wolken rausgucken darf.

* ein blogeintrag, ein brief und das leben überhaupt haben meine gedanken und mein herz sehr beschäftigt. ich weiß gar nicht, wie ich das in worte fassen kann, und ob ich das hier so en detail will. es geht um das leben mit kindern und meine innere balance zwischen ihnen und mir. jedenfalls tat es sehr gut, mal wieder durchgerüttelt zu werden und mich darauf zu besinnen, daß meine kinder das wichtigste in meiner welt sind. und da ich mich nunmal für sie entschieden habe, sie gar herbeigesehnt habe, hab ich nun auch die verantwortung dafür, sie gut aufwachsen zu lassen. wenn ich meinen tag nicht gut strukturiere oder mir zuviel aufhalse/vornehme, mich im internet verzettele oder sonstwie abtauche, muß ich trotzdem zusehen, daß ich meinen stress nicht auf sie übertrage, 'an ihnen auslasse'. ja, das muß ich, meiner meinung nach, denn sie können doch nix dafür.
selbstdisziplin ist da ein thema und auch 'gewaltfreie kommunikation', achtsamer und einfühlsamer umgang.

Freitag, 13. September 2013

lichterwelt

"in so einer welt möcht ich mal wohnen," sprach das jüngste siebensächelchen
auf dem rückweg vom garten, bergab mit blick auf die abendliche stadt.
"in was für einer welt meinst du?"
"in so einer lichterwelt!"

Mittwoch, 11. September 2013

sonntagsfreuden: küchenleben

die woche über war so wunderbares, sonniges wetter, daß wir uns für samstag auf einen langen familien-talsperrentag  freuten. am freitagspätnachmittag aber schlug das wetter um, und zu unser aller großen entäuschung wurde es ein regenwochenende. doch irgendwie haben alle das beste draus gemacht und die zeit drinnen genossen, die kinder in ihren höhlen haben ausführlich und intensiv gespielt (oder musik gehört und cd-cover gestaltet, wie die große tochter), und ich hatte die küche zu meiner höhle auserkoren. mit buch und häkelzeug saß ich stundenlang dort und sorgte zwischen den seiten und maschen voller vergnügen für unser leibliches wohlbefinden.
zwischendurch wagte ich mich mal hinaus, hoch in den garten, um dort so dies und das vor dem regen zu retten...
... und das erforderte weitere gemütliche küchenstunden :-))
so mag ich küche besonders gern: ohne zeitdruck, gemütlich und kreativ. (ein feuerchen fehlt uns da nur noch..)

Samstag, 7. September 2013

bewegend (kw 36)

was mich bewegt hat im verlauf der vergangen woche:

* die einschulung des jüngsten siebensächelchens (in eine wunderbare waldorf-förderschule). scheu und doch so neugierig ging sie vertrauensvoll mit ihrer lehrerin mit. hach, meine kleine, so groß bist du schon!

* hilfsbereitschaft: mittags an einer der größten kreuzungen unserer stadt, vierspurig in alle richtungen, im ampelstau. eine alte, beleibte frau mit rollator, die grad noch an der fußgängerampel stand, liegt am boden, kommt nicht mehr hoch. und innerhalb von nicht mal 15 sekunden waren mehr als 6 junge menschen aus ihren autos ausgestiegen rausgeflitzt und bei ihr, um zu helfen. sie kümmerten sich nicht um den länger werdenden stau noch um das hupkonzert (denn es waren zwei fahrspuren von den verlassenen autos blockiert), sondern nur um die frau. so schön und rührend. (ich bin weitergefahren, als es dann vorwärts ging, es waren ja genug helferInnen da.)

* lichtmomente: dämmerungsmorgendunst. blauender himmel. flirrendes, gleißendes septemberlicht. wärme, fast hitze. brennen auf der haut. sonnenuntergang und abendblau. - ich bin ein lichtmensch, sauge diese tage auf wie nahrung.

* erntefreude: nach 8 jahren zum ersten mal pflaumen am baum. und was für leckere! und die freude der verarbeitung kommt noch dazu!

Sonntag, 1. September 2013

sonntasgfreude: mutterstolz

in der kur im frühjahr hat sich die große tochter mit einem gleichaltrigen mädchen angefreundet (und ich mich mit der mutter). seither schreiben sie sich und telefonieren manchmal. an diesem wochenende ist mein großes kind nun allein mit dem zug zu dieser 140 km entfernt wohnenden freundin gefahren, um die letzten ferientage bei ihr zu verbringen. nach den ersten 10 minuten im zug rief sie schon an, etwas verzagt klang sie, es sei langweilig. nach einer halben stunden rief sie bei herrn siebensachen an und erzählte, sie habe sich mit einer engländerin auf englisch unterhalten. nachdem sie eine geglückte ankunft vermeldet hatte, rief sie am abend nochmal quietschvergnügt an und erzählte von einem erfüllenden tag. heute rief die mutter der freundin an und erzählte, wie selbstverständlich und offen mein kind bei ihnen sei. sie sei beeindruckt.

ich freu mich so und bin arg stolz, daß sie diese reise so souverän gemacht hat und dort so eine schöne zeit hat.
und heut nachmittag fahr ich ihr nach, die mutter besuchen, und montag abend fahren wir gemeinsam nachhause!

Samstag, 31. August 2013

bewegend (kw 35)

ich möchte versuchen zu sammeln, was mich so bewegt hat im verlauf einer woche.
heute fang ich an.

* das milde spätsommerlicht. leuchtend, wärmend und auch tröstend kündet es vom kommenden herbst. aber noch ist sommer!
* ein haustraum. das wär genau das richtige für uns (besonders auch preislich)! dürfte ich dort unter dem baum sitzen, ich würd heulen vor glück. doch leider ist es viel zu weit weg von beiden arbeitsstellen.
* hormone. prämenstruell habe ich innerlich zeter und mordio geschrieen, äußerlich wohl auch ein bißchen *räusper*. bevor es aber trümmer gab, fiel mir ein, was wohl los ist, und nach einem passenden globuli, tränen und einer langgeschlafenen nacht sah die welt wieder normal aus.
* der tod von wolfgang herrndorf. ich bin tief beeindruckt: von seinem blog, seinem umgang mit seiner krankheit, seinem frei-tod.

Freitag, 30. August 2013

geplündert

da war diese schale voll frischgepflückter brombeeren im kühlschrank. ich war mir noch nicht sicher, was aus dieser portion werden sollte, herr siebensachen hatte die letzten zu köstlicher marmelade verkocht. ich tendierte diesmal eher zum frischverzehr, mit vanillezucker auf eis oder so.
als ich am mittwochabend von der arbeit wiederkam, erwartete mich die familie stolz mit neuen marmeladengläsern, hübsch verziert mit kindgemalten etiketten. waldbeere wär die sorte, erfuhr ich. aha. hm, also die brombeeren waren nicht mehr im kühlschrank. dafür standen in der spüle mehrere leere behältnisse, die ich im voll gefrierfach wähnte. und es war tatsächlich wie mir schwante: der wahnsinnige mann hatte im marmeladeneifer meine sämtlichen für winterzeiten eingefrorenen obstvorräte verkocht: rote und schwarze johannisbeeren, zwei portionen himbeerpüree, einen beutel handverlesene ganze erdbeeren... alles futsch.

scheiß gleichberechtigung.
ich will sofort die alleinherrschaft über meine küche zurück! *aufstampf*
zumindest manchmal.

(lecker ist sie schon, die marmelade...)

Montag, 26. August 2013

sonntagsfreuden: im keller - die zweite

nun versuch ich es doch noch, solange ich noch eine frische erinnerung an manche formulierung habe...
auf ein neues.

unser langes wochenende begann. die wetteraussichten waren bescheiden, doch ein blick aus dem fenster verhieß nicht soo schlechtes. immerhin noch kein konkreter regen. die familie verweigerte jedoch meinen vorschlag einer fahrradtour. grmpf. vom frühstückstisch räumte ich nur die lebensmittel in sicherheit, alle anderen familienmitglieder hatten sich wie sebstverständlich verzogen. wieso soll denn immer ich das machen? mit einem caffè zog ich aufs sofa, ein paar runden jonglierbälle häkeln. rausgucken, gedanken fliegenlassen. dann tönte aus der küche geklapper. geht doch *grins*. ich beschloß, in der unerwartet vor mir liegenden zeit mein fahrrad zuende 'fein' zu machen (zb lang die nicht mehr benötigte kindersitzhalterung abzuschrauben). anziehen, in den keller gehen, erstmal platz zum schrauben schaffen. glühbirne festdrehen, räumen, und da, ein lang vermisster fahrradzubehörkarton! damit war der tag eigentlich schon gerettet :-)). während ich so werkelte und kein spielverderberwetter sah (keller eben), kamen nach und nach die kindelein und holten sich fahrzeuge in den kellergang. brrmm, tuut, klapperklong. die puppe im körbchen am rollerlenker, einen besen vor dem einrad herschiebend, schranken und schiffstuten betätigend, hatten sie ihren spaß in den engen gängen. als ich fertig war, das mit einem frontlastenträger aufgemotze rad angeschwärmt und mich wieder ans tageslicht begeben hatte, waren zwei stunden vergangen, ein frischer kuchen stand auf dem tisch und es regnete immernoch nur ein paar tropfen. geht doch *grins*. doch immernoch wollte keineR mit mir raus. fast fing ich wieder an zu schmollen, da beschloß ich, dann eben allein zu fahren. das rad probezufahren und eine bestimmte strecke probezufahren. und das war richtig gut! wegen des wetters waren nicht so viele leute unterwegs, so brauchte ich auf der alten bahntrasse nicht slalom zu fahren. noch auf irgend eins meiner kinder rücksicht zu nehmen. in die pedale getreten! mein eigenes tempo fahren! am ende der trasse machte ich eine kleine pause (und fahrradfotos, siehe unten). als ich mich dann richtung osten wandte, sah ich sie, die dunkelgrauen wolken. und schon fing es an zu regnen. schnell in den nächsten tunnel gesaust und an dessen ende mit einigen anderen leuten in die himmlischen sturzbäche geschaut. ich packte meine tasche in eine tüte (knipse! telefonino!) und mich die regenjacke, und als der regen nachließ, fuhr ich weiter. das hielt nicht lang, das nachlassen, und ich wurde sehr, sehr nass. aber das war ich dann ja schon, also fuhr ich einfach weiter bis nach hause. verschwitzt und mit klitschnasser hose und schuhen kam ich an, müde und zufrieden.

wie gut es doch tut, unerfüllbare vorstellungen loszulassen und offen zu werden für unerwartetes.
sonntagsfreude.

und jetzt fotos.
die ersten vor allem für frau ringelmiez. sie zeigen meinen aus dem hollandurlaub mitgebrachten klappkindersitz. er besteht aus einer lehne und fußrasten, beide bei bedarf ausklappbar und ansonsten nicht wirklich im weg. das grüne ist ein stück einer alten isomatte als sitzpolster.
die ganze konstruktion
befestigungsdetail
 lehne eingeklappt, fußrasten noch ausgeklappt 
das letzte bild zeigt den neuen frontlastenträger, heute nur mit körbchen minimal bestückt (er darf bis 25 kg tragen!)