nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Freitag, 16. November 2012

novemberfreuden: dämmerung

heute kam ich von der arbeit nach hause und fand nur ein kind mit dem opa vor - die anderen hatten sich zu freundinnen begeben. ich wurde also nicht von 4 menschen bestürmt begrüßt, kaum daß ich die tür geöffnet hatte, sondern konnte in ruhe jacketascheschalundmütze loswerden. nach einem kurzen plausch mit meinem vater und dem geliebten nachmittagscaffè verschwand das siebensächelchen im kinderzimmer und gab zufrieden laute von sich. bißchen räumen, bißchen sitzen, und warum eigentlich nicht einfach auf dem bett liegen? wunderbar. ich schaute in das langsam sich vertiefende blau des himmels hinaus, zog nach einer weile die decke über mich und dämmerte genüßlich vor mich hin. als ich eine viertelstunde später wach wurde, war es schon zu schummerig, um mit dem mädchen die verabredete spielplatzrunde zu drehen. stattdessen muckelten wir uns warm ein und gingen hand in hand durch die dämmerung zum laden, um uns ein bißchen rohkost fürs abendessen zu holen. der himmel war klar, und eine wunderfeine, silbrige mondsichel stand über dem westlichen  horizont. es war viertelnachfünf.

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