nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Montag, 19. Juli 2010

dämmerstunde


22 uhr, und ich sitze im dämmerlicht.

ist euch auch schon aufgefallen, daß es schon wieder deutlich früher dunkel wird?
hier in mittel-nrw kann ich es um 10 uhr schon späte dämmerung nennen
(ääh, wie war das doch gleich mit der dämmerung? bürgerlich und so... so wars (ganz unten)!)

die sommersonnenwende ist doch schon paradox:
die tage werden wieder kürzer, aber der eigentlich sommer beginnt in unseren breiten dann erst.

eine schöne dämmerstunde euch allen!

Kommentare:

  1. kennst du 'die stunde des herrn blau'? ...muss das buch einmal heraussuchen...

    gute nacht!

    s.

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  2. 'Kennt ihr die leere Stunde?
    Die Stunde, in der es noch zu hell ist, Licht anzumachen.
    Die Stunde, in der es schon zu dunkel ist, um weiterzulesen, um weiterzunähen.
    Dann hält man inne und bleibt sitzen, das Buch aufgeschlagen auf den Knien, die Seiten hell und nicht mehr lesbar.
    Man denkt und träumt.
    Das ist die graue Stunde, die Stunde der Dämmerung.
    Die Schatten schimmern, die Erde ist dunkel und der Himmel noch hell.
    Das ist die blaue Stunde.
    Die Dinge scheinen auf die Stille zu warten.
    Eine Stunde, die irgendwo, in der Ferne, dort, wo die Sonne untergeht, von einem kleinen Stückchen Himmel rot gefärbt wird.
    Raum für Erinnerungen.
    Eine traurige Stunde, eine schöne Stunde - jeden Tag kehrt sie ähnlich wieder, unabänderlich, kaum anders seit der Zeit, da sie immer wieder verschwindet, immer wieder erlischt.
    Kennt ihr die leere Stunde?

    Es gab einmal eine Zeit, da ging der Tag unmittelbar in die Nacht über.

    ...'

    und dann erfährt man die geschichte des Herrn Blau von Anne Herbauts.

    mit lieben dämmerungsgedanken

    von s.

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