nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

wochenrückblick 48. woche

diese woche war überschattet von einer hiobsbotschaft arbeit und beruf von herrn siebensachen betreffend.
ich schreibe darüber nichts genaues, es ist aber sehr schwerwiegend und kann ihn die stelle kosten. es dauert aber noch monate, bis da klarheit reinkommt.
das ist ein sehr unangenehmer zustand und beeinträchtigt ihn sehr und natürlich auch mich, obwohl ich nur indirekt betroffen bin. zb dadurch, daß er oft ganz betrübt rumsitzt und mehr im haushalt liegenläßt. das erledige ich dann schweren mutes. ich finde es ungerecht, sehe aber, daß ihm grad die kraft fehlt. und da ich es trotzdem gerne einigermaßen sauber und aufgeräumt habe, erledige ich dann alles liegengebliebene mit *grmpf*.

was ich noch anstrengender finde ist, die stimmung auszugleichen. er gibt sich große mühe, die kinder nicht zu beeinträchtigen, sucht ihre nähe mehr als sonst und ist behutsam mit ihnen. das freut mich sehr. aber die grundstimmung, die von ihm ausgeht, ist bedrückt, und das hängt in der luft, finde ich. dagegen anzuhalten, trotzdem schöne sachen zu machen, advent und geburtstag, fröhlich und guten mutes zu sein, das ist anstrengend. ich lenke meinen blick bewußter als sonst auf die kleinen freuden, zb heute vormittag auf die ersten schneeflocken, auf reifkristalle, feine himmelsfarben, klare luft. kinderblicke, einfaches köstlichkeiten, nahe momente.

und manchmal kriecht die zukunftsangst auch mich an, schnürt mir brustkorb oder kehle ein und treibt mir die tränen in die augen. ICH WILL DAS NICHT! es reicht jetzt mal, ich habe genug felsbrocken in meinem leben umrundet oder überwunden, ich will jetzt einfach mal ruhe und gemütlich!!!!! ich weiß, daß ich das schaffe, daß ich die kraft dazu habe, aber ich will das nicht schaffen müssen. ich will nicht wieder umziehen, ich will nicht vollzeit arbeiten müssen (für den fall der fälle ist das eine option). nein, will ich nicht. 

und wenn es dann doch so kommen sollte, nehme ich es an und mache es doch *seufz*.
vielleicht liegt ja doch irgendeine chance darin.
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Kommentare:

  1. Ich wünsche Dir und Euch als Familie ganz viel Kraft ! Wir waren im letzten Jahr in einer ähnlichen Situation und davor waren leider auch einige Felsbrocken zum umrunden, ich weiß, wieviel Kraft und Angst das kostet !
    Am schlimmsten ist die Unklarheit !:-( Aber manchmal/oft finden sich doch Wege, auch wenn sie erst neu und ungewohnt erscheinen....
    Alles Liebe für Dich/Euch !
    Birgit

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  2. Ach liebe Frau Siebensachen, wie gut kenne ich das nagende Gefühl der Geld- und Zukunftsorgen. Sie sind die schlimmsten Energieräuber überhaupt. Gerne würde ich dir jetzt einen Tee kochen und mit Adventsplätzchen an unserem Tisch sitzen, dich ein bisschen hegen und deine Seele streicheln. Denn irgendwo kommt immer ein Lichtlein her, da glaube ich fest daran! Sei aus der Ferne gegrüßt.

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  3. danke für eure lieben worte!
    im prinzip bin ich auch zuversichtlich, daß das alles wieder werden wird, daß ein lichtlein angeht und wir wege finden. die unklarheit und das warten, das ist zermürbend. andererseits haben wir dadurch zeit, uns vorzubereiten (zb eine neue günstigere wohnung zu suchen).
    liebe frau öm, ich käm sofort! am liebsten säß ich dann am ofen :-))
    alles liebe auch für euch!

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  4. Hallo Frau Siebensachen,
    oh, da muss man schwer tragen. Ich habe auch schon zwei Konkurse mitmachen müssen. Damals noch ohne Familie war das bestimmt leichter zu ertragen. Aber das nagende Gefühl der Ungewissheit kenne ich noch gut. Es hatte auch etwas Gutes, denn so bewarb ich mich auf eine Stelle die ich überhaupt nicht wollte, weil sie mir viel zu weit weg war. Aber nach dem Umzug der Firma bin ich das abolute Glückskind und arbeite gerne dort. Ich hoffe für Euch alle, das es Gut ausgeht und auch Ihr irgendeinen Vorteil oder guten Schluß finden werdet.
    LG
    Manu

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  5. liebe Frau Siebensachen,
    mit euch hoffe ich auf eine gute Entwicklung eurer Arbeitssorge und dass ihr bleiben könnt, wo ihr wohnt und sich an deiner Arbeitssituation nichts ändern muss. Heute habe ich einen Brief losgeschickt, gnaz schnell, noch nciht mal ein Gruß, aber ich las hier von deinem Kummer und musste flott los.Du wirst schon zwischen den nicht vorhandenen Zeilen lesen können.....herzlichst, Sanne

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  6. ach du, liebe! *hachz*
    ich wünsche dir ein schönes wochenende!

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  7. Ach, du Liebe, da kann ich euch nur gedanklich ganz fest in den Arm nehmen und mit euch auf eine gute Wendung hoffen - manchmal fügt sich ja plötzlich alles. Mögt ihr die Kraft finden, das anzunehmen, was - vielleicht - unvermeidlich ist ... Und ich verstehe dich soooo gut, wie sie auf dir lastet, diese Verantwortung für die Stimmung in eurer Familie, vor allem dafür, wie die Kinder die Zeiten erleben. Irgendwo las ich im Sommer: "DIe Mütter sind für die Stimmung in der Familie verantwortlich." Fand es erst empörend - welch eine Last, die auch mir hier in unserer komplizierten Familiensituation immer wieder schier untragbar scheint. Aber doch: es ist irgendwie wahr. Macht es das leichter, wenn wir uns bewusst werden, dass unsere "Mütterenergie" mehr noch als ins (äußere) Haushaltbesorgen-und-Alltagslebenorganisieren ins Schaffen einer positiven Lebensstimmung für die Kinder fließen soll(te)? Positiv heißt ja nicht immer lustig und heiter, aber eben doch gut und tief und mit dem Blick für das Kleine und Wesentliche. Ach mensch, du, ich fühle mit dir mit ... und wünsche dir, dass du ihn dir bewahrst, diesen Blick für das wirklich Wichtige (ich lese ihn hier so oft bei dir im Blog, immer so ermutigt, wenn ich sehe, wie sehr du ihn tief aus dir heraus lebst). Seid behütet, Uta

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  8. danke für deine lieben worte, uta.
    sei auch du behütet!

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  9. Ein lieber Gruß von mir. Roswitha

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  10. Liebe Frau Siebensachen,
    Ich hoffe, dass sich diese ungewisse Situation doch früher klärt und zwar zum Guten. Ich kenne das Gefühl dieser lähmenden Ängste nur zu gut, man ist innerlich ständig nervös und angespannt und der Schnecki merkte tief in sich drin, dass meine Normalität nur vorgespielt ist.
    Ich schick dir ein paar positive Sonnenstrahlen, Alles Liebe Babsy

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  11. Ich wünsche euch eine gute Wendung des Ganzen und viel Kraft.

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