nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Samstag, 31. Dezember 2016

zuguterletzt

hier liegen drei posts auf halde, aber mir mangelt die zeit sie zu vollenden.

daher schreib ich hier nur auf die schnelle einen gruß für euch hin,
feiert das leben, das licht, habt es gut miteinander und kommt gut ins neue jahr hinüber!


(uns ist für morgen schnee vorhergesagt, und das finde ich einen ganz zauberhaften jahresbeginn. nicht nur deshalb freu ich mich auf das neue jahr!)

Donnerstag, 15. Dezember 2016

weihnachtsessen

frau gold fragt auf instagram nach unsren plänen fürs weihnachtsessen. 
das passt, denn genau daran basteln wir gerade.
es ist ja nicht so einfach, verschiedene bedürfnisse, vorlieben und dann auch noch traditionen unter einen hut zu kriegen. (auf die frage, wie das alles unter einen hut zu kriegen sei, gab es im herbst irgendwo im netz mal eine tolle antwort: 1. einen richtig großen hut nehmen, 2. feste stopfen. dieses bild mag ich so sehr!)

bei uns also:
3 fleischesser_innen, eine meistens-vegetarierin, eine veganerin. der mann möchte lamm(braten), die töchter schreien iiihhhh!, ich mag das gerne, esse es aber nicht mehr.

am heiligen abend wird es auf jeden fall ganz familien-traditionell lasagne vegan geben. das können wir inzwischen aus dem effeff, die einzelteile werden in den tagen vorher vorbereitet, dann am nachmittag des 24. zusammengefügt und in den ofen gestellt. der wird programmiert, und während wir in der (christengemeinschafts)kirche sind, schmort die lasagne vor sich hin. im keller wird dann auch schon die ein oder andere nachspeise kalt stehen und durchziehen: mit sicherheit sowas wie créme caramell oder panna cotta, evtl mousse au chocolat, auf jeden fall vegan und daher nicht ganz so schwer (rezepte entlang der rezepte von attila hildmann, der veganista und herrn grün).

am 25. wird es dann eine art doppelmenu geben: für den mann ein stück lamm, für die große und mich irgendeine art veganen seitansbraten (aus kichererbsenmehl, gluten und vielen gewürzen selbstgemacht, das geht tage im voraus), die jüngeren töchter können das mitessen was sie wollen. dazu gibt es bestimmt rotkohl selbstgemacht, aber nur bio, konventioneller schmeckt uns nicht so gut (letzte woche festgestellt). gerne auch rosenkohl, und der einfachheit halber backofenkartoffeln - die gehören zum lamm und sind soooo lecker, mit rosmarin und salbei, die gehen immer. salat darf auch nicht fehlen, es wird bestimmt ein gemischter römer/feldsalat, mit gerösteten kernen, birne, walnussöl, crema di balsamico und vielleicht zur feier des tages minitomaten, ausnahmsweise total unsaisonal.

ich könnte mir gut vorstellen, den seitansbraten wie canard á l'orange zu machen, das mag ich sehr gerne. also mit orangenschale geschmort und viel orangensaft in der sauce. das passt auch sehr gut zum rotkohl, den mache ich auch eher fruchtig.

ach, das war jetzt gut, unsere gedanken und ideen mal aufzuschreiben. sieht doch schon sehr klar aus. ich könnt sofort anfangen mit listenschreiben, einkaufs- und vorbereitungslisten (was wann gemacht werden kann/soll).

danke für die anregung, liebe frau gold!

Montag, 12. Dezember 2016

was schön war: im november

ja nun, der november ist längst zuende gegangen. die zeit rennt vor mir her oder ich trödel ihr hinterher, wer weiß. jedenfalls fand ich keine schreibzeit fürs blog. das echte leben geht vor.
immerhin habe ich mir angewöhnt, jeden abend einen satz über den vergangenen tag auf papier zu schreiben, das wichtigste, eindrücklichste, bewegendste des tages, meist mit achtsamem blick auf das was mir gut tut, was schön war. davon kann ich nun ein bißchen was abschreiben.

* eisige tage waren uns beschert. ich liebe die kälte (ja, ich hab auch ein warmes zuhause, für das ich sehr dankbar bin), wenn das licht so hell und die luft so klar ist. der rauhreif im garten wurde jeden tag dicker, so daß das kleinste siebensächelchen schon fragte, was da wohl wachse *schmunzel*. und fahrradfahren geht auch bei frost, schön eingemummelt halt.

 * ich habe seit langem mal wieder ein großes strickstück fertiggestellt, denn die mittlere tochter wünschte sich einen norwegerpullover, sowas hatte sie bei c+a gesehen. aus vollpolyester, für mich unkaufbar. so hab ich anleitungen gewälzt, wolle im drops-stützpunkt gekauft und mich ranbegeben. er ist so wunderschön geworden, und die nun 12jährige hat sich sehr gefreut. und vor allem hatte ich große freude beim stricken, ich hab mir direkt weitere großprojekte angelacht.

* ich bin auf die idee verfallen, so nebenher unsere treppe abzubeizen. fast im ganzen haus war vor unserem einzug vollflächig teppich verklebt, der vom vermieter noch rausgerissen wurde. zum abbeizen oder schleifen der treppen waren wir aber nicht mehr gekommen, weil herr siebensachen während der renovierungszeit noch in kur war. die unrenovierte treppe tat auch so ihren dienst und störte uns nicht wirklich. bis zu dem tag, als ich im baumarkt abbeizer kaufte und ihn am nächsten vormittag unter heftigstem lüften ausprobierte. ja nun, work in progress. dauert noch, wird aber wunderschön.

* ich habe ein paar heftige pms-tage hinter mich gebracht, die mich stimmungsmäßig arg gebeutelt haben. ich war mißmutig, unduldsam und arg unzufrieden. puh. es war schwer, das als pms zu erkennen, denn das 'm' davon hat sich schon ein paar monate nicht mehr blicken lassen - ich bin halt in den wechseljahren. daher wähnte ich mich in einer echten krise statt im klammergriff der hormone. schön war daran, daß es wieder aufgehört hat, ein wunderbares gefühl der erleichterung und des mich-wieder-selber-kennens.

frau winds adventskalenderbilder freuen mich jeden tag.

* die sonne steht schon so tief, daß sie nur noch kurz am tag ins haus scheint. umso mehr freue ich mich über diese momente.

* ich habe einen schuster gefunden, der nicht "nein das geht nicht" oder "das lohnt nicht mehr" zu  meinen kaputten lieblingspippilangstrumpfschnürstiefelchen sagte, sondern "das leder ist doch noch gut" und mir flugs heile schuhe zauberte. natürlich habe ich dafür ordentlich gezahlt, aber es ist auch ordentliche arbeit. das hält jetzt, und ich freu mich täglich.

* auffrischender wind beim waldspaziergang mit der hundefreundin und dann großes brausen in den baumkronen.

* sonntagsgeschlender: im schlafanzug mit werkschürze darüber im keller ein schränkchen lackieren.

* plätzchenduft (herr siebensachen backt).

* mit den adventsfesten der schulen (die töchter sind ja an verschiedenen waldorfschulen) kommt dann auch ein hauch von weihnachtstimung auf mit tannegrün, goldsternen und zauberhafter dämmerung.

* und ganz materiell: nachdem mir im herbsturlaub meine digitalkamera verlustig ging (und ich hoffe, es freut sich eine finderin drüber), habe ich mir nach langem hin+herüberlegen (obs nicht doch mal ein smartphone sein soll?) eine neue gegönnt, weshalb ich hier auch endlich wieder mehr als schlechte bilder vom telefonino zeigen kann.

Sonntag, 20. November 2016

der präsident in spe

die letze woche war wohl auf der ganzen welt sehr geprägt vom ergebnis der präsidentschaftswahlen in den usa. bei allem erschrecken über dieses ergebnis wurden viele gute gedanken gesagt/geschrieben, ich kann sie garnicht alle auflisten (hier und hier und hier und so weiter).

mir kommt der herr ein wenig wie ein zu groß geratener rüpel vor, dessen gehabe alle aufmerksamkeit auf sich zieht und der dadurch große aufregung verursacht. mitnichten will ich damit die gefahren in zweifel ziehen, auch ich bin erschreckt und frage mich, wie es nun weitergeht. doch als vor ein paar tagen im fernsehen im zusammenhang des gespräches von obama mit merkel gesagt wurde, obama habe den namen des zukünftigen präsidenten nie erwähnt, da dachte ich mir: ja, das ist vielleicht ein weg, ihm nicht zuviel raum zu geben: seinen namen nicht zu nennen. nicht daß es etwas an den tatsachen ändern würde. aber diese unglaubliche aufmerksamkeit, die zur zeit jedem p*ps von ihm zuteil wird, verleiht ihm so dermaßen viel macht über unsere leben, unser bewußtsein, daß wir davon noch ganz kirre im kopf werden (von der bedrängten seele ganz zu schweigen).

nichtsdestotrotz müssen wir aufpassen, daß es uns hier nicht genauso ergeht. ich habe mich jedenfalls heute sehr gefreut, als ich die neuen nachbarn, die das leerstehende haus gegenüber gekauft haben, zum ersten mal gesehen habe, denn sie sind dunkelhaarig und sehen mediterran/orientalisch aus. "willkommen", hab ich gesagt, und "viel erfolg beim renovieren".

ich freue mich über jeden nicht deutschstämmigen menschen meiner umgebung (also außer herrn siebensachen, der ist zwar hier geboren, aber kein deutscher - gastarbeiterkind der ersten stunde). auch wenn das ein oder andere vielleicht mal nicht so kompatibel ist, ist es doch egal, wieso ein mensch dies oder das nicht ißt oder eben doch oder etwas auf diese bestimmte weise tut oder in welche richtung sie betet - das ist doch in jedem dorf anders. klar kann das mal zu komplikationen führen, aber wir sollten über alles reden. miteinander statt gegeneinander.

(tja, als ob diese herausforderung neu wäre... sie ist so wichtig wie eh und je.)

Sonntag, 6. November 2016

was schön war: anfang november

wunderwunderschön sind die derzeitigen laubfarben. gold, kupfer, rot, gelb - einfach wunderbar. buchen, pappeln, ahorn, platanen leuchten miteinander um die wette und breiten goldenen teppiche unter sich aus. selbst heute, beim regengrauen hundespaziergang mit der freundin, war im wald vom novembergrau nichts zu sehen. ich bin so dankbar über die schätze der natur, in diesem fall die farben. und auch dafür, in einer gegend zu wohnen wo es reichlich buchen und ahorn (ahörner?) gibt, sodaß es überhaupbt herbstgold gibt.

erleichtert war ich, als die mittlere tochter mich am abend nach ihrem pubertätsbedingten ausraster zu sich ins bett bat, um mir den rücken zu kraulen, der so arg verspannt war. das hat mich sehr getröstet, daß so etwas noch möglich ist, da war mein rücken- und kopfweh gleich besser. echt.

schön war festzustellen, daß ich shirts nun wieder in die hose stecken und einen gürtel drüber zumachen kann, ohne daß ich finde, daß es blöd aussieht. so kleine freuden, ohne schlankheitswahn (ist noch genug bauch vorhanden).

schön war, mit der jüngsten tochter das neue ackerstück auszuwählen, abzustecken und den ersten spatenstich zu tun. denn ich habe im nahen(!) gartenverein einen vertrag für die nutzung eines grabelandes unterschrieben. für 8 euro im jahr, ohne vereinspflichten. 50 qm auf einem riesigen, schönen grundstück. ich kann einfach nicht vom gärtnern lassen ;-). (herr siebensachen hat mich für verrückt erklärt. na wart mal ab, wenns erst sprießt, dann wird ebegeistert sein!).

und in der kalten jahreszeit angekommen bin ich nun auch und genieße strickjacken, schals und mützen. es tut gut, nicht mehr dem sommer/der wärme hinterherzutrauern, sondern im hier und jetzt zu sein.

Freitag, 28. Oktober 2016

was schön war: herbstferien

weil es mir schwerfällt, immer am freitag friday fives aufzuschreiben, übernehme ich einfach mal das format "was schön war" von herrn buddenbohm, frau gröner und anderen. kommt ja aufs gleiche raus, denn für das was schön war, bin ich ja erst recht dankbar. (manchmal sogar für die auf den ersten blick nicht so schönen dinge/momente/ereignisse, weil sich im nachhinein doch etwas gutes bei herauskristallisiert.)

was also schön war.

die ferien auf der schwiegerelterninsel waren ganz hervorragend. so entspannenden urlaub habe ich lange nicht gehabt. das wetter war satt warm (pimaldaumen 24°c +), wir konnten ins meer, am strand liegen und uns bewegen, ohne daß uns der schweiß ausbrach. wir haben ausflüge gemacht (*hach mein liebstes wildes orridda-tal*), waren auf märkten, habe im garten geholfen, und weil es so früh dunkel und dann auch ein bißchen kühl wurde, sind wir früh ins bett gegangen und haben 8-10 stunden pro nacht geschlafen.

wir waren nur 10 tage dort, doch diese 10 tage im herbst waren erholsamer als sonst 20 tage im sommer, eben weil es nicht so heiß war. und auch die reise an sich ( 16 stunden autofahrt, dann über nacht fähre und am nächsten tag nochmal 4 stunden auto) war aufgrund der angenehmen temperatur viel entspannter. sicher sind die töchter nun auch älter als beim letzten mal, aber es war eben nicht heiß und sie mußten ihr unwohlsein nicht im streit mit anderen auslassen, sondern haben sich alleine und miteinander und mit uns beschäftigt. ja, 16 stunden im auto, das geht: malen, lesen, solitär und kniffel spielen, reden, schlafen, hörbuch hören. ganz normales zeug. manchmal auch pause machen.

wir waren über zwei jahre nicht dort, und es war so ein schönes, vertrautes gefühl des wiederankommens und wiedersehens der liebgewonnen orte, landschaften und menschen. es ist schon ein zweites zuhause dort, für den mann eh, aber inzwischen auch für mich und die kinder.
an der südküste

die insel an sich ist wunderbar. sonne, strand und meer, klar, aber eben auch das hinterland, daß eigentlich direkt nach der küstenstrasse beginnt. so wild, so urtümlich und an so vielen stellen seit jahrmillionen von nur wenigen menschen betreten, verändert fast nur von den naturkräften. es berührt mich jedesmal sehr, an solch unzerstörtem ort zu sein, an dem veränderung nur langsam vonstatten geht. es zieht mich dort hin und ich kann garnicht lang genug da sein, es fühlt sich irgendwie... heilsam an.
wasserfall und gumpe im orridda-tal

das wunderbare wetter war nicht so ganz üblich für oktober, normalerweise ist es dann durchaus ein paar grad kühler und auch mal grau und regnet auch (was die natur dort dringendst braucht). dieses jahr kam der herbst dort zu unserem vorteil zwei wochen später, so daß wir nochmal richtig licht und wärme tanken konnten. erst an den letzten drei tagen war es manchmal grau und feucht und am packtag auch nass. trotzdem wars noch kurzhosentauglich, und im meer war ich auch noch.
an der nordostküste
ein rosagoldener sonnenaufgang über der toskana (am frühmorgen nach der überfahrt) lässt mich staunend erschauern darüber, daß die welt jeden tag wieder IST.

und dann war ich trotzdem froh, wieder zu hause zu sein und zum zahnarzt gehen zu können, denn beim wellenhüpfen landete ein kinderkopf unter meinem kinn und haute mir das provisorium der oberen vorderzähne aus. weil es nicht schmerzte, bin ich nicht dort zum zahnarzt gegangen, sondern eineinhalb wochen wie eine zahnlose alte rumgelaufen. fällt dort nicht weiter auf, meine die tante des mannes, viele leute haben einfach kein geld für zahnersatz. fühlte sich aber saublöd an.

was auch so schön war: die begrüßung durch unsere katzen. zu nachmitternächtlicher stunde kamen sie angerannt und schnurrten uns um die beine und standen dann ständig im weg und schauten uns beim ausladen des autos zu. so rührend. später im bett kam die katze an, schmiegte sich richtig eng an meinen oberkörper und legte ihr pfote über meinen arm: "so, jetzt gehste nichtmehr weg!". ich freu mich, daß sie von den hütemädchen so gut versorgt waren und uns nicht gram sind.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

es ist zeit

heute beim zurückradeln von der arbeit bekam ich so lust auf pancakes, daß ich noch vorm obligatorischen duschen teig dafür rührte, um gemütlich mit den mädchen schnabulieren zu können. dann rief während des backens die werkstatt an und ich musste sofort los das auto abholen, und auf dem weg dahin merkte ich wie alle anspannung von mir abfiel und ich fast weinte vor erleichterung, jetzt ENDLICH zweieinhalb wochen frei zu haben.

es war mir garnicht klar gewesen, dass ich es so nötig habe. tageintagaus hab ich gerattert und funktioniert, es lief auch alles ganz prima, ich gönnte mir pausen, nur der schlaf kam etwas zu kurz, aber die arbeitswege per fahrrad haben mich immer gut gestärkt. das ging seit 9 wochen so (mit einer woche bildungsurlaub dazwischen), doch anscheinend reicht es jetzt.

nun werd ich noch für die herbstreise packen, das haus hübsch sauber machen, das gärtchen richten, proviant zusammensuchen, bücher im antiquariat kaufen, das auto beladen, eineinhalbtageundeinenacht auto und fähre fahren und dann: schlafen, schlafen und schlafen, schwimmen, wärme und mediterranes leben genießen. alles was mir gut tut.

habt ihr es gut miteinander und bleibt gesund!

Dienstag, 4. Oktober 2016

herbstbeginn

lange hab ich den spätsommer genossen und mir garnicht vorstellen können, daß es herbst wird, doch seit es nun kühler ist, ist er ganz selbstverständlich da. und ich zieh auch wieder lange hosen an, nur socken gehen noch nicht ;-) (the same procedure as every year...)

außerdem

* hab ich mir mit viel organisation den tag  der herbstfrauenwanderung freigeschaufelt und konnte dann 5 stunden bei wunderbarstem wetter mit so netten frauen durchs tal der wupper von leichlingen nach burg wandern. das tat so gut.

* bin ich erleichtert, daß die katzenversorgung für unsere herbstreise seit heute geregelt ist. ein nachbarsmädchen sowie zwei töchterfreundinnen werden sich abwechselnd kümmern. und unser fellvolk wird nicht nur gefüttert, sondern auch ausgiebigst gekuschelt werden *hach*.

* hab ich mich gefreut, daß alte shirts wieder passen, auch kürzere, seit kein dicker bauch nach "mehr stoff" verlangt. außerdem hab ich ausgemistet, zu große hosen weggegeben. trotzdem hab ich noch genug, und enger nähen geht immer (mit zwei röcken schon geschehen).

* bin ich dankbar für die gute schule und die tolle lehrerin der jüngsten. nach unschönen vorfällen mit klassen"kameraden" (aggressionen drei gegen eine...) wird zeitnah und intensiv gesprochen, damit alle kinder wieder unbeschwert zur schule gehen mögen.

* geärgert hab ich mich über ein gebrochenes zahn-provisorium. nach der reparatur am donnerstag ist es samstag wieder zerbrochen. das paßt grad so ganz schlecht, wenn die herbstreise naht... im ausland mag ich keine zahnprobleme haben! ich hoffe nun sehr, daß das morgen haltbar stabilisiert werden kann.

* hab ich große vorfreude auf die schwiegerelterninsel: dort ist es noch knackewarm und wir werden nochmal 10 tage wärme und licht tanken und vor allem im meer schwimmen können!

* hat die große tochter am wow-day in unserem garten gearbeitet. was zwei leute alles wegschaffen! schön war auch zu erleben, wie sie ohne groß zu murren alle aufgaben erledigt hat, die ich ihr gab (4 stunden wollten gefüllt werden). im alltag klappt das nicht immer so gut.

* bin ich so begeistert und dankbar von der fülle auf unserem tisch. und im gemüsebeet. die frühherbstliche üppigkeit ist so beeindruckend!

* habe ich mit wehmut die pfirsiche und nektarinen verabschiedet und mit begeisterung trauben  und birnen begrüßt. obst ist einfach soooo lecker!

* und ja, dann war ich auch dankbar für den regen. die erde lechzte danach, an mancher stele war es staubtrocken. nun ist die waldbrandgefahr gebannt.
 
  * hab ich die mützensaison eröffnet. eines morgens, frisch aus der dusche, mußte es sein. ich mag mützen so sehr. nur nicht solang sommer ist.

Samstag, 24. September 2016

jacke an, jacke aus

das macht mensch halt so im spätsommer und frühherbst: jacke anziehen, jacke ausziehen, je nachdem, wie warm es grad ist.

vor drei wochen bin ich nun, mit 50 jahren nicht unerwartet, im spätsommer/frühherbst meines lebens angekommen: ich bekam die ersten hitzewellen. mein zyklus ist schon seit zwei jahren nicht mehr das verlässliche uhrwerk, das er immer war, aber immer noch konstant. nun also hitze. und ich: zieh mich an, zieh mich aus.

den umgang damit hab ich abgeguckt. vor jahren in meiner ersten mutterkindkur war eine frau, die schon wellte, und sie erzählte, daß dies für sie der beste umgang damit sei: nette hemdchen drunter, jäckchen drüber, und je nach bedarf eben an oder aus. das hatte mich sehr beeindruckt, auch weil sie das so ganz selbstverständlich sowohl erzählte als auch machte. und so blieb es mir im kopf, und als es soweit war, wars ganz klar: hemdchen und jäckchen werden meine treuen begleiter.

und was soll ich sagen: es ist genial! fühl ichs in den händen heiß werden und die arme hochsausen*, lass ich die jacke von den schultern rutschen, egal was ich grad tue. das MUSS sofort sein, denn warten macht es nur noch schlimmer. also auch im auto, bei der arbeit oder gestern abend bei der chorprobe, einfach während des singens. es dürfen sowieso keine engärmeligen jacken sein, darin wird mir viel zu schnell heiß, also geht das runtergleitenlassen ganz einfach. und als es letzte woche noch heiß war (draussen mein ich ;-) ), da ging eben nur noch flatterbluse, weil ein trägerhemd allein schon zu warm war.

nun hab ich eine kleine jackensammlung und näh mir noch aus secondhand-riesenhemden/blusen einzwei flatterblusen mit kurzen ärmeln, falls ich mal ungern mit baren schultern sein mag, es gibt ja so gelegenheiten.

ansonsten sehe ich diesem geschehen mit freundlichem schmunzeln zu. daß ich nicht mehr jung bin, weiß ich ja, und gedanken übers älterwerden gingen besonders im letzten jahr viele durch meinen kopf. ich fühl mich nicht alt, schon gar nicht im kopf. und jetzt hab ich eben hitzewellen. ist halt so. das macht es bestimmmt auch einfacher, daß ich mich nicht dagegen sträube oder es schlimm finde.
 
außerdem hilft mir auch noch homöopathisch belladonna c30 ("plötzlich heftig, hochroter kopf, schweißausbruch"), das mildert es etwas bzw senkt die anzahl der wellen. und ein wirklich hilfreiches buch ist "wechseljahre wechselzeit" von rina nissim: kluge gedanken, erfahrungsberichte und naturheilkundliche tips.


*(für alle, die es nicht kennen: es fühlt sich so ein bißchen an, wie wenn bei einem schrecken das adrenalin durch die adern schießt, nur ist es heißer und dauert länger. das gesicht wird durchaus hochrot, und nach ein paar minuten des abkühlens ist es wieder vorbei. ein absolut unverkennbares gefühl. ich musste garnicht überlegen, was mir da geschieht.)

Montag, 19. September 2016

zur zeit

... warte ich mit strickjacke und baren füßen auf wärmere tage.
... träume ich von einem acker, vielleicht ganz hier in der nähe realisierbar, bin aber unsicher, ob ich/wir das zeitlich hinkriegen.
... freue ich mich über mein mittleres mädchen und ihre wunderbaren auftritte im schulzirkus.
... sehne ich mich danach, wieder im see schwimmen zu können.
... hadere ich mit terminlichen doppel- und dreifachungen, die mir wohl verunmöglichen werden, am samstag an der herbstfrauenwanderung teilzunehmen.
... vermisse ich die große tochter, die mit der klasse schon die zweite woche im feldmesspraktikum ist (und am samstag endlich wiederkommt!).
... bin ich so froh über das leben mit den nachbarsfreunden.
... staune ich über meine anpassungsfähigkeit bei der arbeit.
... genieße ich die obstfreuden des spätsommers (pfirsiche! nektarinen! feigen! trauben!)
... schmachte lächele ich den mann an, der in 6 fastenwochen 17 kilo abgenommen hat und nun wieder so rank ist wie zu unserer kennenlernenszeit.
... freue ich mich über meine eigenen geschwundenen kilos und daß alte kleidungsstücke wieder passen.
... staune ich darüber, daß ich mich so ans radfahren und wohnzimmersporten gewöhnt habe, daß es mir fehlt, wenn ich mal zwei tage aussetze.
... liebe ich das schimmernde septemberlicht, am morgen, am mittag und am abend, und nachts die sterne.

danke,  daß du es so grad gut mit mir meinst, leben!

Samstag, 10. September 2016

verrückt

dieser september ist verrückt. ungewohnt jedenfalls. allerdings kann ich mich auch an andere september erinnern, in denen es ähnlich warm war.
 
besonders verrückt ist diese mal dies: spärlich bekleidet auf der terrasse zu sitzen und sterne fürs waldörfliche adventsfest zu kleben...

Samstag, 3. September 2016

friday fives

...am samstag...

innehalten und danken.
inspiriert von nadine im buntraum.

eine wunderbare volle und erfüllende woche liegt hinter mir. in mir summt es vor zufriedenheit und glück.

* ich war als bildungsurlaub 5 tage bei einem holzbildhauerei-kurs. ich war dafür von der arbeit freigestellt, der mann hat die familie gemanagt und ich durfte nur für mich dort in dem bildungshaus sein. wir waren eine so nette gruppe, 10 frauen, 3 männer (einer davon der dozent), so kollegial, freundlich und zugewandt, daß es eine wahre freude war. die zimmer dort hatten mückengitter und eine wunderbare aussicht in die stille, bergische natur, das essen war superlecker und meist vegan zu regeln (zb durchs weglassen der soße) und ich habs mir einfach gutgehen lassen. ich bin meiner familie sehr dankbar, daß sie mir das ermöglicht hat.

* ich freue mich sehr darüber, daß unsere töchter schon so groß und selbständig und verantwortungsbewußt sind. während ich weg war, hatte herr siebensachen nämlich nicht frei, sondern arbeitete ganz normal (einen frühdienst, zwei spätdienste). sie haben das ganz souverän hingekriegt, einen morgen vom aufstehen bis zur schule und einen nachmittag und abend ohne erwachsene hinzukriegen. am letzten nachmittag war ich dann wieder da (da haben sie dann ganz normal gezankt wie die kesselflicker). sie sind so toll!

* gute nachrichten von allen katzenkindern. sie haben sich sehr schnell und unproblematisch in ihren neuen zuhausen eingelebt und dürfen sogar schon raus in den garten (wie sehr ich mich freue, daß ihnen das möglich ist!). auch mit den in zwei familien schon lebenden katzen gibt es keine probleme. und die katzenmutter hat die rückbildung des gesäuges, so richtig mit milchstau und tropfenden zitzen (*autsch* denke ich als stillerfahrene), gut überstanden und hat ihr altes leben wieder aufgenommen.

* sonne und wasser. ich genieße diesen wunderbaren spätsommer mit allen sinnen.

* freundschaft. mit den nachbarsfreunden ist es so nett, uns verbinden gleiche interessen (zb waldorf, öko, garten, achtsamkeit, nachhaltigkeit), und mittlerweile machen wir öfters gemeinsame ausflüge. heute zb riefen sie an und fragten, ob wir spontan lust hätten, zum paddeln mit an den see zu fahren - was für ein geschenk! und wir konnten sogar schwimmen, das wasser war noch nicht zu kalt (der see ist ein kleiner stausee, daher ein fließgewässer, so daß das wasser sich nicht erwärmen kann).



Samstag, 27. August 2016

friday fives

innehalten und danken.
inspiriert von nadine im buntraum.


 
der sommer war üppig und geruhsam und ich habe mich - trotz wenig urlaub - gut erholen können. hier ist einiges von dem, was dazu beigetragen hat:
 
* sommerferien. wir haben sie größtenteils zuhause verbracht, und das gefiel mir so gut. endlich mal ein sommer zuhause! sonst sind wir im sommer meist drei wochen auf der schwiegerelterninsel, und dabei verpassen wir dann regelmäßig die sommerliche zeit hier zuhause. diese jahr kann ich den sommer so richtig auskosten (und er gibt ja nochmal sein allerbestes zur zeit!).

* wärme und wasser. ich genieße es so sehr, daß es grad warm (im moment sogar richtiggehend heiß) ist. ich mag das gefühl, so ganz durchwärmt und durchglüht zu sein, bis in die knochen warm, das hält dann wieder eine weile für die kältere jahreszeit. und ebenso liebe ich das abkühlen in kühlem wasser, draussen in seen, talsperren oder im meer. wir haben hier ja nichts derartiges in der nähe, doch gelingt es mir im moment, wenigstens enmal pro woche ein paar stunden an und in einem natürlichengewässer zu verbringen. das tut so gut.

katzen. die katzenkinder sind alle vier gut angekommen in ihrem neuen zuhause, darüber bin ich trotz des großen abschiedsschmerzes froh und dankbar. und die mutterkatze hat nach ein paar tagen stillen wartens, suchens und milchstau-aushaltens das gröbste überwunden und findet zu ihrem alten leben zurück. vor allem liebt sie den nächtlichen ausgang. es war so wunderbar, diese zwölf wochen mit den katzenkindern erleben zu können!

* überwindung und ausdauer. seit ein paar wochen fahre ich nicht mehr nur ab+zu, sondern mehrmals in der woche mit dem rad zur arbeit, 12 km pro strecke. das kostet mich jedesmal manches mal überwindung, ist aber so lohnenswert. das morgenlicht und die frische luft sind einfach wunderbar, und es ist immer wieder ein tolles erlebnis, ausgepowert und verschwitzt bei der arbeit anzukommen und dann nach dem waschen, umziehen und verschnaufen total fit und energiegeladen in den weiteren tag zu starten. inzwischen habe ich deutlich mehr ausdauer beim fahren, komme einfacher die berge hoch, kann schneller fahren, und zusätzlich zu den entstandenen muskeln sind meine hosen weiter geworden *zwinker*. ich strebe an, mir diese fahrten so sehr zur gewohnheit zu machen, daß ich dann auch bei nicht so gutem wetter wenigstens zweimal pro woche fahre. ich bin auf dem weg.

verbundenheit. ich bin so dankbar für die lieben menschen um mich herum. es sind nicht viele, aber für mich umso wertvollere. die liebste kollegin, der liebste kollege, die tochterfreundinmutter, der eine bruder mit familie und die eine schwester, die nachbarsfreunde, und ein paar weit entfernte und seltene kontakte - sie sind emotionale stütze, wohtat und seelenschmeichler. (na klar, und der mann, der es schon so lange mit mir aushält und mit mir durch dick und dünn geht, auch wenn wir öfter mal zänkisch drauf sind.)

Freitag, 19. August 2016

kurzmeldung

eine der schlechtesten entscheidungen unseres lebens: keines der katzenkinder behalten zu haben.
alle so traurig hier.

Dienstag, 16. August 2016

abschied nach 12 wochen

wie schnell die zeit vergangen ist!

die katzenkinder sind nun 12 wochen alt, und heute ist das erste zu seiner neuen familie gezogen. und im laufe der woche folgen dann die anderen drei.
puh, mir laufen schon seit wochen die tränen, wenn ich nur daran denke *mamatier ich*.
wenige tage alt
es war eine wunderbare zeit mit ihnen. diese winzigen würmchen immer munterer, stärker und individueller werden zu sehen, den umgang der kleinen miteinander und den der mutter mit ihnen, die niedlichen kapriolen und wilden tobereien, die kommunikation untereinander, das langsam erwachende interesse des katers (vaters?) und wie er dann zum sozialen vater der kleinen wurde, das lehren und lernen zu erleben - das war besser als der beste grzimek-tierfilm und ich möchte es nicht missen.
mira mit nala, ella und minou (leo war weggehüpft)
und daß wir deswegen unsere sommerreise stornieren mussten, war völlig in ordnung, wir hatten eine schöne zeit hier und haben immerhin die nicht so reichlichen hochsommerlichen tage mitbekommen.

alle kleinen werden mit katzen leben können: zwei gehen jeweils zu familien, die schon eine katze bzw einen kater haben, zwei ziehen gemeinsam aus. es fällt uns allen schwer, mir wohl am meisten, denn sie sind so sehr teil der familie geworden. die töchter haben öfter gefragt, ob wir nicht doch eins behalten können - aber da waren sie schon längst versprochen, sonst wär bestimmt eins hiergeblieben.

nun wird es hier stiller werden, kein wildes getrappel am späten abend, kein zerspieltes gemüse- und kräuterbeet, kein maunzchor am frühen morgen, kein schnurrkonzert beim säugen und schmusen. dafür werden wir wieder mehr hände frei haben für die elternkatzen - und gemeinsam dabei die kleinen vermissen.

ach *schnüff*