nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Dienstag, 14. Oktober 2014

zuviel dasselbe

schon ist die 42. woche des jahres angebrochen, und es bleiben noch 10 wochen bis zum jahreswechsel.

mir kommt es vor, als sei das jahr unglaublich schnell vergangen, als ob die zeit rast.
obwohl ich mich sehr gut erinnere, was alles war (und es war viel!).

"du machst zuviel dasselbe", sagt mein lieber kollege, als wir uns heute darüber unterhalten.
jaja, mein hamsterrädchen. seine kinder sind schon erwachsen, da hat er es leichter, mal was ganz anderes zu machen. wegzufahren, drei tage radfahren, wandern.

zwar sind meine ferien schon vorbei, aber jetzt hab ich noch zwei reguläre freie tage.
und damit aus den ferien auch urlaub wird (denn auch ohne arbeit ruft die wäsche, tanzen die staubmäuse, knurren die mägen...), fahren wir morgen einfach mal wieder ans meer.
raus aus dem alltag, das hamsterrad anhalten.


(im radio gibt es grad eine interviewreihe "wann hast du das letzten mal etwas zum ersten mal gemacht?" allein das ist schon eine spannende ergänzung zum wochenrückblick: "zum ersten mal gemacht". und dazu dann im obigen sinne: "anders als sonst gemacht". um sich die alltagsroutine bewußter zu machen, das hamsterrad kurz anzuhalten.)

Kommentare:

  1. Und doch mag ich das Hamsterrad, den Alltag mit Kind. Genau das hab ich mir jahrelang gewünscht und jetzt bin ich unglaublich froh, dass ich ihn hab. Irgendwie heißt Alltag für mich Familie, Sicherheit und Geborgenheit. Und auch wenn man nicht - vor allem wenn die Kinder schon in Schule gehen - einfach die Koffer packen und los fahren kann, kann man zumindest hin und wieder einen Nachmittag ganz anti-alltag-mäßig gestalten ;-)
    Oder eben schulautonome Tage für einen Kurzurlaub nutzen, wie ihr es jetzt macht.
    Alles Liebe Babsy

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  2. Früher dachte ich, dass einem die Zeit lange vorkommt, wenn nichts Neues passiert, einem so zusagen die Zeit lange wird... doch das Gehirn lässt die Zeit lange erscheinen, wenn man viel Neues erlebt...irgendwie schon seltsam.
    Ich brauche auch immer wieder kleine Fluchten aus dem Alltag, obwohl ich die Tage hier eigentlich sehr gerne habe. Dir eine schöne Alltagsfreie Zeit! Und liebe Grüße.

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  3. ich glaube, das ändert sich mit den jahren.
    als kind vergeht die zeit schneckenlangsam, wenn nichts geschieht - lange-weile. je älter mensch dann wird,desto mehr ändert sich das und die zeit scheint langsam zu vergehen, wenn etwas neues oder besonderes geschieht. weil der alltag sich von tag zu tag doch ähnelt. das sagt ja schon das wort: all-tag, eben ein tag wie alle.

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