nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Donnerstag, 3. Juli 2014

übern zaun schau'n: anfang juli


ich schaffe es ja nicht so oft in den garten wie ich gerne möchte. oft liegt es an der zeit oder auch daran, daß die kinder nicht mitgehen wollen und ich sie aber nicht allein lassen mag. oder irgendwelche anderen tätigkeiten drängen sich vor, so daß die zeit nicht mehr lohnt, den kilometer zum garten zu gehen, dann was zu tun und wieder zurück zu gehen.


heute war mir das mal egal. die große tochter hatte eine freundin zu besuch, die jüngeren beiden wollten auf den spielplatz mit der option, nachzukommen zum beerenpflücken. haben sie nicht gemacht. so hatte ich zwei stunden, um in ruhe zu arbeiten.

vor allen dingen habe ich angefangen, den garten urlaubsfest zu machen. also nochmal mähen, alles nötige anbinden, gewuchertes abschneiden, düngen (mit brennesseljauche), mulchen. die ameisen haben mir die füße zerbissen beim mähen der hohen wiese, da hab ich mich mit sonnenwarmen beeren getröstet: rote und schwarze johannis-, waldhim- und jostabeeren. morgen mache ich weiter, dann kommen die kinder mit und wir bleiben bis in die sommernacht dort.




so ist der derzeitige stand im gemüsegarten: die gründüngung (linkes bild) wächst, phacelia blüht schon, rotklee und calendula kommen noch. die übriggebliebenen sonnenblumen stehen gut da, und manch wildkraut hat sich eingestellt. besonders freu ich mich über die wilde möhre, meine lieblingspflanze.

auf der gemüseseite hat das erbsenknipstier weiter gewütet, es sind so wenig erbsenpflanzen übrig, daß es das klettergerüst kaum lohnt (das zweite hab ich eh abgebaut). die kohlpflanzen werden von schnecken besucht, halten sich aber tapfer. der mangold hat sich vom auspflanzen erholt und beginnt zu wachsen. möhren und zwiebeln lassen sich nicht blicken, entweder sind die keimlinge auch abgefressen worden oder sie brauchen noch. auch die buschbohnen sind alle weg, morgen pflanz ich nochmal neue pflänzchen aus. sogar die stangenbohnen sind zum teil auch angeknabbert, obwohl ich ihnen einen schutzkragen aus ollen plastiktöpfen gemacht habe. auch dort pflanz ich morgen neue hinzu.

 


mein ganzer stolz ist das zucchinibeet: drei prächtige selbstgezogene pflanzen strotzen nur so vor lebenskraft und zeigen erste früchtchen. drumherum stehen rotebeetebabys. auf diesem beet habe ich große mengen kleingeschnittenen beinwell (comfrey) als mulch verteilt, und die vertrockneten blätter sind ziemlich rauh und etwas pieksig. ich geh mal davon aus, daß das die schnecken von diesem beet fern hält.

die kartoffeln kommen langsam (sie sind sehr spät gelegt, erst ende juni), sellerie und kohlrabi hatten schneckenbesuch. morgen schau ich, ob was zu retten ist.

ach ja. insgesamt ist das alles etwas mickrig, so viel lieber hätt ich so einen garten wie soulemama! ich habe aber festgestellt, daß unsere erde wohl wirklich trotz jährlichen kompostgaben nicht nährstoffreich genug ist. denn nur dort, wo ich pferdeäpfel ins pflanzloch gelegt haben (also je loch nur einen und dann nochmal erde drauf und dann erst gepflanzt), da wächst es gut. im herbst wird also der gesamte gemüsegarten pferdegemistet! ich will es doch mal schaffen, so richtig prächtiges gemüse zu ernten!

und wie jedes jahr mag ich den garten garnicht verlassen, um in urlaub zu fahren. ich fühl mich so wohl in unserem paradieschen!


nicht viel, aber eigen
spieglein in der wassertonne

Kommentare:

  1. Also auf den Fotos sieht dein Garten schön aus, grün, blühend und fruchtbar. Auch wenn dein Gärtnerinnen-Herz so gerne etwas mehr ernten möchte. Dann gibt es dieses Jahr eben etwas mehr Musestunden und schöne Erlebnisse, die du im Herzen aus dem Garten mit nach Hause trägst...und nächstes Jahr ist ein neues Gartenjahr. Ich mag deine Blicke über den Zaun, die du uns gewährst sehr gerne!

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  2. muse - was ist das denn *lach*!
    leider ernten wir immer so wenig, es hat noch nie so recht geklappt in den 9 jahren bisher.
    und ich freu mich, daß dir sowohl der garten als auch die zaunblicke gefallen.

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  3. liebe Frau Siebensachen, ach was für ein herrlicher Name!,
    mir geht es so sehr ähnlich.......mich hier losreissen, auch ohne Kinder und den Garten für mich genießen, das fällt mir noch recht schwer, aber es wird besser. Und wenn ich den Garten urlaubsfest habe, möchte ich auch fast lieber daheimbleiben. Und ernten? na ja, es geht, der vorherige Schrbergarten hatte bessere Erde aber dieser hier hat die weitaus besseren, netteren Mitgärtner, das wiegt es für mich auf.
    meine Brennesseljauche ist druch den Regen total verwässert, weiss gar nciht wie ich sie verdünnen soll, wenn überhaupt. mal sehen.
    schöne Ferien wünsche ich dir und ein gutes Heimkommen
    Sanne

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