nicht müde werden sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten. (hilde domin)

Samstag, 10. Mai 2014

vom schaffen

schon wieder regnet es.
gefühlt sogar immernoch, obwohl ich genau weiß, daß das wetter zwischenzeitlich besser war, trockener und auch mit sonnigen abschnitten.

für heute hatte ich mir jedenfalls einiges anders vorgestellt und fühlte mich vom regen richtig ausgebremst. ich wollte laufen und nach dem einkauf in den garten und dort die erbsenbabys einpflanzen (denn heute ist der letzte fruchttag in der pflanzzeit nach den aussaattagen von maria thun, also optimal für erbsen). klettergerüste wollt ich ihnen bauen, und dann geflinkere aufhängen, um die naschkatzen vögel abzuschrecken.

stattdessen regnete es am stück, und zwar so, daß mensch beim besten willen nicht draussen arbeiten konnte, ohne patschnass zu werden. und ganz anders als letzte woche, als ich den regen und die daraus resultierende drinnenzeit genossen habe, war ich nölig und unzufrieden, kramte hier und da, ohne wirklich etwas zu tun, las zuviel im internet und bewunderte die kinder, die einfach endlos spielten, ohne sich vom wetter beeinflussen zu lassen, denn auch sie hatten heute eigentlich anderes vor. immerhin schaute ich oft genug aus dem fenster, um um halb vier zu bemerken, daß der regen dabei war aufzuhören. also schnell in die laufklamotten gesprungen, die kinder gescheucht und dann raus! wenigstens ein bißchen bewegen. das tat auch wirklich gut (die kinder bogen zum spielplatz ab, als ich in den wald lief), und als wir nach einer knappen dreiviertelstunde wieder zuhause waren, fing es wieder an zu regnen...

so arg zufrieden bin ich trotzdem nicht, wenn ich vermutlich auch vom ganzen beinahe-nichts-tun recht ausgeruht bin. ich liebe es einfach zu sehr, mit meinen händen dinge zu tun, sichtbares in die welt zu setzen, zu schaffen, wie die schwäbin sagt. die bin ich nicht, doch den ausdruck "schaffen" finde ich großartig, er betont für mich das kreative am tätigsein, hat was von schöpfung, von er-schaffen. das gefühl der befriedigung, die mich durchströmt, wenn ich etwas sichtbares fertiggestellt habe, genäht, geräumt, geackert, das ist einfach unvergleichlich wohltuend.

heute also ein tag ohne schaffen.

(immerhin habe ich es geschafft, ihn auszuhalten.)
 
(nur die wäsche schaff ich noch auf den speicher...)

Dienstag, 6. Mai 2014

zwei fliegen mit einer klappe - die april-lauf-challenge

wie war das doch? katharina von der wachstumsschublade rief letzten monat die april-lauf-challenge aus: sich ein individuelles laufziel für diesen monat zu stecken und zu versuchen, dies zu erreichen. sie selbst nahm sich vor, ihre laufstrecke um 2/3 zu erhöhen. ich ließ mich anstecken und nahm mir vor, doppelt so oft zu laufen - mit dem zwinkernden hintergedanken, daß ich dann ja meine minilaufstrecke von 2 km auf den monat gesehen verdoppeln würde.

das habe ich tatsächlich geschafft!
wenn es auch noch jedesmal überwindung kostet, mich aufzumachen zum laufen (hauptsächlich, weil ich erstmal 500m bergauf gehen muß), bin ich konsequent zweimal die woche gelaufen. und es ist tatsächlich so gekommen, wie ich mir erhofft hatte, meine kondition und ausdauer (oder ist das dasselbe?)  hat sich dadurch so gesteigert, so daß ich schon in der dritten aprilwoche die strecke verlängert habe. jippieh! ich hab nun also nicht nur die häufigkeit, sondern direkt auch die länge ums doppelte gesteigert! (ok, die länge nur faaast ums doppelte. aber über 3,5 km sinds immer!) summasummarum also beinahe eine vervierfachung der monats-gesamtstrecke *höhö.

und am tag nach den letzten beiden läufen hatte ich so ein kleines bißchen das gefühl, das mein körper sofort wieder laufen will. irre, daß dieses phänomen so schnell schon kommt. mein geist war aber zu faul und hat den körper überredet, zuhause zu bleiben *schäm*. 

ich mach das weiter. es tut mir echt gut, und wenn es so einfach ist (naja, sooo einfach, daß ichs bisher nie tat...), fitter zu werden, dann wär es wirklich schade drum, den schönen wald quasi vorm haus nicht zu nutzen. ich finde es auch sehr schön, das leben des waldes so kontinuierlich zu beobachten, jetzt, da ich alle paar tage hindurchlaufe. dem werden des grüns zuzusehen, die lichtspiele im hellen buchengrün zu genießen (siehe titelbild). inzwischen ist es längst ein dichtes blätterdach, das den wald zu einem schattigen ort macht.  wenn nur nicht die berge rechts und links unseres tals wären...


nachtrag:
ich merke auch im alltag, daß ich fitter werde: wenn ich eine der hier zahlreichen steigungen raufgehe, muss ich schon garnicht mehr langsamer werden, und mit der atmung komme ich auch viel besser zurecht.

Sonntag, 4. Mai 2014

wochenrückblick 18. woche

(boah, ein drittel des jahres ist schon um! wahnsinn.)

[wetter] endlich regen, zur wochenmitte aber wieder gemischt. am wochenende kalt geworden (ich tippe auf vorgezogene eisheilige ;-).
[gemacht] eine halterung für die wäschespinne im hausgarten angebracht (windgetrocknete wäsche, wie fein!), fahrplatzverteilung für den bauernhoftag der dritten klasse koordiniert (wer fährt wo mit), erbsenaussaat auf der fensterbank (die vögel fressen uns sonst das saatgut weg), arbeitszimmer endlich freigeräumt (tschakka!), zweimal mit feuchten augen das mittlere tochterkind im zirkus bewundert, dort nach den aufführungen aufräumen geholfen.
[gewerkelt] vorhänge für die große tochter und das arbeitszimmer genäht, shirt zugeschnitten, ein neues spielwerk in eine spieluhr eingenäht (geburtstagsvorbereitungen...), flickwerk an einem strickponcho.
[bewegt] zweimal gelaufen, zweimal zu fuß zum garten marschiert (und zurück, aber das geht on allein, weil bergab).
[gesehen] nur ein bißchen zeug, nichts was mir grad einfallen würde geblieben wäre.
[gehört] viel zu laute musik im zirkus, unter anderem aber das stück vom letzten eintrag.
[begegnet] vielen netten menschen beim zirkus *hach*.
[gedacht] wie gut der zirkus dem mittelkind getan hat: vor einem jahr noch mochte sie es garnicht aufzutreten (was ja aber in der waldorfschule nicht zu umgehen ist). dann hat sie sich, als drittklässlerin, eeeendlich in den zirkus getraut (was sie schon jahrelang lockte), erstmal nur zum trainieren. und dann ist sie doch ganz en passant in den aufführungsplan mit hineingeraten und hat es so toll gemacht! (gut, im schutze der dunkelheit, denn ihre einradtruppe war mit schwarzlichteffekten garniert. ich hatte also echt mühe, sie auszumachen in all dem flirren auf der bühne.)
[gelesen] blogs, 'pappschachteln' zuende, ein bißchen die 'zeit', familienmailkram.
[getrunken] das übliche. außerdem dünne weißweinschorle, die ich doch recht schnell gespürt habe.
[gegessen] homemade brennesselravioli dank herrn siebensachen, gemüsesuppe 'was der korb hergibt', selbstgemachten seitan (nach diesem rezept), gemüsepizza, salate, erdnüsse. (mindestens 2 essen hab ich vergessen.)
viel obst und gemüse, wenig kohlenhydrate. geht.
[gefreut] daß sich eine bürgerinitiative gegen die asphaltierung unserer strasse formiert! (heute war das erste  treffen, mit mir.)
[geärgert] daß ich am mittwoch nicht beim frauen-jahrezeitenfest in der nachbarstadt sein konnte, weil der mann unerwartet spätdienst hatte. mistmistmist.
[gewundert] daß es mit meiner einen schwester so schierig ist zu kommunizieren. manchmal denke ich fast, wir sprechen verschiedene sprachen, so häufig kommt es zu missverständnissen. schade.
[gekauft] eine neue frische frisur (aka ich war beim friseur), ein paar pflänzchen bei der pflanzentauschbörse der bergischen gartenarche .
 
[ausblick] die anstrengendere arbeitswoche steht bevor, und morgen abend ist endlich wieder gfk-übegruppe.

Samstag, 3. Mai 2014

musik im ohr

das (klick)
hör ich grad in dauerschleife.

(die musik, das video ist nicht meins)

Freitag, 2. Mai 2014

regen

letzte woche war es so schön: ich hatte ferien, und es war allerfeinstes sommerosterferienwetter. wir waren dauernd im garten und haben es so sehr genossen, im acker zu wühlen, alles vorzubereiten und in licht, luft und farben zu baden.

seit sonntag regnet es jetzt. nicht so stark, aber mehr oder weniger täglich. und ich finde das gar nicht schlimm. die erde hatte es dringend nötig, war schon staubtrocken im ersten zentimeter, die saat braucht die feuchte, um aufzugehen, und wir brauchen es, um zur ruhe zu kommen. es ist ein bißchen wie ausatmen, nach den vielen tagen des draussenseins und einatmens des vollen lebens, von sonne und grün. jetzt wurschtele ich im haus herum, räume hier und da, hab zeit für mails und wäsche und zum jagen von staub mäusen ;-). 

(und auch daß es kühler geworden ist, stört mich garnicht, denn so kann ich abends immer in meine wärmende à la shalom-weste schlüpfen. als es wärmer war, fand ich es ja schon schade, daß ich sie weghängen musste, denn ich habe sie nahezu täglich angehabt seither.)

Samstag, 26. April 2014

wochenrückblick 17. woche

[wetter] feinstes sommerosterferienwetter. aber zuwenig regen für den garten. erst heute abend begann es endlich zu tröpfeln. 
[gemacht] jeden morgen bis 8 geschlafen, viel gartenarbeit, eine kurfreundin besucht, eine andere hier bei uns gehabt, viel draussen gewesen, sandalen rausgekramt und angezogen, das erste mal einen sommerrock angehabt.
[gewerkelt] einen reißverschluß eingenäht, einen sport-bh engergenäht (nicht weil ich abgenommen hätte, sondern weil der gummi etwas ausgeleiert war. jetzt hält er nochmal 1 jahr...), gartenzaundinger aus haselstecken zusammengedrahtet, abends stulpen gestrickt.
[bewegt] zweimal gelaufen. inzwischen schaffe ich ohne probleme knapp 4 km pro lauf.
[gesehen] "wüstenblume" - die autobiographie von waris dirie.
[gehört] am liebsten: vogelgezwitscher.
[gedacht] wie schön es ist, wenn meine kinder in ruhe in etwas aufgehen können: die jüngste zzt stundenlang im sandkasten, die mittlere beim einradfahren im zirkus und beim turnen, die große mit ihren freundinnen.
[gelesen] in verschiedenen gartenbüchern: handbuch für selbstversorger (seymour), der paradiesgarten (heil), der garten für intelligente faule (ploberger), permakultur für alle (brunner), em im garten (kuroda). und abends zum einschlafen: "pappschachteln" von tom lanoye.
[getrunken] wasser, kräutertee, caffè, sojacino, smoothies zum frühstück.
[gegessen] das erste eis, gemüsepizza, nudeln mit tomatensausse, gefüllte pfannkuchen, fenchel-zitronen-risotto, vegetarisch gegrillt (selbstgemachten seitan), kartoffelsalat mit wildkräutern, sardische nudeln mit hacksauce, viel rohkost, wenig getreide.
[gefreut] über die ferien, über die tollen besuche, über die natur. daß der herr siebensachen meine haselsteckenkonstruktionen so gelungen findet (loben ist nicht so seins...). und über einen total entspannten farbigen mitarbeiter im baumarkt, der im größten trubel und debakel immer freundlich, aufmerksam und gelassen bleibt (ich hatte schon mehrmals mit ihm zu tun, er ist immer so. andere würden maulen, er bleibt gelassen. großartig. und ich erwähne dabei seine hautfarbe, weil ich den eindruck habe, daß seine gelassene art mit seiner herkunft zu tun hat. er ist irgendwie so...reggae, ohne bekifft zu sein.)
[gelacht] mit den großen mädels (tochter und freundin) quatsch gemacht, wortspielchen und so.
[geärgert] über kleinkram, alltagsgezeter.
[gekauft] eine waschmaschinenmanschette, 2nd hand klamotten für die kinder und mich, gefühlt ständig lebensmittel, urgesteinsmehl für den garten,
[ausblick] ferienende :-(( . hätt ruhig noch länger so gehen können.

Donnerstag, 24. April 2014

elf

heute wäre ein geburtstag zu feiern gewesen.
selma (klick), unsere zweite tochter, wäre elf jahre alt geworden.

stattdessen hatte ich besuch von eine lieben freundin von (mittel)weit weg, mit der ich einen wunderbaren, fast schon frühsommerlichen tag zumeist draussen verbrachte. ich hab ihr meine lebensorte gezeigt, wir haben erzählt, gefragt, gestaunt, waren im wald und im garten und unterwegs und haben den gemeinsamen tag sehr genossen.
und nur manchmal seufte es leise in mir.

dieses nebeneinander von freude und trauer ist schon ein seltsames. nie hätte ich damals gedacht, daß es einmal so mild werden würde. und doch ist es inzwischen so, warm und nah und sacht.

**********

oft schon habe ich darüber geschrieben und dann doch nicht veröffentlicht. eine kleine zusammenstellung davon möchte ich jetzt hier einfügen, damit die gedanken nicht im archiv verschwinden.


...heute vor zwei jahren schrieb ich...

neun.
diese zahl beeindruckt mich seit tagen immer wieder. das es schon so lange her ist, daß selma nicht mehr bei uns auf der erde ist. was für eine ungeheuer lange zeit!!!

neun jahre. das ist ein halbes kinderleben, nochmal so lang bis zur volljährigkeit.
mit neun sind sie schon recht selbständig, ziehen allein oder zu mehreren um die häuser, können gefahren einschätzen, dürfen unbeaufsichtigt mit ihren taschenmessern hantieren, plündern die küche und kochen sich was.

doch wenn ich an selma denke, dann springen mich keine bilder an. kein hüpfendes kind, kein schwingendes sommerröckchen, kein kichern mit der freundin.

...

...heute vor drei jahren schrieb ich...

hätte...wäre...könnte...

... hätte ich damals beim abbiegen in italien doch einmal mehr hingeschaut...
... wäre ich nach der rückkehr aus dem urlaub doch direkt zur frauenärztin zum ultraschall gegangen...
... hätte ich nicht darauf vertraut, daß alles seinen guten gang gehen wird...

... wäre alles anderes gekommen.
vielleicht, wer weiß das schon.
selma wäre gesund und munter zur welt gekommen.
vielleicht.

wäre ihr eventuell ein gesünderes leben möglich gewesen, wäre die unterversorgung früher erkannt worden? dann wäre sie aber NOCH früher auf die welt geholt worden. wäre das besser gewesen? hätte sie davon ein besseres leben mit weniger leid gehabt? keine hirnschädigung durch sauerstoffmangel, aber was dann?

sicher sind dies gedanken, die mich eine weile bewegt haben, es immermalwieder für kurze zeit tun.
doch das rückwärtsschauende hadern erzeugt nur schuldgefühle.
ich bereue nichts von dem, was immer ich im zusammenhang mit selma (bzw vor ihrer geburt) getan habe. denn es ändert ja auch nichts.
ich bin wirklich überzeugt davon, daß es eben so sein sollte.
daß selma sich genau dieses leben genau bei uns ausgesucht hatte.
so traurig es ist, so schön ist es, daß sie uns für fähig hielt, dies für sie zu tragen.

vielleicht wäre es anders gekommen.
aber dann wäre alles andere, so wie es jetzt ist, nicht geworden!

darum pfeif' ich auf hätte... wäre.... könnte...!
... und ich hoffe, selma pfeift mit...


...heute vor einem jahr schrieb ich...
 

... vielleicht ist es für mich auch einfach etwas - sehr - anders, weil selma nicht aus dem aufblühenden leben gerissen wurde, sondern aus einem sehr schweren leben erlöst wurde. sie hätte nie laufen gelernt, wäre nie herumgekrabbelt, könnte nie worte sprechen. ich kann mir so etwas nicht ausmalen, es entstehen keine bilder. (nur von megahightechliege-rollstühlen mit integriertem beatmungsgerät etc, mich schauderts, wenn ich solche sehe)

wenn ich mein 'hätte' und 'wäre' nun früher ansetzen würde, käme ich auch nicht weiter.
ich glaube sogar: wenn wir nicht in diesen italienurlaub gefahren wären, dann wäre etwas anderes passiert. alles ist so geschehen wie es sein sollte, so unbegreiflich es auch sein mag.

diese betrachtungsweise hat mir sogar über große untiefen geholfen, denn nur so gesehen bekommt alles einen sinn. nur wenn ich selmas leben so wie es war, als unausweichlich, als selbstgewählt sogar ansehe, gibt das alles einen sinn. und wird nur dadurch erträglich.
(und so wichtig: für mich kamen noch zwei kinder danach - wenn selma gesund gewesen wäre, hätte ich nun mit sicherheit nicht diese beiden weiteren kinder. auch das wäre nicht auszudenken.
...ach so ein elendswurm, dieses gedankengewirr)

Sonntag, 20. April 2014

wochenrückblick 16. woche


[wetter] erst bibberkalt und windig, seit gründonnerstag dann zunehmend sonniger und wärmer. und heute, mit viel sonne und schönen wolken, fühlte es sich im liegestuhl fast sommerlich an. 
[gemacht] urlaub begonnen, einen tag nach holland gefahren, osterbastelei, mit der pubertistin bei ikea gewesen, um ein regal zu kaufen, eine quelle gefunden und mit steinen eingefasst, möbeltetris (schrank aus tochterzimmer ins wohnzimmer). zur feier des ostertages im garten im liegestuhl gelegen und 1/2 stunde gedöst und genossen.
[gewerkelt]ostereier gefärbt, osterhasen gebacken, nähkleinkram, pürierstab repariert.
[bewegt] zweimal gelaufen: einmal in holland am strand, einmal im wald vor der haustür. weil es so schön fluppte, bin ich einen extra-schlenker gelaufen und hab damit fast 4 km geschafft. hehe. 
[gesehen] nur schnipsel und kram, nix erwähnenswertes. 
[gehört] adele, cathy perry und pharrell williams - tochtermusik. 
[gedacht] daß ich es jetzt endlich mal schaffen will, mich mit der lieben frau aus der nachbarschaft zu verabreden, statt sie immer nur zufällig zu treffen. und unsere familien miteinander am besten auch. unser soziales leben kümmert so vor sich hin, das gefällt mir nicht. 
[gelesen] "tintenherz"von cornelia funke zuende, das hat mir gefallen. schön spannend, tolle auflösung (hab mir den nächsten band in der stabi reservieren lassen). dann hab ich noch "letzte tage, jetzt" von jan drees gelesen. das spielt witzigerweise hier in dieser stadt, was aber nur an so ganz kleinen details zu bemerken ist. interessantes erlebnis, dieses erkennen. 
[getrunken] wasser, tee aus frischen kräutern, caffè und sojacino. 
[gegessen] heute zum ersten mal seit wochen wieder fleisch (herr siebensachen hat falschen hasen gemacht). hm, weiß noch nicht. ich glaub, ich bleib erstmal weiter vegetarisch. und die erste schokolade heute war auch keine offenbarung. 
[gefreut] über eine schöne begegnung beim osterfeuer. und daß nächste woche eine liebe freundin samt tochter von weit her kommt!
[gelacht] als wir heute morgen in den garten kamen und die kinder eier  und schokohasen fanden, waren einige davon angeknabbert! ist wohl nicht so gut, wenn herr siebensachen dem osterhasen schon am vorabend hilft...
[geärgert] über die nachricht, daß unsere strasse dieses jahr einen neuen belag bekommen wird. zum einen ist ja so eine langdauernde baustelle schon ärgerlich genug. aber das argument für den neuen belag ist, daß "man hier so durchgeschüttelt wird." da wird das alte kopfsteinpflaster halt einfach weggemacht und die strasse geteert, damit endlich richtig schön gebrettert werden kann in der wohnstrasse. boah ey, das ärgert mich. ich find die hubbelstrasse grade gut. 
[gekauft] ikearegal und vorhangstoff fürs große kind, 32 eier zum färbern und bemalen, zahnöl von der bahnhofsapotheke für die backenzähne der jüngsten. 
[ausblick] dienstag kommt der waschmaschinenrepairman (sie verliert wasser), dann kommt lieber tochter- und mutterbesuch, und wir fahren evtl. die bruderfamilie besuchen. und dann wäre ein 11. geburtstag zu feiern gewesen... 
[dankbarkeit] daß ich grad 11 ganze tage urlaub hab.

Samstag, 19. April 2014

frohe ostern!

ostern
fest des lichtes und des neuen lebens


heute waren wir beim osterfeuer in der benachbarten kleingartenanlage. dort kommen inzwischen viele menschen aus dem viertel hin, genießen die geselligkeit und freuen sich am feuer. so saßen wir da bei schönstem wetter mit netten menschen auf der wiese, haben geplaudert und den kindern beim feuerfüttern zugeschaut.

 


























 
von frau öm inspiriert, war ich gestern noch mit zwei kindern im wald, dem bachlauf aufwärts folgend haben wir die quelle gesucht. eine von mehreren haben wir uns gewählt. eigentlich war es nur ein rinnsal im morast, da haben wir ein wenig gegraben, ein becken geformt, steine drum gelegt und dann zugesehen, wie das wasser wieder klar wurde. "ne mama, jetzt kann da eine quellennixe wohnen", meinte die jüngste zum schluß befriedigt. wir nahmen auch osterwasser mit für unsere zimmerpflanzen und den garten.

 ich wünsche euch frohe ostertage mit euren lieben.
habt es gut miteinander!

Freitag, 18. April 2014

ein tag am meer - neuauflage

gestern, an meinem ersten urlaubstag, waren wir, wie schon im herbst einmal, in holland am meer. seit den kindern damals klar wurde, daß so etwas möglich ist, war so ein tag am meer ein fester wunsch für diese ferien.

und es war wieder so schön (oder gar noch schöner, denn es gab weniger streit).
sonne, meer und wind, im sand liegen, picknick machen, eis, pommes und fisch essen, schlendern und genießen. als absolute neuheit bin ich am strand gelaufen, barfuß im sand. anstregender als mit schuhen im wald, aber so schön.





als es dunkel wurde und zu regnen begann, fuhren wir wieder nachhause.
"meine beine ganz schwer und mein herz ganz leicht", wie ramona so wunderbar über ihren tag am meer schrieb.

Montag, 14. April 2014

aha!

der aufmerksamen leserin sanne ist eine seltsamheit aufgefallen: daß ich ein "diät"-buch gelesen habe.
das mag ich nun mal erklären. 

also das war so:
letztens las in in einer geo einen artikel über stoffwechselkram ("die macht der masse"). darin ging es - kurz gesagt - darum, daß ab einer gewissen ansammlung von masse/fett im körper der stoffwechsel völlig außer rand und band ist und nach immer mehr und mehr schreit. so geraten menschen durch biochemische prozesse in eine üble spirale, weil es immens schwer ist, sich diesen zu widersetzten. selbst wenn mensch es besser weiß.

in der letzten woche sah ich im vorübergehen ein buch (die all-you-can-eat-diät" von marion grillparzer *klick*), das genau dasselbe thema hat: wie der menschliche körper durch ungünstige nahrungszusammensetzung immer mehr hunger signalisiert und damit übermäßige nährstoffzufuhr erzeugt. dies geschieht durch zu stark kohlehydrathaltige nahrung, durch die die insulinproduktion gefördert wird. sinkt der insulinspiegel, will der körper mehr davon, und wir essen wieder. undsoweiterundsofort. kennt wahrscheinlich jedeR: eine stunde nach dem süßen snack oder dem käsebrot am nachmittag zieht es eine unwiderstehlich in die küche...

das ist sehr interessant und schlüssig geschrieben und erklärt mir so einiges. ich bin ja immer wieder fasziniert davon, wie wir irgendwelchen biologischen mechanismen/ automatismen unterliegen und gar nicht anders können, als so zu handeln, wie wir es tun. in diesem fall allerdings können wir anders: indem wir nämlich garnicht erst die große insulinproduktion ankurbeln, sondern nur sachen essen, die wenig insulin fördern (davon aber reichlich, viel.) das ganze läuft unter dem stichwort GLYX - glykämischer index.
(in dem buch ist dann auch erklärt, daß das wort DIÄT aus dem griechischen stammt und LEBENSWEISE bedeutet. nicht abnehmen oder hungern.)

ja nun. und ich jetzt?
essen ist für mich ein großer genuß, ich koche und experimentiere gern mit gewürzen. in mein leben passt kein hungern. mich hat auch nicht der abnehmwahn gepackt. ich lebe schon immer aus prinzip ohne waage und werde das auch beibehalten.
nur ist es so, daß sich mit der zeit so einige jahresringe an meinem körper angesammelt haben, die nicht nur in der mitte deutlich sichtbar sind (das ginge ja noch), sondern inzwischen sehr auf meinen knien lasten. sprich, die knie knirschen nicht mehr nur, sondern schmerzen bei belastung immer häufiger. das beste, was ich dagegen tun kann, ist, sie mit weniger gewicht zu belasten. und deshalb mag ich eine ernährungsumstellung mal versuchen. wenn das mit genuß und ohne zu hungern geht, find ich das toll.

ich werd schon kein dürres hühnchen, sanne, keine sorge. was würden meine kinder sagen, wenn der weiche mamabauch weg wär ;-) !

Sonntag, 13. April 2014

wochenrückblick 15. woche


[wetter] kälter, auch mit regen, den die erde dringend brauchte. aber immer mal schöne tage dazwischen. (ich wünsch mir einen ofen, um abends ein feuerchen machen zu können. das hätte gut getan, denn die heizung machen wir schon zwei wochen nicht mehr an.)
[gemacht] neben dem übliche geräume und gekrame: den flur (beinahe) zuende geräumt, gartenarbeit mit ganz viel schlepperei, kartons mit kinderkleidung zum kinderschutzbund gebracht. wegen einer starken prellung von der arbeit (bin vors schienbein getreten worden) beim arzt gewesen und einen kompressionsverband bekommen. und die große tochter (nach 12 tagen) vom klassenfahrtsbus abgeholt *hach* 
[gewerkelt] eine kommode aufgemöbelt (deckplatte abgeschliffen und geölt), meinem lieblingsanorak einen tunnelzug genäht, paar maschen gestrickt. 
[bewegt] zweimal gelaufen, je ca. 2,5 km. schön ist es im frühlingswald! 
[gesehen] nix besonderes, sendung mit der maus und paar krimi-fetzen. der tatort am letzten sonntag war interessant.
[gelesen] "tintenherz" von cornelia funke, "die all-you-can-eat-diät" von marion grillparzer, die neue mollie makes. und aus gegebenem anlass (bei der jüngsten) zweimal "ole hat einen losen zahn" (aus den "kindern von bullerbü" von astrid lindgren) vorgelesen
[gehört] schwesterngekicher im matratzenlager. die große ist zurück von der klassenfahrt und mag nicht allein schlafen. da ferien sind, gibt es jetzt ein paar nächte großes gelage. so süß, daß sie da so einen spaß dran haben! 
[gedacht] nachdem ich letztens im geo über stoffwechselkram ("die macht der masse") gelesen habe, lief mir diese woche ein diätbuch über den weg (s.o.), das genau dasselbe thema hat: zu kohlehydrathaltige nahrung und die daraus resultierenden phänomene im körper. sehr interessant und schlüssig. 
[getrunken] wasser, caffè, sojacino, demeter-möhrensaft, ganz dünne weißweinschorle.
[gegessen] mangold+erbsen mit bärlauchkartoffeln und feta, "alles-salat"(so ähnlich wie salade nocoise), wild/spinatpizza (brennessel+blattspinat gemischt), ... salatsalatsalat und jeden morgen ein grüner smoothie, meist statt frühstück. 
[gefreut] über den garten, den frühling überhaupt, und daß mein großes mädchen zurück ist! 
[geärgert] ab+zu fällt mir ein ärger ein, aber bis ich hier sitze und schreibe, hab ich ihn vergessen. gutes zeichen ;-) 
[gekauft] eine schubkarre, eine vollholz-kommode im möbellager (für nur 40 euro!
[ausblick] noch zweieinhalb tage arbeit, dann hab ich ferien. am donnerstag ein tag am meer. und dann ostern...
[dankbarkeit] gestern vor einem jahr hat meine/unsere mutterkindkur begonnen, und ich bin so froh und dankbar, dort gewesen sein zu dürfen! die zeit wirkt immernoch in mir nach.
(zum einen ist der alpenhof ein ganz wunderbares kurhaus, zum anderen habe ich dort so liebe nette frauen kennengelernt und gemeinsam eine so gute zeit gehabt. wir halten immernoch kontakt und haben uns zt schon besucht. sogar ein eurythmiewochenende ist aus der kur entstanden.)

ästeschleppen (fürs osterfeuer)

grünzeugernte: bärlauch, schnittlauch, zwiebel, sauerampfer, beinwell, und in der tasche um meinen hals brennessel

ausblick nach getaner arbeit (vorher lag dort ein riiiesenästehaufen)